Ausgebrannt? 5 Tipps, wie du dich vor dem Burnout schützen kannst.

ausgebrannt


Du bist ständig im Stress? Immer wieder kommen neue Aufgaben hinzu. Irgendwann fühlst du dich überlastet und ausgebrannt. Du fragst dich vielleicht „Wozu mache ich das eigentlich alles?“.

Dann ist es schon ganz schön weit. Sozusagen kurz „vor“ dem Burnout oder schon mittendrin. Der Prozess (die Burnout-Phasen) geht so schleichend voran, dass wir es kaum mitbekommen, wie weit wir schon im Burnout stecken.

Wir Menschen laufen ständig der Zeit hinterher. Wir glauben, dass wir immer mehr schaffen können und verwandeln uns mehr oder weniger in Roboter am Fließband. Wir haben keine Zeit für Burnout!

Dabei verlieren wir still und heimlich uns selbst und kommen irgendwann zu dem Punkt, an dem alles sinnlos erscheint.

Wenn du dich nicht an diesem Punkt finden möchtest, kannst du dir die nächsten 5 Tipps zu Herzen nehmen und so anpassen, dass sie für dich passen.

Ausgebrannt – nein Danke! 5 Tipps, wie du dich davor schützen kannst

Kleiner Tipp voraus: Du musst nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umsetzen! Das Resultat wäre, dass du dich überfordert fühlst und schnell resignierst. Besser ist, du gehst eines nach dem anderen an. So, wie es für dich passt und sich gut anfühlt.

Tipp Nr. 1: Gewöhne dir eine Morgenroutine an, wobei es nur um dich geht!

Ich selbst habe immer geglaubt, dass es Quatsch sei und ich doch die wertvolle Zeit lieber nutzen müsse, um gleich ins Handeln zu kommen. Ich wollte doch was schaffen.

Was passiert aber stattdessen? Wir Menschen leben reaktiv. Das heißt, wir gehen aufs Klo und noch bevor die Zahnbürste im Mund landet, werden erstmal Nachrichten geschaut. Was ist so los auf Facebook? Und so weiter. Unsere Aufmerksamkeit wandert zu hundert Prozent von uns weg.

Dabei ist der wichtigste Mensch in deinem Leben du selbst. Du solltest dich zuerst um dich und deine Energie kümmern. Schau, dass es deiner Seele und deinem Körper gut geht, bevor du auf äußere Umstände reagierst.

Das macht insofern Sinn, weil du dich damit energetisch auflädst:

  • Du wirst spüren, dass du ausgeglichener wirst und dich besser konzentrieren kannst.
  • Du wirst bemerken, dass du so viel lieber deine Arbeit erledigst und sie dir leichter von der Hand geht.
  • Und du wirst bemerken, dass du belastbarer wirst.

Als Beispiel: Mein Morgen beginnt mit einer Klopftechnik, mit der ich meine Energieleitbahnen frei und wach klopfe. Dann mache ich eine kleine Runde Yoga und danach meditiere ich. Dann gehe ich durch meine Visionen für meine Zukunft und die Zwischenziele. So lenke ich mich in eine vollkommen positive Energie, die Spaß macht.

Wenn du dich oft ausgebrannt fühlst, dann überlege dir eine Morgenroutine, die zu dir passt! Wenn Yoga nicht dein Ding ist, dann sind ein paar Fitnessübungen genauso gut. So kurbelst du gleich deinen Kreislauf an und dein Körper produziert wichtige Hormone, die dich glücklich machen.

Tipp Nr. 2: Sei jeden Tag an der frischen Luft!

Gerade, wenn du viel vor dem Bildschirm sitzt, ist der Ausgleich in der Natur besonders wichtig! Wir Menschen brauchen das Himmelslicht. Auch wenn die Sonnenstrahlen es nicht ganz durch die Wolken schaffen, passieren wichtige Prozesse in deinem Körper. Die Serotoninbildung wird schon angeregt, sobald Tageslicht dein Auge erreicht.

Ganz anders ist es mit dem Vitamin D. Um Vitamin D zu bilden ist die UV-Strahlung auf der Haut notwendig.

Hier geht es aber um dein Glückshormon Serotonin.

Wir brauchen recht viel Tageslicht, um uns ausgeglichen und wohl zu fühlen.

Tipp Nr. 3: Iss regelmäßig und gesund!

Uns ist oft nicht bewusst, wieviel Stress wir unserem Körper nur mit der Nahrungsaufnahme zumuten.

Konventionelle Waren sind oft mit Schadstoffen belastet und wirken im Körper toxisch. Der Körper ist nun ewig damit beschäftigt, die Toxine loszuwerden. Er hat wieder Stress. Noch mehr Stress zum anderen Stress.

Genauso stressig ist es für den Körper, wenn der Insulinspiegel ständig aufsteigt und absinkt. Das passiert zum Beispiel bei Fastfood und zuckerhaltiger Nahrung.

Also, bist du gestresst, achte unbedingt auf deine Ernährung, um deinen Körper vor Überlastung zu schützen. Dabei kannst du darauf achten, dass du weniger zuckerhaltiges isst, dein Essen immer frisch zubereitest und auf Fastfood verzichtest.

Denke daran, dass du nur diesen einen Körper hast. Pflege ihn und behandle ihn nicht als selbstverständlich! Überlege mal was dein Körper jeden Tag für dich leistet, nur das du die Augen öffnest und atmest.

Was tust du für deinen Körper?

Tipp Nr. 4: Pflege deine sozialen Kontakte!

Oh je, wenn ich an meinen Burnout denke, wird mir ganz anders. Ich habe alle sozialen Kontakte gemieden und mich total eingeigelt. Das war schrecklich.

Angefangen hat mein Rückzug mit dem nicht-mehr-einkaufen-gehen-wollen. Ich habe meinen Mann geschickt. Eingestehen wollte ich mir das „Problem“ aber nicht.

Später dann bin ich gar nicht mehr raus.

Freunde sind genauso wichtig, wie die Familie. Es ist wichtig auch mal über anderes, als die Arbeit zu reden und vor allem anderes als innerhalb der Familie. So kannst du abschalten und dein Kopf beschäftigt sich kurzfristig mal nicht nur mit deinen eigenen Problemen.

Aber Achtung. Bist du total im Stress und magst dir die Probleme von anderen so gar nicht anhören, darfst du das klar kommunizieren. Ehrlichkeit ist hier besser, als dich im Nachhinein über das Treffen zu ärgern. Denn eigentlich magst du deine Freunde, sonst wären es nicht deine Freunde.

Wenn du dich ausgebrannt fühlst, dann kann man von guten Freunden wirklich viel lernen und profitieren

Ausgebrannt
silviarita / Pixabay

Tipp Nr. 5: Übergehe niemals ein starkes Bauchgefühl, bleibe bei dir und im Jetzt!

Ich würde sogar sagen, lerne mehr auf deinen Bauch zu hören. Unser Bauch spricht viel öfter die Wahrheit als unser Verstand.

Durch die „höher-schneller-weiter-Mentalität“ haben wir die Verbindung zu unserem Bauch fast gänzlich verloren.

Perfektionisten haben hier wahrscheinlich ernsthafte Schwierigkeiten.

Ich (bald ehemalige Perfektionistin ;-)) bin selbst oft über meine Grenzen gegangen und das spüre ich heute noch. Obwohl mein Burnout ausgeheilt ist.

Werde dir deiner Selbst bewusst. Aber bitte auf allen Ebenen.

Dazu gehört auch, dass du dir im Hier und Jetzt bewusst bist, dann du dich oft ausgebrannt fühlst! Wir hadern viel zu oft mit unserer Vergangenheit und bestrafen uns regelrecht mit negativen Gefühlen, die heute eigentlich keine Rolle mehr spielen sollten. Denn die Vergangenheit ist Vergangenheit. Wir replizieren sie aber jeden Tag.

Überlege mal, wie oft du innerlich mit dir schimpfst über deine vergangenen Taten „Warum habe ich…?“ Oder „Hätte ich doch bloß…“.

Mach dir jetzt bitte bewusst, dass jedes Mal, wenn du negativ über deine Vergangenheit nachdenkst, dein Körper glaubt, das wäre aktuell und Stresshormone ausschüttet.

Das bedeutet, dass dein Körper die Vergangenheit immer und immer wieder neu erlebt. Der Körper ist im totalen Stress und du trainierst deinem Körper ein Muster an.

Denn wenn ähnliche Emotionen kommen, sagt dein Körper „Oh ja, ich weiß Bescheid. Wir müssen fliehen.“

Das ist die Geschichte mit dem Säbelzahntiger. Die kennst du sicher. Im Prinzip ist alles wie zu Urzeiten. Schüttet dein Körper Stresshormone aus, werden Körperfunktionen, wie die Verdauung, vollkommen zurückgefahren, um vor dem Säbelzahntiger fliehen zu können. Denn in diesem Stress ist es wichtig zu überleben. Die Energien werden in Stressmomenten auf die Körperbereiche konzentriert, die zur Flucht wichtig sind.

Grundsätzlich sind Stresshormone da, um uns vor Gefahren zu schützen. Letztendlich ist es auch gut so, sonst könnten wir nicht schnell reagieren, wenn Gefahr im Verzug ist.

Unsere Vergangenheit bzw. unsere negativen Emotionen stellen aber keine Gefahr mehr dar. Oder? Also dürften wir aus der Fluchtreaktion, dem Überlebensmodus, heraus.

Entscheide dich heute, bewusst im Jetzt zu leben und dich immer wieder auf frischer Tat zu ertappen, wenn du an etwas Negatives aus deiner Vergangenheit denkst. Richte deine Gedanken ins Jetzt. Die Vergangenheit ist vergangen und du wirst sie nicht ändern können.

Und weißt du, in allem was wir erleben, liegt etwas Gutes. Finde das Gute – in jedem Moment!

Laufe deiner Zeit nicht hinterher, sonst holt dich der Burnout schneller als du laufen kannst! Wenn du dich oft ausgebrannt fühlst, dann nimm dir die 5 Tipps zu Herzen.

Passender Artikel:  Geht nicht gibt’s doch

Alles Liebe für dich,

Deine Kerstin

Ein Artikel von Kerstin Böcker

Artikel von

Kerstin Böcker

Kerstin Böcker

Als Autorin, Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie schreibt Kerstin über die Themen Burnout und Erschöpfung. Menschen auf ihrem Weg zur Heilung und zum Glück zu begleiten ist ihre Leidenschaft. Durch die eigene Burnout-Erfahrung in 2015 weiß sie ganz genau, was Betroffene brauchen um dort wieder herauszufinden. Sie lebt mit ihrer Familie in Mecklenburg-Vorpommern, ganz idyllisch inmitten wundervoller Natur. Schreiben, Meditieren und Yoga gehören in ihren Alltag.

Eine Antwort

  1. Liebe Kerstin,

    ein wirklich großartiger Artikel!

    Die 5 Tipps haben es wirklich in sich.

    Besonders die Morgenroutine ist für mich wirklich Gold wert.

    Vor vielen Jahren habe ich damit begonnen.

    Und es vergeht kein Morgen mehr, an dem ich nicht meine Routine umsetze.

    Es muss bei mir nicht immer dasselbe sein.

    Doch die Richtung ist diesselbe.

    Und zwar geht es um Bewusstsein, Achtsamkeit, Innehalten, in mich hineinspüren, in die Stille gehen, schauen, was da ist… usw.

    Die Mentalität von höher, weiter & schneller interessiert mich überhaupt nicht mehr.

    Ganz im Gegenteil: Mir geht es eher um tiefer, näher & langsamer 😉

    Früher habe ich mir sehr viele Gedanken über die Vergangenheit gemacht… „Hätte ich doch bloß…“ und „Warum habe ich nicht…?“ waren meine Grundeinstellung im alltäglichen Denken.

    Was das mit meinem Körper gemacht hat… gar nicht auszumalen… ich war wahrscheinlich eine wandelnde Tonne voller Stresshormone. 😉

    Danke für deinen überaus wertvollen Artikel.

    Davon braucht die Menschheit mehr!

    Lieben Gruß, Michel

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Kerstin Böcker

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Als Autorin, Coach und Heilpraktikerin für Psychotherapie schreibt Kerstin über die Themen Burnout und Erschöpfung. Menschen auf ihrem Weg zur Heilung und zum Glück zu begleiten ist ihre Leidenschaft. Durch die eigene Burnout-Erfahrung in 2015 weiß sie ganz genau, was Betroffene brauchen um dort wieder herauszufinden. Sie lebt mit ihrer Familie in Mecklenburg-Vorpommern, ganz idyllisch inmitten wundervoller Natur. Schreiben, Meditieren und Yoga gehören in ihren Alltag.

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