Dikaiosyne

Dikaiosyne, das altgriechische Wort für Gerechtigkeit, ist ein grundlegendes Prinzip in der stoischen Philosophie. Die Stoiker, wie Marcus Aurelius, Seneca und Epictetus, sahen Gerechtigkeit nicht nur als eine äußere Handlung, sondern als eine innere Tugend, die das moralische Wesen eines Menschen formt. Gerechtigkeit im stoischen Sinne bezieht sich auf das Streben, das moralisch Richtige zu […]

Memento Mori

„Memento Mori“ ist ein tiefgründiges Konzept, das die Essenz der sterblichen Existenz erfasst. Es ist ein Ruf, ein Weckruf, der uns daran erinnert, dass der Tod unausweichlich ist. Diese zwei Worte, aus dem Lateinischen stammend, bedeuten wörtlich „Gedenke des Todes“. In der stoischen Philosophie ist dies nicht bloß eine düstere oder morbide Mahnung, sondern vielmehr […]

Ataraxia

Ataraxia, ein Begriff tief verwurzelt in der hellenistischen Philosophie, insbesondere im Epikureismus und Stoizismus, ist ein Idealzustand der Seelenruhe und Gelassenheit. Der Begriff selbst stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „Unerschütterlichkeit“. Es ist ein Zustand der inneren Friedfertigkeit, in dem die Seele frei von Leidenschaften, Ängsten und Begehren ist und damit auch von jener […]

Apatheia

Apatheia, ein zentrales Konzept der stoischen Philosophie, ist die Unerschütterlichkeit oder die Freiheit von Leidenschaften und emotionalem Leiden. Es geht nicht darum, Gefühle gänzlich zu vermeiden oder zu unterdrücken, sondern vielmehr darum, sich nicht von ihnen beherrschen zu lassen. In der stoischen Sichtweise sind Emotionen oft das Ergebnis falscher Urteile und können zu irrationalen Handlungen […]

Epieikeia

Epieikeia, ein Begriff tief verwurzelt in der antiken Philosophie, verweist auf die Kunst der Billigkeit oder Fairness. Es ist ein Konzept, das die reine Anwendung der Gerechtigkeit übersteigt, indem es die individuellen Umstände in Betracht zieht. Diese Idee spiegelt eine tiefere, menschlichere Herangehensweise an Gerechtigkeit wider, die über starre Regeln und Gesetze hinausgeht. In der […]