Die Kunst des klaren Denken – in 13 Schritten Klarheit finden

klares Denken

Wir denken unglaublich viel. Unsere innere Stimme rattert pausenlos. Du kennst das sicher. Besonders dann, wenn Ruhe herrscht (z.B. beim Einschlafen geht es in deiner Birne voll ab). Man nennt es „Hirnwichsen“ oder „geistiges Onanieren“ oder auch weniger flapsig „innerer Dialog“. Klares denken ist in der heutigen Zeit jedoch nicht mehr so einfach.

Und du und ich wissen es. Dieser innere Dialog bringt uns nur in den seltensten Fällen weiter. Besonders gut ist dieser innere Dialog darin, Angst zu schüren, Zweifel aufkommen zu lassen, Bedenken und Gegenargumente zu finden sowie Schreckensszenarien zu bauen, wenn es darum geht, deinen Wunsch nach einem erfolgreichen Lifestyle Business in die Realität umzusetzen.

In meiner aktuellen Leserbefragung ist Angst ein führendes Argument, warum viele meiner Leser – vielleicht auch du – noch immer im Hamsterrad sitzen. Weil sie sich selbst (also ihr innerer Dialog) zurückhalten.

Es geht somit darum, diesen inneren Dialog ein wenig in den Griff zu kriegen. Denn ganz offen gesagt: Er nervt.

klar denken
Gellinger / Pixabay

Fühlt sich dein Geist manchmal an wie ein Radiosender, bei dem du knapp neben der richtigen Frequenz zuhörst? Du weißt, dass ein interessanter Bericht läuft, aber alles ist mit Rauschen unterlegt.

Was, wenn du immer die „richtige Frequenz“ einstellen könntest, klare Gedanken haben könntest, wann immer du es wolltest? Und auch aus vergangenen Fehler lernen?

Probiere einige der folgenden Tricks. Ich habe sie alle durchprobiert. Und ich kann sagen: Sie schalten allesamt deinen Geist auf „Mute“. Versuche es auch und finde das, was für dich am besten funktioniert.

Die Kunst des klaren Denkens: Zehn Techniken und Tipps

1. Geh spazieren.

Eines Tages wird auch die Wissenschaft beweisen können, dass Spazieren gut ist, um die Qualität deiner Gedanken zu verbessern, aber warum auf die Beweise warten? Gibt es nicht auch so ausreichend gute Gründe für einen Spaziergang?

2. Halte dich von Zucker fern.

Wenn du verstehen willst, was Gehirnnebel ist, iss einen Donut auf leeren Magen und versuche dich zwanzig Minuten später an Matheproblemen. Was du erleben wirst, ist Gehirnnebel. Versuche, Zucker und Kohlenhydrate zumindest dann zu vermeiden, wenn du klar denken musst.

3. Klarer Raum bringt klare Gedanken.

Es ist selten, dass jemand im Chaos wirklich besser denken kann. Ein organisierter Arbeitsplatz bedeutet, dass du dir keine Gedanken darüber machen musst, wo was ist. So bist du weniger abgelenkt.

 4. Verbessere deinen Schlaf.

Die Schlafbedürfnisse sind unterschiedlich, aber für die meisten Menschen liegt das Minimum an täglichem Schlaf bei fünf Stunden. Manche leiden schon, wenn sie weniger als 8 Stunden schlafen.
Die Wissenschaft hat jedoch festgestellt, dass nach einer gewissen Mindestgrenze die Schlafqualität für die normale Gehirnfunktion wichtiger ist als die Quantität. Wie du sofort deine Schlafqualität verbesserst, erfährst du hier.

Passender Artikel:  Schneller ins Tun kommen: die Grübelphase ausschalten

5. Versuche es mit Meditation.

Keine Zeit? Mach einfach deine Augen zu, entspann dich und achte eine Weile lang auf deinen Atem. Akzeptiere, dass deine Gedanken abschweifen werden, bringe aber deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück zu deinem Atem.
Nach fünf Minuten wirst du merken, dass deine Gehirnfunktion ansteigt. Für alle schwierigen Fälle: Headspace und meinen Artikel „Meditation für Anfänger

klar denken
Pexels / Pixabay

6. Kümmere dich um die Ablenkungen deines Verstandes.

Beobachte dein geschäftiges Gehirn. Vielleicht ist es ein Anruf, den du noch tätigen musst, der dich an der Grenze des Bewusstseins stört. Finde diese Stressfaktoren und tu etwas, damit sie verschwinden. Tätige zum Beispiel den Anruf oder schreibe ihn auf eine Liste, damit dein Geist für eine gewisse Weile Ruhe gibt. Ein Problem zu sehen und sich bewusst zu machen, dass man es erst am Freitag ändern kann, löst häufig solche Ablenkungen und Stressfaktoren schon auf.

7. Vermeide Alkohol.

Zumindest zu viel. Während maßvolle Mengen das kreative Denken sogar anregen können (keine wissenschaftlich fundierte Behauptung, also bitte nicht Sturm laufen), ist relativ, dass Alkohol für die längerfristige Gesundheit deines Gehirns schädlich ist.

8. Triff schnelle Entscheidungen.

Nichts ist klaren Gedanken so sehr im Weg wie dutzende Entscheidungen, die um dich herum schweben und darauf warten, getroffen zu werden. Selbst wenn du die Entscheidung nicht jetzt sofort treffen kannst, lege zumindest einen Entscheidungszeitpunkt fest.

9. Sorge für etwas frische Luft.

Geh raus und atme tief durch die Nase ein und aus. Du bekommst eine gute und gesunde Portion Sauerstoff in dein Gehirn und die Veränderung der Umgebung hilft dir dabei, deinen Verstand zu befreien.

10. Erfülle deine körperlichen Bedürfnisse.

Klare Gedanken kommen leichter, wenn du nicht hungrig oder durstig bist, wenn dir nicht zu heiß oder zu kalt ist.

11. Habe Sex.

Gut, da brauche ich jetzt nicht viel mehr zu sagen. Nach gutem, intensivem Sex hält die Birne einfach die Fresse.

12. Fahr weg.

Auch nur ein wenig Abstand von deiner üblichen Umgebung kann viele Gedanken abstellen, weil die Auslöser weg sind. Natürlich keine Dauerlösung, aber ein durchaus guter Anfang. Wichtig ist, dass du für dich bist, also alleine wegfährst.

13. Höre die richtige Musik.

Für mich ein wichtiger Faktor. Wenn ich Bach höre oder Dean Martin oder Simon & Garfunkel, dann hat der innere Dialog Redeverbot. Denn er würde die Qualität dieser großartigen Musik nur stören. Das weiß er. Und er gibt Ruhe

Du kannst noch heute klarere Gedanken fassen.

Es gibt definitiv mehr als nur 13 Möglichkeiten, aber du musst dir nur ein paar dieser Optionen zur Gewohnheit machen, um ein mächtigeres Gehirn zu deiner Verfügung zu haben.

Passender Artikel:  Mehr Energie: 10 Tipps beim Hamsterrad-Ausstieg

Weitere Methoden bekommst du von mir hier. Denn eines ist klar. Vom Start deines eigenen, erfolgreichen Lifestyle Business halten dich ausschließlich deine Gedanken ab.

Hier noch etwas Wichtiges:

Du kannst nicht durch Denken wissen, wie man richtig handelt, aber du kannst durch Handeln wissen, wie man richtig denkt. – Bill Willson

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

12 Antworten

  1. Hallo Markus,

    Habe heute Deine Webseite mehr oder weniger durch „Google“ gefunden.
    Finde Deine Artikel sehr gut geschrieben ich denke seit einiger Zeit daran auch einen Blog zu eröffnen NUR was mich daran hindert (bis jetzt) ich bin nicht so der Schreiberling und das zweite war das Gewerbe anzumelden welches? Habe auch schon NLP Kurse besucht beim Kollegen Rene Otto hat mich sehr gereizt aber ich lerne lieber zuhause.Danke für die guten Tipps.

    LG Christian

  2. Hi Markus,

    Ich mache gerade ein Experiment: 6 Wochen Zuckerfrei für mehr Klarheit. Die erste Woche ist vorbei und wenn die Familie Kuchen futtert ist es eine Frage der Disziplin. Ohne Zucker ist mein Tatendrang und die Fülle von Ideen immens. Bin gespannt wie es Ende November aussieht.

    Gruss,

    Jan

  3. Hallo Markus,

    danke für die Tipps – allesamt nix neues, aber doch gut, sie einmal gesammelt zu lesen…. ich weise meine Klienten ja immer auf Meditation hin, das hilft mir sehr gut die Birne abzuschalten (oder sie zumindest du beobachten).

    Eine andere, 14. Möglichkeit, habe ich erst vor kurzem kennengelernt… und war das Mantra „Na und?“, welches auch sehr gut funktioniert, wenn der Nörgler im Hirn wieder mal nicht aufhören will zu nörgeln….

    Alles Gute,
    Michael

  4. Servus Markus,

    höre gerade Bill Withers… Weißte Bescheid. 😀

    Gute Zusammenstellung. Mir gefällt die Kürze und Würze deiner Regeln. Mit allen kann ich auch sehr gut leben und versuche sie selbst zu befolgen.

    ———–

    Als Fitness-/Personaltrainer wollte ich noch kurz die Sache mit dem Donut aufklären:

    Das Hirn ernährt sich von Zucker. Richtig. Das bedeutet aber nicht, dass man Zucker essen muss. Warum? Weil der Körper im Stande ist jegliche Kohlenhydrate in kleinere Teile zu zerlegen und irgendwann hat man… Zucker für das Gehirn!

    Das Problem beim Donut ist die Aufnahme des weißen Kristallzuckers, der neben entzündlichen Effekten im Gesamtorganismus vor allem einen sehr hohen Insulinausstoß verursacht, der einen danach ins „Fresskoma“ versetzt und müde/träge/unkonzentriert werden lässt. Ganz fies wird es beim Donut, da die Kombination Fett und Zucker noch mal mehr Insulin ausstößt. Quasi das Nonplusultra des „Anti-Konzentrationsessens“.

    Von daher: Totale Zustimmung.
    Verwiesen sei auf gesunde Alternativen (Karotten- und Selleriesticks mit Kräuterjoghurt, Nüssen oder Smoothies aus Früchten (werden insulinunabhängig verstoffwechselt)).

    So, jetzt aber genug. Kann mich da fast nie bremsen. 😀

    ——

    Super Beitrag Markus. Weiter so, ich bleibe dabei!

    Gruß,
    Ben

  5. Hey Marcus, toller Artikel, knackig geschrieben. Besonders den mit dem Zucker finde ich besonders wertvoll!
    Da gebe ich Dir als Ernährungsberaterin Schützenhilfe, denn das hat mit der Kohlenhydratverstoffwechselung zu tun, auch als Blutzucker-Achterbahn bekannt.
    Superklasse!
    Tipp 11, grandios!
    LG Sonja

  6. Hey Markus

    Ich wäre mit der Behauptung, dass Zucker das Gehirn vernebelt, vorsichtig
    Schließlich ernährt sich das Gehirn nur von Zucker, also weder von Fett noch Eiweiß
    Und was den Donut betrifft, das könnte andere Ursachen haben (zu fett?)

    Ansonsten tolle Tipps, Bewegung hilft mir immer!

    LG Bettina

  7. Hallo Markus,

    danke für diese interessante Zusammenstellung. Da wird sich jeder Leser von einem anderen Punkt besonders angesprochen fühlen. Bei mir war es Punkt 8. Entscheidungen treffen ist mein wunder Punkt. Es ist manches Mal so mühsam, wenn ich mich für etwas entscheiden muss. Immer wieder wäge ich neu ab und vertage die Entscheidung, denn ich könnte ja (gefühlt wieder einmal) die falsche treffen. Dieser Prozess belastet und bindet meine Energien, die mir dann an anderer Stelle nicht zur Verfügung stehen. Klares Denken funktioniert in diesen Entscheidungsphasen eher nicht so optimal, da hast du völlig Recht. Die Dauerschleife lässt sich nur abstellen, wenn die Entscheidung endlich
    fällt und an ihr nicht mehr gezweifelt wird.

    Neulich sagte eine Freundin zu mir „Wenn du eine Entscheidung triffst, dann hast du zu 50% die Chance, dass es die richtige ist. Keine Entscheidung zu treffen ist zu 100% die falsche Entscheidung.“

    Mir gefällt dein Vorschlag, wenigstens einen Entscheidungszeitpunkt festzumachen, wenn die Entscheidung selber im Moment noch nicht getroffen werden kann. Danke für den Tipp.

    Alle Gute und nimm’s gelassen!

    Jutta

  8. Hallo Markus!

    Also erstmal: ich liebe Simon & Garfunkel! Und Musik rockt einfach immer wieder. – Kopf aus, Tanzen! Ist gut für’s Hirn, für die Stimmung und für die Kreativität! 🙂

    Vielen Dank für deine schöne Zusammenstellung. – Über den Zucker-Tipp habe ich schon lange nicht mehr nachgedacht, aber ich glaube, der kann tatsächlich einen großen Einfluss auf Stimmung, Gedanken und auch meine Energie haben!

    Dann, mein Tipp 14: Einfach mal hinhören. Was für Gedanken gehen uns denn da genau durch den Kopf? Schauen wir uns die doch mal genau an. Es sind nur Gedanken. Oftmals versuchen wir sie zu übergehen und wünschten uns, sie wären weg. Geht aber nicht. Es sind jedoch nur Gedanken. Und wir sind nicht unsere Gedanken. Also können wir sie uns auch einfach mal anschauen, von allen Seiten….wie ein unbekanntes Tierchen, das wir noch nie gesehen haben. Mit Interesse. Manchmal sind alt bekannte dabei – „Ach du schon wieder…!“- Manchmal schleichen sich neue ein, die an uns nagen. „Sehr interessant – wo kommst du denn auf einmal her?!“ – Wir sind nicht unsere Gedanken, aber wir können sie betrachten, mit Interesse, Wertschätzung – und Abstand. Dann gehen sie oftmals ganz von alleine. 😉

    Herzliche Grüße,

    Kiwi

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

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