Plötzlich erfolgreich? Oder wie kleine Entscheidungen zu großen Milestones werden.

Zuletzt aktualisiert am 25. Juli 2022 von Markus Cerenak

Kennst du das?

Plötzlich tauchen Menschen mit ihren Angeboten in deiner Timeline auf, von denen du vorher noch nie etwas gehört hast. Und sie sind präsent. Du kannst gar nicht mehr an ihnen vorbei und denkst dir dabei: „Wow – DER (oder DIE) ist ja waaaahnsinnig erfolgreich!“

Was sich dann auch mit in deine Gedanken schleicht:

„Naja, mit DEM Thema kein Wunder …“
„Naja, mit DER Unterstützung kein Wunder …“
„Naja, mit DEM Aussehen kein Wunder …“

Die Liste ist erweiterbar.

Plötzlich erfolgreich?

Dieses plötzliche Auftauchen, das auch von der Art und Weise der Beitrags-Sichtbarkeit besonders durch Facebook unterstützt wird, macht teilweise sprachlos. Vielleicht spornt dich das an, vielleicht aber lässt es dich daran zweifeln, ob du alles „richtig“ machst, so wie du es machst.

Wieso ich mich traue, das zu behaupten?

Weil es mir genau so gegangen ist und ich mich manchmal immer noch bei solchen Gedanken ertappe.

Markus bat mich um diesen Gastartikel mit den Worten „Erzähl‘ doch einfach mal, wie du hier hin gekommen bist, wo du jetzt bist!“

Danke, lieber Markus, denn der erste sehr wichtige Gedanke – den ich gleich an dich, liebe/r LeserIn weitergeben möchte – war: „Super – wo steh‘ ich eigentlich gerade mit meinem Business?“

Oder doch nicht so plötzlich?

Ja, im Rückblick sieht mein Weg strategisch aus. Die Wahrheit ist allerdings: nichts wurde in 1-, 3- oder 5-Jahres-Plänen entwickelt. Vieles hat sich aus meinen völlig unstrategischen Entscheidungen wie von selbst ergeben, Anderes hat meine Umgebung gar nicht mitbekommen, weil es schlicht schiefgegangen ist … und doch gab es ein paar „helle Momente“.

Milestones, d.h. die richtigen Entscheidungen, haben leider kein Fähnchen in der Hand, mit dem sie dir zuwinken und an denen du sie erkennen kannst. Oft entdeckst du sie erst im Rückblick. Darum finde ich es auch so wichtig, immer wieder zurückzuschauen. Zu erkennen, wo du richtig abgebogen bist, oder welche Klippensprünge du vielleicht doch lieber hättest bleiben lassen sollen.

Wie gesagt, viele kleiner Entscheidungen haben mich hierher geführt, wo ich heute stehe. Und rückblickend wurden aus einigen dieser kleinen Entscheidungen große Milestones.

Start mit dem falschen Mindset

Ich bin bereits seit 2005 selbständig, hatte es allerdings bis vor ca. 2 Jahren als ein „Nebenbei“ bezeichnet. Bis dahin lag mein Fokus bei meinem Job als Programmiererin (den ich übrigens immer noch ausübe). Tja und aus Worten werden Taten, oder? Somit war es auch ein Nebenbei. Nach dem Motto „Wenn’s geht, ist gut, wenn nicht, auch kein Problem.“

Damit will ich nicht sagen, dass es falsch war, nebenbei meine Selbständigkeit aufzubauen, bei weitem nicht. Diesen sanften Übergang würde ich genau so wieder machen. Aber mein Fokus war getrübt bzw. nicht vorhanden und damit habe ich den Erfolg erfolgreich selbst verhindert.

DIE Entdeckung für mich: Online lernen!

2010 war ich noch viel in der 1:1-Arbeit und in Präsenz-Seminaren (mit einem ganz anderen Thema als heute) unterwegs, als ich aus Frust über fehlende Teilnehmer meinen ersten Online-Kurs bei Sabine Piarry besuchte.

Und damit war’s um mich geschehen. Online-Kurse und die Möglichkeiten, die sie mir eröffneten – und mir als kleinem Technik-Freak sehr entgegenkamen – hatten mich gefangen und fasziniert.

In einem weiteren Kurs habe ich dann die unterschiedlichen Netzwerke kennengelernt – und das Bloggen für mich entdeckt. Aus heutiger Sicht muss ich gestehen, dass ich eher das Schreiben für mich entdeckt habe, denn mit bloggen, so wie ich es heute betreibe, hatte das nicht wirklich etwas zu tun.

Erstes Schnuppern in die Blogger-Sphäre mit Markus und Co.

Das Eintauchen in die Blogger-Sphäre, der erste (und nicht letzte) Kurs über professionelles Bloggen haben mich – wieder aus heutiger Sicht – etwas zu früh erwischt. Ich war damals noch nicht bereit, so viel Hirnschmalz und Energie in meinen Blog zu investieren.

Trotzdem gab mir das die Motivation, alles zu lesen, was mir zum Thema Blog, Online-Marketing, Netzwerken, eben diese „Online-Dingens“, unter die Augen gekommen ist und mein RSS Reader ächzte unter der Last der Artikel und Podcast-Folgen.

Heute weiß ich, dass es genau richtig ist, Dinge auch zu früh zu hören und zu früh zu lernen und vor allem weiter aufzunehmen, selbst wenn ich es nicht verstehen – und schon gar nicht umsetzen – kann.

Ein hilfreicher Umweg

Und dann sah es so aus, als würde ich dem Internet den Rücken kehren. Ich wollte ein „richtiger“ Coach werden, habe eine Coaching-Ausbildung gemacht und interessanterweise genau dort den Hinweis in die richtige Richtung bekommen. Meine KommilitonInnen und auch Lehrgangsleiter hatten mit Internet und Technik überhaupt nichts am Hut und waren immer fasziniert von den Dingen, die ich mit hineinbrachte.

Bis eine Kollegin meinte: „Das würde ich total spannend finden: Wie kannst du die Coaching-Methoden mit den heutigen Internet-Technologien umsetzen“. Und damit war sowohl das Thema meiner Abschlussarbeit, als auch meine (wie ich noch glaubte) Business-Idee geboren.

Online-Coaching – alles und jeden!

Heute weiß ich natürlich, dass das alleine nicht reicht, damals hielt ich es für eine grandiose Idee und im Sommer 2013 begann ich endlich „richtig“ zu bloggen, unter der Domain Coach101.at. Ich grub aus, was ich gelesen und gelernt hatte und endlich entwickelte sich mein Blog in die richtige Richtung.

Na gut, dann doch Positionierung!

Selbst hatte ich unzählige Online-Kurse absolviert, Selbstlernkurse gekauft und war immer voller Begeisterung und auch ein bisserl Staunen dabei, WIE so etwas entsteht.
Zufällig tauchte damals Marit Alke (auch aus dem Nichts) auf meiner Timeline auf und das war ein weiterer, sehr großer Schritt für mich.

Denn in ihrem Online-Kurs wurde mir vieles klar. Dass ich „meine Leidenschaft“ schon sehr lange vor meiner Nase hatte, ohne sie als solche zu erkennen. Dass es mir einen Höllenspaß machte, neue Medien zu erobern. Und vor allem, dass ich auch bereits einen guten Zugang zu meiner (neuen) Zielgruppe hatte.

Daraus entstand mein erster Online-Kurs, in dem die Teilnehmer ihr Home-Office und ihre Arbeit so organisieren, dass sie die für den Kurs aufgewendete Zeit jede Woche doppelt hereinbekommen.

Im Wieder biete ich übrigens eine dreiteilige Webinar-Reihe* an. Wenn du den Start verpasst hast, melde dich trotzdem an und schau‘ dir die Aufzeichnungen* an!

Informations-Overload in der Meisterklasse

Fast zeitgleich mit dem Start der Beta-Phase meines ersten Online-Kurses kam (ganz zufällig …) Markus mit seiner Meisterklasse um die Ecke – und da musste ich natürlich dabei sein.

Dieser Tag war für mich einerseits eine meiner besten Investitionen in mein Business und andererseits auch der absolute Informations-Overload. Völlig durcheinander gebeutelt hat es einige Zeit gebraucht, bis ich alles sortieren und in homöopathischer Dosis umsetzen konnte. Kein Wunder, dass ich heute, ein Jahr danach, immer noch davon zehre und mir im November 2015 in Wien den nächsten Overload abholen werde!

Nomen est Omen

OK, meine Leidenschaft hatte ich somit gefunden, das Rüstzeug hatte ich durch die Meisterklasse auch, was noch fehlte war der passende Name.

Seit Jänner 2015 durchstreife ich das Netz nun unter dem Namen „Abenteuer Home-Office“. Weil es genau das ist, wenn du im Home-Office arbeitest. Täglich neue Herausforderungen, Ablenkungen, täglich Neues lernen, tägliche Weiterentwicklung.

Und wo bin ich jetzt wirklich?

Mitten drin im Abenteuer, würde ich sagen!

Anfang 2015 hatte ich mir gewünscht, im Sommer zu wissen, ob es Sinn macht, darüber nachzudenken, meinen fixen Job aufzugeben. Ich schreibe absichtlich „gewünscht“, denn wie ich dort hin kommen sollte, war mir nicht klar.

Diesen Wunsch habe ich mir erfüllt. Mein Blog, meine Kurse und mein Umsatz haben sich dementsprechend gut entwickelt.

Das nächste langfristige Ziel (du siehst, schön langsam hält auch Strategie bei mir Einzug …) ist, im Sommer 2016 mein Business so weit zu haben, dass ich entscheiden kann, mich voll auf meine Selbständigkeit zu konzentrieren. Und diesmal habe ich sogar einen Plan …

Meine Milestones zum Fazit gemacht

  • Überforderung ist per se nichts Böses. Erst dadurch ist Wachstum möglich.
  • Wenn dir deine Leidenschaft auf die Schulter klopft – dreh‘ dich doch einmal um und sieh‘ ihr in die Augen, Kleines!
  • Verpasse nicht den Zeitpunkt, an dem Strategie angebracht ist.
  • Wo du stehst siehst du, in dem du zurück schaust.
  • Umwege eröffnen dir manchmal eine neue Perspektive.
  • Milestones entstehen aus Entscheidungen – also triff‘ sie.
  • Sag niemals nie!

Ein Gastartikel von Claudia Kauscheder

Lass es dir gut gehen!

Wie du von deinen Träumen profitieren kannst 1

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

Damit es sich auch andere gut gehen lassen
Facebook
Twitter
Pinterest

Hol dir die kostenlosen bücher