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10 Dinge, wie du es dir im Juni gut gehen lässt.

Juni - Lifehacks

Mich fasziniert immer wieder, wie unser aller Alltag es schafft, dich und mich vergessen zu lassen, was im Leben wichtig ist.

Egal wohin du schaust, es ist ein dauerndes Streben nach mehr und dadurch eine dauernde Unzufriedenheit.

Geld (Gehalt, Umsatz)
Besitz (Auto, Designer-Kleidung, neues Smartphone)
Image, Macht, Ruhm

Zufriedenheit? Nö.
Den Augenblick genießen? Keine Chance.

Es geht immer noch mehr.
Kaum etwas erreicht, schon wieder das nächste.

Ich schreibe diesen Artikel in einem wackeligen Holzsessel am Strand des Lake Erie in einem netten kleinen Motel auf dem Weg von Cleveland nach Chicago.

Und ja, eigentlich sollte ich zu Hause sitzen und mich darum kümmern, dass mehr Menschen meine Blogartikel lesen, sich mehr Menschen in meinem Newsletter eintragen, mehr Menschen meine Facebook-Werbungen sehen und dass dadurch mehr Menschen meine digitalen Produkte kaufen.

Ich weiß nur eines: Wenn ich mich darauf fokussiere, denn bin ich damit niemals fertig. Dann kümmere ich mich morgen darum, dass es noch mehr wird. Und übermorgen bin ich damit unzufrieden und will dann noch mehr.

Denke kurz darüber nach:

Jedes Ziel, dass du dir setzt, ist in dem Augenblick, wo du es erreicht hast, Schnee von gestern und das nächste steht an.

Denn man sagt uns, dass Stillstand gleich Rückschritt bedeutet. Daher muss es immer das nächste geben. Der nächste Schritt. Immer weiter.

Und wir plappern das nach. Und wollen mehr leisten.

Immer mehr.

Was uns seit dem wir Kinder waren abtrainiert wird, ist im Augenblick zu leben, achtsam und zufrieden zu sein und etwas zu tun, das nur ein Ziel hat:

Dass es dir und mir gut geht.

Nicht mehr.
Nein, wirklich nicht mehr.

Etwas zu tun, dass nur dazu führt, dass es dir gut geht.

Nicht mehr Kohle.
Kein besserer Job.
Nicht mehr Aufträge.

Denn dann passiert etwas Wunderbares.
Du erkennst, was wichtig ist.
Du erkennst, was zählt.

Und was völlig nebensächlich ist.

  • Ich bin nicht auf meinem jährlichen Roadtrip durch die USA, weil ich es mir ja sowieso leisten kann.
  • Ich bin auch nicht hier, weil „ich mir mal etwas gönnen“ möchte.
  • Ich sitze nicht in einem Luxushotel, sondern in einem Bed & Breakfast am Highway Number 6.
  • Ich fliege nicht erste Klasse.
  • Ich esse nicht in Haubenrestaurants, sondern in kleinen typischen US-Diners.

Denn erstens weiß ich, dass es mit mehr Geld um nichts besser wäre.
Und ich weiß, dass mir das alles einfach nur gut tut.

Denn es sind die kleinen Dinge, die gut tun:

  • Morgens über eine verlassene Tankstelle und einen leerstehenden Parkplatz neben meinem Motel in North Lima joggen.
  • Ein paar Worte mit der Motel-Besitzerin über ihre Verwandten in Florida plaudern (Mein Großonkel lebt auch dort)
  • Stundenlang durch verschiedene US-Bundestaaten fahren, die Autobahnen zu meiden und so Menschen und Landschaft abseits der Trampelpfade zu erleben.
  • Nach drei defekten Autos bei Budget Rent-a-car dann endlich losfahren können.
  • Bei Barnes & Nobles auf dem „Bargain“-Tisch ein Buch finden, das ich schon lange suche.
  • Während ich diese Zeilen schreibe, innehalten und dem Rauschen des Sees lauschen:
Passender Artikel:  Warum man mit Optimismus länger lebt und wie du Optimist wirst

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Diese Liste an „unscheinbaren Kleinigkeiten“ ließe sich noch lange fortführen. Und vielleicht fallen auch dir bereits beim Lesen einige DEINER Kleinigkeiten ein, die dein Leben so wunderbar machen.

Es gab schon ein paar Artikel von mir, mit 10 Dingen, wie man es sich gut gehen lassen kann. Und die obigen Gedanken im Kopf sind hier weitere 10 Ideen entstanden, die du im Juni noch angehen kannst.

Einfach so.
Zum gut gehen lassen.

Das wollte ich schon immer mal tun

Jeder von uns hat so etwas. Einen Wunsch, der schon lange auf deiner Liste steht. Nur irgendwie erfüllst du ihn dir nicht. Weil es tausende Gründe gibt. Tausende Dinge, die wichtiger sind. Tausende „jetzt-noch-nicht-aber bald“-Argumente. Damit ist jetzt Schluss. Hand auf Herz und ehrlich mit dir selbst: Was wünscht du dir schon lange? Was wolltest du schon immer mal tun?

Tu es. Starte mit den Vorbereitungen. Rufe einen lieben Menschen an und erzähle es. Schreib es mit einem abwaschbaren Stift an den Badezimmerspiegel. Poste es auf Facebook oder was auch immer. Nur mache den ersten Schritt. Denn viele Menschen müssen erkennen, dass sie ihren Herzenswunsch niemals erlebt haben. Meistens dann, wenn sie es nicht mehr rückgängig machen können. Daher.

Tu es.

Tu

es

T
u

e
s

Was dir gut tut

Ich mag diesen so simplen Gedanken: Welche Angewohnheit, welche Tätigkeit, welcher Schritt würde deinen Leben sofort eine unglaubliche Wendungen zum Positiven bringen? Wenn du es schon weißt: Mach mehr davon. Wenn nicht, dann erforsche dich und mache es dann.

Was nicht gut für dich ist

Der umgekehrte Gedanke: Welche Angewohnheit, welche Tätigkeit solltest du in Zukunft lassen, weil es dir nicht gut tut. Was machst du, dass dir am meisten schadet oder so richtig kontraproduktiv für deine positive Weiterentwicklung ist?. Wenn du es schon weißt: Lasse es. Wenn nicht, dann erforsche dich und lasse es dann.

Was kann dein Business für dich tun

Für die Selbständigen. Wir tun so viel dafür, dass unser Business wächst und gedeiht. Es vergeht kaum ein Moment, wo sich unsere innere Stimme nicht fragt: „Was kann ich noch mehr für mein Business tun“.

Aber halt. Ist es dafür da?

Ist dein Business dafür da, dass du pausenlos etwas für tust? Ist ein Baum dafür da, dass du dich Tag für Tag um ihn kümmerst? Oder ist er auch dafür da, dass du dich an seiner Schönheit erfreust und die Früchte seiner Äste ernten kannst. Genauso ist es auch mit der Selbständigkeit.

Frage dich nicht immer, was du für dein Business tun kannst. sondern frage dich auch, was dein Business für dich tun kann.

Neujahrsvorsätze

Hehe, jetzt wirst du denken: Der spinnt. Im Juni Neujahrsvorsätze? Doch, ich meine das ernst. Eigentlich sind wir ja Sklaven des Kalenders. Wir erfahren vom Kalender, wann wir feiern sollen, wann wir traurig sein sollen, wann wir uns um Mutter und Vater kümmern sollen, wann wir auf Urlaub gehen, wann wir an Verstorbene denken sollen und wann wir besinnlich sein sollen. Und natürlich auch, wann wir den Neuanfang starten, nämlich mit dem neuen Jahr. Ich finde ja das Ganze ist ein ganz klein wenig sch****.

Passender Artikel:  Freude am Leben: 7 Geschenke, die glücklich machen!

Wenn du etwas in deinem Leben verändern willst, dann warte nicht auf den ersten Januar, den Neumond oder bis du noch das oder jenes erledigt hast. Mache es gleich. Funktioniert auch alles ohne Kalender. Besser sogar.

Einstellung ändern

Ein ganze Menge habe ich davon. Einstellungen, Haltungen oder Meinungen zu bestimmten Dingen oder Menschen. Vorurteile könnte man auch dazu sagen. Ich nehme für mich den Juni zum Anlass eine dieser „Überzeugungen“ zu hinterfragen, zu überdenken, zu verändern. Und ich weiß jetzt schon, was sich herausstellen wird: Es wird mir gut gehen, wenn ich das eine oder andere verkrustete Denken über den Haufen werfe. Wäre das auch etwas für dich?

Dein Lied definieren

Bei mir gibt es ein paar davon: Lieder, die mir etwas bedeuten, die eine bestimmte Emotion in mir hochkommen lassen, die mich motivieren oder dich ich einfach mag, weil ich mich beim Hören gut fühle. Suche dir dein Lied oder deine Lieder zusammen und packe sie auf dein Smartphone, damit sie immer mit dabei sind. Denn diese Lieder können Wunder wirken. Gute Laune, Motivation, positive Energie mit nur einem Druck auf den Play-Button.

Vergleiche lassen

Mein Artikel „Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich“ hat es bereits klar gestellt. Sich mit anderen Menschen vergleichen, gehört zu den dümmsten Gedanken, die wir Menschen haben. Erkenne, wann du das tust und mache dir einfach klar, dass es doof ist. Punkt.

Fundamente definieren

Ein Schritt mehr als Punkt 2 und 3. Nämlich zu erkennen, was sich als Fundament durch dein Leben zieht: Werte, Menschen, Orte, wiederkehrende Erlebnisse und vieles mehr. Egal ob positiv oder negativ. Erkenne was dich ausmacht, was schon immer da war und was immer da sein wird. Das zu wissen, gibt dir Energie.

Was ich an dir mag

Wenn du in einer Beziehung bist, dann sage deinem Partner einfach so, am besten Tag für Tag, was du an ihr oder ihm magst. Erwarte nichts zurück, sondern mache einfach klar, warum du diesen Menschen so sehr schätzt und magst. Das fühlt sich einfach nur sensationell an. (Wenn du Single bist, dann sage es deiner besten Freundin oder deinem besten Freund. Gleiches, wohliges Gefühl)

Nimm dir nur einen der 10 Punkte für den Juni vor und du wirst etwas unglaublich Wichtiges erkennen.

Glück und Zufriedenheit ist kein Ziel.
Es ist ein Weg.

Ein Weg, den wir Tag für Tag gehen und der nicht mit dem Bulldozer (also die großen Visionen und Ziele) geebnet wird, sondern durch die kleinen Dinge im Leben.

(Anmerkung: Dieser Artikel ist zum ersten Mal im Frühjahr 2016 erschienen und wurde nun ein wenig überarbeitet.)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

6 Comments on “10 Dinge, wie du es dir im Juni gut gehen lässt.

Monika
28. August 2016 um 10:28

Hallo Markus,
dein Artikel hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich ertappe mich immer wieder wie ich in die Falle von „noch mehr“ tappe.
Es ist ein ständiges sich besinnen, das zu tun was dir gerade in dem Moment gut tut.
Deine Artikel tun mir immer wieder gut.
Viele Grüße aus dem schönen Heidelberg, wo ich wohne, weil es mir gut tut.
Monika

Markus
28. August 2016 um 18:28

Danke Monika, das freut mich sehr!!
Lass es dir gut gehen!
M

Sabine
16. Juni 2016 um 8:54

Danke, Markus,

dieser Beitrag bringt mir etwas Wichtiges (erneut) ins Bewusstsein: Wir brauchen kein Größer-Höher-Weiter. Die Welt funktioniert so nicht. Es geht nicht um Mehr-Mehr-Mehr. Es geht um „Qualität statt Quantität“, wie schon andere vor uns festgestellt haben. Es ist nicht erstrebenswert für mich, immer mehr an mich zu raffen, immer ausgefallenere Speisen zu essen, immer abenteuerlichere Freizeitvergnügen zu suchen.

Sehr gut gefällt mir Dein Gedanke, auch mal zu überlegen, was mein Geschäft für mich tun sollte – nicht nur ich für mein Geschäft. Denn wenn mein Geschäft mir nicht nahezu jeden Tag Freude macht, dann sollte ich doch überlegen, ob es das Richtige für mich ist. Das ist die Seite der Selbständigkeits-Medaille, die selten oben liegt. Zeit, da mal genauer hinzuschauen.

Ganz wunderbar ist es auch, die eigenen Einstellungen zu ändern. Statt mich über „störende“ Fahrgäste im gleichen Bahnwaggon zu ärgern, steige ich an der kommenden Haltestelle in den nächsten Wagen und lese mein Buch in Ruhe weiter, statt mich durch laute Gespräche stören zu lassen. Manchmal sind Veränderungen ganz einfach.

Herzliche Grüße
Sabine

Nadya
15. Juni 2016 um 11:41

Einfach Klasse geschrieben! Vor allem gibt mir der Neujahrkalender zu denken:)

Eine tolle Rednerin hat mal aufgezählt, welche Menschen zu ihrem eigenen Unglücklichsein beitragen:
1. Diejenigen, die nicht Nein sagen können.
2. Diejenigen die alles aufschieben.
3. Die unpünktlichen.

Elfriede Meißl
13. Juni 2016 um 22:35

Ich habe einmal vor ungezählten Jahren ein Zeitmanagementseminar gemacht. Das einzige, was ich mir daraus gemerkt habe, war – tu es jetzt. Und das scheint mir auch die Quintessenz Ihrer 10 Punkte zu sein.

Silvia
13. Juni 2016 um 20:47

Großartiger Artikel. Der Mensch ist im „System“ jedoch sehr festgefahren. Etwas von der Leichtigkeit und Einfachheit seiner Kindheit sollte man sich ein Leben lang bewahren. Aufs Bauchgefühl hören und aufgezwungenes als Unverstand seines Gegenübers betrachten. Dinge aus der Sicht eines Kindes sehen kann ungemein Hilfreich sein. Naives Gedankengut zulassen. Bei uns auf dem Lande ticken die Uhren etwas anders. Dies bewahre ich mir von ganzem Herzen . Lg Silvia

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Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

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