Warum deine Einnahmen mit einem Thermostat verbunden sind (und was deine finanzielle Freiheit damit zu tun hat)

Finanzielle Freiheit

Weshalb es Frauen manchmal schwer fällt, die richtigen Preise zu nehmen und was das für große negative Auswirkungen auf deine finanzielle Freiheit hat.

Du erfährst, mit welchen konkreten Schritten es dir gelingt, diese Hürde leicht zu überwinden.

Würdest du gerne deine Preise als Selbständige*r erhöhen und traust es dir einfach nicht?

Schaust du ab & zu auf andere und spürst du manchmal ein Picksen im Bauch, weil du das auch gerne verdienen möchtest?

Fragst du dich, ob die Preise, die du nimmst, auch wirklich die richtige Höhe haben?

Dein Thermostat von oben und unten

Als Selbständige*r stehst du vor der schönen Herausforderung, dass du deine Preise selbst festlegen darfst. Das bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für dich. Eigentlich…

Wenn da nicht deine innere Stimme wäre, die dir immer wieder zuflüstert:

  • Das kannst du nicht machen.
  • Das zahlen meine Kunden nie im Leben.
  • Wie erkläre ich den hohen Preis?
  • Andere nehmen viel weniger.

Du fühlst dich unwohl bei dem Gedanken, dass du einen höheren Preis für deine großartige Arbeit nehmen darfst.

Frauen neigen häufig dazu, viel zu wenig für ihre wertvolle Arbeit zu verlangen. Das zeigt sich in unterschiedlichen Facetten. Zum einen wird ein Preis aufgerufen, der einfach viel zu gering ist, für den Mehrwert, den du für deine Kunden lieferst. Zum anderen lieferst du für deinen Kunden sehr viel mehr, als er bezahlt hat.

Dafür gibt es drei verschiedene Ursachen, die sich in deinen Preisen zeigen.

  1. Dein Selbstwert ist gering. Das ist der Wert, den du dir selbst gibst und den du ganz genau fühlen kannst. Das nimmst du oft sehr genau wahr, weil er sich in Form eines unguten Gefühls im Körper zeigt.
  2. Du hast keine Idee, wie du deine Preise richtig kalkuliert und du hast sie „ungefähr“ festgelegt.
  3. Du hast dein innerliches Geld Thermostat begrenzt.

Ein geringer Selbstwert in Verbindung mit deinen negativen Gedanken über dich, sind eine große Ursache, die dazu führen, dass du dich nicht traust, die richtigen Preise zu nehmen.

Die richtige Kalkulation der Preise ist der Dreh- und Angelpunkt in deiner Selbständigkeit.

Willst du herausfinden, ob dein aktuelles Preisniveau zu gering ist?

Dann nutze die 3 einfache Schritte dazu, um deinen aktuellen Preis-Status-quo auszurechnen:

  1. Schau dir deinen aktuellen Nettopreis an und überlege, wieviel tatsächlicher Aufwand dahintersteckt. Dazu gehören auch Vorbereitungs-/Nachbereitungszeit und die Umrechnung der Ausgaben, die du getätigt hast, um deine Leistungen zu liefern.
  2. Rechne deinen Netto Preis in eine monatliche Stunde um und multipliziere die Stunden pro Woche, die du arbeitest. Nun nimmst du den Betrag mal vier, um herauszufinden, was du monatlich vor Steuern verdienst.
  3. Schau dir an, wie zufrieden du mit deinem Monatseinkommen bist und überlege dir, was du tun kannst, um Veränderungen vorzunehmen.

Beim Preis kannst du mehrere Hebel nutzen. Du kannst den Arbeitsfluss verändern, indem du Prozesse schlanker und effizienter gestaltest und den Aufwand reduzierst. Du kannst den Preis für deine Arbeit auf das anheben, was deiner tatsächlichen Arbeit entspricht.

Wenn du deine aktuellen Preise berechnet hast, dann ist es wichtig, dich jetzt um dein persönliches Thermostat zu kümmern.

Das Thermostat ist dein innerliches Gefühl, das du ganz unbewusst irgendwann mal definiert hast. Jeder hat eine Untergrenze und eine Obergrenze festgelegt, mit der er sich wohl fühlt und innerhalb dessen sich alles abspielt.

So findest du heraus, wie dein Thermostat eingestellt ist:

  1. Frage 1: Wieviel Geld muss mindestens auf deinem Konto liegen, damit du nicht panisch wirst? Notiere dir die Antwort.
  2. Frage 2: Was ist der höchste Betrag, den du für deine Einnahmen für möglich hältst? Sei bei dieser Frage ehrlich zu dir und achte bewusst auf deinen Körper. Es kann sein, dass du ein Gefühl in deinen Hals wahrnimmst oder eine Bewegung in deinem Bauch. Dein Körper zeigt dir an, wie wohl du dich wirklich bei deiner persönlichen Obergrenze fühlst. Notiere dir auch hier deine Zahl.

3 große negative Folgen, die sich aus deinen geringen Preisen ergeben

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itkannan4u / Pixabay

Wenn du dauerhaft mit zu geringen Preisen arbeitest, dann hat das als 1. sehr große Auswirkungen auf deine Zufriedenheit.

Du hast das Gefühl, dass du schneller rennst und doch nicht ankommst. Auch wenn du immer schneller wirst, verkürzt sich deine Entfernung zum Ziel nicht.

Du bist vom vielen Rennen erschöpft. Deine Motivation wird zunehmend geringer und du stellst dir die Frage, ob das Ganze überhaupt noch sinnvoll ist. Ein Gefühl von Unausgefülltheit stellt sich ein.

Das führt dazu, dass du im Mangel lebst, mit dem du dich nicht wohl fühlst. Nach dem Gesetz der Anziehung zieht Mangel widerrum auch Mangel an.

Das bedeutet praktisch, dass du Kunden anziehen wirst, die nicht bereit sind, deine Preise zu zahlen, was dich darin bestärkt „Das habe ich doch gleich gewusst.“ Ein Kreislauf setzt sich in Gang, den nur du unterbrechen kannst.

Die 2. negative Folge ist dein persönliches und unternehmerisches Wachstum. Du kannst nicht wachsen und in dich investieren, weil du keine finanziellen Möglichkeiten dazu hast.

Du bleibst auf deinem aktuellem Wissenstand und du kannst nicht deinen Expertenstatus verfeinern. Das führt dazu, dass du weniger Wert liefern kannst und andere Menschen, die ein ähnliches Angebot haben, an dir vorbeiziehen.

Passender Artikel:  Finanziell unzufrieden? Dann stelle die richtigen Fragen!

Dein Unternehmen kann nicht wachsen, weil du aufgrund deiner geringen Preise nicht investieren kannst. Das heißt, du kannst deine Vision nicht so leben, wie du es gerne leben möchtest.

Als 3. haben Deine Kunden negative Folgen, wenn du zu geringe Preise nimmst. Ab einem bestimmten Preis steigt die Verbindlichkeit der Kunden, die Leistung von dir auch wirklich ernst zu nehmen, denn sie haben schließlich eine Investition getätigt. Und um diese möchten sie sich auch kümmern.

Kleine Zwischenfrage: Was glaubst du, wie Frauen mit einer Handtasche umgehen, die 50,- EUR gekostet hat und einer, die 1.000,- EUR gekostet hat?

Wenn dein Preis zu gering ist, dann schadet es deinen Kunden, weil sie Dinge unter den Tisch fallen lassen. Es tut nicht „weh“, wenn sie bestimmte Schritte nicht erledigen, weil der finanzielle Verlust überschaubar ist.

Das kann dazu führen, dass sie ihre Ergebnisse nicht erreichen, weil ihre Motivation  deutlich geringer ist mitzumachen.

Welche konkreten Schritte dich in deine finanzielle Freiheit führen

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Alexas_Fotos / Pixabay
  1. Kalkuliere deine Preise so, dass sie für deine Kunden und dich vernünftig sind. Schau dir dafür an, was du pro Monat verdienen möchtest und wie hoch deine montlichen Kosten in deiner Selbständigkeit sind.
  • Mache eine Rückwärtsrechnung von deinem Wunschverdienst, dass du jeden Monat haben möchtest.
  • Rechne dazu die Kosten, die dir monatlich in deiner Selbständigkeit entstehen. Berücksichtige dabei auch unbedingt 30 % als Rücklage für deine Einkommensteuer.
  • Die Zahl, die du jetzt herausbekommst ist dein Umsatz, den du erwirtschaften darfst.
  • Je nachdem, was du machst, rechnest du diese Zahl auf deine durchschnittliche Kundenleistung um.
  • Überlege dir deine konkreten Schritte, die du gehen möchtest, um deinen Umsatz zu erreichen.
  1. Baue dir dein finanzielles Backup in deiner Selbständigkeit auf. Das heißt, wenn Rechnungen hereinkommen, dann mache eine ordentliche Buchführung und teile die Eingänge auf entsprechende Konten auf:
  • Auf das 1. Konto gehen 19 % Umsatzsteuer vom Bruttobetrag.
  • Auf das 2. Konto gehen 30 % vom Nettorechnungsbetrag als Rücklage für deine Einkommensteuer.
  • Auf das 3. Konto überweist du ca. 30 % als Rücklage für größere Anschaffungen (z.B. Technik) oder Investitionen für deine Webseite, Fotograf, Social Media, Weiterbildung … .
  • Auf dem 4. Konto verbleiben 40% vom Nettorechnungsbetrag von den du dir dein Gehalt monatlich auf dein privates Konto auszahlst.

Für deinen finanziellen Erfolg ist es von enormer Bedeutung, dass du von Beginn an strategische Entscheidungen triffst. Das heißt, dass du dein Gehalt (aus deiner Selbständigen- oder Angestelltentätigkeit) auf verschiedene Konten aufteilst.

Verschaffe dir im 1. Schritt einen Überblick über deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben.

Im nächsten Schritt kannst du ein Kontenmodell mit 6 Einzelkonten nutzen.

Dafür kannst du ein Kontenmodell mit 6 Einzelkonten nutzen. Dein Einkommen wird in verschiedenen Prozenten auf 6 Konten verteilt. Eine Aufteilung kann so aussehen:

  • Konto: 50% vom Gehalt für laufende Ausgaben und Lebenserhaltungskosten.
  • Konto: 10 % Never-Touch Konto (auf gar keinen Fall, unter keinen Umständen, NIEMALS).
  • Konto: 10 % für Rücklagen, 3-6 Monatsausgaben, damit du immer flüssig bist. Und auch für größere Spontanausgaben, wie Autoreperatur und kaputte Waschmaschine Geld zurücklegen.
  • Konto: 10 % für Spaß, Freude, Urlaub, Herzensinvestitionen.
  • Konto: 10 % für deine persönliche Weiterbildung. Dazu gehören Bücher, Seminare und Coachings.
  • Konto: 10 % für Spenden. Teile deinen Erfolg mit Menschen oder Projekten, denen durch deine Spende, ihre Arbeit ermöglicht wird.

Die prozentuale Aufteilung dieht zur Orientierung. Du kannst sie auf deine individuellen Bedürfnisse anpassen. PS: Spende auch, wenn du das Gefühl hast, das du es dir nicht leisten kannst. Auch 10,- EUR sind ein wertvoller Beitrag an Projekte und du signalisierst dem Universum, dass du in Fülle lebst.

Es ergeben sich weitreichende positive Konsequenzen für dein Leben.

Diese konkreten Schritte führen dazu, dass du ein viel besseres Gefühl hast, weil du jederzeit deinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kannst. Du bist entspannt, wenn die Post vom Finanzamt kommt, weil du immer genug Rücklagen hast, um die Umsatz- und Einkommensteuer zu zahlen.

Du kannst deinen laufenden Ausgaben mit Leichtigkeit nachkommen und gewinnst dadurch mehr Sicherheit.

Deine Freude wird immer größer, weil du siehst, wie die Guthaben auf deinen unterschiedlichen Konten wachsen und du deine Träume und Wünsche umsetzen kannst.

Deine Lebensqualität erhöht sich, weil du aus dem Herzen heraus in Fülle leben kannst.

Für deine erfolgreiche Umsetzung

Fang an und beschäftige dich mit deinen Preisen. Stelle deinen aktuellen Status-quo fest und arbeite an einer Veränderung.

Passe dafür deine Preise nach oben an oder reduziere deinen Aufwand, um einen höheren Preis zu erzielen.

Kalkuliere deine Preise so, dass du ein attraktives Gehalt für dich entnehmen kannst und berücksichtige alle Kosten in deiner Selbständigkeit inklusive der Rücklage für deine Einkommensteuer.

Arbeite aktiv an deiner sauberen Buchführung und arbeite mit verschiedenen Konten sowohl in deinem geschäftlichen als auch in deinem privaten Bereich.

Teile deine geschäftlichen Rechnungen auf 4 Konten für deinen laufenden Geschäfte, deine Umsatzsteuer, deine Einkommensteuer und deine Rücklagen auf.

Für deine privaten Konten nutze das 6 Konten Modell, mit dem du aktiv an deiner finanziellen Freiheit arbeitest.

Leichtigkeit, Freude und finanzielle Fülle werden ab jetzt deine Wegbeleiter sein.

Artikel von

Babett Mahnert

Babett Mahnert

Babett Mahnert hat 17 Jahre in 4 Banken über 10.000 Kunden beraten. Ihre Vision ist es, soviele Menschen wie möglich, mit finanziellem Bewusstein zu erreichen und in ein Leben voller finanzieller Freiheit zu begleiten. „Let´s talk about Money, Honey.” Webseite: https://goldfrau.de https://goldfrau.de

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Ja, das passt natürlich ;-)

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Babett Mahnert

Babett Mahnert

Babett Mahnert hat 17 Jahre in 4 Banken über 10.000 Kunden beraten. Ihre Vision ist es, soviele Menschen wie möglich, mit finanziellem Bewusstein zu erreichen und in ein Leben voller finanzieller Freiheit zu begleiten. „Let´s talk about Money, Honey.” Webseite: https://goldfrau.de https://goldfrau.de

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