Das etwas andere Hamsterrad: Alleinerziehend und erfolgreich

Zuletzt aktualisiert am 27. Januar 2022 von Markus Cerenak

Schon als junge Medizinstudentin wurde ich damit konfrontiert, dass ich immer viel arbeiten musste. Es war sozusagen normal und ich hinterfragte es damals auch nicht.

Viele Jahre lang arbeitete ich als Neurologin teilweise 50 Stunden in 3 Tagen. Und das war normal. Kannte ich meine Patienten wirklich? Eher nicht. Ich wusste ihre Laborwerte und ihre Befunde. Doch für den Menschen dahinter blieb sehr wenig Zeit.

Im Rahmen der Facharztausbildung und beim Wechsel in die Psychiatrie und Psychotherapie bemerkte ich zum ersten Mal, dass die Uhren auch langsamer ticken können. Ich hatte erstmalig Zeit für einen Patienten. Das war es, was ich wollte!

Mich faszinierte und begeisterte die Psychotherapie und so ebnete mir die Zusatzausbildung für die ärztliche Psychotherapie meinen ersten Schritt aus dem Klinik-Hamsterrad.

Zum Glück!

Denn dann bekam ich zwei wunderbare Töchter mit einem Mann, den ich sehr liebte.

Vor knapp drei Jahren war es dann leider aus. Er ging und ich saß mit zwei kleinen Mädchen alleine da. Wie sollte ich als alleinerziehende Mutter in die Klinik zurückkehren? Mit Nachtdiensten? Sehr schwierig umzusetzen.

Alleinerziehend und arbeiten?

Kurz vor der Trennung wurde ich in Teilzeit in einem psychosomatischen und psychotherapeutischen Versorgungszentrum angestellt. Diesen Arbeitgebern bin ich bis heute sehr dankbar, da sie mich durch die anfängliche sehr schwierige Zeit “getragen” haben.

Alleinerziehend und der Alltag

Anfang dieses Jahres fragte ich mich zunehmend, wie mein Leben denn nun weitergehen soll. Wie sollte meine neue Zukunft aussehen?

Ich liebe die Arbeit mit meinen Patienten und habe dort alle Freiheiten. Doch irgendetwas fehlte mir.

Die Zeit, die ich aktiv 1:1 arbeiten kann, ist begrenzt, da meine kleinen Kinder schon jetzt ausreichend lange in der Kita sind und mich brauchen.

Ich hatte zunehmend das Gefühl, dass ich mein gesamtes Wissen und meine Neugierde nicht ausreichend lebe und sie “verpufft”.

Außerdem ärgerte ich mich zunehmend, dass ich trotz all meiner Ausbildungen es mir nicht mehr leisten konnte, mit meinen zwei Töchtern einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren.

So sollte es nicht weitergehen

Ich fing an, viel über Menschen zu lesen, sehen und hören, die trotz schwieriger Lebensumstände wieder erfolgreich wurden. Da haben mich vor allem “Tom Kaules” vom Erfolgspodcast, die YouTube-Videos von Veit Lindau und Markus´ Podcast beeinflusst.

Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe

Dieser Satz hat etwas in mir verändert.

Ich möchte neue Wege gehen und finde sie!

Der Start

Am 26.4.2014 während einer Autofahrt war der Name da. “Stark und alleinerziehend” war geboren. Ich spürte sofort das Potenzial in meiner Idee und meinem Projekt. Ich möchte Alleinerziehende unterstützen, einem Burnout vorzubeugen und wieder mit mehr Energie und Freude weiterzuleben.

Meine Hürden

1. Technik

Im April dieses Jahres wusste ich nicht einmal, was “Wordpress” ist. Ich wusste nicht, wie man bei Facebook postet usw. Ich war der totale Laie.

Aber “Stark und alleinerziehend” ist meine Herzensangelegenheit. Und da mein “Warum ich das tue” so stark ist, lerne ich seit sechs Monaten, was “online” alles möglich ist. Ich höre viele Podcasts, lese viele Artikel und beobachte, was die “Großen” machen.

Außerdem habe ich den Kurs “Starte einen erfolgreichen Blog” von Markus und Jakob  absolviert. Dadurch wurde mir ganz viel Angst vor der Technik genommen und ich lernte Schritt für Schritt, was wichtig ist.

2. Zeit

Ich habe zwei kleine Kinder, einen Teilzeit-Job, Haushalt und mache alles alleine.

Seitdem ich blogge und podcaste, habe ich kein einziges Mal mehr Fernsehen geschaut. Ich kümmere mich abends ab 20:00 Uhr um meinen Blog und am Wochenende ca. 8 Stunden.

Alles, was ich tue, mache ich zu 60 %. Mehr geht nicht, da der Tag 24 Stunden hat.

So ein Projekt neben all den anderen Verpflichtungen aufzubauen, bedeutet eine Menge Disziplin und Zeit. Da bin ich ganz ehrlich!

3. Gedanken/Glaubenssatz

Der Gedanke, dass  “ich das alles nicht kann”, war zu Beginn sehr präsent. Dabei hat mir mein Mantra “Fange an, bevor du bereit bist” geholfen. Ich habe es auf einen Zettel geschrieben und neben meinen Schreibtisch gehängt.

Meine Erfolge/Entwicklung nach 6 Monaten online

Wenn man mir das vor sieben Monaten erzählt hätte … ich hätte es nicht geglaubt. Aber es ist doch einiges passiert.

  • Diesen Monat zum ersten Mal 10.000 Besucher auf meiner Webseite
  • Täglich viele, viele Mails von Alleinerziehenden
  • Einladungen zu zwei Fachkongressen und einem Vortrag
  • Meine erst 12 Podcast-Folgen wurden 7598-mal gehört
  • Drei Artikel über mein Projekt (Blog) in den Printmedien
  • Einige Interviews (Podcast) und Gastartikel online
  • Anfrage zu Kooperationen mit Online-Elternforen
  • Online-Beratung für Alleinerziehende (zu passenden Abendstunden)
  • 907 E-Mail-Abonnenten in meiner Liste
  • 1932 Fans bei Facebook 😉
  • eine Anfrage von einem sehr großen deutschen Buchverlag für einen Ratgeber, den ich schreiben darf 🙂

Fazit

Die letzten 6 Monate waren schon bis jetzt ein Riesengeschenk. Ich habe so viele liebe Menschen online kennengelernt und teilweise auch schon live getroffen.

Mein Wissen und meine Wahrnehmung außerhalb der medizinischen und therapeutischen Welt hat sich verhunderfacht.

Und Du?

Wenn du aufgrund vieler Verpflichtungen nicht sofort deinen Job aufgeben kannst und du aber über ein Wissen verfügst, wovon viele profitieren können, dann ist es möglich das online in die Realität umzusetzen.

Auch mit Kindern!

Denn wenn es dir gut geht, geht es auch deinem Kind bzw. Kindern gut.

Alexandra

 

Lass es dir gut gehen!

Wie du von deinen Träumen profitieren kannst 1

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

Damit es sich auch andere gut gehen lassen
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