Geben ist nicht seeliger als Nehmen

geben-nehmen

Bis zum 15. des Monats bist Du König und danach lebst Du wie ein Bettler?

Omas Ratschlag, „Spare ja schön brav, dann hast Du in der Not“ hast Du noch nie beachtet?

Du beobachtest die Nachbarn, wie sie sich jedes Jahr einen noch exklusiveren Urlaub leisten können und Du machst Urlaub am nicht vorhandenen Balkon?

Ich zeige Dir in meiner drei teiligen Serie, wie Du mit kleinen Veränderungen im täglichen Denken zu mehr finanziellem Erfolg kommst.

Und wir sind bereits mitten in Teil Drei.

Lass mich mit einer kurzen Geschichte starten:

Es war einmal ein Eichhörnchen, das will für den Winter Nüsse sammeln. Es hüpft von Baum zu Baum und da sieht sie den Traum eines jeden Nagetiers: Eine wunderschöne, fette, große Nuss. Nachdem das Eichhörnchen sich tierisch gefreut hat, packt es die Nuss auf seinen Rücken und schleppt sie in seinen Baum. Die Leckerei gut verstaut, macht es sich wieder auf die Suche. Und siehe da: Wieder eine Nuss! Diese wieder auf den Rücken gepackt und ab nach Hause damit. Was für ein Glückstag für das Eichhörnchen! Denn so geht es den gesamten Tag weiter und das Eichhörnchen kann seinen Vorratsschrank gut füllen. Noch nicht genug für den gesamten Winter, aber ein Anfang.

Am nächsten Tag steht unser kleiner Freund ganz früh auf und macht sich wieder auf die Suche nach Nüssen. Es läuft herum, noch ganz aufgeregt vom vergangenen Tag, weil es da ja so viele Nüsse gefunden hat. Deshalb ist es sich sicher, dass es an diesem Tag wieder viele Nüsse finden wird. Es läuft eine halbe Stunde umher… aber keine Nuss weiter und breit. Es läuft in die andere Richtung, wieder keine Nuss. Es sucht an neuen Stellen, auch ganz weit weg von seinem Baum…  doch stundenlang keine einzige Nuss. Da setzt sich das Eichhörnchen hin und ist deprimiert.

Du bist ein schlechter Empfänger

Du bist vielleicht ein guter Geber, vielleicht arbeitest Du hart und investierst erfolgreich Dein gespartes Geld, aber irgendetwas klappt noch nicht richtig. Du hast den großen finanziellen Durchbruch noch nicht geschafft. Und einer der Hauptgründe dafür, warum Du nicht Dein volles Potenzial ausschöpfst, sei es finanziell, karrieretechnisch oder in anderen Bereichen, ist der folgender: Du bist ein schlechter Empfänger. Da nutzt es nichts, dass Du im Planen gut bist, Deine To-do-Liste jedes Mal abarbeitest und die richtigen Fragen stellst. Wenn Du nicht empfängst, was Du von anderen bekommst und was Dir das Leben bietet, wirst Du nie glücklich werden.

Doch wie wirst Du zu einem guten Empfänger?

Geld
Frantisek_Krejci / Pixabay

1. Erkenne, dass Du kein vollkommener Mensch werden musst, um reich zu werden.

Circa 90% der Menschen haben das Gefühl sie seien nicht gut genug für die schönen Dinge im Leben. Woher kommt dieses niedrige Selbstwertgefühl? Das kommt aus unserer Konditionierung. Du bekommst zwanzig „Nein“, bevor Du ein „Ja“ bekommst. Wenn Du ein hübsches Mädchen nach der Telefonnummer fragst. Wenn Du einem Kunden einen Handyvertrag verkaufen willst. Oder wenn Du Dich bei einem Traumjob bewirbst und ständig Absagen bekommst. Und wenn Du abgelehnt wirst, findet Dein Gehirn Wege Dir selbst die Schuld zu geben. „Ich bin ja nicht hübsch genug für die“, sagst Du zu Dir selbst „Wer würde von mir schon etwas kaufen“, und „Ich würde mich ja auch nicht einstellen. Bei diesen Zeugnissen…“ Erkenne, dass diese Glaubenssätze nur in Deinem Gehirn besteht und nichts mit Dir und Deinen Fähigkeiten zu tun hat.

2. Wenn du glaubst, dass Du es verdient hast, viel Geld zu verdienen, dann ist das auch so!

Der deutsche Motivations-Trainer und Multimillionär Jürgen Höller soll gesagt haben, „Das Leben gibt Dir das, worum Du es bittest.“ Und er muss es wissen, denn selbst nachdem er im Gefängnis war, baute er seine Firma und Reputation wieder auf, sodass er heute erfolgreicher als je zuvor ist. Wenn Du Dir selbst sagst, dass Du würdig bist etwas zu haben, dann bist Du es. Wenn Du es nicht selbst glaubst, dann ist es auch nicht so. In beiden Fällen ist es richtig. In beiden Fällen wirst Du die Konsequenzen Deiner eigenen Sicht auf Dich selbst in der Lebenswirklichkeit erfahren. Unser Gehirn beschützt uns vor Zurückweisung, Niederlagen und Rückschlägen. Deshalb redest Du dir möglicherweise ein, dass Du es nicht verdient hast, Deine Ziele zu erreichen.

Passender Artikel:  Maik Pfingsten: Weniger arbeiten – mehr verdienen

Das menschliche Gehirn ist schon eigenartig… Voller negativen Glaubenssätzen und Selbstzweifel. Wie ist das bei anderen Lebewesen? Etwa bei Tieren? Das Eichhörnchen aus unserer Geschichte ist da gesessen und war deprimiert. Es war sehr, sehr traurig, weil es keine Nüsse gefunden hat. Kannst du Dir das vorstellen? NEIN, DAS KANNST DU NICHT! Die Geschichte gibt es nicht. Ein Eichhörnchen hört nicht auf nach Nahrung zu suchen, weil es sonst stirbt. Wenn es keine Nüsse findet, frisst es etwas anderes. Das Eichhörnchen gibt nicht auf. Es sitzt nicht da und redet sich ein, „Ich bin nicht würdig“, oder „Ich bin zu unbedeutend“, und schon gar nicht „Das Schicksal hat entschieden, ich werde nie viele Nüsse haben.“ Nur die am höchsten entwickelte Kreatur auf dem Planeten, der Mensch, hat überhaupt die Fähigkeit sich selbst auf diese Weise gedanklich zu begrenzen.

3. Wenn Du etwas geschenkt bekommst, sag einfach Danke!

Geld
klimkin / Pixabay

Geben und Nehmen muss im Gleichgewicht sein. Sie sind in Wichtigkeit und Bedeutung gleich. Wie kann gegeben werden, wenn niemand empfängt? Stell Dir Folgendes vor: Du sitzt am Valentinstag mit Deiner Freundin im Restaurant. Alles ist perfekt. Das Essen, das Restaurant und vor allem, der Kellner war phantastisch. Du willst ein großzügiges Trinkgeld geben, aber der Kellner antwortet, „Nein, tut mir leid, ich kann nicht. Ich bin nicht würdig und ich würde mir nie verzeihen, von Ihnen etwas anzunehmen.“ Das ist wieder eine Geschichte, die nicht existiert. Genauso ist es mit Geld und reichen Menschen. Reiche Menschen arbeiten fleißig und hart und sie sind der Auffassung, dass es vollkommen in Ordnung ist, dafür gut belohnt zu werden.

4. Erkenne, dass Geld Dich nicht verändern wird, sondern nur Deine jetzigen Eigenschaften verstärkt.

Wenn Du Deinem Umfeld davon erzählst, dass du jetzt vorhast, Dich ernsthaft mit Geld und dem reich-werden zu beschäftigen, werden viele Menschen zu Dir sagen: „Geld wird Dich verändern!“ Und sie haben Recht. Geld wird Dich verändern. Deinen Lebensstil, Deine Lebensqualität und Deine Beziehungen. Doch wenn Du jetzt ein netter Kerl bist, wirst du kein schlechtgelaunter, geizigen und gemeiner Angeber. Umgekehrt, wenn du schon immer ein schleimiger Angeber bist, wird Geld keinen netten Kerl aus Dir machen. Geld wird die Eigenschaft, die Du jetzt schon hast verstärken.

Tue diese beiden Dinge jetzt gleich, damit Du lernst ein guter Geber zu werden:

Nimm Dir einen Stift zur Hand und schreibe Folgendes auf:

  • 10 Gründe, warum Du es verdient hast, Deine finanziellen Ziele zu erreichen und
  • 10 Arten, wie Du Dich selbst belohnst, wenn Du etwas geschafft hast. Etwa, dass Du das berufliche Projekt erfolgreich zu Ende gebracht hast, endlich Deine Wohnung neu ausgemalt oder den Streit mit Deinem Bruder beendet hast.

So übst Du gute Dinge anzunehmen und Dich selbst zu belohnen. Glaub mir. Das Eichhörnchen würde das selbe tun 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kostenloser Online Workshop

Der Weg zu deiner Berufung

Teilen
Pin
Twittern
WhatsApp