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Die Wahrheit über die 4-Stunden-Woche

Die 4 Stunden Woche

Ziemlich sicher kennst du das Buch von Tim Ferriss „Die 4-Stunden-Woche“. (Wenn nicht, dann solltest du es unbedingt lesen. Es verändert einiges! Klicke hier und du kannst du hier sofort tun!*) Er beschreibt darin ein System, wie du die unliebsamen Dinge deines Lebens delegierst, dich unabhängig von der Arbeitszeit machst und frei wirst. Es verspricht dir ein Leben, in dem du nur noch am Strand liegst und nie wieder einen Finger rührst. Und das ist alles eine riesige Lüge.

Es hat schon seinen Reiz, den Worten von diesem Mann Glauben zu schenken. Das Konzept ist auf 4 wesentlichen Komponenten (DEAL) aufgebaut:

  1. Delegation
  2. Elimination
  3. Automation
  4. Liberation

Diese Konzepte in dein Leben zu integrieren, ist äußerst unwahrscheinlich. Selbst wenn du es schaffst, wird dein Leben dadurch miserabel sein. Du wirst es loswerden wollen. Denn es killt deine Ambitionen und deine Projekte.

„So ein Blödsinn!“, höre ich dich jetzt innerlich sagen. Dann gehörst du vermutlich zu den vielen Menschen, die noch immer an diesem Traum festhalten. Und das ist auch verständlich, wenn man sich einmal die Gesellschaft in Zahlen ansieht:

  • 40 % der Angestellten beschreiben ihr Arbeitsumfeld als „echtes Überlebensprogramm“ (USAToday.com, Jan. 1, 2004)
  • 88 % der Menschen sagen, sie haben große Schwierigkeiten damit, Arbeit und ihr Leben zu gestalten (Statista)
  • 74 % der Menschen sind sehr unzufrieden mit ihrer beruflichen Tätigkeit (Arbeit-Wirtschaft.at)

Für viele von uns sind das Gründe genug, etwas zu ändern, nicht wahr?

Es scheint offensichtlich, Wege beschreiten zu wollen, um diesem Schicksal zu entkommen. Den vermeintlichen Fluchtplan finden viele in dem Buch „Die 4-Stunden-Woche“ (Mehr darüber hier)

Ich selbst habe mir viel mitgenommen aus dem Buch von Tim Ferriss. Einige seiner Ansätze sind hervorragend. Doch die Grundthese, dass eine 4-Stunden-Woche die Lösung deiner Probleme ist, sehe ich als grundlegend falsch und irreführend. Sie zerstört sämtliche Ambitionen für ein wirklich bedeutungsvolles Leben.

Erfahre, welche Auswirkungen die „4-Stunden-Woche“, tatsächlich für dein Leben hat.

Definition

4 Stunde Woche - Definition

Alexas_Fotos / Pixabay

Der Vorstoß technischer Neuerungen und der Drang nach Freiheit sind stärker präsent als je zuvor. Dinge wie Outsourcing und passives Einkommen (und leider auch Multitaskingfähigkeit) erleben einen wahren Boom. Viele sind auf der Suche nach ihrem Lifestyle-Business.

Tim Ferriss spricht vor allem die Menschen an, die Arbeit als etwas sehen, das sie nicht machen wollen. Leidvoll, unerfreulich, energiezehrend. Dinge, die du lieber an jemand anderen delegieren willst.

Eine ziemlich begrenzte und negative Einstellung zu Arbeit. Um ehrlich zu sein, hört sich das nach der Definition von etwas ganz anderem an: Sklaverei und Selbstgeißelung.

Arbeit wird als das notwendiges Übel gesehen. Es wird uns seit unserer Geburt eingetrichtert, dass sie ein grausames Opfer ist, das wir erbringen müssen, um ein „besseres“ Leben zu haben.

Wenn du mit so einer Einstellung an die Sache herangehst, dann wundert es mich nicht, warum du es abstoßen willst wie einen Parasiten. Damit begehst du jedoch einen fatalen Fehler, wie du später noch erkennen wirst. Vorher gib dir selbst eine ehrliche Antwort auf folgende Frage:

Wie lautet deine Definition von Arbeit?

Elimination

Es geht darum, Bereiche und Dinge deines Lebens zu eliminieren, die als störend empfunden werden.

Angenommen, nach Jahren der ergebnislosen Suche findest du endlich den Traumpartner deines Lebens. Er oder sie tritt in dein Leben und alles ist perfekt. Und dein Bestreben fortan ist, möglichst ausgeklügelte Wege zu finden, um nur noch 4 Stunden in der Woche mit ihr zu verbringen. Es auf das Wesentliche zu reduzieren.

Weshalb würdest du so etwas tun?

Tim Ferriss selbst übrigens arbeitet nach eigenen Angaben mehr als 60 Stunden die Woche. Obwohl er vermutlich viel „eliminiert“ hat, womit er sich nicht beschäftigen muss oder will.

Eliminiere die Störungen, die Informationsflut, die unwichtigen Dinge. Aber eliminiere nicht die Dinge, die wichtig sind.

Heute nicht glücklich zu sein, rechtfertigt es nicht für morgen. Es gibt kein Warten.

Was ist es also, das du wirklich eliminieren möchtest?

Automation

4 Stunde Woche - Automatisieren

makamuki0 / Pixabay

Ein Nischenblog hier, ein eBook dort und fertig ist das Mini-Imperium aus der Dose. Bis ins Letzte durchautomatisiert. So viel zur Theorie. Es wird viel Müll ohne jeglichen Mehrwert produziert, um endlich dieses Thema mit dem passiven Einkommen abzuhaken. Jeden Tag werden hunderte Blogs und Online-Unternehmen mit wichtigen Themen wie „Kaffeekapseln kaufen“, „Yogamatte finden“, „Lastminute Urlaub Flugreisen“ etc. gestartet.

Vollgestopft mit Opt-in-Formularen, Sales Funnels, automatisierten Leadsystemen. Alle mit dem Ziel, komplett automatisiertes Einkommen zu generieren. Alles läuft, sobald man es einmal installiert hat.

Ich sag dir, was in Wahrheit passiert:

Ein Business aufzubauen, ganz egal welches, braucht Zeit, Energie und Fleiß. Passives Einkommen wird häufig missverstanden als „nichts tun und dafür Geld bekommen“. Hier liegt ein großes Missverständnis. Natürlich wirst du Dinge automatisieren.

Du wirst mit Sicherheit Marketingstrategien etablieren, die viel für dich erledigen. Genauso wie du dich selbst immer wieder ins Geschehen einbringen musst. Und zwar so richtig. Vor allem zu Beginn.

Und so wird gearbeitet. Oft weit mehr als die normalen 40 Stunden. Nur weil du dieses Pseudoziel im Kopf hast. Ohne zu überprüfen, ob es wirklich das ist, was du willst. Eine Zeit lang geht das auch gut. Man hat das Ziel vor Augen. Man ist optimistisch. „Wie schwer kann das sein?“, denkt man sich. „Steht doch alles im Buch drin, wie es geht.“

Die Faustregel für dich lautet: Durchhalten = Erfolg

Und dann kommt irgendwann der Moment. Gleichzeitig mit der Erkenntnis, dass es bei weitem nicht so eingetreten ist wie geplant. Langsam kriecht der Zweifel in dir hoch. Der Missmut, der deine Ambitionen und damit auch deine Projekte killt.

Du merkst langsam, was du eigentlich getan hast. Monatelang hast du dich mit irgendetwas beschäftigt, das dich nicht einmal einen Stiefel interessiert hat.

Du hast Energie und Power reingesteckt, um endlich dein Online-Business und Lifestyle-Business aufzubauen. Du hast dir selbst ein Arbeitsumfeld geschaffen, das dich noch schlimmer belastet als das, von dem du flüchten wolltest.

Aber hey: Du musst es ja nur irgendwann einmal outsourcen und dann ist der lästige Kram erledigt, richtig? Hier ist die unerfreuliche Nachricht für dich: So weit wird es nicht kommen.

Wird dich ein voll automatisiertes, monotones Leben wirklich glücklicher machen?

Liberation

4 Stunde Woche - Liberalisieren - Freiheit

rawpixel / Pixabay

Die letzte Phase beschreibt das endgültige Loslassen aller Unannehmlichkeiten und lästigen Aufgaben.

Wenn du den ganzen „lästigen“ Kram an andere vergibst und du „nur mehr die Fäden“ ziehst, bist du dann wirklich frei? Die viel wichtigere Frage lautet eigentlich: Wozu um alles in der Welt braucht man dich dann?

Warum willst du so etwas aufbauen?

Selbst wenn du alles delegierst, glaubst du, dass deine Probleme dadurch gelöst sind? Glaubst du, du musst dich dann nicht mehr um die unangenehmen Dinge kümmern?

Ich sag dir noch etwas: Wenn du Unternehmer bist, dann stehen Unsicherheit und unangenehme Befindlichkeit auf deiner Tagesordnung. Es ist deine Realität.

Die 4-Stunde-Woche: Und jetzt kommt der Hammer!

Keine noch so lange Zeit der Freiheit wird dein Verlangen stillen, ein bedeutungsvolles Leben zu führen.

Die Zeit ist sehr begrenzt, in der du mit Freude Cocktails am Strand in Thailand trinkst. Früher oder später wirst du dich langweilen. Und irgendwann möchtest du etwas tun, das dir wirklich etwas bedeutet.

Das versichere ich dir aus tiefstem Herzen.

Ich selbst war an diesem Punkt. Da willst du nicht hin. Überleg einfach mal: Was ist es wirklich, wonach du suchst: Einfach nur Freizeit?

Wird genug Freizeit deine wahren Probleme lösen?

Was du jetzt tun kannst, um ein bedeutungsvolles Leben zu haben und bedeutungsvolle Arbeit zu verrichten

Was ist der wahre Grund, weshalb du dich überhaupt auf diese Pfade begeben willst?

Es ist die fehlende Klarheit der eigenen Lebensaufgabe, die fehlende Tiefe und Überzeugung für das, was du in diesem Leben machen willst.

Deswegen sind die Konzepte aus Büchern wie „Die 4-Stunden-Woche“ so verlockend. Deswegen boomen Kurse und Seminare mit „1 Mio. Euro in 1 Stunde, ohne etwas zu tun!“

Du suchst einen Ausweg. Du suchst den einfachen Weg. Du glaubst, deine Arbeit sei schuld daran, dass dein Leben nicht so ist, wie es sein sollte. Also muss sie weg!

Viel zu lange schon wird Arbeit als etwas gesehen, vor dem man flüchten müsste.

Weil das ganze Konzept von „Arbeit“ komplett missverstanden wird.

Erst wenn du wahre Bedeutung von Arbeit erkennst, ist es nicht mehr notwendig, davonzulaufen.

Definiere Arbeit als ausgeglichenen Austausch von Mehrwert und sie verwandelt sich mehr in einen Segen und ein Meer von Gelegenheiten. Für mich steht eines fest:

Arbeit ist bedeutungsvoll!

Arbeit erlaubt dir, dich selbst zu verwirklichen. Es ist deine einzigartige Form des Selbstausdrucks. Es öffnet dir Tür und Tor zu den wirklich wichtigen Dingen und Möglichkeiten des Lebens.

Es ist eine Gelegenheit für dich, etwas zu bewirken.

Wenn du Arbeit als etwas siehst, um das du dich herumquälen musst, schlägst du dir selbst ins Gesicht. Richtig hart. Tag für Tag.

  • Willst du wirklich einen Großteil deines Lebens mit Schinderei verbringen?
  • Willst du wirklich deinen Körper und Geist für 5 Tage die Woche prostituieren?
  • Willst du wirklich deine wertvolle Zeit dafür vergeuden, für dich bedeutungslose und sinnlose Tätigkeiten zu verrichten?
Begeisterung

Barni1 / Pixabay

Wenn du Arbeit so für dich definierst, dann erzeugst du ein sehr begrenztes Feld von Möglichkeiten.

„Wähle eine Arbeit, die du liebst, und du wirst keinen Tag deines Lebens mehr arbeiten müssen.“ – Konfuzius

Ja, Arbeit kann auch langatmig und ermüdend sein. Je eher du aufhörst, dagegen anzukämpfen, desto besser. Darüber hinaus kann Arbeit weit mehr sein. Es kann dein einzigartiges Geschenk für die Welt sein. Dein Vermächtnis, das du der Welt hinterlässt.

Ich fordere dich daher zu einem Umdenken auf:

  • Fange an, dich selbst besser zu verstehen!
  • Verrichte die Tätigkeit, die dir wichtig ist!
  • Verändere die Welt!

Welches Vermächtnis willst du mit deiner Arbeit hinterlassen? 

Ein Gastartikel von Sebastian Thalhammer

Sebastian Thalhammer

Sebastian Thalhammer

Sebastian Thalhammer hilft vielbegabten Menschen dabei, ihre Talente unternehmerisch zu nutzen. Er führt Experteninterviews und gibt praxiserprobte Anleitungen.

54 Comments on “Die Wahrheit über die 4-Stunden-Woche

Christine
24. Februar 2019 um 23:53

Lieber Sebastian,
In seinem Buch spricht Tim Ferris genau das Problem der Langeweile an und er hat dafür auch eine Lösung. Finde etwas, das dich erfüllt, finde deine Berufung. Doch wer im Hamsterrad steckt, ist dazu nicht in der Lage. Deswegen soll man sich daraus befreien und die Freiheit besitzen sich ganz bewusst auf die Suche nach seiner Berufung machen, indem man Vieles ausprobiert, bis man etwas findet, was man sein restliches Leben machen will. Und das hat vielleicht überhaupt nichts mit dem zu tun was man Jugendlicher studiert hat. Es geht in seinem Buch nicht darum Hedonist zu werden, sondern um Freihei.

Mit freundlichen Grüßen, Christine

Antworten
Lars
12. Juni 2017 um 21:10

Lieber Sebastian. In seinem Buch die 4 Stunden-Woche schildert Tim Ferris seine persönlich gemachten Erfahrungen. Er zeigt sehr eindrucksvoll eine Strategie auf um das Hamsterrad, in dem sehr viele stecken, zu verlassen. Seine Ratschläge haben mir persönlich geholfen ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die der Gesellschaft von einer bestimmten Eliten projizierten und somit auferlegten Paradigmen (Arbeit und Konsum ist wichtig) hinter mir zu lassen. Ich bin froh die Fesseln der modernen Versklavung abgestreift zu haben.

Heute arbeite ich persönlich nur noch 4 Stunden pro Monat. Der Verdienst? Deutlich höher als in einer höheren Führungsstufe in einem Grosskonzern, mit einer 80 Stundenwoche 🙂

Schon Rockefeller hat gesagt: „Wer den ganzen Tag arbeitet hat keine Zeit Geld zu verdienen!“

Die Millionäre in meinem Umfeld bestätige alle zusammen: Business machen alle nur um Einkommn zu erzielen. Von Leidenschaft und Berufung absolut keine Spur. Doch eines haben alle gemeinsam! Sie wenden alle das Pareto Prinzip an. Sie investiven 1% ihrer Zeit und holen 51% der Ertrags für sich heraus (lassen andere Menschen für sich arbeiten) und nutzen die Zeit, wie Tim Ferris in seinem Buch schön beschreibt, um die Projekte oder Dinge zu tun die ihnen wirklich wichtig sind. Business ist aber absolut zweitrangig.

Natürlich hast du mit deiner Aussage, die Strategie von Tim Ferris funktioniert absolut recht. Das ist dein persönlicher Glaubenssatz, der dir sagt: „das funktioniert nicht“, „das kann nicht funktionieren nktionieren, weil…“, usw.

Doch für andere, die einen anderen Mindset haben. Die sich mit der Frage auseinandergesetzt haben, wie den das Konzept umgesetzt in die Realät umgesetzt werden kann? Für die jenigen funktioniert das Konzept! Dazu gehören auch Kunden von mir!

Jeder bekommt das, nach dem er verlangt! „Toni Robbins“

Es würde mich freuen dir einen anderen Blickwinkel oder Betrachtungsweise des Buches aufgezeigt zu haben.

Grüsse
Lars

Antworten
Harald Meyer-Porzky
1. Mai 2017 um 15:32

Lieber Herr Thalhammer,
Danke! Ein Leben ohne Herausforderung und im Dauerurlaubsmodus wäre irgendwie langweilig. Ich bin 58 und kann/darf sagen, dass ich mit meiner Arbeit viel bewege. Als Vorgriff für all die, „ihre“ Arbeit finden, oder sich von einer Aufgabe finden lassen. Das ändert nichts daran, dass ich mit dem Alter schrittweise kraftloser werde. In dem Sinne, dass ich nicht mehr in der Freizeit nebenher noch Bäume ausreiße. (Was ich zB mit 35 -physisch, wirklich- noch getan habe) Und ich mache auch nicht mehr jeden Tag am Abend Musik. Und auch der Sport kommt zu kurz , weil die Trägheit siegt (Was unentschuldbar ist ) Doch ich genieße es dafür, neuerdings Opa unseres kleinen Enkels zu sein. Und es setzt ungeahnte Energien frei.

Unabhängig davon, ohne regelmäßiges Coaching hätte/wuerde ich meine Arbiet nicht durchgehalten haben/ durchhalten. Ohne permanentes an mir arbeiten auch nicht. Selbst wenn mir diese Aussage früher (als ich jung war und noch an Unsterblichkeit glaubt) nicht gefallen hätte: auch das Agieren in einer Arbeit die einem zutiefst gefällt, erfordert am Ende schlicht Disziplin. Und die Fähigkeit zu Demut. Mein Schlüssel ist es, mich so oft es geht an dem zu freuen was ist. In diesem Sinne, Danke für Ihren lebensnahe und kluge Sichtweise der Dinge. Hmp
Ps. Und noch die Erkenntnis, dass man den Weg jeden Tag neu bestimmen muss, wenn es nicht langweilig werden soll

Antworten
Konrad
1. Februar 2017 um 8:29

Hallo! Bin zum ersten Mal auf diesem Blog und fand den Artikel sehr interessant. Das Buch hatte ich schon vor ein paar Jahren gelesen und immer im Hinterkopf bei der Bewertung meines Arbeitslebens 😉
Was für mich im Artikel noch nicht ausreichend behandelt wird, ist erstens der gesellschaftliche Druck, der durch Leute „wie euch/uns“ aufgebaut wird: man muss plötzlich glücklich sein mit seiner Arbeit. Früher war Arbeit Arbeit und mit der bisschen Freizeit ist man dann in den Schrebergarten. Da hat man dann aber auch wirklich abgeschaltet und nicht noch an die Arbeit gedacht, weil man ja so inspiriert war von ihr. Heute wollen wir Erfüllung durch Arbeit.
Zweitens ist es je nach Talent ungleich schwerer dieses auch zu monetarisieren, besonders mit passivem Einkommen als Ziel.
Drittens: fragt man Sterbende, was sie bereuhen, nennen sie zu wenig Zeit mit der Familie oder zu viel Arbeit… Auch wenn diese erfüllend war. Ist pure Freizeit dann die Lösung? Ich denke nicht, aber etwas tun zu können, ohne Gewinnabsicht, weil man durch passives Einkommen schon versorgt ist, ist m.E. erstrebenswert. Allerdings, das wird hier ganz richtig gesagt, ist der Weg dorthin mitunter lang und beschwerlich. Wenn man dann eine Arbeit begonnen hat, nur weil man sich von ihr passives Einkommen verspricht, kann das eine ganz schön lange Zeit werden.
Viertens: die soziale Kritik bleibt leider unerwähnt. Wenn ich delegiere, dann immer an Leute, die pro Stunde weniger verdienen als ich, aber das gleiche leisten sollen… Ist schon ein bisschen ausbeuterisch oder?

Antworten
Der Profiteur
25. Januar 2017 um 19:18

Hallo Marcus,
Hallo Sebastian,

Eine wirklich sehr gelungene Rezension zu dem Buch die 4 Stunden Woche. Ich fand das Buch sehr inspirierend und auch irgendwie anregend an Herrausforderungen einmal anderes heran zu treten ( wie in diesem Fall die Art zu Arbeiten).

Antworten
Martin
2. November 2016 um 16:56

Lieber Sebastian,

erst einmal vielen Dank für deinen Artikel.
Ich habe die „4-Stunden-Woche“ selber gelesen und war von dem Ansatz absolut fasziniert. Ein Leben was aus Reisen und der Erfüllung der größten, persönlichen Wünsche besteht, hört sich erst einmal verlockend an. Und alle Tipps von Tim zu realisieren ist ein radikaler Schritt in ein völlig neues Leben. Trotzdem sollte man die nötige Distanz wahren und nicht alles für bare Münze nehmen. Bücher, wie die von Tim, sind extrem – aber genau so müssen sie doch auch sein, damit sie uns wachrütteln, Selbstreflexion provozieren und uns fragen, welche Ansprüche wir eigentlich an unser eigenes Leben haben und wer dieses bestimmen soll. Arbeit wird immer noch als selbstverständlich angesehen, obwohl wir gerade an der Schwelle eines riesigen Umbruchs stehen. Steigende Digitalisierung und Automatisierung reduziert die menschliche Arbeit immer weiter. Warum sollte Arbeit weiterhin als Lebensinhalt angesehen werden, anstatt als notwendiges Übel? Wir haben es einfach so gelernt, dass man arbeiten muss – es gibt sicherlich andere Wege.
Das Buch hat schon viel erreicht, wenn der Leser zumindest 10 % der Anregungen umsetzt. Ich bin gerade dabei mich vollständig vom Büro abzukapseln. Kein Pendeln mehr, keine Spritverschwendung, mehr Zeit zwischendurch, die Familie häufiger sehen, den Arbeitsplatz frei wählen und neue Orte sehen. Damit habe ich meine individuellen Ziele schon fast erreicht. Das ist das wahre Ziel des Buches – und nicht die Aufforderung Tim Ferriss‘ Leben zu imitieren.

Antworten
B. Prescher
8. Oktober 2016 um 6:29

Ich kann nur sagen, du hast dich mit dem Buch nur halbherzig auseinandergesetzt. Dort wird mehrfach beschrieben, es sei dazu gedacht Dinge zu automatisieren um mehr Zeit für Wichtiges zu haben – dass man Zeit mit seiner Partnerin ebenfalls eliminieren soll hat er nirgends erwähnt und wird so auch nicht dargestellt. Genauso wenig hat er sich negativ gegenüber Jobs geäußert – dieses Buch ist NUR, ich wiederhole NUR für Menschen gedacht die ihre jetzige Arbeit als „Problem“ sehen und ich kenne 2 Menschen die es auf Ferriss´ Weise geschafft haben, unabhängig zu leben. Sie arbeiten wieder mehr, das mag sein. Aber dafür nun in Jobs die sie sich selbst geschaffen haben.

Das soll kein Angriff sein; ich kann deinem Bericht nur entnehmen: Lass Tim Ferriss weg – kauf meine Produkte. Denn die „Wahrheit“ wie du es betitelt hast ist dieser Bericht sicher nicht. Eher ein magerer Versuch, Kunden zu bekommen.

Antworten
Iris Austere
15. August 2016 um 9:36

Oh, das hat mir genau aus der Seele gesprochen – ich fand es zwar interessant bis zu einem gewissen Grad, aber nach 3/4 des Buches hab ich es weggelegt (was äußerst selten vorkommt), weil es so wenig damit zu tun hatte, ein wirklich erfülltes Leben zu leben. Abgesehen davon, dass ich bereits mein Traumleben lebe, sind die Herausforderungen des Lebens doch das Salz in der Suppe. Und dazu gehört, dass mein Beruf mich erfüllt und ergänzt.
Ich glaube für Menschen, die gerade erst beginnen, sich mit der Idee vertraut zu machen, kann das Buch eine Art Aufwecker sein, dass es auch anders geht. Es wurde mir empfohlen von einem Super-Manager Typ, der nichts anderes kannte, als das Hamsterrad mit den Worten: „Das ist ja nichts Neues für Dich, aber mich hat es sehr angesprochen.“
Ich kenne das von meiner Arbeit und bin immer dankbar und freue mich, wenn meine Klienten bereits solche vorbereitenden Aha-Gedanken mitbringen.
Im Grunde ist es egal, wie man auf diesen Pfad gelangt, hauptsache man macht einen Schritt nach dem anderen in Richtung sinnvolles Leben.

Antworten
Sebastian
17. August 2016 um 11:07

Hey Iris!

Absolut richtig. Das ganze ist auch für mich ein Prozess. Jetzt wo ich den Artikel wieder lese erkenne ich selbst, wie viel seither passiert ist und was ich dazu gelernt habe.

Idealerweise kombiniert man das Beste aus allen Welten, holt sich Inspiration, findet seinen eigenen Style und … wiederholt diesen Prozess bis man den Löffel abgibt. Und hat Spaß dabei 😉

Antworten
Diogenes
17. Juni 2016 um 8:14

Mal ganz ehrlich… Jeder verkauft hier seinen Standpunkt als den Richtigen. Und es gibt fast genau so viele Standpunkte, wie es individuell richtige Entscheidungen gibt! Ich habe das Buch „Die 4-Stunden Woche“ und Andere gelesen und mir meinen individuellen Mix zusammen gestellt. 1 zu 1 übernehmen klappt in den wenigsten Fällen.
GRUß Diogenes

Antworten
Philipp
16. August 2015 um 18:15

Hallo Sebastian,

ja, gute Frage – wie halte ich die Balance?
Habe ich noch nie drüber nachgedacht.

Vermutlich trifft die Aussage von Steve Jobs am besten zu:
Stay hungry stay foolish.

Ich probiere gerne neue Sachen aus und erfreue mich an den überraschenden Ergebnissen – auch wenn es daneben geht 😉

Vor kurzem habe ich durch zwei Änderungen am Newsletter meine erbärmliche Klickrate von 3 – 4 Prozent auf 42 erhöhen können. Nicht, dass ich dadurch besonders verdient hätte, nein. Aber festzustellen, worauf Menschen reagieren und worauf nicht, ist einfach spannend..

Ansonsten:
Ich bin gerne auf Reisen, erfreue mich an gutem Essen und freundlichen Menschen. Bin also gerne in Italien 😉

Philipp

Antworten
Philipp
11. August 2015 um 12:05

Schöner Artikel – vielen Dank dafür.

Es ist immer wichtig seine Ziele zu hinterfragen und nur seinen Job loszuwerden ist bestimmt der falsche Ansatz.
Jedenfalls nicht dann, wenn keine Alternative vorhanden ist.
Die, die ihre Arbeit nicht als Arbeit verstehen, werden auch keine Angst davor haben bis zum Renteneintritt ihre Berufung weiter zu leben.
Doch Beruf und Berufung leben einfach zu wenige.

Mir hat Tim vor Augen geführt, dass ich meine Selbstständigkeit ein wenig automatisieren kann und von überall auf der Welt ausüben kann. Das war mir vorher nie richtig klar.

Delegieren, mehr Freizeit und Projekte ablehnen zu können, weil sie nicht ins Konzept passen. Das ist wahrer Luxus.

Nebenbei habe ich noch ein paar erfolgreiche Nischen-Seiten hochgezogen, die mir wirklich ein gutes Auskommen gewährleisten.

Das war für mich ein ganz wichtiger Punkt: Neben der Arbeit für Kunden auch an sich denken und eigene Projekte angehen. Für mich als Web-Entwickler lag es eigentlich auf der Hand – doch ich habe immer gedacht, nur für andere zu arbeiten ist die Aufgabe eines Selbstständigen.
Dass man mit Webseiten, eBooks usw. aber auf sich aufmerksam machen kann, damit Geld verdient und sogar Aufträge an Land ziehen kann – cool, das war mir nicht klar.

Just my 2 cents .. weiter so 😉

Antworten
Sebastian Thalhammer
16. August 2015 um 10:00

Hey Phillip!

Danke für deine 2 Cents 😉

Was soll ich sagen, ich kann dir einfach nur komplett zustimmen. Der Nachteil an der eigenen Berufung ist halt manchmal auch, dass man „nur“ noch das macht 😉

Wie holst du dir deine Balance bzw. wie läuft das für dich ab?

Ich zB verknüpfe einfach das angenehme mit dem nützlichen und bin auf reisen + bilde mich weiter für mich und mein Business.

Sebastian

Antworten
Sarah
29. Mai 2015 um 21:49

Hallo!
Ich habe das Buch gerade erst vor kurzem sehr aufmerksam gelesen und es hier vorliegen.
Es geht hauptsächlich darum, das was man wirklich tun will nicht bis zur Rente aufzuschieben, sondern sich bereits im Hier und Jetzt, wie Tim Ferriss es nennt, „Mini-Ruhestände“ zu gönnen. Das ist die Leitidee.

Dafür braucht man laut Ferriss zwei Dinge: 1. Zeit und 2. Geld.
Nummer 1: Zeit.
Ferriss stellt in seinem Buch verschiedene Methoden für Angestellte, aber auch für Selbstständige vor, mit deren Hilfe man sich Zeit freischaufelt und seine Arbeitsprozesse optimiert, zum Beispiel mit Outsourcing.
Nummer 2: Geld
Darüber hinaus stellt er Möglichkeiten vor, wie man online Geld verdienen kann, also ein passives Einkommen generiert um finanziell abgesichert zu sein. Hier betont Ferriss, dass es nicht zwangsläufig darum geht Millionen zu scheffeln, aber dass man trotzdem wie ein Millionär leben kann. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber Ferriss erklärt seine Aussage sofort: Man muss keine Millionen haben um glücklich zu sein. Man muss sich nicht zu Tode arbeiten um das Geld zu haben sich allen möglichen Schund zu kaufen nur um es zu haben und damit anzugeben.

Was die Sache mit dem „einfach aus der Dose angeht“: Sorry, aber das steht so auch nicht im Buch. Ferriss hat die Eigenschaft sich etwas… ich nenne es jetzt mal „eigenwillig“ auszudrücken, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Ferriss den Leser einfach nur motivieren will indem er Erfolgsgeschichten und seine Methoden vorstellt. Das hat nichts mit „einfach fertig aus der Dose“ zu tun, sondern einfach damit, dass man hier versucht den Leser an die Idee eines selbstständigen Online-Business heranzuführen ohne ihn sofort wieder abzuschrecken.

Die sogenannten „Mini-Ruhestände“ sind laut Tim Ferriss übrigens NICHT dazu da, dass man sich faul an den Strand legt und nichts tut. Tim Ferriss betont dies sogar extra. Es geht darum Zeit für Dinge zu haben, die man schon immer mal machen wollte, wie zum Beispiel drei Monate durch ein Land zu reisen, für einen Wettbewerb zu trainieren um diesen dann auch zu gewinnen oder oder oder…
… einfach Dinge, die eine Bedeutung für einen persönlich haben, die man sein Leben lang nicht vergisst, die man liebt und für die man brennt.

Es geht in dem Buch definitiv nicht darum, dass man sich generell alles vom Hals schafft und dass Arbeit generell lästig ist. Ganz im Gegenteil!
es geht darum mehr von dem zu tun was man liebt (auch Arbeit!) und weniger von dem zu tun was man ungern tut (zum Beispiel unnötige Meetings). Das hebt Ferriss mehrmals deutlich hervor.

Sorry, ich möchte dem Verfasser nichts persönlich, aber das hier ist der erste Artikel, den ich auf diesem Blog hier schlecht finde. Bitte nicht falsch verstehen. Er ist gut strukturiert und gut erklärt. Man versteht was Sie sagen wollen: Sie persönlich finden das Buch scheiße und wollen die Menschheit davor warnen. Kommt sofort beim Leser an. Eine eindeutige und passende Headline ist auch ausgewählt worden.
Aber hier wurde das beschriebene Buch eindeutig nicht aufmerksam gelesen. Und das merkt man. Das soll jetzt kein Vorwurf sein, aber es springt jedem ins Auge, der das Buch wirklich gelesen hat. Ich könnte zig Textstellen aus der 4 Stunden-Woche raussuchen die das was hier beschrieben wird widerlegt.
Aber das spare ich mir.

Trotz alledem den Lesern und dem Verfasser noch ein schönes Wochenende!

Antworten
Sebastian
2. Juni 2015 um 0:03

Hey Sarah!

Gleich vorweg: Ich nehms persönlich UND ich kann damit umgehen. 😉 Nein, ernsthaft. Kommentare mit konstruktiver Kritik wie deine sind sehr wertvoll für mich. Also danke an dieser Stelle. (und bitte DUZE mich) 😉

Von dem was du geschrieben hast, habe ich das Gefühl wir sprechen an ein paar Stellen aneinander vorbei.

Z. B.: Ich finde das Buch nicht scheiße und ich kenne es sehr gut, weil ich viele der Aspekte aus dem Buch bereits angewandt habe, wie du gleich am Anfang meines Artikels lesen kannst.

Die Reaktion die von dir kommt, kenne ich jedoch auch sehr gut. Das Konzept wird verteidigt. Um jeden Preis. Wenn du allerdings genau mitverfolgst, worauf ICH es eigentlich im Geschriebenen abgesehen habe, wird klar, dass ich nicht die Methodik verteufle, sondern den grundfalschen Ansatz von Menschen, Arbeit als etwas Leidvolles zu sehen und das loszuwerden. Tim Ferriss hat diesen Ansatz ÜBERHAUPT nicht und propagiert ihn auch nicht in irgendeiner Form. Viele Menschen jedoch, die das Buch lesen, GLAUBEN dass es genau darum geht.

Und jeder der auf Biegen und Brechen versucht, seine 4 Stunden Woche aufzubauen und sich von der lästigen Arbeit zu befreien, wird seine Überraschung erleben.

Meine Frage(n) an dich:

Wie siehst du Arbeit momentan für dich?
Wonach strebst du zurzeit?

Grüße
Sebastian

Antworten
Tobi
10. Mai 2015 um 11:05

Ich sehe die 4 Stunden-Woche als eine Art unerreichbares Ziel auf das ich hinarbeite. Ich versuche, die unliebsamen Arbeitsschritte möglichst zu minimieren, damit ich mich komplett auf die spaßigen und sinnvollen Teile der Arbeit konzentrieren kann. Ich handle da frei nach dem von dir eingefügten Zitat von Konfuzius.
Natürlich ist es auf Dauer schrecklich, nur noch „frei“ zu haben, dennoch kann es durchaus nützlich sein, so viel wie möglich zu eliminieren um die frei gewordene Zeit zum Beispiel für neue Projekte zu nutzen und letztlich viel mehr zu schaffen.

Antworten
Sebastian
1. Juni 2015 um 23:56

Hey Tobi!

Wenn du den Aspekt so verwendest, wie du es sagst, dann geht’s um etwas 😉

Das Buch wird ja hauptsächlich von vielen aufgefasst, dass „frei haben“ die Lösung ist.

Die große Frage, die dem ganzen übergeordnet steht ist: Wieso mache ich eigentlich was ich mache (und wieso sollte das irgendjemanden interessieren).

Grüße
Sebastian

Antworten
Dennis
7. Mai 2015 um 8:51

Hallo Leute!

Vorab erstmal ein fettes Lob an Markus für seine genialen Podcasts! Ich liebe die Dinger, weil Du die unfassbar cool machst und ich hören kann, dass Du für dass was Du tust Feuer und Flamme bist. Man hört das Leuten in deiner Stimme. Muchas gracias dafür.

So, jetzt zum Buch von Tim Ferris. Ich habe das Buch nicht gelesen!

Weil ich mehr der auditive Typ und zum lesen einfach zu faul bin, habe ich es mir als Hörbuch gekauft.

Ich denke, dass eine 4-Stunden-Woche an sich leider nicht machbar ist.

Tim hat es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so gemeint, wie es auf dem Buch-Cover steht.

Der Kerl ist vermutlich so vollbeschäftigt wie die Queen von England.

Überlegt mal allein, was der alles für „CONTENT“ produziert für seine Webseite. Er erstellt Podcasts wie die „Tim Ferris Show“schreibt Bücher, hat TV-Auftritte, Coacht Klienten etc.
Daher denke ich, dass Tim mehr als 80 Std. die Woche arbeitet. Vermutlich ist es aber nicht so shclimm für Ihn, weil er gerade gerne das tut was er tut.

Der Mega-Mentor vieler Menschen die aus dem Hamsterrrad ausbrechen wollen gibt gute Tipps um über die eigene Situation nachzudenken. Mehr aber nicht. Wenn man dann etwas leidentschaftlich tut ist doch die Stundenzahl die man dann mit den Dingen verbringt für die man brennt ist m.E. nach total egal, oder findet Ihr nicht? Das gilt übrigens auch für die Einstellung zur Arbeit generell.

Das Buch ist also kein Fluchtplan um aus dem persönlichem Gefängnis auszubrechen, sondern lediglich ein Wegweiser in die richtige Richtung.

Wie heißt es so schön:

„Den Weg kann ich Dir zeigen, aber gehen musst Du ihn schon selbst.“ 😉

Lustigerweise bin ich durch eine Kette von Büchern/Hörbüchern auf den Blog von Markus gestoßen. Genauso als ob, dass Schiksal mich dort hingeleitet hätte. 🙂

Die Bücherkette lautet:

Ich weiß was Du denkst – Thorsten Havener-
The Game- Neil Strauss –
Lob des Sexismus- Lodavico Satana-
Dale Carnegie- Wie man Freunde gewinnt-
Bodo Schäfer- Die Gesetze der Gewinner-
Tim Ferriss – Die-4-Stunden-Woche-
Markus Cerenak- Das Tao einer Lebensweise…

mal schauen was noch kommt, aber vielleicht hast Du einen guten Buchtipp für mich…gerne auf einen guten Hörbuchtipp.

Schöne Grüße,

Dennis

Antworten
Sebastian
1. Juni 2015 um 23:53

Hey Dennis!

Danke für deine Sicht der Dinge. Ich sehe, dass du gerade viel an Wissen reinziehst und das ist prinzipiell auch sehr gut so.

Mein Buchtipp für dich: Napoleon Hill – Denke nach und werde reich

Ganz egal, wie viel du jedoch liest und konsumierst wäre es auf jeden Fall eine Schande, dieses aufgebaute Knowhow unbenutzt „liegen zu lassen“.

Mein Zusatztipp für dich: Mach es einfach!

Du hast sicherlich eine Idee im Kopf, einen Traum, eine Vision, etc. Auch wenn du nicht einmal weißt, was wie und warum das Ganze: Herausfinden wirst du viel mehr im tun, als im konsumieren.

Grüße
Sebastian

Antworten
Melina
5. Mai 2015 um 22:56

Ich bin irritiert. Ich habe das Buch komplett anders aufgefasst.
Man muss sich definitiv von dem reisserischen Titel lösen.
Anders als der Titel vermuten lässt, geht es nicht unbedingt darum, 4 Stunden pro Woche zu arbeiten (es sei denn, das ist genau das, was man wirklich will!).
Es geht einzig und allein um das Mindset: Tim zwingt mich als Leser, herauszufinden, was man im Leben abseits einer tristen 40-Stunden-Woche wirklich erreichen will und es systematisch umzusetzen. Tim durchbricht sämtliche Normen, das ist es, was das Buch attraktiv macht und Tim gehört in jedem Fall zu den bedeutensten Influencern in meinem (Business-)Leben.

Antworten
Markus Cerenak
6. Mai 2015 um 8:57

jop melina, die 4-stunden woche ist eine metapher. danke für deine sichtweise
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Anja
5. Mai 2015 um 17:36

Hey Sebastian,
ich sehe auch keinen Sinn in dieser 4-Stunden-Woche. Dein Beispiel mit dem Traumpartner passt da wie Ar*** auf Eimer. Wozu sollte man etwas aufbauen, für das man keine echte Leidenschaft entwickelt? Und wie sollte man echte Leidenschaft entwickeln, wenn man alle Aufgaben wegdelegiert?
Macht für mich keinen Sinn.
LG!

Antworten
Sebastian
7. Mai 2015 um 8:23

Hey Anja!

Danke für deine Sichtweise. Das sind genau die Feinheiten, zwischen den Zeilen 😉

Grüße
Sebastian

Antworten
sigmundo
4. Mai 2015 um 9:36

danke, schöner input!
meine arbeit nenne ich jetzt wieder „faulancing“, mache nur noch, was mir wirklich freude bereitet und fahre super damit. 😉
schön finde ich auch das zitat von khalil gibran…
„Arbeit ist sichtbar gewordene Liebe.“
und das buch „work is not a job“, aus dem ich hier zitiere…
http://siegmargebele.com/workisnotajob-sondern-liebe/
lg°sig

Antworten
Sebastian
4. Mai 2015 um 16:09

Hey Sigmundo.

Dein Zitat ist großartig, kannte ich bis dato noch nicht.

Einen herrlichen Tag beim faulancen wünsche ich dir noch.

Sebastian

Antworten
zoltan
3. Mai 2015 um 22:56

Hallo Sebastian,

ein super Artikel, und auch mutig von Dir. Ich hatte schon fast den Eindruck dass man Tim Ferriss als „Legende“ fast nicht mehr öffentlich kritisieren darf, schließlich nennen ihn alle als die Inspirationsquelle schlechthin. Du hast es ein bißchen getan. Respekt! Die aufgeführten Punkte sehe ich ganz genau so wie Du.

Der Gedanke, nur am Strand zu liegen ist manchmal sehr verführerisch aber de facto viel zu wenig für ein erfülltes Menschenleben.

Schaffe ich es, meine Arbeit so zu sehen dass ich die Welt, und sei es nur durch mein Verhalten in der Arbeit, ein Stück besser mache, dann habe ich sehr viel erreicht.

Ich glaube, dass wir lernen müssen, manchmal eine etwas tiefere Sicht von „Bedeutung“ zu kriegen. Die berufliche Beschäftigung eine Ingenieurs der technische Produkte entwickelt ist vielleicht nicht unbedingt immer gleich weltverbessernd (wer braucht schon als Beispiel jedes Jahr Autos mir mehr PS) , aber wenn ich bewusst und fair mit meinen Kollegen umgehe dann kann meine Arbeit durchaus etwas „Bedeutungsvolles“ haben.

Deine Frage „welches Vermächtnis will ich hinterlassen“ist eine tolle und wichtige Frage die mir zum Teil durch meinen hohen Anspruch an mich manchmal etwas Angst macht.

Hier meine Antwort: Ich will die Welt ein Stückchen authentischer, ehrlicher und lockerer machen….die neuen Blogger leben das zum Teil, davon will ich mehr haben und auch ein Teil davon werden!

Danke für Deinen ehrlichen, schonungslosen und inspirierenden Artikel.

Liebe Grüße vom Ammersee, Zoltan

Antworten
Sebastian
4. Mai 2015 um 16:07

Hey Zoltan!

Danke für deinen Kommentar und das Lob.

„Die Welt gehört den Mutigen, oder denen, die naiv genug sind, keine Angst zu haben!“ 😉

Eine großartige Antwort von dir, was dein Vermächtnis sein soll. Auch wenn es Angst macht. Erfahrungsgemäß bist du dann auf einem sehr guten Weg.

Welche Bedeutung eine Tätigkeit für mich hat, kommt auch stark darauf an, welchem „Rahmen“ ich dem Ganzen gebe. Das soll nicht bedeuten, dass ich mir alles schönrede, aber hier als Beispiel:

Der Techniker, der neue Autos macht, kann seine Tätigkeit als „Ich bringe mehr PS ins Auto“ sehen

ODER

„Meine Leistungen und Errungenschaften führen dazu, dass ich eine Auswirkung auf die Art und Weise habe, wie Menschen tagtäglich von A nach B kommen, um XYZ zu machen!“

Gleiche Tätigkeit – andere Bedeutung – andere Einstellung

Wenn du, Zoltan, die Welt ein Stückchen authentischer, ehrlicher und lockerer machst, dann wird das zu positiven Auswirkungen führen und wer weiß was bewirken.

Und das ist ein großartiges, erstrebenswertes Vorhaben.

Grüße
Sebastian

Antworten
Sylvia Grotsch
3. Mai 2015 um 21:29

Danke, Sebastian, für diesen Artikel! Wer von der 4-Stunden-Woche träumt, ist in einer argen Klemme, nämlich der, in einem besch… Job festzuhängen.

Wer im Augenblick die dicke Kohle macht, sind die Leute, die anderen Leuten diese „Passives-Einkommen“-Programme verkaufen. Nur: Die, die sie kaufen, werden wahrscheinlich nicht den materiellen Erfolg haben, wie die Entwickler dieser Programme. Es gibt nun mal einen Haufen Menschen, die von „viel Freizeit, wenig arbeiten träumen“. Und die kaufen das. Dann müssen die aber eine Idee kreieren, die genauso gefragt ist – und dazu gehört eine ganze Menge Arbeit.

Ja, ich hab auch mal wo gelesen, dass Ferris selber 60 Stunden arbeitet und das ist für mich „normal“, wenn man etwas macht, was man liebt. Es ist jetzt Sonntagabend, 21:24 Uhr und ich hab grad den nächsten Blog-Artikel fertig.

Ich bin riesig dankbar, dass viel „Leiden“, aber auch viele gute Zufälle mich eines Tages auf den für mich richtigen Weg geführt haben. Fest steht: Ich arbeite heute wesentlich mehr, als früher in meinem „sicheren Job“ und das ist auch gut so.

Alles Gute!
Sylvia

Antworten
Sebastian
4. Mai 2015 um 16:02

Hey Sylvia!

Natürlich zieht der Titel die Menschen an, die ihre momentane Situation gerade anko**t. Weiß ich, weil mir es damals auch so ging.

Und es ist gut so, denn das Buch liefert einen Denkanstoß – keine ultimative Lösung für die Glückseligkeit 😉

Ich zeige dir lieber nicht meinen „Baukasten“ an Kursen, mit denen ich mir selbst zum passiven Einkommen verhelfen wollte 😉

Aber auch das ist für mich klar. Es ist ein Markt, mit dem Menschen Geld verdienen, weil andere es brauchen. Wie man das findet, liegt im Auge des Betrachters.

Zumindest werden sehr viele mögliche Wege offen und das alleine finde ich schon sehr begrüßenswert. Mag sein, dass der „1000 Euro im Monat ohne zu arbeiten“ Kurs nicht das Gelbe vom Ei ist, aber die Erfahrungen, die man für sich selbst daraus ziehen kann, sind es vermutlich dann doch wert, Geld dafür „aus dem Fenster“ geschmissen zu haben.

Tim Ferris arbeitet definitiv mehr als die 4 Stunden. Daraus macht er kein Geheimnis … Mit dem Titel des Buches wollte er einfach den Nerv treffen, der viele zunächst sehr schmerzt.

Ich freue mich für dich, dass du deinen Weg gehst und ihn mit Begeisterung ausübst.

Grüße
Sebastian

Antworten
Ralf Wenda
3. Mai 2015 um 16:17

Hallo Sebastian, hallo Markus, hallo an alle anderen 🙂

Das Herausarbeiten von eigenen subjektiven Erfahrungen mit den Inhalten von Büchern, wird bei jedem natürlich anders sein. Je nach aktueller Lebenslage und gemachten Erfahrungen in der Vergangenheit, finden Gedankenprozesse statt, deren Theorie jetzt aber zu weit in die psychologischen Ecken führen.

Ich will die Aspekte von Herrn Ferris mit Erkenntnissen von Prof. Faltin („Kopf schlägt Kapital“ und „Wir sind das Kapital“) kombinieren:
Es gibt Menschen, die den ganzen Tag im Kloster beten und sich um ihren kleinen Gemüsegarten kümmern. Diese Menschen KÖNNTEN zu tiefst zufrieden sein. Doch jetzt stellt euch mal einen arbeitswütigen Banker in dieser Situation vor 🙂 Dieser Mensch würde nach einem Tag dort durchdrehen, hehe.
Genauso gibt es Menschen, die arbeiten müssen, weil sie es wollen und genauso gibt es Menschen, die erkannt haben, dass der Sinn des Lebens das Leben selbst ist. Somit gibt es auch Menschen, die ihr ganzes Leben zufrieden wären am Strand rumzuliegen bis sie sterben. Hier von sich selbst auf andere zu schließen wäre schlichtweg falsch.

Um konkreter auf Faltins Gedanken zu kommen: Es gibt Menschen, die entwerfen Unternehmen, doch arbeiten dort nicht! Das Entwerfen ist also deren „Arbeit“. Doch kann es eine Welt ohne den „Arbeiter“ auch nicht geben. Na gut, es sei denn wir würden alles Robotern in der Zukunft überlassen 😉
Und somit funktionieren auch automatisierte Systeme ganz gut, sofern man dazu steht und Lust hat daran zu feilen, bis es einen ökologischen und ökonomischen Sinn macht.

Unsere heutigen Aufgaben liegen in der Kombination der Dinge. Wahre Innovation entsteht durch Rekombinieren, Mehrfachnutzen oder etwaigen Möglichkeiten Müll zu reduzieren etc.

Das konkrete Beispiel zum Schluss: Einer Dame ist aufgefallen, dass alte Menschen nicht mehr ihre Obstbäume ernten können. Andere Menschen in Hochhäusern würden mit ihren Kindern gerne mal Obstbäume ernten. Sie entwirft eine Austauschplattform für beide Seiten auf Provisionsbasis. Alles läuft automatisiert, es ist ökologisch und ökonomisch. Jetzt kann sich die Dame noch 4 Stunden die Woche um weitere solcher Innovationen bemühen.

LG
Ralf
http://erfolgswolf.de – für Menschen mit mehr Biz

Antworten
Sebastian
4. Mai 2015 um 15:57

Hey Ralf!

Jetzt wirds interessant 😉

So wie du ja schreibst, ist die Definition „Arbeit“ selbst einmal ein starker Dreh- und Angelpunkt. Das wichtigste aber letzten Endes, dass für den gesamten Kreislauf notwendig ist, stellt der eigentliche (Mehr)wert dar.

Aus der Antroposophie sagt man Wert = Arbeit + Geist

Eine weitere *Annahme* ist, dass alles auf der Welt bereits da ist, aber erst Wert bekommt, wenn wir ihm diesen beimessen.

Als Analogie:

Eisenerz in einem Berg ist zunächst einmal da. Hat aber für uns keinen Wert, weil wir nichts damit anfangen können. Erst wenn Bergbauarbeiter mit Werkzeug da reingehen und Erz fördern, können wir damit agieren.

In dieser Formel steht „Arbeit“ für zeitlich gemessene Arbeit. Wenn der Arbeiter 10 Stunden, anstatt von 8, Erz fördert, wird der Wert seiner Leistung größer (weil mehr Erz).

Natürlich kann er das nicht ewig machen.

Die 2te Komponente ist der Geist. Damit sind Fähigkeiten, Ideen, Überlegungen, etc. gemeint. Z. B. eine Maschine zur Erzförderung. Die auf einmal einen weit größeren geschafften Wert (=noch mehr Erz) ermöglicht.

Mit diesen 2 Komponenten kann jeder arbeiten, um den Wert zu steigern.

WIE das umgesetzt wird, beschreibt dein Beispiel ganz gut. Die Dame hat ihren Verstand eingesetzt und Mehrwert geschaffen, wo „vorher“ keiner war.

Grüße
Sebastian

Antworten
Rolf
3. Mai 2015 um 10:33

Die Wurzel aller Fragen führt mich immer wieder zur (Sehn)sucht.
Raum zu schaffen dafür, dass sich für die Suchenden die eigenen Antworten zeigen und wieder neue Fragen generieren ist für mich eine erstrebenswertes Ziel.
Rat(schläge) können ja auch nur Möglichkeiten sein und zu eigenen Antworten inspirieren.

Antworten
Sebastian
4. Mai 2015 um 15:51

Hey Rolf!

Frei nach dem Motto „Ratschläge sind auch nur Schläge“ war es mir wichtig, allen voran Inspiration zu liefern. Für die Umsetzung ist jeder selbst verantwortlich und es gibt einfach nicht DEN Weg, der für alles und jeden passt.

Wenn es eines gibt, dass ich mit Sicherheit sagen kann, dass funktioniert, dann ist es: MACH ES EINFACH!

Lieber irgendetwas tun, als ewig seine Ideen in der Schublade zu bunkern …

Daher ist die Sehnsucht ein guter Weg, sich in Bereiche des Lebens hinziehen zu lassen, die man ohne diesen Antrieb vielleicht nicht in Erwägung ziehen würde.

Sebastian

Antworten
Dominic Franck
2. Mai 2015 um 15:02

Ein schöner Artikel. Auch mich hat das Buch „die 4-Stunde-Woche“ inspiriert. Meine Einstellung zur Arbeit hat sich danach verändert: Ich möchte nicht bis 67. mich abrackern und dann die letzten Jahre auf den Tod warten. Lieber nehme ich die Mini-Retirements jetzt schon, wenn ich noch jung bin. Aber dazu müssen die Umstände geschaffen werden. Ich habe mir hier auch Gedanken darüber gemacht: http://www.gruenderbook.de/4-stunden-woche-und-die-tiefere-wahrheit/
Weiter so.
Beste Grüsse,
Dominic

Antworten
Sebastian
3. Mai 2015 um 10:09

Hey Dominic!

Danke für deinen Kommentar!

Das Brechen der alten Muster ist ein wesentlicher Part in dem ganzen. Und wenn dabei zunächst der vermeintliche Traum des „Nie wieder arbeiten“ als Motivation greift … naja, warum nicht.

Wenn man die Menschen fragt, wieso sie tun, was sie tun, dann kommen häufig ernüchternde Rückmeldungen wie „weil ich bis zur Pension arbeiten muss und dann erst tun kann was ich will“ , etc.

Das ist genau so wahr, wie jemand der sagt „Ich mach etwas Eigenes“.

„Ob du sagst du kannst, oder du kannst es nicht – Du wirst immer Recht behalten!“ – Henry Ford

Grüße
Sebastian

Antworten
Nils Terborg
1. Mai 2015 um 22:30

Schöner Artikel!

Die 4-Stunden-Woche war übrigens das Buch, das ganz alleine den Anstoß gegeben hat, mich selbstständig zu machen – wenige Wochen später habe ich 2 Unternehmen gegründet (die beide nicht mehr existieren). Auch wenn ich sicher mehr als 4 Stunden arbeite (dezent…), würde ich sagen, dass die 4-Stunden-Woche für mich Realität ist. Denn das ist ungefähr die Zeit pro Woche, die sich wirklich nach Arbeit anfühlt. Der Rest ist Leidenschaft 🙂

LG, Nils

Antworten
Sebastian
3. Mai 2015 um 10:07

Hey Nils!

Ja, die 4 Stunden Marke wird leicht überschritten. Auch bei mir 😉

Doch wenn das Buch es geschafft hat, dich in die „Puschen“ zu bringen, was es bei vielen anderen auch getan hat, dann ist das Ziel erreicht.

Lediglich die weitere Umsetzung ist dann eine sehr individuelle Frage, nicht wahr? 😉

Sebastian

Antworten
Sylvia Grotsch
3. Mai 2015 um 21:19

Ha, ha, Nils, das ist echt cool! Eine geniale Umdefinition der 4-Stunden-Woche :-). So genau siehts bei mir nämlich aus, und ich kam nie auf die Idee, den Rest abzuschaffen. Denn „ich arbeite“ (mit Begeisterung) seit dreißig Jahren in meinem selbstständigen Business – „also bin ich“ :-). Wie viele Stunden? Keine Ahnung, weil ich und meine Arbeit sind eins. Freizeit nehme ich mir da, wo ich sie brauche.

LG, Sylvia

Antworten
Sebastian
4. Mai 2015 um 15:48

Hey Sylvia!

Genau da kann/soll die Reise hingehen und das ist doch klasse, nicht wahr?

Arbeit nicht mehr als notwendiges Übel, sondern als fixer, schöner Bestandteil zu sehen, der einen nicht nur persönlich weiterbringt, sondern auch in vielen anderen Bereichen Mehrwert schafft.

Ich kann auch nicht sagen, wie viel ich arbeite, denn das würde vermutlich den „Kollektivvertrag“ sprengen, haha …

Das nicht immer die ganze Zeit alles rosig und schön ist, wissen wir natürlich beide 😉

Sebastian

Antworten
Sascha Hahn
1. Mai 2015 um 21:21

Endlich mal eine kritische Auseinandersetzung mit der 4 Stunden Woche. Auch wenn ich einige Ansätze durchaus interessant finde (z.B. DEAL um Freiräume für Neues zu bekommen) kann ich mir eine Woche mit nur 4 Stunden Arbeit nur schwer vorstellen.
Und im Grunde wiederspricht die 4 Stunden abwiche ja auch deiner Idee, denn, wenn mir mein Business Spaß macht, möchte ich auch mehr als nur vier Stunden „arbeiten“

Antworten
Sebastian
3. Mai 2015 um 10:05

Hey Sascha!

Danke für deinen Kommentar.

Absolute Zustimmung, von dem was du schreibst. Ich selbst war wie verrückt nach den Ideen und Ansätzen aus dem Buch, damals als ich es zum ersten Mal gelesen habe.

Doch auch wie du sagst:

Arbeit kann wie eine wunderschöne Frau und Geliebte sein. Warum um alles in der Welt solltest du alles daran setzen, nur noch 4 Stunden in der Woche mit ihr zu verbringen, sobald du sie gefunden hast?

Grüße
Sebastian

Antworten
Chris
1. Mai 2015 um 16:12

Hallo Markus,
gesegnet sind die Leute, die eine Nische finden um dann die Welt zu verändern zu dürfen.
Yeah, ich habe Eine – Sie ist mir wichtig und ich lege los!

Aber es gibt auch viele Nischen, die in die Sackgasse führen.
Und wenn du dich in der neuen Blog-Welt mal so umsiehst….
Nicht wirklich jeder ist ein Allroundtalent.
Bei dem einen hakt es an den Ideen, beim Anderen am Schreibstil, wirkt nicht authentisch, die Grafik ist Murks, – oder alles zusammen.
Auch Leute die viel Geld für die Kurse hinlegen.
Ich denke, man benötigt eine große Portion Emotionen, Schreibtalent, Persönlichkeit, ein Auge für das Grafische, viel Gefühl für die Mitmenschen und sehr viel Disziplin.
Wenn du dann noch eine Lücke hast – dann passt es erst.
Das ist den Wenigsten vergönnt die Welt zu verbessern mit Dingen, die sie lieben.
Ich hoffe ich habe genug Talent – bin aber optimistisch.

Antworten
Sebastian
3. Mai 2015 um 10:03

Hey Chris!

Ich hake hier gleich ein, weil ich das nicht so sehe und möchte dir gerne Inspiration geben, auch deine Art zu denken verändern.

Du schreibst zuerst, dass man gesegnet sein muss, eine Nische zu finden, um etwas zu verändern. Etwas später schreibst du, dass du hoffst, einer davon zu sein.

Ich sag dir etwas, dass ich einfach weiß. Nicht weil ich dich kenne, sondern weil es meine tiefe Überzeugung ist.

Jeder Mensch hat in sich die Potentiale und Power etwas zu bewirken.

Der Weg wird nur anders aussehen. Nische finden notwendig? Kommt drauf an. Mich selbst hat das leidige „Such dir eine Nische Thema“ jahrelang umsonst aufgehalten. Ich bin jetzt komplett anders aufgestellt, hab 1000 Betätigungsfelder und widerlege somit die „Nischentheorie“.

Ist mein Weg besser? Nein! Er passt einfach für mich.

Und so wird es einen Weg geben, der für dich passt. Die Talente des Schreibens, Designs, etc. entwickeln sich mit der Zeit ohnehin.

Lenk deinen Fokus also nicht darauf, was du nicht kannst oder was nicht funktioniert, sondern frag dich, wie du das, was du jetzt hast, einsetzen kannst.

Grüße
Sebastian

Antworten
Arthur
1. Mai 2015 um 15:18

Hallo Sebastian,

Es stimmt und das habe ich jetzt endlich auch begriffen.

Auf Unternehmer kommen immer unangenehme Aufgaben zu. Selbst wenn alle unangenehme Aufgaben komplett (so könnte man meinen) outgesourct sind.

Unternehmertum ist eben nicht perfekt, nur BESSER! 🙂

Liebste Grüße
Dein “ VertriebsJunkie! „

Antworten
Sebastian
3. Mai 2015 um 9:58

Hey Arthur aka VertriebsJunkie ;-)!

Als Unternehmer verschwinden die Probleme nicht irgendwann, sie verändern sich nur. WIR verändern uns und unsere Fähigkeit mit diesen Problemen umzugehen.

Jeder, der ein Team hat(te) weiß, dass die Komponente Mensch ein komplett neues Betätigungsfeld aufmacht, als wenn es nur einen selbst gibt.

Und ich bin froh drum. Weil ich die Herausforderung brauche und will. Auch wenn es nicht immer „rosig“ ist.

Sebastian

Antworten
Jens
1. Mai 2015 um 13:53

Danke. Ein längst überfälliger Beitrag zu dieser Sichtweise. Aber was macht so ein Artikel auf markuscerenak.com? 😉

Antworten
Markus Cerenak
1. Mai 2015 um 15:29

hi jens
warum?
hab ich auf meinem blog jemals von wenig/nichts arbeiten geschrieben? widerspricht sebastians artikel in irgendeiner form dem, worüber ich hier schreiben? die 4 stunden woche ist für mich vergleichbar mit der bibel. viele spannende geschichten darin, die inspirieren und die man nicht zu 100% als wahrheit nehmen soll/darf/kann/muss.
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Jens
1. Mai 2015 um 22:38

Hallo Markus,

das war nicht „abwertend“ oder kritisch gemeint. Ich hab so einen Artikel einfach hier nicht erwartet. Dein Thema – soweit ich es für mich aus Deinen Beiträgen rausgelesen habe (bin übrigens Stammleser) – ist das Verlassen des Hamsterrads. In diesem Artikel geht es aber darum, dass selbst das u. U. zu einem neuen Hamsterrad führen kann (oder noch zu etwas Schlimmerem). Das „Lifestyle-Business“ wird mal in die Mangel genommen. Das war einfach unerwartet. 🙂

Grüße,
Jens

Antworten
Markus Cerenak
2. Mai 2015 um 8:02

zum thema „neues hamsterrab bauen“ kommt noch was in zukunft. ist natürlich ein thema 😉
lg m

Antworten
Sebastian
2. Mai 2015 um 1:09

Hey Jens!

Danke für dein Feedback.

Wie es Markus treffend vor mir geschrieben hat: Genau diese Elemente beschreibe ich und finde ich eben auch immer wieder hier auf MarkusCerenak.com. Ich sehe diesen Artikel, diese Interpretation als komplementäre Information zu dem, wozu Markus die LeserInnen inspiriert und ermutigt.

Das Bewusstwerden darum, dass die eigene Tätigkeit etwas Bedeutungsvolles ist und man nicht „nur“ den 0815 Weg / Hamsterradkampf betreiben muss, sondern seine Talente / Ressourcen für etwas einsetzt, dass einen Mehrwert für sich und andere schafft.

Das Ziel ist nicht unendliche Freizeit (die häufig mehr Monotonie mit sich bringt, als man glaubt), sondern der bewusste Einsatz und Fokus auf die eigenen, essentiellen Fähigkeiten.

Wie im Artikel bereits geschrieben: Wenn ich etwas mache, dass mich begeistert und dass mir und anderen Menschen etwas bringt, weshalb sollte ich mich dann darin mit 4 Stunden pro Woche begrenzen?

Grüße
Sebastian

Antworten
Lea Skywalker
3. Mai 2015 um 15:21

Ihr Zwei, zuerst dachte ich *Wow*, was hat Markus da für einen genialen Artikel geschrieben. Also ich hätte diesen Artikel durchaus hier erwartet, allerdings ist Markus` Schreibstil eher etwas `verzeihender`, nicht so ganz exakt mitten auf die 12. Erst als ich zu Ende gelesen hatte, habe ich Sebastian registriert. Das kommt davon, wenn Aliens zu schnell den Inhalt scannen 😉 Sebastian, ich finde Deinen Artikel sensationell und ich danke Markus, dass er Dich hier hat schreiben lassen. Euch beiden also ein großes Dankeschön! Alles Liebe. Lea

Antworten
Claudius
1. Mai 2015 um 10:04

Ich glaube Ich habe Tim Verriss etwas anders verstanden, denn Ich bin auch der Meinung, dass man wenig arbeiten kann und gleichzeitig erfolgreich ist.

Es kommt dabei ganz auf die Definition der Arbeit. Wenn mir eine „Arbeit“ Spaß macht und Ich sie freiwillig und gerne mache (was ja auch irgendwie eine Voraussetzung für die Tätigkeit eines Selbstständigen ist, da niemand sich mit etwas selbstständig macht, was er nicht leiden kann), dann ist es für mich keine Arbeitszeit – sondern Freizeit. Wenn Ich schreibe, geschäftliche Kontakte knüpfe oder mir neue Grafiken für Blogbeiträge ausdenke, dann ist das alles keine Arbeit – das wird vielleicht jemand so sehen, dem das Ganze keine Freude bereitet aber Ich nicht!
Wenn Ich eine Steuererklärung machen muss oder eine Website programmieren soll, dann ist das für mich Arbeit. Es interessiert mich nicht und macht mir deshalb auch keinen Spaß. Diese Arbeit ist es meiner Meinung nach, die Tim meint und die kann man reduzieren. Darum geht es meiner Auffassung nach in dem Buch.
Grüße,

Claudius

Antworten
Sebastian
2. Mai 2015 um 1:03

Hey Claudius!

Danke für deine Einschätzung zum Buch / Artikel. Du schreibst es ja selbst in deinen ersten Zeilen … „Die Definition der Arbeit“ und da bin ich genau bei dir.

Arbeit muss nicht etwas sein, dass ich „wegrationalisieren muss“, um endlich frei zu sein. Wenn ich mit meiner Arbeit etwas bewirke, dass mir wichtig ist und dass Mehrwert erzeugt, für den ich eintreten will, dann ist es absolut kontraproduktiv das zu kürzen.

Vielfach wird eben die „Arbeit selbst“ lediglich als notwendiges Übel bezeichnet und da setzt man meiner Ansicht nach, am falschen Hebel an.

Ich selbst bin früher viel zu lange dem vermeintlichen Ziel nachgejagt, dass ich das „Beachleben“ habe und mich nicht mehr um das lästige Übel Arbeit kümmern muss.

Als ich diesen Punkt tatsächlich erreicht hatte, das war 2013, da merkte ich, zu meiner eigenen Überraschung, sehr schnell, wie leer und monoton dieser Lebensstil für mich war.

Plötzlich sah ich die Dinge sehr anders und habe gemerkt, dass ein Streben nach der „4 Stunden Woche“ absolut nicht die Lösung ist, die es mir vorher erschien.

Glücklicherweise habe ich das schnell gemerkt und konnte durch diese Erfahrung meinen Fokus auf die essentiellen Dinge richten. Doch leider sehe ich auch viele Menschen, die diesen Ansatz aus dem Buch misinterpretieren und dem vermeintlichen „heiligen Grahl“ unnötig hinterhereifern.

Mach die Dinge, die du machen „musst“, weil du der Richtige dafür bist, weil du damit einen unfassbaren Mehrwert schaffst und entledige dich der Dinge, die dich unnötig davon abhalten. Doch diese Arbeit ist dann für mich dann Selbstbestimmung und keine „Bürde“ mehr.

Grüße
Sebastian

Antworten
Anna von Fit-Mama.de
12. Februar 2017 um 10:28

ch hatte ein ganz ähnliches Fazit. Gut sich damit mal zu beschäftigen, und auch gut mal zu überlegen was man wirklich braucht im Leben…. Da ich das Buch aber für eine Community von Mamas rezensiert habe, ging es natürlich in eine etwas andere Richtung 😀 Schon bei der Putzfrau kann man outsourcen um mehr Zeit mit den Kids zu haben – denn wer mag schon putzen? Und auch wenn es nur der Haushalt ist, es ist Arbeit… aber auf Thailändischen Inseln sitzend verkauft man mit schulpflichtigen Kindern und arbeitendem Ehemann wahrscheinlich eher keine ebooks – was ja auch nicht unbedingt schlimm ist wenn man seinen „normalen“ Job gern macht 😀

Unsere Rezension für Mamas findet ihr übrigens als Scribble Video hier:
https://youtu.be/nTmPZWsLcxs

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