Früh aufstehen: Vergiss 9 to 5. Hoch lebe 5 to 9!

  • Früh aufstehen

Über 15 Jahre lang war früh aufstehen die Hölle für mich; ich habe mich um 9 Uhr früh ins Büro begeben, den ganzen Tag herum gecheckt, Mails geschrieben, Meetings abgehalten, Konzepte geschrieben, Forecasts, Reports, war in Jour fixes, war gestresst, hatte gleichzeitig 5 Fenster am PC geöffnet, bekam aber bei keinem etwas weiter, schob die eine oder andere unbezahlte Überstunde und war am Abend jeweils sehr ernüchtert, wenn ich mir den Outcome vergegenwärtigte.

Ich hatte das Gefühl sehr viel gearbeitet, aber nicht viel weiter gebracht zu haben. Ich war ein Office-Zombie.

Offenbar ist dieses 9-5 Konzept (oder auch 6,7,8,9) nicht unbedingt immer das Beste.

Als ich dann das Hamsterrad verlassen hatte (hier der Ruf zum Abenteuer, wenn du nich im Hamsterrad läufst) um mich selbständig zu machen, wurde dieses System natürlich anfangs von mir weitergeführt.

„Machen ja alle so“

„Wird schon seinen Sinn haben“

„Geht ja nicht anders“

Doch irgendwann – und ich bin mir selbst sehr dankbar für diesen hellen Moment, habe ich mich gefragt:

Geht das nicht anders?

Geht das nicht einfacher?

Geht das nicht „besser“?

Eines kann ich dir vorweg verraten. Früh aufstehen war echt nicht meine Stärke. Ich konnte mich nur an die Schulzeit erinnern und die Tatsache, dass ich da immer früh morgens gelernt habe und die Ergebnisse besser waren als bei allen Nachtschichten.

Mein nächster Gedanke war naheliegend: Eigentlich könnte ich ja arbeiten, wann ich will und nicht wie alle anderen in festgesetzten Zeitfenstern.

Somit habe ich begonnen zu den absurdesten Zeit zu arbeiten. Wenn ich nachts um 2 aufgewacht bin und nicht schlafen konnte, arbeitete ich. Ich arbeite nach dem Abendessen und natürlich auch mal vor dem Frühstück.

Das Spannende: In meinem Schlafzimmer befindet sich kein Wecker, ja gar keine Uhr. Wenn ich aufwache und mich wach fühle, stehe ich auf. Ich habe noch nie verschlafen oder einen Termin verpasst. Mein Biorhythmus bekommt das schon hin. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich nicht aufstehen muss, sondern aufstehen will.

Weil ich Dinge tue, dich ich liebe und nicht um am Ende des Monats Schmerzensgeld dafür zu bekommen. Aber zurück zum frühen Morgen. Irgendwann bemerkte ich, dass morgens einfach wirklich viel weiter geht. Wie sieht also mein Morgen aus.

Das Morgenritual

Rund 70% der Woche wache ich zwischen 5 und 6 Uhr auf. Das passiert von selbst, einfach weil mein Körper weiß, dass so früh morgens einfach gute Dinge passieren. Er ist auf das positive Erlebnis geankert und will mehr davon.

Nicht wie viele andere gehe ich duschen oder mache mir mal einen Kaffee oder sonstiges was „man eben so früh morgens tut“. Nach 2-3 Minuten Bewegung, spiele ich ein paar Minuten Klavier (keine Sorge um meine Nachbarn, es ist ein e-Piano und somit benutze ich Kopfhörer) und dann gehe ich an die wichtigste Aufgabe des Tages.

Früh aufstehen: Das Wichtigste

Von Brian Tracy* bis Leo Babauta wird es von alle Dächern gepfiffen: Erledige das wichtigste oder mühsamsten ToDo zuerst.

Ich bin dazu übergegangen, mir vor dem schlafen gehen zu überlegen, was ich am nächsten Tag schaffen will.

Was erledigt wird, was als einziges ToDo übrig bleiben würde, wenn ich nur eine Sache am nächsten Tag erledigen könnte. Genau das mache ich sofort. Auf der Stelle. Gleich. Ist es eine Aufgabe von überschaubarer Länge (z.B. einen Blogartikel oder ein Kapitel eines Buches schreiben) wird die Aufgabe begonnen und nicht unterbrochen, bis sie fertig gestellt ist.

Ist die Aufgabe umfangreicher, definiere ich wie lange ich mich damit beschäftige. Der erste Schritt ist bei großen Projekten das Wichtigste. Und der wird getan.

Die Ruhe vor dem Sturm

Was das faszinierende daran ist: Niemand stört dabei. Das E-Mail Programm bleibt geschlossen, denn die Mails können auch erst um 9 Uhr gelesen werden, dass fällt niemand auf.

Das Handy bleibt still, keine Anrufe, keine SMS, kein Whatsapp. Facebook & Co sind noch im tiefen Dornröschen-Schlaf.

Das Fenster des Arbeitszimmers kann geöffnet werden und es bleibt still.

Die Stadt schläft größtenteils noch, weil sie nämlich fit sein muss, für den harten 9-5 Arbeitsstag.

Die Fokussierung

Wer schon einmal sich vom Schreckgespenst „Multitasking“ lossagen konnte, und ein, zwei Stunden ohne jede Störung gearbeitet hat, weiß was das bedeutet. Fokussierung = gute Ergebnisse.

Multitasking ist ein Irrtum und bringt Menschen nicht dazu mehr zu leisten, sondern viel weniger und in schlechterer Qualität.

Die Ergebnisse, die nach nur einer Stunde völlig ungestörter Arbeit entstehen sind nicht vergleichbar mit den üblichen „ich-muss-doch-flexibel-sein-und-schnell-reagieren“ Denken im Business-Alltag.

Früh morgens bedeutet das Fokus in Reinkultur. Und Ergebnisse, die sich wirklich sehen lassen können.

Die Zufriedenheit

Wie fühlst du dich, wenn du etwas Wichtiges erledigt hast, wenn ein Projekt abgeschlossen, ein fetter ToDo-Punkt von der Liste abgehakt ist?

Einfach gut.

Nur wird dies meist von der Tatsache getrübt, dass wir diese Sache lange vor uns hergeschoben haben und nun „endlich“ erledigt haben.

Viel besser fühlt es sich an, wenn du um 8 Uhr morgens bereits das Wichtigste, Größte, Aufwändigste des Tages hinter dich gebracht hast. Der Tag kann kommen. Alles andere ist nur mehr ein Kindergeburstag dagegen.

Tiefe Zufriedenheit macht sich breit und eine Vorfreude auf den Tag, die ihres Gleichen sucht.

Nicht auf den Bus aufspringen

Wenn die Meute erwacht, gilt es nicht auf den Bus aufzuspringen. Ich behalte mir trotzdem den Fokus, schalte mein iPhone oft auf Flugmodus, lese nur 2x am Tag meine E-Mails und deaktiviere meinen Internetzugang, wenn ich Fokus brauche.

Die Welt kann warten, auch nach 9 Uhr.

Es ist ein großer Irrglaube, dass die Welt zusammenbricht, wenn wir nicht sofort antworten, reagieren, entscheiden oder handeln. Nein, die Welt steht noch.

Auch eine Stunde später. Oftmals haben sich dann auch Dinge, die kurz davor noch ein großes Drama waren, von selbst erledigt.

Feierabend statt Mittagspause

Hier braucht es nicht viel Erklärung. Mein „Feierabend“ beginnt in den Sommermonaten um 14 Uhr.

Da ist alles erledigt und ich genieße das, was die anderen erst um 19 Uhr haben. Ein schöner Gedanke?

Dann versuche es einmal. Es geht auch, wenn du angestellt bist (Für Angstellte hab ich hier noch etwas, was dem Montag den schrecken nimmt). Einfach die Dinge, die Fokus brauchen und wichtig sind nachhause nehmen und morgens erledigen. Du wirst erstaunt sein, wie gechillt du ins Büro fährst.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

2017-07-24T19:33:06+00:00 17 Juni, 2013|

71 Kommentare

  1. Steffen 17. Juni 2013 um 9:52 Uhr- Antworten

    Genial. Werde ich ab morgen umsetzen. Vielen Dank!

  2. Hans 17. Juni 2013 um 9:56 Uhr- Antworten

    Absolut richtig Markus! Ich arbeite schon seit Jahren nach diesem Prinzip! Ich weiss nicht mehr was Stress bedeutet! Das ist etwas was wir uns selbst auferlegen!
    Klasse Artikel, bitte weiter so, die Welt wird sich ändern!
    Gruß Hans aus München

  3. Michael 17. Juni 2013 um 9:56 Uhr- Antworten

    Wow, ein toller Artikel. Deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich stehe jeden Tag um 5 auf. Und bis ca. 8-9 ist meine Kreativität und motivation am größten. Dann gehts um 7 uhr zur arbeit…und ab spätestens 9 uhr ist alles vorbei.

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:42 Uhr- Antworten

      hi michael
      😉 der weg aus dem hamsterrad ist somit bereits geebnet!
      lg m

  4. Norbert 17. Juni 2013 um 9:59 Uhr- Antworten

    So ist es. das kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen, lieber Markus. Zumindest so lange, bis das Ego-Ich erschlafft ist und die eigene wahre Natur ihr Spiel spielt. Selbst da ist Deine Aussage meist noch treffend.
    Der Grund für diese wunderbare Eigenschaft im Menschen ist, dass nach dem Tiefschlaf, der gerne auch kleiner Tod genannt wird …beides beginnt mit dem gleichen Buchstaben und hat die gleiche Wirkung…der Affengeist ist am Morgen noch ruhig und der wirkende Verstand lässt Dich im Flow sein.

    Also, nichts wie raus aus den Federn. Wenn es jemanden schwer fällt, dann tut er noch nicht das, was seinem wahren Potenzial entspricht. Gutes Feedback für jeden EINZELNEN! ODER?????

    Sonnige Grüße
    Norbert

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:41 Uhr- Antworten

      hi norbert
      danke für den T & T hinweis. interessanter aspekt 😉
      ledgg
      m

  5. Anne 17. Juni 2013 um 10:42 Uhr- Antworten

    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Hirn am Morgen – allerdings erst nach einer halben Stunde mit Kaffee und (Lokal-)Zeitung 😉 – besser funktioniert als in der Mittagszeit. Bei mir muss bis zehn die erste „geistige Runde“ erledigt sein. Danach tue ich dann Dinge, die mehr routinemäßig ablaufen. Später gibt es nochmal zwei „Hochphasen“, in denen ich sehr konzentriert arbeiten kann, eine davon nutze ich für meine Kurse und Seminare.

    Oft höre ich „du Ärmste, dass du abends immer noch los musst…“

    Meine Antwort ist klar: Das ist das Beste, was mir passieren kann!

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:40 Uhr- Antworten

      hi anne
      danke für deinen kommentar und für den kleinen einblick in deine strategien!
      lg m

  6. Tim S. 17. Juni 2013 um 11:25 Uhr- Antworten

    Hey Markus,

    super genial beschrieben – du machst mit dieser gesamten
    Seite eine Vision wahr, die ich mit meinem Blog „Erfolg mit
    Passion“ habe.

    Aktuell setze ich nicht mehr so viel Zeit da rein & habe
    meinen Lesern schon des Öfteren deinen Blog empfohlen 🙂

    Beste Grüße aus Münster & weiter so!

    Tim

  7. Christoph Simon 17. Juni 2013 um 11:31 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    Ein herzliches Danke für den Artikel.

    Innerhalb des Kontextes „Produktivität steigern“ habe ich ein paar Fragen.

    Mal angenommen ich hätte es verdient meine persönliche Produktivität zu verbessern und alle meine Teile würden dem zustimmen und sagen so was in der Art wie „Klasse Christoph, volle Unterstützung kriegst Du und natürlich auf Dauer.“

    1. Du hast ja einiges getestet entnehme ich deinen Worten. Am produktivsten hat sich für dich 5-9 herausgestellt. Wenn ich das ab morgen als neues Muster autopoietisch in mein Leben integrieren möchte und ich jedoch nicht deine Beliefs habe. Was würdest du mir empfehlen innerhalb der Submodalitäten internal zu sagen und was für ein Bild zu installieren? Vielleicht auch mit einem kleinen Hinweis ob mit Rahmen oder ohne und in welcher Entfernung und bei (audit.) zur Lautstärke.

    2. Da du ja innerhalb deines Musters Klavier spielst und dich kurz bewegst und alle anderen häufig benutzten „Wachmacher“ sein lässt, würde mich interessieren, ob Du im Schlafanzug beginnst zu arbeiten oder ob du dich schon „richtig“ anziehst?

    3. Wenn Du mal nicht um 5 Uhr an deinem Arbeitsplatz bist (findet ja in 30% aller Fälle anscheinend statt), was sagst Du da zu dir selbst? Ist das überhaupt entscheidend für dich, dann etwas zu dir zu sagen? Meine Frage zielt darauf ab, ob das überhaupt eine Relevanz für dich hat, wenn Du eben mal nicht um 5 Uhr beginnst zu arbeiten? Ob da irgendein innerer Teil bei Dir „reklamiert“.

    4. Vieles ist ja schon zu diesem Thema geschrieben worden. Tim Ferriss schlägt ja auch vor, nur 2 Dinge auf seinem 3x gefalteten A4-Blatt stehen zu haben. Daran habe ich mich bisher auch orientiert und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Du machst es ja anscheinend noch minimalistischer. Was mich interessiert ist hier deine nächste Entscheidung, die Du triffst, wenn Du, wie Tracy das sagt, den Frosch gegessen hast, obwohl ich persönlich nicht glaube, das ein Bild eines Frosches (egal wie), nicht besonders motivierend ist für eine Arbeit, die man liebt. Ich habe es jedenfalls in meiner inneren Bilderwelt auch mal mit dem Frosch probiert und war nicht so glücklich damit. So what. Wie triffst du deine Entscheidung zur Weiterarbeit nach Erfüllung deines wichtigsten täglichen Items? Wo fokussierst Du dann hin, um weiter zu machen, da Du ja frühestens um 13:00 Uhr „Feierabend“ machst?

    Vielleicht fragst Du dich, warum ich hier so viel schreibe und es gerne auch ein wenig genauer wissen möchte, was genau Du tust innerhalb deines 5-9-er-Rahmens, der ja jeden weiteren kommenden Tag auf dich (mich) wartet und beantwortet werden will.

    Mir liegt das Thema sehr am Herzen, weil ich mich damit auch gerade wieder sehr beschäftige, weil ich merke, das hier noch echtes Entwicklungspotential bei mir besteht.

    Ach so und als letztes noch ne Frage: „Hast Du auch mit 4-9 herum experimentiert und wenn ja, welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

    Lieber Markus, auch wenn Blogposts keine Einzelcoaching-Artikel sind, bin ich wirklich sehr erfreut, wenn Du dir Zeit nimmst meine Fragen zu beantworten

    beste Grüße aus Berlin nach Österreich
    Christoph

  8. Andreas Androsch 17. Juni 2013 um 11:34 Uhr- Antworten

    wieder ein genialer Artikel! 5:00 aufstehen und eine Stunde schreiben (bevor ich frisches Brot vom Bäcker hole und meinen Koffeinschub zubereite), danach eine Stunde ins Fitnesscenter, das funktioniert schon. Ich „arbeite“ im Moment daran ume 04:30 aufzustehen, ich möchte zu meditieren beginnen und denke mir, dass ich es am Morgen besser hinbringe als am Abend. Allein, es will nicht gelingen …
    Es scheint, dass die mentale Programmierung noch nicht so 100% läuft, wird schon noch werden 🙂
    Liebe Grüße,
    Andy

  9. Miriam 17. Juni 2013 um 11:45 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    Ja, so habe ich während der Studienzeit auch noch gearbeitet. Das war super und jeder sollte es so tun. Sobald meine Kinder alt genug sind, werde ich mir diesen Rhytmus auch wieder aneignen. Momentan genieße ich trotzdem die Zeit, denn ich habe gelernt, mir auch Auszeiten zu gönnen.

    Alles Gute,

    Miriam

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:37 Uhr- Antworten

      hi miriam
      auszeiten sind wichtig, und eine eigene strategie haben auch!
      lg m

  10. cet on 17. Juni 2013 um 12:41 Uhr- Antworten

    danke dir für den artikel.

    es ist eine gute ansicht,die erfolg bringt.

    es ist wichtig Seinen Eigenen Workflow zu finden.

    den von anderen gibt es ja auch schon…

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:37 Uhr- Antworten

      hi cet
      da bin ich 100% ig deiner meinung. sobald man reflektiert damit umgeht ist ein wichtiger schritt getan!
      ledgg
      m

  11. Michel 17. Juni 2013 um 14:27 Uhr- Antworten

    „Machen ja alle so“ – ein Satz, mit dem ich mich auch jahrlenag herumgeschlagen habe.

    Deine Fragen find ich gut: „Geht das nicht anders? Geht das nicht einfacher? Geht das nicht“ besser“?

    Das sind mal powervolle Fragen. Viele Leute stellen sich heutzutage Fragen, bei denen mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Letztens habe ich mich mit jemandem unterhalten und der meinte: „Warum passiert alles Schlechte immer nur mir?“

    Holy Shit… was ist das denn für eine Frage??? 😉

    Zum Thema Morgenmensch: Der war ich auch nie. Ich habe lange Zeit versucht, mich zum Morgenmensch-sein zu zwingen. Doch irgendwann habe ich einfach mal losgelassen.

    Als es mit meinem Business einigermaßen lief und ich überhaupt keinerlei zeitlicher Verpflichtungen mehr hatte, habe ich mal ein Experiment gemacht:

    >Ich habe die Augen geschlossen, wenn ich müde bin. Und die Augen geöffnet, wenn ich wach bin.<

    Und es war echt eine super Zeit. Ich bin aufgewacht ohne Wecker, habe mich geduscht und an die Arbeit gemacht. Zwischendurch habe ich Pause gemacht, wenn mir danach war. Und irgendwann war ich müde und ich habe mich hingelegt. Es war eine wilde Zeit.

    Nach und nach hat es sich bei mir so eingependelt, wie ich heute auch arbeite: Ich stehe um 12 Uhr mittags auf. Dann dusche ich, mache ein bissel Yoga, mache ein bissel Gehirnwellentraining und erledige Einkäufe und Dinge, die so anstehen.

    Dann, meist um 15 Uhr fange ich an zu arbeiten. Und dann geht es auch manchmal bis 5 Uhr morgens. Klar, zwischendurch telefoniere ich auch mal mit Freunden oder treffe mich mit Leuten. Ich gucke auch mal eine DVD oder gehe meinen Hobbies nach.

    Dennoch liegt der Zeitraum meiner Aktivitäten zwischen 12 Uhr mittags und 5 Uhr morgens. Und das finde ich einfach total gut so. Es ist ganz individuell auf mich abgestimmt. Nur so kann ich produktiv und kreativ sein.

    So wie du es beschreibst: Nachts kommen keine Anrufe rein, keine Mails, kein Facebook. Man hat komplett Ruhe. Es ist wunderbar.

    Der Fokus ist phänomenal.

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:36 Uhr- Antworten

      hi michael
      danke für deine ergänzungen und tipps! davon können meine leser echt profitieren!
      lg m

  12. Sirpa 17. Juni 2013 um 14:43 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    hat mich zum schmunzeln und nachdenken gebracht. Toller Beitrag für weitere Denkanstöße bei mir:-).
    Bin schon immer ein Early Bird gewesen und meine produktivste Zeit ist wie Du es so schön beschrieben hast, mit genau den gleichen Empfindungen. Ich liebe es zu hören/fühlen wenn eine Stadt erst erwacht, einfach herrlich, fühlt sich für mich oftmals wie ein „reset“ an, von Null los auf ins frische Abenteuer.

    Nur muss ich noch an dem Rest arbeiten, sprich 9-5 und co absägen, aber mit Deiner Hilfe werd ich dies sicher bald umsetzen können. Freu mich über jeden Deiner posts, einfach so erweckend, wie eine Vitaminspritze:-)

    Ich bin Dir so Dankbar, daß Du dieses Projekt ins Leben gerufen hast.

    Dann lass es Dir heute mal so richtug gut gehen ^_^
    Herzliche Grüße aus Düsseldorf
    Sirpa

  13. Jeannie 17. Juni 2013 um 20:20 Uhr- Antworten

    Wenn man das Ganze nochmal um 12h nach hinten schiebt, also von 17:00-21:00 dann passt es auch mit meinem Biorythmus zusammen! Wenn die anderen Feierabend machen, bin ich am produktivsten. Ist eben nicht jeder ein Early Bird!

  14. Valeria 18. Juni 2013 um 15:10 Uhr- Antworten

    Ja super, das versuche ich seit einiger Zeit, aber es klappt nicht. Irgendetwas in mir sträubt sich dagegen (bisher denke ich ich bin nachaktiv) und immer kommt etwas dazwischen, wie, lange unterwegs gewesen, unruhiger/kein schlaf usw. Also wie schaffst man das als absoluter Morgenmuffel? So leicht ist es nämlich nicht!

    Ps: Derzeit stehe ich im Durchschnitt um 9 auf.

    Freue mich über weitere Tipps, um (endlich) produktiver und fokussierter arbeiten zu können. Vielen Dank und schöne Grüße aus Berlin. 🙂

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:34 Uhr- Antworten

      hi valeria
      wie auch sonst einfach schritt für schritt. beginne mal um 8.50 aufzustehen. dann nach ein paar tagen um 8.30, dann nach ein paar tagen um 8.15 und so weiter. muss ja nicht alles von heute auf morgen sein 😉
      lg m

  15. Yves 18. Juni 2013 um 18:46 Uhr- Antworten

    Hi, toller Artikel. Folgendes hat sich bei mir bewährt:
    – fixe Blöcke (also bspw. 3 Stunden geblockt für Kundentelefonate, keine Mails, keine sonstige Ablenkung)
    – keine langen umfangreichen Mails mehr – alles was nicht in wenigen Minuten in einer Mail geschrieben werden kann, sollte man entweder telefonisch oder persönlich kommunizieren
    – überhaupt mehr mit den Menschen (Kunden, aber auch Kollegen) direkt reden. Ein kurzes persönliches Gespräch bewirkt mehr als 27 mails und kostet einen Bruchteil an Zeit und vor allem Nerven
    – Zeit einteilen: ich plane meine Woche in groben Zügen vor. D.h. Fixe Blöcke (siehe oben) für Calls, Präsentationsvorbereitungen, Termine etc. Dazwischen so gut wie möglich Platz lassen für wirklich dringendes kurzfristiges
    – kurzfristiges richtig einschätzen: oft sind wichtige, kurzfristige Dinge gar nicht so dringend und auch nicht so wichtig. Es hilft zu hinterfragen woher der Termindruck kommt. Nur weil jemand sich einbildet dass etwas zu einem bestimmten Datum fertiggestellt sein soll, heißt es noch lange nicht, dass ich darunter zu leiden habe (es soll vorkommen, dass Leute Sachen auf die lange Bank schieben und dann in letzter Minute an andere delegieren – dafür stehe ich z.b. nicht zur Verfügung)
    – priorisieren ist alles! Das erwartete Gesamtergebnis eines Tasks ist ausschlaggebend. Oft macht es Sinn zu hinterfragen was passiert wenn ich das mache und was wenn nicht. Ist der Unterschied nicht größer als der eines anderen Tasks, ist es auch entsprechend unwichtiger.

    Summa summarum macht es auch die Erfahrung aus. Sachen die mich vor 5 Jahren aus dem Häuschen gebracht hätten rufen manchmal heute nicht einmal ein Wimpernzucken hervor, da ich es einfach besser einschätzen kann. Insofern ist es oft doch von Vorteil älter zu werden;)

  16. Anonymous 18. Juni 2013 um 22:33 Uhr- Antworten

    Hey, vor ein paar Jahren als ich meinen Meisterbrief gemacht habe, ( mit 2 kleinen Kindern zu Hause in Vollzeit, morgens um 6:40 aus dem Haus und Abends um 20:00 zu Hause, in nur 16 Wochen) hat mein Heilpraktiker das gleiche zu mir gesagt. Als ich ihm erklärte das das am Tage gelernte einfach nicht im Kopf bleibt. Steh einfach mindestens ne Stunde früher auf. Und es hat geklappt. Die Kinder und der Mann schliefen und ich könnte in aller Ruhe lernen, das Gehirn war noch nicht voll mit Informationen. Einfach klasse. Das gleiche habe ich ein paar Jahre später angefangen bei dem Thema abnehmen. Abends kam die ausreden, oh der Tag war so lang ich habe keine Lust zum Sport. Dann habe ich auch wieder angefangen mir in den Hintern zutreten und zu sagen, hey steh ne std eher auf und mache Sport wenn alle noch schlafen. Und es klappt. Ich bin zufriedener da ich meine Ziel für mich an den Morgen erreicht habe. Keine Ausreden, in ruhe den Morgen anfangen ohne Störfaktor. Einfach herrlich

    • markus cerenak 19. Juni 2013 um 7:31 Uhr- Antworten

      hi
      danke für den einblick 😉 freut mich, dass das für dich funktioniert!
      Lass es dir gut gehen!
      m

  17. René 19. Juni 2013 um 8:03 Uhr- Antworten

    Wieder ein toller Artikel.

    Ich glaube auch, dass man öfter auf sein Gefühl achten sollte. Intuitiv fing ich auch manchmal oft abends an zu arbeiten und war da am produktivsten.

    Ich denke, dass jeder Mensch einen bestimmten Biorhythmus hat. Bei mir stellen sich positive Gefühle bei der Nachtarbeit ein und ich liebe die Ruhe dabei. Vielleicht ist es auch die Ruhe, die man in dieser hektischen Welt ersehnt…darum raus aus dem Hamsterrad ;o)

  18. Sabine Mohrmann 19. Juni 2013 um 8:03 Uhr- Antworten

    Hallo Markus, hallo Mitleser,
    wie anregend ist dieser morgendliche Dialog! Ich war nun schon froh, nach 10 Jahren gezwungenermaßen frühen Aufstehens mit meinen (Schul-) Kindern, meinen Frieden mit 6:30 gemacht zu haben. Ich werde es für meine persönlichen Belange nun auch mit 5:00 probieren, wenngleich mich meine eigentliche Arbeit in der Praxis mit Patienten erst später erwartet-vielleicht könnte das Angebot, auch einen 6:00-Termin anzubieten, für einen Patienten interessant sein. Danke für die Anregung, es arbeitet schon in mir…
    Liebe Grüße und einen schönen Tag,

    Sabine

  19. Chris 19. Juni 2013 um 11:25 Uhr- Antworten

    Hey Markus!

    Verfolge deinen Blog nun seit einigen Monaten und er bewegt mich immer wieder zum nachdenken und vor allem zum Handeln! Habe nun ein neues Projekt gestartet. Selbstständiger Fotograf, Blogger, Reisender – wenn ich mal nicht ganz so motiviert bin, dann finde ich sicher auf diesem Blog wieder die Motivation um meine Ziele weiterzuverfolgen und mein persönliches Hamsterrad zu verlassen.

    Danke und Gruss
    Chris

  20. Marco 19. Juni 2013 um 22:28 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,
    schöner Artikel, der genau auf meiner Wellenlänge liegt. Ich bin auch schon seit Jahren jeden Morgen um 6 Uhr im Büro. Da mache ich dann voller Power die Hauptaufgaben des Tages. Bis mein Chef um 9 Uhr kommt, habe ich das wichtigste bereits erledigt. E-Mails rufe ich prinzipiell nur 3 mal am Tag ab (war am Anfang etwas komisch, diese Benachrichtigungsfenster abzustellen, aber dann hatte ich mich doch recht schnell daran gewöhnt). Nach der Mittagspause mache ich fast nur noch Routinesachen und gehe dann recht früh relativ relaxed in den Feierabend. Das funktioniert – fast – immer. Und meine Kinder freuen sich über einen Vater, der mit ihnen am Nachmittag etwas unternimmt. Nine to five wäre für mich persönlich ein absoluter Alptraum.

  21. Martin Geiger 21. Juni 2013 um 10:52 Uhr- Antworten

    Hallo Markus!

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Du sprichst mir aus dem Herzen.

    Wäre ich etwas früher darauf gestossen, hätte ich das zu gerne auch in mein Buch „Zeit. Macht. Geld. Die Erfolgsgeheimnisse produktiver Unternehmer“ (http://www.zeit-macht-geld.de/) mit aufgenommen. Trotz des provokanten Titels habe ich den Eindruck, unsere Ideale liegen gar nicht so weit auseinander.

    Dort schildere ich übrigens einen ganz ähnlichen Ansatz, dessen Grundidee ich auch hier kurz skizziert habe: http://effizientertainer.wordpress.com/2011/04/01/kein-aprilscherz-keine-zeit-furs-zeitsparen/

    Maximal drei (!) Aufgaben, die in maximal zwei (!) Stunden erledigt werden können, um sich anderen Dingen zu widmen. So lassen sich sowohl Leistung als auch Lebensqualität steigern. Und man reduziert seine Zeit im Hamserrad drastisch 🙂

    Mach weiter so, ich finde Deine Arbeit Klasse!

    • markus cerenak 26. Juni 2013 um 6:23 Uhr- Antworten

      lieber martin
      danke für deinen kommentar. wenn ich auf anderen blogs kommentiere, versuche ich die „eigenwerbung“ gering zu halten, weil ich ja quasi zu gast bei einem anderen blogger bin. natürlich ist ein kommentar immer bestrebt zusätzlichen nutzen für alle zu bieten und ich gehe davon aus, dass dein kommentar diese intention hatte. ich glaube da ein wenig an blogger-karma. leser kommen auch aufgrund von kommentaren wo nicht bücher und andere artikel „beworben“ werden 😉 danke aber für den hinweis. das buch sehe ich mir mal an…
      Lass es dir gut gehen!
      m

      • Martin Geiger 26. Juni 2013 um 20:37 Uhr- Antworten

        Hallo Markus!

        Danke für Deinen wertvollen Hinweis.

        Offen gestanden kommentiere ich nur sehr selten andere Blogartikel (das letzte Mal war ich glaube ich noch nicht mal Autor). Daher seh´ mir bitte nach, sollte ich hier die Do´s & Dont´s etwas durcheinandergebracht haben. Gleichwohl moderierst Du ja die Kommentare vor Ihrer Veröffentlichung und hast damit ja immer auch die Option einzugreifen, wenn was in die falsche Richtung läuft.

        Ich wollte in erster Linie Deinen Ansatz aufgreifen und den anderen Lesern weitere Impulse liefern. Aber Du hast recht, es sieht doof aus, sein eigenes Buch zu empfehlen. Dennoch bin ich jetzt natürlich gespannt, ob Du darin etwas findest, was Dir aus dem Herzen spricht, neue Impulse liefert oder Dir gut gefällt. Und das können wir dann gerne auch auf dem Weg der PN austauschen. 😉

        • markus cerenak 28. Juni 2013 um 9:56 Uhr- Antworten

          hi martin
          kein problem, daher hab ich es auf freigschalten, wie ich es übrigens mit ausnahmslos allen kommentaren machen, die nicht ausfallend werden, was defacto erst einmal in fast 6 monaten vorgekommen ist. der diskurs ist ja das wichtige, daher schalte ich wie gesagt alles immer frei. gerne können wir per PN weiter plaudern.
          lg m

  22. Christoph 21. Juni 2013 um 21:32 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    toller Artikel.

    Ich fühle mich einfach bestätigt, dass ich nicht der einzige bin, der erst morgens seine wichtigen Dinge erledigt bevor er zum Tagesgeschäft übergeht. Ich nenne diese Zeit VIP- Zeit, das können sich meine Kunden einfacher merken.

    Gruß
    Christoph
    http://www.Teege-Training.de

    • markus cerenak 26. Juni 2013 um 6:12 Uhr- Antworten

      lieber christoph
      VIP-Zeit ist eine perfekte bezeichnung dafür, danke für die ergänzung. nehme ich auf
      lg m

  23. Heike 25. Juni 2013 um 18:13 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    ich habe heute Deinen wunderbaren Blog entdeckt und schon ganz viel darin gelesen… ich konnte gar nicht mehr aufhören 😉 Deine Ansichten passen so perfekt in meinen momentanen Lebensabschnitt, wo ich darüber nachdenke, ob das schon alles gewesen sein soll, oder mir einfach noch ganz andere Türen offen stehen. Schön, dass Du auch die Thesen von Robert Betz einfließen lässt, der mich gerade gestern Abend bei seinem Vortrag in Stuttgart wieder sehr inspiriert hat. Weiter so… Ich freue mich über weitere Denkanstöße, auch wenn Sie im ersten Moment unbequem erscheinen, ist es doch der richtige Weg… Die Welt wird sich ändern (müssen)!

    Herzlichen Gruß,
    Heike

    • markus cerenak 26. Juni 2013 um 5:59 Uhr- Antworten

      liebe heike
      freut mich sehr, dass ich dir denkanstöße geben kann. zu betz: der ist auch manchmal unbequem und das ist gut so!
      lg m

  24. Ralf Schmitz 25. Juni 2013 um 19:55 Uhr- Antworten

    Extrem guter Artikel Markus. Hier spiegelt sich wieder was wir auch in Berlin schon diskutiert haben. Ich schaffe es auch immer öfter nach dieser Vorgehensweise meine Tage zu planen. Fokus ist das absolut wichtigste!

    • markus cerenak 26. Juni 2013 um 5:57 Uhr- Antworten

      lieber ralf
      danke für deinen kommentar. es ist gerade 5.57 😉
      freu mich auf das podcast interview mit dir
      lg aus wien

  25. Tobias Judmaier 27. Juni 2013 um 8:45 Uhr- Antworten

    Respekt. So viele Jahre um 9 ins Büro ist schon für sich gesehen eine erstaunliche Leistung. Bei mir hat das nicht so lange geklappt 😉 Was das Multitasking anbelangt, möchte ich anmerken, dass wir inzwischen aus der Forschung wissen: Es gibt kein echtes Multitasking. Wir können zwar eine Sequenz von Dingen schnell hintereinander abarbeiten und dies mag uns auch als gleichzeitig erscheinen, dennoch verarbeiten wir eben immer nur eine Information wenn wir wirklich damit beschäftigt sind. Der Punkt der Fokussierung scheint mir daher enorm wichtig zu sein.

    • markus cerenak 28. Juni 2013 um 9:53 Uhr- Antworten

      hi tobias
      ja manche brauchen halt länger 😉 ich persönlich verstehe ja nicht, warum uns multitasking noch immer als ideal vorgebetet wird, wobei es doch einfach nicht funktioniert. aber gemeinsam kriegen wir das hin!
      lg m

  26. Laura Geisbuesch 29. Juni 2013 um 12:06 Uhr- Antworten

    Hi Markus,

    klasse Beitrag! Du hast vollkommen Recht, dass die Welt nicht untergeht, wenn man 1 Std. oder länger mit dem beantworten von Emails wartet etc.
    Den Tipp mit der Fokussierung werde ich auf jeden Fall verinnerlichen und mein Handy zukünftig auch auf Flugmodus stellen, wenn ich etwas fertigstellen möchte.

    Viele Grüße
    Laura Geisbüsch

  27. Tom 29. Juni 2013 um 16:54 Uhr- Antworten

    Wie wäre es mal mit einem Nischenseiten Duell 🙂

    • markus cerenak 2. Juli 2013 um 8:25 Uhr- Antworten

      hi tom,
      schreib mir eine PN, wie du dir das vorstellst. ich persönlich bin von solchen sachen nicht sonderlich begeistert, weil sie den fokus verschieben. meiner liegt am nutzen und wertvollen content für meine leser, aber wir können gern plaudern.
      lg m

  28. Frank 2. Juli 2013 um 12:24 Uhr- Antworten

    Der Artikel liest sich ganz wunderbar, wenn man (wie ich) durchaus offen für dafür ist, mal einen neuen Arbeitsrhythmus auszuprobieren. Ich bin eher die Nachteule, schlafe also (leider) beinahe bis Mittag und arbeite mit diversen Unterbrechungen, die dann das Privatleben ausmachen, bis ca. 3 Uhr nachts.

    Ich kenne das Gefühl des Ungestörtseins nur zu gut und liebe die Nachtstunden daher. Allerdings meldet mein Körper mir zurück, dass es so nicht ewig weitergehen kann. Es schlaucht. Entweder arbeite ich zuviel oder der Fehler liegt woanders im Zeitmanagement.

    Wie auch immer, aber 5 Uhr klingt für mich grausamst 😉 Die Strafe schlechthin. Allerdings hat auch für mich Nachteule der erwachende Tag seine Faszination. Ich kann mir da ein Experiment durchaus vorstellen – vorallem jetzt im Sommer. Aber eine Sache verstehe ich nicht: Ich persönlich brauche 8 Stunden Schlaf, um ein Mensch zu sein. Rein rechnerisch müsste ich also ab 21 Uhr schlafen. Und DAS sieht mir nun wirklich nach Strafe aus. Erstens will ich das nicht und zweitens wäre mir damit kein normales gesellschaftliches Leben mehr möglich.

    Wie sind denn diesbezüglich Eure Erfahrungswerte ?

    • Philomeen 29. März 2014 um 18:27 Uhr- Antworten

      Keine Antwort auf diese spannende Frage? Das würde mich auch brennend interessieren!

      Ich bin auch ‚kein Mensch‘ ohne 8 Stunden Schlaf und begeisterte Nachteule ;))
      Da ich regelmäßig vor 6 Uhr aufstehen muss, lege ich mich an jenen Tagen eben am späten Nachmittag mal hin – jedoch nie länger als eine Dreiviertelstunde. Dann bin ich meist wieder fit.
      Oder ich begehe überhaupt meinen Feierabend, indem ich mich bewege (ein Spaziergang, mal kurz, mal ausgiebig, ist das ganze Jahr machbar). Mittagspause mache ich grundsätzlich im Freien. Frische Luft und Kurzschläfchen, darauf schwöre ich! Und ich bin viel wacher, seit ich mir dies – nach hamsterradbedingter Erschöpfung- angewöhnt habe.

      Und alle paar Wochen einmal gehe ich tatsächlich um 19.30 oder 20 Uhr ins Bett, um mir den Luxus des Langschlafens zu geben. Ich denke, viele andere Möglichkeiten gibt es da eh nicht, oder? ;))
      Schöne Grüße
      Philomeen

  29. Amelie 3. Juli 2013 um 15:54 Uhr- Antworten

    Kann ich Punkt für Punkt bestätigen! So lebt es sich gesund, lustvoll und spannend!

  30. Manuela 18. Juli 2013 um 7:55 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,
    als Erstes: ich finde deine Ideen toll! Ich erinnere mich gern an die Zeiten meines Studiums zurück: In der vorlesungsfreien Zeit sah mein Tagesablauf wie folgt aus: Schlafen bis um 10Uhr/11Uhr morgens, Aufstehen, frühstücken, ein bisschen Wachwerden, dann ab ans Lernen. Aber meine wirklich hellen Stunden hatte ich nach 20Uhr abends, habe teilweise bis um 3Uhr nachts gelernt oder an meinem Hiwi-Job gearbeitet (programmiert). So um 1Uhr nachts sind mir immer die besten Ideen gekommen.

    Aber heute stehe ich im Berufsleben:
    1) ich bin definitiv kein Frühaufsteher, war ich noch nie, ich war immer die Nachteule. Just heute bin ich mit meinem Mann aufgestanden und wir sind zusammen zur Arbeit gefahren. Um 5:30 hat der Wecker geklingelt und ich fühle mich einfach nur tot. Auch der Kaffee hilft nicht wirklich.
    2) Das Vorhaben, es anders zu machen als die anderen klingt super, ich selbst schlage teilweise erst um 10Uhr oder später im Geschäft auf, mittlerweile kommen auch kaum noch dumme Kommentare mehr von den Kollegen (jaja, ich finde man muss schon eine äußerst dicke Haut entwickeln, wenn man gegen den Strom schwimmt, denn die Kollegen können da ganz schon grausam werden. „Na? Spätschicht?“ „Wenn du kommst, kann ich ja schon Feierabend machen“ – Aber mittlerweile habe ich eine Menge Konter-Sprüche auf Lager 😉 )

    Jetzt komme ich aber zum großen ABER:
    – Wie soll das klappen, wenn mein Mann zB feste Arbeitszeiten hat? Mich quält immer wieder der Gedanke, dass ich 2 oder 3 Stunden später daheim bin wie er, das ist eigentlich Verschwendung wertvoller gemeinsamer Zeit.
    – Termine in der Firma zwingen einen oft zum 9 to 5. Es kann doch nicht jeder selbstständig seine Zeiten, die er auf der Arbeit verbringen muss bestimmen. Manche Chefs erwarten auch einfach, dass man zu bestimmten Zeiten da ist. Was macht man, wenn man dazu gezwungen ist?
    – Und wie bekomme ich es als Nachteule hin, früher aufzustehen? (Jetzt sag nicht früher ins Bett gehen! 😉 )

    Auf alle Fälle habe ich aufgrund von einigen Blogs, die ich zum Thema „Organization des Haushalts“ gefunden habe, auch angefangen Hausarbeit morgens zu erledigen. Und das ist echt toll. Das passt genau zu deiner Idee, die Dinge am Anfang des Tages anzupacken. Denn wenn ich abends um 18 Uhr oder später heim komme, habe ich nur noch das Gefühl, dass ich jetzt unbedingt auf die Couch muss, weil ich ja so viel gearbeitet habe und kann mich zu nichts mehr aufraffen, bzw bin auch einfach zu müde dazu. Aber ich bin noch am Anfang, das Ganze muss ich noch konsequenter umsetzen.
    Aber da hab ich dann wieder das Problem, wenn ich erst um 8 aufstehe, dass ich dann kaum noch Zeit dazu hab, wenn ich nicht abends wieder so lange arbeiten will, weil ich ja wieder Zeit mit meinem Mann verbringen möchte… Das ist echt ein doofer Kreislauf, und ich hab noch keine Gesamtlösung gefunden. Wenn ich es schaffen könnte früher aufzustehen, wäre es toll. Aber ich weiß ehrlich nicht, wie ich das anstellen soll…

    An dieser Stelle nochmal ein großes Lob für deinen Blog und deine Ideen. Manchmal braucht man auch einfach mal wieder einen Impuls um sich der Dinge, die um einen herum so passieren und dem Hamsterrad in dem man läuft, bewußt zu werden. Das hast du bei mir schonmal geschafft! Danke dafür. Ich selbst habe schon vor Jahren Bücher wie „Die Macht des Unterbewußtseins“ oder „Anleitung zum Unglücklichsein“ gelesen. Vieles setze ich deshalb schon intuitiv und unbewusst um. Aber ich erwische mich immer wieder in alte Muster zu verfallen. Deshalb danke nochmal für die Aufrüttlung!

    Mach weiter so!
    Gruß Manuela

    PS. sorry, ist ganz schön lang geworden…

    • markus cerenak 22. Juli 2013 um 7:20 Uhr- Antworten

      puh, wirklich lang geworden, vl weiterführung per PN, würde den rahmen hier sprengen 😉
      Lass es dir gut gehen!
      m

      • Manuela 22. Juli 2013 um 13:00 Uhr- Antworten

        Gern, mich würde interessieren, was du dazu denkst…

  31. Walter 4. Oktober 2013 um 14:32 Uhr- Antworten

    Genau der Meinung bin ich auch und das erzähle ich immer meinen Freunden. Die fragen dann immer: „Was machst du denn immer so früh am Morgen?“ Ich antworte darauf: „Das was ihr den ganzen Tag macht“.
    Genau in der Zeit zwischen 6 und 9 Uhr entstehen auch immer meine Blogbeiträge. Kann ich also allen nur ans Herz legen.

  32. Michael Marheine 19. November 2013 um 16:20 Uhr- Antworten

    Das weiss eigentlich jeder! Oder er spürt es zumindest. Aber komischerweise meint man, es sei nicht normal, denn „alle“ anderen machen es ja anders.

    Aber nur sein Leben verkorkst zu leben, weil andere sich dazu entschieden haben, eben von 9-5 zu arbeiten? Nur Nachmachen ist doch längst nicht mehr unsere Welt. Wo ist die Individualisierung denn diesbzgl.?

    Danke dafür, dass da einer ist, der das hinaus posaunt und Impulse gibt!

    Ich habe auch vor geraumer Zeit entschlossen, es mir einfach nicht schlecht gehen zu lassen!

    Danke und alles Gute,

    der Michael

  33. Doris Maas 17. Februar 2014 um 10:16 Uhr- Antworten

    …vielen Dank Markus für diesen sehr inspirierenden Artikel…

  34. Ulrike Giller 22. Februar 2014 um 18:33 Uhr- Antworten

    Ich habe gerade Deinen Artikel entdeckt. Du hast mir wirklich aus dem Herzen gesprochen. Wie schön ist es doch „Herr“ der eigenen Tages- Rhythmus-Lebens-Planung zu sein. Die Prioritäten stellen sich von selber ein, der Körper holt sich was er braucht und die Lust auf neue Ideen und Ziele und deren Umsetzung wächst von selbst. Manchmal muss man einfach den Mut haben neue Wege zu gehen und Neues auszuprobieren.
    Dir weiterhin viel Erfolg.
    Viele Grüße
    Ulrike Giller

  35. Kevin Stephan 25. April 2014 um 19:42 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,
    ein toller Artikel, dessen Nachricht ich nur zustimmen kann. Ich habe zu mir selbst schon oft gesagt: „Was nicht bis um 11 erledigt ist, das wird nie erledigt.“
    Es ist einfach herrlich, wie lang solch ein Morgen sein kann, gegen den schnelllebigen Tag.
    Momentan teste ich allerdings zum zweiten Mal einen ganz anderen Rythmus: Den Polyphasischen Schlaf (so heißt es im Wiki). Dabei lege ich mich alle 4 Stunden für eine halbe Stunde hin, mit Wecker, und schlafe so effektiv nur 3 Stunden am Tag. Natürlich, die Eingewöhnung (ca. 2 Wochen) ist unangenehm. Doch Danach lernt der Körper, auf Knopfdruck einzuschlafen. Man träumt mehr, man hat mehr vom Tag (und vor allem von der Ruhe der Nacht), und bei den meisten stellt sich auch ein richtiges Höhe-Gefühl nach ein paar Wochen ein.
    Klar, das klingt nach Quäler-Mentalität, aber ich finde das ist eine tolle Erfahrung, welche Menschen am eigenen Leibe erfahren sollten. Viele große Köpfe wie Da Vinci, Napoleon und angeblich auch Einstein haben hiermit experimentiert und mehrere Jahre in Folge so gelebt.
    Auch aus Studien geht hevor, dass Menschen in einem perfekt isolierten Bergwerk ohne Uhr nicht 8 Stunden auf einmal schlafen, sondern sich 3 Mal innerhalb von 25 Stunden schlafen legen (und die dauer schwankt dann zwischen 1 und 3 Stunden).
    Zu guter Letzt gibt es Menschen, welche meinen hierdurch ihre Schlafstörungen in den Griff bekommen zu haben, also zum Beispiel nach einem 2 Monatigen Experiment mit Polyphasenschlaf wieder in den normalen Rhythmus zurückkehrten, und dann statt 13-14h täglich nur noch 6-8h täglich schlafen mussten.
    Jetzt aber genug Werbung gemacht, mir geht es gut damit ;-D

    Liebe Grüße,
    Kevin Stephan

  36. Daniel 6. Juli 2014 um 15:47 Uhr- Antworten

    Das selbe habe ich auch erst vor kurzem festgestellt. Seit ich die größten Aufgaben des Tages immer früh am morgen erledige, geht es mir Mental viel besser und kann die Produktivität weitaus länger aufrecht erhalten 🙂

  37. Manuel Schmöllerl 14. August 2014 um 17:10 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    seit 4 Jahren arbeite ich nun als Selbstständiger – noch immer von morgens bis abends (9to5 oder auch länger) – wie auch vorher als Angestellter. Jetzt kommst du und sagst mir, dass ich nur 4 Stunden am Tag arbeiten könnte. Geniale Idee! Meine Frage: Wie löse ich das? Nein, ernsthaft. Darüber mache ich mir schon länger Gedanken. Ich werde daran arbeiten. Nein. Ich werde es lösen! Punkt.

    Danke für den Artikel und das heutige Reset 😉

    Beste Grüße
    Manuel

  38. Pascal Kühner 15. Oktober 2014 um 10:35 Uhr- Antworten

    und wieder ein prima Artikel zum sofort Umsetzen. Danke, Markus!

  39. […] wohl fühlt (klar, das gibt es auch), soll weiterlaufen. Wer sich als Fulltime-Manager nach einem 9-to-5-Job sehnt und in seiner Freizeit seinen Hobbies nachgehen oder sich stärker seiner Familie widmen […]

  40. […] weiß auch Markus Cerenak. In seinem Artikel Vergiss 9 to 5. Hoch lebe 5 to 9! beschreibt er wie viel produktiver er ist (und wie viel früher er Feierabend machen kann) seit […]

  41. Tobias K. 23. August 2016 um 23:09 Uhr- Antworten

    Hi Markus,
    kann ich genau so weitergeben. Ich war ein konsequenter Langschläfer. Das Problem hierbei ist, auch wenn man frei hat und erst gegen Mittag aufstehen, hat man einfach nicht diese Arbeitsmoral wie früh am Morgen.
    Auch ich stehe nun jeden Tag meist von ganz alleine um 5.30 auf, da sich mein Körper daran gewöhnt hat und einen Rhythmus dafür entwickelt hat.

    Die Produktivität und Arbeitsmoral am frühen Morgen ist einfach klasse.

    Gruß Tobi

    • Markus 24. August 2016 um 9:48 Uhr- Antworten

      Danke, Tobi, spannende Webseite, die du da hast!
      lg m

Hinterlasse einen Kommentar

775 Shares
Teilen762
Pin9
+14
Twittern