Wie du authentisch realistische Ziele findest und umsetzt

realistische Ziele

Manchmal suche ich mir einen ruhigen, stillen Ort aus. Dort setzte ich mich hin, lasse meine Gedanken zur Ruhe kommen und lade mein „inneres Kind“ ein, sich neben mich zu setzen.

Ich möchte dich, wenn du diesen Artikel liest, einladen, auch einmal Kontakt mit deinem inneren Kind aufzunehmen.

Wenn du diese Einladung annimmst, kann es sein, dass viele Erinnerungen aus deiner Kindheit aufsteigen.

Wenn du so im Kontakt mit deinem jüngeren ICH bist, welche Erinnerungen überwiegen da? Siehst du dich häufig in Situationen, die dir Freude und Gelassenheit brachten, oder in solchen, in denen du Angst hattest, deine Wünsche zu äußern und dich verlassen gefühlt hast?

Zeigt dir deine Erinnerung überwiegend freudige Situationen, in denen du viele Dinge ausprobieren konntest, frei von jeglicher Angst, Fehler zu machen?

Kannst du deine Wünsche spüren, äußern und mit eigenem Handeln Impulse zur Erfüllung dieser deiner Wünsche setzen?

Fühltest du dich dabei von deinen Eltern oder anderen Bezugspersonen wahrgenommen und fürsorglich behandelt?

Diese positiven Erfahrungen haben dir höchstwahrscheinlich dabei geholfen, großes Vertrauen in die Wirksamkeit deiner eigenen Handlungen zu entwickeln.

Du hast gelernt, dass es sich lohnt, sich Ziele zu setzen und für deren Umsetzung selbst einzutreten.

Du hast deine eigene “Selbstwirksamkeit“ oft erlebt und vertraust auch jetzt darauf, dass dir vieles gut gelingen wird und du aus dem, was schief läuft, etwas zu lernen hast.

In diesen Situationen stehen dir Verhaltensalternativen zur Verfügung, und so wählst du einfach einen anderen Weg, um zu deinem gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Aber es kann auch sein, dass viele Erinnerungen an die ständige Angst, nicht den Erwartungen der erwachsenen Bezugspersonen genügen zu können, auftauchen.

Immer wieder erinnerst du dich an Szenen, in denen du dich nach Kräften bemüht hast, alles möglichst perfekt zu machen, um jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen.

Dann könnte es sein, dass du als Kind immer wieder geringes Vertrauen in die Wirksamkeit deiner Handlungen erlebt hast.

Du glaubtest dann immer mehr, dass es sich nicht lohnt, für die Erfüllung deiner Bedürfnisse zu kämpfen.

So hast du gelernt, dich zu bedauern, und andere Menschen oder Umstände dafür verantwortlich zu machen, dass du dich schlecht fühltest.

Als Erwachsener hast du möglicherweise dieses Verhalten fortgeführt, ohne dir immer wieder klarzumachen, dass das kleine Kind nun erwachsen ist und ganz andere, erweiterte Handlungsmöglichkeiten hat.

Wie aber, fragst du dich jetzt, kann ich dem verunsicherten inneren Kind das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit zurückgeben?

Wie kann ich jetzt im Leben Situationen schaffen, in denen ich mich traue, die Komfortzone zu verlassen und dadurch “Selbstwirksamkeit“ erfahre und trainiere?

Zielklarheit schaffen

Klarheit
PublicDomainPictures / Pixabay

Der erste Schritt zum Training der Selbstwirksamkeit ist es, ein Trainingsfeld zu schaffen, indem du dir darüber klar wirst, was du erreichen möchtest.

Mit anderen Worten: „Du brauchst absolute Klarheit darüber, was dein Ziel ist.“

Wenn du auf dein Ziel zugehen möchtest, ist es zunächst unbedingt erforderlich, eine genaue Standortbestimmung vorzunehmen.

Wie bei einem Routenplaner ist es notwendig, den Startpunkt und den Zielpunkt einzugeben.

Diese beiden Punkte müssen ganz genau bestimmt sein, sonst wird es Verwirrung geben bei der Frage, welchen Weg du nehmen kannst.

Nur wenn du bei der Bestimmung deines Ausgangspunktes absolut ehrlich zu dir selbst bist, wirst du ohne Probleme gleich loslegen können.

Dein Ausgangspunkt befindet sich an der Grenze zwischen absolutem Vertrauen in deine eigenen Fähigkeiten und dein Können und dem Punkt, an dem die ersten leichten Zweifel oder Blockaden dafür auftauchen.

Dieser Startpunkt befindet sich am Rand deiner Komfortzone, dort, wo es dir gewohnte und automatisierte Verhaltensmuster ermöglichen, kleinere Herausforderungen zu bewältigen.

Entscheide dann, zu welchem Bereich deines Lebens – Beruf, Beziehung, Gesundheit etc. – das Ziel entwickelt werden soll.

Stelle dir dann die Frage: „Was genau will ich erreichen?“

Konzentriere dich dabei auf einen Bereich, in dem du schon eigene Stärken entwickelt hast.

Finde dann deinWarum‚, indem du dir die Frage stellst: „Was ist mir so wertvoll, dass ich mit großer Freude alles andere dafür zurückstellen möchte?“

Wenn du genügend starke Gründe findest, warum du dich auf den Weg zu deinem neuen Ziel begeben willst, wirst du auch Rückschläge und Hindernisse auf deinem Weg leichter bewältigen.

Eine Schritt für Schritt Anleitung für die Zielfindung habe ich dir in meinem Blogartikel: „Ziele umsetzen und Blockaden beseitigen“ zur Verfügung gestellt.

Dein tägliches Umsetzungsritual

Zieleritual
Free-Photos / Pixabay

Ich schlage vor, dir jeden Morgen, am besten noch vor dem Frühstück, 5-10 Minuten Zeit zu nehmen, um die folgenden drei Handlungen auszuführen.

Falls du ein Morgenritual hast, mache dein Zieleritual zu einem Teil dieses Morgenrituals.

Dadurch verbindest du eine eingeübte Gewohnheit mit der neuen Handlung und diese wird durch die Verknüpfung schnell zu einer mühelos und automatisch ablaufenden Handlungsfolge werden.

  • Formuliere eine klare Absicht für dein Ziel. („Meine tiefste Absicht ist …“)
  • Lasse innere Bilder aufsteigen (Kopfkino), die dir zeigen, wie du aktiv handelst, um dein Ziel zu erreichen.
  • Nimm dir für jeden Tag in den nächsten 30 Tagen eine kleine, gut zu bewältigende Handlung in Richtung auf dein Hauptziel vor und setze sie im Laufe des Tages konsequent um.

„Wünsche sind Vorboten von Taten.“

Mit jedem Tag, an dem es dir gelingt, diese drei Schritte zu gehen, wird die in die Tat umgesetzte Absicht und das daraus sich ergebende gute Ergebnis deinen Glauben an deine Selbstwirksamkeit bestätigen.

Du wirst dich dabei extrem wohl fühlen, da durch diese sich stetig wiederholenden Handlungs-Erfolge die Belohnungssysteme im Gehirn anspringen.

Das Gehirn kann dann das praktizierte Handlungsschema sehr effektiv und schnell als nützliche Strategie erkennen und speichern.

Nutzen und Begeisterung schaffen schnell und dauerhaft neue neuronale Netzwerke im Gehirn.

Das geht leicht und nachhaltig, weil dadurch eine Positivspirale ausgelöst wird.

Erfolgserlebnisse bringen eine höhere Selbstwirksamkeitserwartung, diese wiederum führt dazu, dass wir uns neue Ziele eher zutrauen, und dadurch gelingt es uns höhere Ziele zu erreichen, was wiederum eine erhöhte Selbstwirksamkeitserwartung auslöst.

Was kann dir dabei helfen? Was wäre eher ungünstig?

  1. Unterstütze diese positive Spirale, indem du dir selbst häufiger ermutigende Sätze vorsagst und Andere dazu ermunterst, dich zu unterstützen, indem sie dir (positives) Feedback geben.
  2. Beginne dieses Umsetzungstraining stets in einem Bereich, in dem du schon viele Stärken besitzt. Dadurch stellen sich Erfolgserlebnisse schneller ein und dein Glaube an deine Selbstwirksamkeit kann sich effektiver entwickeln.
  3. Das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, wächst. Wähle also vorrangig eine Motivation, die dich hinführt zu positiven Zielbildern („hin zu“ Motivation) und vermeide es weg von negativen Effekten gehen zu wollen („weg von“ Motivation).

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Diese positive Spirale hat nichts mit „positivem Denken“ zu tun.

Beim positiven Denken wird häufig eine Negativspirale in Gang gesetzt.

Diese negative Spirale entsteht dadurch, dass man sich zu große, unerreichbare Ziele setzt (Träumerei) und nicht oder nur kurzfristig zum Handeln kommt, da es ja eh zu schwierig oder unmöglich erscheint. Dadurch bleiben Erfolgserlebnisse aus, und dein Unterbewusstsein glaubt deinen Zielbildern und deinen Vorhaben nicht mehr.

Dadurch entstehen negative Glaubenssätze über deine Fähigkeit, etwas, das du dir vorgenommen hast, auch umsetzen zu können.

Deine Selbstwirksamkeit wird abnehmen.

Artikel von

Hans

Hans

Ich bin seit 5 Jahren im sg. Ruhestand. Habe vorher mich aber nur in wenigen Stresszeiten im Hamsterrad gefühlt, da ich das, was ich beruflich tat immer geliebt habe (Englischlehrer und Beratungslehrer in einem Förderzentrum für blinde und sehbehinderte Schüler-innen in Marburg). Während meiner Berufszeit hatte ich das Glück, parallel zur Berufstätigkeit einige Ausbildungen genießen zu können. So wurde ich NLP-Master und Suggestopädietrainer und einiges mehr. Nach meiner Pensionierung begann ich sofort eine Weiterbildung zum "Schulmediator" und bin seitdem mit Begeisterung an einer Schule erhrenamtlich tätig bei "Seniorpartner in Schools". Auch hier habe ich die Möglichkeit, laufend an weiteren Fortbildungen teilzunehmen. Seit mehreren Jahren schreibe ich auch Bücher über Fotografie, die ich als Kindle und Taschenbuch bei Amazon veröffentliche. Wenn du meine Art zu schreiben erkunden möchtest, schau mal in einem meiner Bücher nach. Auf der Basis meiner Erfahrungen als Beratungslehrer habe ich im letzten Jahr auch ein Buch zum visuellen Gedächtnistraining geschrieben. www.makro-foto.com

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Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

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