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X-Mas 2018: Die Zeit, in der dich das Hamsterrad am allermeisten im Griff hat

Weihnachten

Heute fasse ich mich kurz, weil ich weiß, du hast Anderes zu tun. Momentan gibt es wichtigere Dinge, als Blog-Artikel lesen. Der Dezember ist die Zeit, wo uns das Hamsterrad am meisten in seinen Klauen gefangen hält. Das Hamsterrad lebt von Konvention, von folgenden Einstellungen:

Das haben wir immer schon so gemacht.
Das macht jeder so.
Das gehört sich so.
Das macht man so.
Das war schon immer so.

Wenn diese Aussagen auf eine bestimmte Zeit zutreffen, dann die Weihnachtszeit. Wenn es eine Zeit gibt, in der wir fremdbestimmt sind, dann im Monat Dezember. Keine Zeit des Jahres ist so vollgestopft mit Erwartungshaltungen, mit Traditionen, mit Dingen, die man eben so tut.

Das X-Mas Hamsterrad und seine perfiden Werkzeuge

Das Gehirn wird abgeschaltet. Du funktionierst. Du trägst die typischen Weihnachtstermine in deinen Kalender ein. Du gehts einkaufen, obwohl es dich nervt und du es besser weißt. Du hörst überall von Besinnung und Ruhe und hast keine Ahnung, was damit wohl gemeint sein soll. Viele jammern. Und trotzdem ist der Handel Jahr für Jahr stolz auf die Umsätze.

Einkaufen

Ich beginne mit einem großen Brocken: Die Schlacht in den Einkaufszentren.

Vor kurzem bin ich über ein Video gestolpert, dass sich damit beschäftigt, wie wir Menschen uns „Glücksgefühle“ machen.  Gerald Hüther, Neurobiologe fasst es so zusammen:

„Wenn man das, was man braucht nicht kriegen kann, nimmt man sich das, was man haben kann. Und dann ist man ein kleinwenig froh.“

(Solltest du dir überraschenderweise 20 Minuten Zeit nehmen wollen, um etwas darüber zu erfahren, wie wir uns selbst unglücklich aber auch glücklich machen, dann schau dir das Video an. Muss aber auch nicht sein. Besser wäre du überspringst das Video, weil es ja ohnehin nichts bringt, sich über so etwas allzu viel den Kopf zu zerbrechen.)

Einkaufen – also mehr haben wollen – ist ein Weg, der uns kurzfristiges Glück suggeriert.

Wir wissen mittlerweile sehr gut, dass kaufen nicht glücklich macht. Ich bin auch davon überzeugt, dass sogar schenken in den seltensten Fällen glücklich macht. Aber wir tun es trotzdem. Nichts schenken gehört sich nicht. Nichts geschenkt bekommen heißt „Du hast an mich nicht gedacht“

Ich schenke nicht mehr. Zumindest keine Güter. Das wichtigste Gut ist Zeit. Ich schenke gemeinsame Erlebnisse und Zeit mit den Menschen, die mir wichtig sind. Spart Zeit und bringt Zeit. Probiere es doch einmal aus.

Weihnachtsfeiern

Reden anhören, Buffet-Essen, tanzen, betrunken sein und am nächsten Tag im Büro ein wenig peinlich berührt, was gestern so alles passiert ist. Oder aus Überzeugung der Weihnachtsfeier fern bleiben. Wenn es einen „und jährlich grüßt das Murmeltier“-Event gibt, dann ist es die Weihnachtsfeier. Und wenn es etwas gibt, dass wirklich kaum jemanden etwas bedeutet, dann ist das auch die Weihnachtsfeier. Man geht eben hin. Und tut das, was man tun muss oder was man die letzten Jahre getan hat. Ohne Denken. Einfach nur funktionieren.

Passender Artikel:  Warum dein Urlaub zu kurz ist - 12 böse, aber leider wahre Argumente

Spannend ist es zuzuhören, wenn der überzeugte Hamsterradler sich auch noch beschwert, wie voll der Terminkalender im Dezember mit den verschiedensten Weihnachtsfeiern ist, wie anstrengend es sei und welche eine Herausforderung der ganze Alkoholkonsum in der Weihnachtszeit darstelle.

Ich habe mir seit einigen Jahren eine Weihnachtsfeier-Diät verordnet. Es ist spannend, dass mir nichts fehlt.

Punsch trinken

Wenn wir schon beim Alkohol sind. In der Adventszeit muss man natürlich Punsch trinken gehen. Weil das so schön wärmt. Ich verstehe ja nicht, dass man sich in die Kälte stellt, um sich dort mit Punsch zu wärmen. Einfacher wäre, sich schlicht und ergreifend nicht in die Kälte zu stellen, aber das würde jetzt zu weit führen.

Auch beim Punschen hat das Hamsterrad die Hand drauf, wenn es um „mehr“ geht, wenn es darum geht echte „Abwechslung“ zu suggerieren. Brauchen wir wirklich 16 verschiedene Punschsorten? Brauchen wir wirklich unzählig verschiedene Adventmärkte? Und warum wird man so komisch angesehen, wenn man sagt:

„Ich will nicht Punsch trinken gehen.“ um sich immer anhören zu müssen: „Aber das gehört doch dazu.“

Der Weihnachtsabend

Ich weiß schon was jetzt kommt. Viele sagen:

Ich liebe Weihnachten. Die paar Stunden, die wir uns Zeit füreinander nehmen und die ganzen Familie versammelt ist. Das ganze Rundherum, die Stimmung, die Atmosphäre ist einmalig.

Das stimmt. Bei vielen Menschen stimmt das. Bei vielen aber auch nicht. Aber egal ob es stimmt oder nicht macht es mich betroffen.

Genauso wie ich den Muttertag und den Vatertag doof finde
und ich es nicht verstehe, dass ich am 31. Dezember plötzlich in
Vollgas-Halli-Galli-Drecksau-Party Stimmung sein soll. 

Was hat es auf sich, dass wir uns von außen, also vom Kalender, von Traditionen, von Religionen oder von den Jahreszeiten sagen lassen müssen, wann wir uns auf Knopfdruck gut fühlen sollen. Oder wann wir besinnlich sein sollen.

Hier schlägt das Hamsterrad noch stärker zu, als im ungeliebtesten 9-to-5 Job. Und noch weniger Menschen merken dies.

Wenn du ein Adventzeit- und Weihnachtsfan bist, dann hast du momentan ohne viel Spaß. Wenn du  aber hie und da denkst, dass dich etwas davon nervt, dann lass es einfach in Zukunft.

Weglassen ist das neue „Mehr haben wollen“

Es klingt so einfach und ist es auch.

27 Comments on “X-Mas 2018: Die Zeit, in der dich das Hamsterrad am allermeisten im Griff hat

Carine
18. Dezember 2018 um 18:39

Hallo Markus,

einfach herrlich. Ich bleibe seit Jahren der Weihnachtsfeier des Betriebs fern, obwohl „man“ von mir als Vorgesetzte erwartet, dass ich hingehe. Aber es haben sich alle daran gewöhnt :-).
Und Geschenke haben wir in der Familie auch (fast) abgeschafft.
Ich wünsche mir zu Weihnachten vom Partner einen aufgeräumten Keller und wenn ich das mehrere Weihnachten hintereinander gewünscht habe, wird er es eines Tages sogar umgesetzt haben …:-).
In diesem Sinn: Frohe (Nicht)-Festtage.

Antworten
Bettina
17. Dezember 2018 um 12:34

also ich mag Feiern 🙂
nicht nur zu Weihnachten

Schenken tu ich schon länger keine Dinge mehr (theoretisch hätten wir das auch in der Familie ausgemacht, und trotzdem bin ich dann die einzige, die wirklich nix in den Händen hat, aber bekommt, selbst wenn man das Zeug – meist nur Klimbim und Deko – nicht haben will, weil es nur den Wohnraum verstellt oder den Kasten füllt, weil es der siebenundssechzigste Schal ist)

lg Bettina

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Melanie
16. Dezember 2016 um 11:10

Hi Markus,

sehr cool! Ich hasse Weihnachten. Letzte Woche war ich in Ägypten (ganz allein ohne Mann und Kinder) und es war großartig. Kein Weihnchtsgedöns. Danach war ich gleich in Berlin zu Dreharbeiten und wir sind über den Markt am Ku’damm spaziert, fanden die Lichter toll und die Feuerzangenbowle in der Tasse war wunderbar. So bissl Gedöns war dann doch schön. Wär ich nicht in Berlin gewesen, hätte ich mich allerdings nicht in die Kälte gestellt ;-). Sehr geil!

Mein Ziel ist es, über Weihnachten mit den Kids in die Sonne zu fliegen und die ganze Soße gar nicht mehr mit zu machen. Dafür loht es sich weiter an meinem Lifestyle-Love-Business zu arbeiten. Mal schauen, wie schnell ich das hinkriege ;-).

Herzlichst
Melanie

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Simone Tontsch
15. Dezember 2016 um 11:00

JA! Ich bin nicht alleine! Ihr müsst euch auch blöd angucken lassen, weil ihr dem ganzen Hype nichts abgewinnen könnt! Gemeinsam geht’s leichter ;-D

Antworten
Markus Bellmann
21. Dezember 2015 um 20:49

Hallo Markus,

vielen Dank für diesen wunderbaren und emotionalen Artikel.

Es ist so wahr, dass das wertvollste Gut die Zeit ist, die man seiner Familie, seinen Freunden und Mitmenschen schenkt.
In der Vorweihnachtszeit wird heutzutage so viel Druck aufgebaut, unter anderem durch Geschenke, so dass man leicht die eigentliche Bedeutung der Festtage vergisst.
Dein Artikel bestärkt mich, das ganze Jahr hindurch mehr Zeit und Aufmerksamkeit für meine Mitmenschen zu widmen.

Sonnige Grüße aus Hamburg
Markus

Antworten
Silvia
14. Dezember 2015 um 11:25

Hallo Markus,
ich freue mich, endlich mal was zu lesen, das mir aus der Seele spricht.

Ich mag zwar die Vorweihnachtszeit sehr gerne, aber ich versuche eher, das Wunder der Weihnacht ohne Konsumstress zu genießen. Ich bin aber schon seit Jahrzehnten ein Weihnachtsfeierverweigerer und meide Einkaufszentren in dieser Zeit. Ich schenke auch am liebsten Zeit, Selbstgemachtes und Dinge mit Symbolwert und Wünschen, die derjenige gerade am nötigsten braucht.

Zur Zeit bin ich aus dem Hamsterrad ausgeklinkt, denn ein unerwarteter Jobverlust und anschließender Unfall lassen mich seit ein paar Monaten zwangspausieren.

In dieser Zeit hatte ich viel Zeit zum Nachdenken und Neuordnen. Es hat ganz schön lange gedauert, bis ich endlich an einem Punkt angekommen bin, an dem ich der Anziehungs-(flieh-)kraft des Hamsterrades endlich entkommen bin.

Da habe ich auch deinen Blog gefunden, der mir immer wieder aus der Seele spricht. Ich möchte nach einer noch bevorstehenden OP diese Woche, im nächsten Jahr voll losstarten, mit einer Geschäftsidee, die mich nachhaltig aus dem Hamsterrad aussteigen lässt.

Danke und Frohe Weihnachten.
Silvia

Antworten
Markus Voss
14. Dezember 2015 um 11:16

Hallo Markus,

na endlich mal jemand, der genau diese „Themen“ anspricht. Anfang der 80er hatte ich damit angefangen, Weihnachten und die Schenkerei quasi abzuschaffen. Man, was wurde ich schief angeschaut. Allerdings muß ich auch heute – im privaten Umfeld – immer wieder erleben, das manche Personen zwar schlaue Bücher lesen und auch teilweise vom Hamsterrad reden, aber nichts ändern. Und zwar genau aus den oben genannten Antworten heraus. Mir ist das ganze ein Graus. Da ich allerdings Kinder habe, bleibt ein wenig Weihnachten bestehen. Und wehe man macht nichts zu Silvester – oh je, sind dann andere „beleidigt“. Aber es sind genau die Menschen, die ewig im Hamsterrad bleiben und selber „dubiose“ Gründe vorschieben, wenn sie keine Lust haben und fortbleiben wollen. Aber richtig geändert wird nichts. Wie ich gesehen habe, denken viele inzwischen genauso, wie Du und ich. Und das ist ganz gut so. Man sollte sich auch nicht in Zukunft durch andere Mitmenschen sich wieder in ein Hamsterrad drängen lassen. sollen doch andere denken was sie wollen.

In diesem Sinne – Hamsterrad freie Weihnachten und ein ebenso dem Sinne entsprechender Start in das neue Jahr.

Gruß Markus

Antworten
Ulrich
14. Dezember 2015 um 11:10

Ich freue mich nach wie vor aufs den Heiligabend und auch aufs Schenken – es macht meinen Eltern und mir nach wie vor Freude. Bei den Gleichaltrigen, die noch im Berufsleben stehen, muss das Schenken nicht sein. Da verfahre ich eher nach der Devise, spontan, wenn ich etwas entdecke, das perfekt zu denjenigen passt, es dann auch direkt zu überreichen.

Antworten
Heike Krempoli
8. Dezember 2015 um 5:21

Ich bin schon seit Kindheit an eine sogenannte „Spassbremse“, weil ich mich nie diesen gesellschaftlichen Ritualen untergeordnet habe. Es bringt mir leider heute, nach fast 50 Lebensjahren, immer noch böse Blicke, dumme Bemerkungen und Ausschluss aus der Gesellschaft. Aber damit kann ich leben. 🙂 Es erinnert mich an ein Erlebnis mit meiner Tochter im Herbst: Wir haben in einem Schnäppchen-Geschäft Karnevalskostüme entdeckt, sie gekauft und gleich nach dem Bezahlen vor dem Geschäft angezogen und sind damit dann nach Hause spaziert. Die Blicke der Leute waren einfach köstlich. 🙂

Leider werden die Kinder eben besonders durch die Schule schon fehlgeprägt, was man kaum unterbinden kann. Geschenke gib es bei uns am 25.12. direkt nach dem Aufstehen im Schlafanzug. Und diese sind selbst gemalte Bilder, Gebasteltes, in der Natur Gefundenes… einfach eben mit Liebe gemacht oder entdeckt. Sonstige Geschenke gibt es das ganze Jahr. <3

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andrea sommer
7. Dezember 2015 um 12:20

Der Wahnsinn hat wieder Saison,
kauft ihr schon – kauft ihr schon?
da würd´ ich mich aber beeilen –
die Haken, die ösen, die feilen
die ringe, die kleider, die schuh´
ALLES herbei –nur keine ruh.
weihnachten ist wieder mal los
die vorfreude kaufrauschgroß.

in diesem sinne, very merry xmas!

Antworten
Manuela Eder
7. Dezember 2015 um 10:29

Sehr schöner Artikel der vieles auf den Punkt bringt. Bin vor Jahren aus dem Hamster gehüpft.

Seitdem kein Stress sondern Freude. Es gibt viel selbst gemachtes und die paar anderen Geschenke kaufe ich ohne Stress.

Punschen ja, weil da plötzlich Freunde Zeit haben die sonst im Stress sind.

Ich mag die Zeit, wie jede andere auch, weil ich sie mir gestalte, wie es für mich gut und passend ist.

Antworten
Greensoul
19. Dezember 2013 um 18:21

…..und ich nicke mal wieder heftig mit dem Kopf! Vielen Dank mal wieder für Deine so treffenden Worte!

Übrigens finde ich auch, dass wir als Erwachsene uns wenn überhaupt auch nur noch gemeinsame Zeit schenken sollten – denn nichts ist wichtiger als das. Und alles andere Materielle kann sich sowieso jeder selbst kaufen.
In eine ähnliche Richtung, also bzgl. Geschenkekauf, ging übrigens einer meiner letzten Blogartikel – ich hoffe, es ist okay, dass ich darauf verlinke?
http://www.greensoul.de/6-nachhaltige-weihnachts-geschenkideen/

Viele Grüße,
Dominique

Antworten
Christian
13. Dezember 2013 um 13:12

Warum Dinge kaufen nicht glücklich macht? Weil wir dazu neigen, nach ein großem emotionalen Hoch/Tiefgefühl sehr schnell wieder in den emotionalen Normalzustand zurückzukehren:

Hedonistische Tretmühle (hm vielleicht ist dir dieses Phänomen sogar einen Artikel wert ;-))
Christian

Antworten
Marion
12. Dezember 2013 um 20:13

Lieber Markus,
Du sprichst mir aus der Seele. Dieses ‚auf Knopfdruck besinnlich sein‘ oder in Feierlaune funktioniert bei mir schon lange nicht mehr.
Irgendwann im Laufe des Erwachsenwerdens wacht man auf und merkt, was da an Weihnachten läuft und dann ist der ganze Zauber vorbei.
Und steckt man beruflich im Hamsterrad gibt es sowieso keinen Grund mehr, das neue Jahr zu begrüßen, es sei denn es gibt wirklich wichtige, grundlegende Dinge zu feiern, die sich zum positiven verändert haben. Zumindest sehe ich das so.
Hamsterräder, überall Hamsterräder – wenn wir nicht mitlaufen, sind wir für die Gesellschaft Sonderlinge. Aber lieber Sonderling und zufrieden als Mitläufer und sich leer fühlen. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das wird sonst zu lange 🙂
Alles Liebe,
Marion

Antworten
Michael
12. Dezember 2013 um 16:06

Wau, sind auch meine Gedanken.
Ich liebe Weihnachtsmärkte, aber da kommt das große O.
Geblieben sind nur die Fressbuden und Alktempel.
Ich sagte letztens meiner Frau, so ein Punsch können wir auch zuhause trinken.
Zu Weihnachten soll dazu alles mit einmal Harmonisch sein und alle haben sich lieb.
Allerdings kurz davor muß ich mir anhören, warum das verlassen des Hamsterrades total verblödet ist.

Was wäre, wenn es Menschen gibt die sich selbst lieben, wie sie das Leben um sich lieben?
Wenn der Sohn sein Papa Liebling nennt und er stolz darauf ist, Zuhause eine Oase der Anerkennung hat, wäre das nicht schön?
Was sind dagegen die Geschenke, das Feuerwerk und die Zwangsharmonie?

Liebe Grüße
Michael

Antworten
AK
11. Dezember 2013 um 18:37

Du Grinch du 😉

Antworten
Moni
7. Dezember 2013 um 11:55

Lieber Markus
Ich bekomme das Grinsen nicht aus dem Gesicht über Deinen mal wieder absolut zutreffenden Beitrag. Gerade eben hab ich noch gedacht, dass ich absolut keinen Bock hab auf den heutigen ichweissnichtwievielten Advents-Apero und dass ich viel lieber einen freien Tag hätte und mal gar nix tun möchte. Wie gut dass ich vorher meine mails gelesen habe.
Herzlichen Dank und ein relaxtes Wochenende:-)
Moni

Antworten
einfacheinfachleben
6. Dezember 2013 um 21:40

Ich mag diese dunkle Zeit mit den vielen kleinen Lichtern sehr. „Schenken“ tue ich seit zwei Jahren ausschließlich auf meine Weise, die fühlt sich sehr gut an und hat mit dem allgegenwärtigen „Konsumterrorzwang“ nichts (mehr) zu tun. … und all die anderen Dinge, „die man eben so tut“, gibt es, wenn überhaupt, allenfalls in wirklich besinnlichen Dosen.

Viele Grüße aus Berlin,
Anja

Antworten
Micha
6. Dezember 2013 um 14:02

Lieber Markus,
du sprichst hier ein sehr aktuelles Thema an – auch bei mir im Leben.
Ich merke immer mehr, wie mich alte Traditionen und Rituale gar nicht mehr erfreuen (obwohl ich mir vorwerfe, dass sie das tun sollten!) und ich gestresst und genervt davon bin, mein Geld statt für mich doch für unzählige Bekannte, Freunde und Familienmitglieder auszugeben – und zwar für Geschenke, die zu 99% nicht ihren Geschmack treffen, nur kitschiger Kleinkram sind und sowieso wieder im Schrank verschwinden würden.

Gleichzeitig bin ich von Menschen umgeben, welche die Tradition des Schenkens extrem hoch schätzen und für wichtig empfinden. Lustigerweiße hat jedoch meine eigene Mutter vorgeschlagen, dass wir uns (ganz familien-intern) dieses Jahr einfach mal gar nichts schenken.

Ihr Argument: „Schließlich beschenken und tun wir doch schon das ganze Jahr über etwas für uns, siehe die Renovierung, der neue Fernseher, …)

Und damit hat sie Recht! Wir brauchen keinen speziellen Tag, um unseren Lieben eine Freude zu machen.

Antworten
Mia_1975
6. Dezember 2013 um 12:50

Bingoooooooo!! Genau meine Gedanken und ich dachte schon ich bin alleine damit. Vielen Dank lieber Markus für diese wundervoll nüchterne Einschätzung über den Weihnachts- und Silvesterwahn in unserer Gesellschaft. Für die die Freude und Spaß daran haben, freue ich mich wirklich und wünsche Ihnen viel Genuß bei allen Aktivitäten. Aber mich nervt schon seit Jahren dieser Zwang und diese Erwartungshaltung an Weihnachten und Silvester das übliche Programm abzuspulen, der mich eigentlich Null interessiert. (Ok, hier und da ein Glühweinchen trinke ich dann auch gern mal… ;o)) Einfach weglassen ist da eine absolut gute Idee, wenn da nicht die fast schon entsetzen Blicke von Freunden und Bekannten wären „Waaaaas? Ihr schenkt euch nichts zu Weihanchten? Waaaaas? Ihr habt noch nichts vor an Silvester?“ Junger Vater, als ob es keine größeren Probleme auf der Welt gibt. Zwischenzeitlich kann ich auch zum Glück darüber lachen und werde aller Hindernisse zum Trotz dieses Jahr statt dem üblichen Weihnachtswahn endlich mal MEIN Ding machen.. ;o)

Antworten
Mariam
6. Dezember 2013 um 12:34

Da kann ich nur zustimmen und allen empfehlen sich Zeit zu schenken: http://www.zeit-statt-zeug.de

Antworten
Paul
6. Dezember 2013 um 12:15

Super Artikel – trifft den Nagel auf den Kopf.
Dankeschön dafuer!!!! 🙂

Lg
Paul

Antworten
Sam
6. Dezember 2013 um 10:00

Mal wieder ein fantastisches Werk!

Na dann pass´mal schön auf, lieber Markus Cerenak, das der Hamsterrad-Nikolaus dir dafür keins mit der Rute überzieht 😉

Lg Sam

Antworten
Moni
7. Dezember 2013 um 11:49

Lieber Sam

Ich lache immer noch…Dein Spruch ist für mich der Running Gag des Tages:-)

Viel Spass
Moni

Antworten
Danijela
6. Dezember 2013 um 9:45

Ah, wie herrlich!
Ich habe auch vor 2 Jahren angefangen, erst relativ schüchtern weil es sich halt nicht gehört,
genau diese Sachen auszusprechen und mir nicht mehr vorschreiben zu lassen
wann ich Geschenke kaufen muss, wann ich feiern soll und so weiter…
und dass das nur eine Geldmacherei ist und, für mich, keinen Sinn macht.
Die Blicke die man dafür erntet sind unglaublich!!!
Aber heuer kann ich schon darüber lachen ;))

Danke für diesen Text…hat mich so schön zum Schmunzeln gebracht!
Alles Liebe.

Antworten
Renate
6. Dezember 2013 um 9:30

Ach schön…. ich fange gerade erst an, deine Inhalte zu lesen und mit diesem Beitrag merke ich schon mal: Voll meine Wellenlänge. Überzeugungen, zu denen ich selbst in den letzten Jahren gekommen bin und für die ich mich tlw. rechtfertigen muss (oder ich rede erst gar nicht davon um mich nicht schief ansehen lassen zu müssen – das kenne ich von meiner vegetarisch/veganen Ernährung schon zur Genüge 🙂 ) stehen hier plötzlich Schwarz auf Weiß! Ich freue mich schon aufs Wochenende, wenn ich mehr Zeit zum Schmökern haben werde. Nach der heutigen feucht-fröhlichen Firmen-Weihnachtsfeier… aber auf die freue ich mich tatsächlich! Cheers! R.

Antworten
Pascal
6. Februar 2016 um 3:07

Haha, und ich finde gerade deinen Kommentar auf meiner Wellenlänge, wegen dem Weihnachtsthema und vegetarisch/veganer Ernährung. 😉

Antworten

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

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