Der 5-Schritte-Rettungsplan für gute und schlechte Angewohnheiten (mit Hilfe von Benjamin Franklin)

Benjamin Frankiln Zitate

Benjamin Franklin Zitate zeigen, dass es schon sehr lange Zeit Hamsterräder gibt. So lange, dass schon unsere Vorfahren und große historische Persönlichkeiten sich damit herumgeschlagen haben.

Denn gute und schlechte Angewohnheiten gab es schon immer. Heute vielleicht in anderer Ausprägung und in anderer Form, aber Laster, von denen der Mensch loskommen möchte, gab es schon immer.

Und auch schon immer Strategien dagegen. Und vermutlich hätte Benjamin Franklin damals seinen Kampf gegen die Sklaverei über seinen Blog geführt und vielleicht sogar die eine oder andere Passage seiner Unabhängigkeitserklärung via Facebook geleaked.

Was er aber auf jeden Fall getan hat, ist, sich seinen Gewohnheiten zu stellen. Und er hat für sich selbst Regeln aufgestellt, wie er ein besserer Mensch wird.

Er wollte nach 13 Tugenden leben:

Mäßigkeit, Schweigen, Ordnung, Entschlossenheit, Sparsamkeit , Fleiß, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Mäßigung, Reinlichkeit, Gemütsruhe, Keuschheit, Demut.

Tugenden?

WTF?

Tugend ist ein Wort, das schon ziemlich aus der Mode gekommen ist. Das ist ein anderes Thema, dem ich mich schon einmal gewidmet habe.

Mal abgesehen davon, ob du es als sinnvoll erachtest, dein Leben nach Tugenden auszurichtenWie bringt man diese lange Liste an Tugenden und Verhaltensweisen in den Alltag?

Wie schafft man es, Angewohnheiten wirklich in den Alltag zu integrieren oder wirklich aus dem Alltag zu verbannen?

Es braucht Selbstdisziplin.

Na großartig, Markus. Das ist ja wohl keine tolle Erkenntnis. Du willst mir als Lösung anbieten, dass ich einfach nur Disziplin brauche? Ehrlich? Ich lese diese Artikel, schenke dir meine Zeit und du gibst mir als Ratschlag Disziplin?

Ich meine damit nicht, dass du Disziplin brauchst, um die Angewohnheit loszuwerden. Diese Aussage wäre tatsächlich nicht den Speicherplatz wert, den dieser Artikel auf meinem Server einnimmt. Nein, es geht mir um Disziplin in eine andere Richtung.

Jetzt aber quick and dirty die 5 Schritte, die Veränderung möglich machen. Die Benjamin Franklin Zitate zum Gewohnheiten-loswerden-oder-angewöhnen-Zaubertrank mischen wir dann noch bei.

Benjamin Franklin Zitate für gute und schlechte Angewohnheiten

Formuliere das Resultat

Ich weiß schon, was jetzt kommt: Ich will nicht mehr X, ich mache nicht mehr so viel von Y. Nein, das ist kein Resultat. Du musst dir klarmachen, was die Endsituation ist, wenn du die Angewohnheit losgeworden bist und dir die neue angeeignet hast. Sorry, aber da kommst du einfach nicht drum herum. Wenn du in dein Navi nicht punktgenau das Ziel eingibst, wo es dich hinführen soll, dann darfst du nicht erstaunt sein, wo du schlussendlich landest.

Bestimme eine Ersatzhandlung

Wichtig. Nicht versuchen, etwas einfach wegzulassen. Bestimme, was du STATTDESSEN tust. Und zwar ab jetzt automatisch. Immer wenn du zum Süßigkeitenschrank gehen und dir wieder mal Schokolade reinpfeifen willst, hüpfst du eine Minute auf und ab. Ja, auch im Büro. Oder wenn du wieder mal Facebook öffnest, weil dir langweilig ist, klappst du den Laptop zu und räumst den Geschirrspüler aus. Klar? Konzept gerafft. NICHT EINFACH SAGEN: Ab jetzt mache ich das nicht mehr, sondern: Ab jetzt mache ich das stattdessen.

Mache dir deine Auslöser klar

Gehört zum Punkt 2 dazu. Beobachte dich selbst wie ein Privatdetektiv. Sei stets hinter dir her und mache dir klar, was bei dir den Schalter umlegt zur ungeliebten Gewohnheit. Mache die Schalter dingfest, entlarve sie, stelle sie an den Pranger und verknüpfe sie ab jetzt mit der Ersatzhandlung. Stelle dir vor, du wechselst die Birne in einer Lampe. Vorher normales Licht, jetzt grüne Birne. Der Schalter ist noch immer da, nur wenn du ihn betätigst, gibt es ab jetzt grünes Licht. Gleicher Schalter – anderes Ergebnis.

Erinnere dich dauernd daran (der Franklin-Trick)

Benjamin Franklin hat sich einfach eine Checkliste gebastelt, die er mit sich herumgetragen hat, wo er (und jetzt kommt die andere Art der Disziplin ins Spiel) haargenau und beckmesserisch eingetragen hat, wann er seinen Tugenden zuwidergehandelt hat. Jeder Woche wurde eine Tugend gewidmet und er führte genauestens Buch, wann er seiner Einschätzung nach „untugendhaft“ war. Es geht einfach darum, dir deine Gewohnheiten vor Augen zu halten und sie gebetsmühlenartig so oft auf die Tagesordnung zu setzen, bis es einfach dazugehört. Oder eben nicht mehr dazugehört. Ob du das mit einem Blatt Papier machst (wie Ben Franklin) oder mit der Erinnerungsfunktion in deinem Smartphone, ist egal.

  • Finde einen Weg, dich zu erinnern.
  • Finde einen Weg, dich zurück auf Kurs zu holen.
  • Finde einen Weg, dich wirklich darauf zu fokussieren.
  • Finde einen Weg, dass es irgendwann unbewusst geschieht (ja, das geht nur durch oftmaliges Wiederholen).

Belohne dich

Wer so hart an etwas arbeitet, der hat eine Belohnung verdient. Ja, wir Menschen sind konditionierbar und motivierbar mit Belohnungen. Genauso wie Hund oder Pferd ein Leckerli bekommt, dürfen du und ich uns das auch gönnen. Wichtig ist, dass du die Belohnung bereits am Anfang, also bei Punkt 1 zum Resultat dazu packst. Sei gut zu dir. Überschütte dich mit Belohnungen am Ende des Weges. Aber sei auch fair zu dir selbst und belohne dich erst dann, wenn das Werk vollbracht ist.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

(7) Kommentare

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