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Adiaphora

Gleichgültiges; Dinge, die weder gut noch schlecht sind, weil sie nicht zur Tugend oder zur Lasterhaftigkeit beitragen.

Adiaphora, ein Begriff aus der stoischen Philosophie, bezeichnet Dinge, die als „Gleichgültiges“ gelten. Sie sind weder an sich gut noch schlecht, weil sie weder zur Tugend noch zur Lasterhaftigkeit beitragen. In der stoischen Ethik wird betont, dass nicht die äußeren Dinge an sich, sondern unsere Einstellung und Reaktion auf sie von moralischer Bedeutung sind.

Die Stoiker, wie beispielsweise Marcus Aurelius, Epictetus und Seneca, unterschieden zwischen Dingen, die in unserer Kontrolle sind – unsere Gedanken, Überzeugungen und Handlungen – und denen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, wie Reichtum, Gesundheit, Ruf und sogar das Leben selbst. Letztere gehören zu den Adiaphora.

Adiaphora sind also Aspekte des Lebens, die neutral sind in Bezug auf das Erreichen von Eudaimonia, dem Zustand des tugendhaften Wohlbefindens. Diese Dinge können zwar angenehm oder unangenehm sein, aber sie bestimmen nicht den moralischen Wert eines Individuums. Beispielsweise ist Reichtum an sich weder gut noch schlecht; es kommt darauf an, wie eine Person ihn verwendet und welche Bedeutung sie ihm beimisst.

Die Stoiker lehrten, dass weise Menschen sich von den Adiaphora unbeeindruckt zeigen sollten. Sie sollten weder übermäßig von angenehmen Dingen angezogen noch von unangenehmen abgestoßen werden. Stattdessen sollten sie ihren Fokus auf das legen, was wirklich zählt: die Entwicklung von Tugenden wie Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und Mäßigung.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Stoiker externe Umstände als Gelegenheiten nutzen kann, um Tugend zu üben. Reichtum kann beispielsweise genutzt werden, um Gerechtigkeit und Großzügigkeit zu üben, während Armut eine Gelegenheit sein kann, Mäßigung und Resilienz zu demonstrieren. In beiden Fällen ist es nicht der externe Zustand selbst, der zählt, sondern die Art und Weise, wie man darauf reagiert.

Adiaphora erinnern uns daran, dass wahre Zufriedenheit und moralischer Wert aus unserem inneren Zustand, unseren Entscheidungen und Handlungen entstehen, nicht aus den äußeren Bedingungen unseres Lebens.

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