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Die Gefahren der Selbständigkeit – einmal Selbstausbeutung und zurück

Gefahren der Selbständigkeit

„Sicherer Arbeitsplatz, provisionsfrei abzugeben.“ Das war der Titel meines ersten Blog-Artikels vor zwei Jahren und zugleich der Start in meine Selbständigkeit.

Ich hatte meinen einstigen Traumjob als Art Director in einer Münchner Werbeagentur an den Nagel gehängt, um fortan auf eigene Rechnung Startups zu unterstützen. Gutes Design und cleveres Marketing als Treibstoff auf der waghalsigen Mission, die Welt verändern – das war uns ist bis heute mein Motto.

Fehlzündungen gab es eigentlich keine. Dank Empfehlungen, einem starken Netzwerk und nicht zuletzt meinem Blog hat mein kleines Business als Selbständiger schnell Fahrt aufgenommen. Endlich erwarteten mich wieder neue, spannende Abenteuer und fühlte mich frei, wie nie zuvor.

Doch über die Gefahren der Selbständigkeit kursieren viele Unkenrufe. Selbst und ständig, kein Urlaub, unsicheres Gehalt – du kennst die Vorbehalte sicher. Und nach zwei Jahren kann ich dir bestätigen, sie sind leider wahr.

Aber das Problem ist nicht die Selbständigkeit. Das Problem bist du selbst.

Du bist selbst dein strengster Chef

Fünf bis sechs Wochen bezahlter Urlaub im Jahr. Jeden Monat ein festes Gehalt – egal ob du in der Nase gebohrt oder tatsächlich gearbeitet hast. Feierabend um 18 Uhr. Dazu mögliche weitere Vorzüge, wie Dienstwagen, Handy, Betriebsrente. Das berüchtigte Hamsterrad hat auch seine guten Seiten.

Als Selbständiger musst du dir all diese Vorzüge selbst verdienen. Im doppelten Sinne: Du musst dir all das natürlich leisten können. Und dann musst du großzügig zu dir selbst sein. Du musst dir auch zugestehen, dass du all das verdient hast.

Das ist leichter gesagt, als getan. Ich selbst habe da meine größten Schwierigkeiten. Du identifizierst dich schließlich mit dem, was du tust. Du setzt höhere Erwartungen in dich selbst, als es irgendein Chef je tun würde. Es gibt immer etwas zu tun, etwas zu verbessern, noch eben diese eine E-Mail zu checken …

Die Gründe sind vielfältig. Das traurige Ergebnis ist, dass dich dein Life-Style-Business müde macht.

Was ist Erfolg?

Diese Frage habe ich mir im Frühjahr diesen Jahres stellen müssen. Ich hatte jede Menge zu tun. Mehr Aufträge als je zuvor. Mehr Anfragen, als ich bewältigen konnte. Und noch dazu eigene Projekte, wie mein erstes E-Book, das ich endlich schreiben wollte.

Im Mai übertraf mein Einkommen die magische 10.000 Euro Marke. Eigentlich ein Grund, die Sektkorken knallen zu lassen.

Aber danach war mir wirklich nicht. Ich hatte die Monate davor geackert, wie noch nie. 10.000 Euro ist wahnsinnig viel Geld in einem Monat. Doch wenn du dafür 400 Stunden gearbeitet hast, kommst du trotzdem auf einen lausigen Stundenlohn.

Ein Freund gab mir den gut gemeinten Rat, den Blog doch einfach ein paar Wochen ruhen zu lassen. Doch das hätte sich angefühlt, wie aus einem Auto den Motor auszubauen, um Gewicht zu sparen. Funktioniert zwar, bringt dich aber auch nicht weiter.

Mein Problem lag woanders: Ich hatte zu viele Aufträge angenommen, die außerhalb meiner Kernkompetenzen liegen. HTML5-Banner erstellen? Powerpoint-Präsentationen überarbeiten? Eine Newsletter-Vorlage programmieren? „Ja, OK, für dich mach ich das.“

Meinen Lesern predige ich immer, wie wichtig eine messerscharfe Positionierung ist. Ich hatte meine eigene Positionierung aufgeweicht und mich mit Aufgaben überlastet, die mir nicht liegen.

Selbstausbeutung ist eine der Gefahren der Selbständigkeit. Es geht erstaunlich schnell, dein eigenes Hamsterrad zu zimmern. Erfolg sieht definitiv anders aus.

Gefahren der Selbständigkeit

Alexis / Pixabay

Gefahren der Selbständigkeit: Tipps gegen die Selbstausbeutung

Ich habe im Mai die Reißleine gezogen und erst einmal alle neuen Anfragen abgelehnt. Das war hart, aber bitter nötig. Natürlich hatte ich Angst, plötzlich ganz ohne Arbeit dazustehen. Doch als sich der angestaute Berg an Arbeit langsam wieder abflachte, war das eine unglaubliche Befreiung.

Zuvor war mir mein Lifestyle-Business zur Last geworden. Jetzt bekam ich allmählich die Kontrolle zurück – und gewann wieder Kraft für neue Projekte. Und die Anfragen ließen nicht lange auf sich warten. Blog sei dank. Der Motor läuft.

Doch einige wichtige Lektionen habe ich gelernt. Und die möchte ich dir nicht vorenthalten:

Bescheiß dich nicht selbst

Gerade habe ich erwähnt, dass ich für 10.000 Euro Einnahmen etwa 400 Stunden gearbeitet habe. Macht einen Stundenlohn von 25 Euro. Bei einer normalen Arbeitsbelastung von 160 Stunden im Monat wären dass doch immerhin auch noch 4.000 Euro Einnahmen.

Das ist doch nicht schlecht, oder?

Doch, ist es. Zum einen gehen davon noch alle deine Kosten ab. Steuern, Versicherungen, Hardware, Software, Miete, Büroausstattung, Telefon, Internet, Werbung, … die Liste ist lang. Und gerade am Anfang neigst du dazu, viele Punkte zu übersehen.

Bücher, wie 100 $ Startup von Chris Guillebeau, sind großartige Motivations-Hilfen. Viele vermitteln aber den Eindruck, dass dein Life-Style-Business quasi nichts kostet. Das ist ein Irrtum. Du brauchst zwar kein großes Startkapital. Aber die monatlichen Kosten summieren sich mit der Zeit erheblich.

Hinzu kommt, dass du NIEMALS 160 Stunden im Monat verrechnen kannst. Du musst davon noch jede Menge Zeit abziehen für Service, Entwicklung deines Business, Kundengewinnung, Gespräche mit Partnern, Fortbildung, Organisatorisches, Leerlauf, Urlaub und Zeit, die du auf Markus Blog verbringst – wobei, das zählt als Fortbildung. Ich würde daher niemals mit mehr 100 bezahlten Arbeitsstunden im Monat rechnen. Ich persönlich kalkuliere nur mit 70.

Deinen Stundensatz richtig zu kalkulieren ist eine der wichtigsten Grundlagen für dein Business. Das falsch zu planen ist eine der großen Gefahren der Selbständigkeit Wenn du hier zu niedrig ansetzt, landest du automatisch im Hamsterrad.

Deine Positionierung ist heilig

Eine messerscharfe Positionierung erfüllt viele Zwecke. Hier sind drei besonders wichtige:

  • Sie ermöglicht dir eine hohe Spezialisierung, so dass du herausragend gute Arbeit leisten kannst.
  • Als Spezialist bist du der bevorzugte Anbieter für deine Zielgruppe.
  • Und sie ermöglicht dir effizientes Arbeiten, weil du dich auf das konzentrierst, worin du wirklich spitze bist.

Gerade der letzte Punkt hat mir Anfang des Jahres große Schmerzen bereitet. Ich habe zu viele Aufgaben übernommen, die mir überhaupt nicht lagen. In Folge musste ich mich lange einarbeiten, habe mich durch die Aufträge gequält und am Ende doch nur durchschnittliche Ergebnisse erzielt.

So kam auch der mickrige Stundensatz von 25 Euro zustande. Deine Positionierung ist das effektivste Marketing-Instrument auf diesem Planeten. Sie sollte dir heilig sein.

Sag entweder „Hell, Yeah!“ oder „Nein!“

Doch auch wenn du deine Positionierung klar definiert hast, gibt es immer Versuchungen, die dich in eine andere Richtung locken. So viele Dinge, die du noch tun könntest. So viele Kunden, für die du noch arbeiten könntest.

Wie sollst du da zwischen den lohnenden und den unpassenden Projekten unterscheiden?

Die Antwort ist ganz einfach: Wenn ein Projekt dich von Anfang an überzeugt und du mit ganzem Herzen „Ja!“ sagst, dann mach es auch. Genauso ist ein Projekt, das dich nicht interessiert auch ein klares „Nein!“

Doch was ist mit den vielen Projekten, bei denen du abwägen musst? In den allermeisten Fällen kosten dich diese Projekte weit mehr Zeit und Nerven, als sie Wert sind. Bevor du noch dazu stundenlang abwägst, folge deinem Instinkt: Sag entweder „Hell, Yeah!“ oder „Nein!“ Ein vielleicht ist dann automatisch ein „Nein!“

Mach nicht ständig alles selbst

„Oh Gott, dann verliere ich ja jede Menge Kunden“ wirst du jetzt vielleicht sagen. Ja, das bedeutet, dass du auch Kunden abgeben musst. Aber es sind Kunden, die einfach nicht zu dir passen. Sicher gibt es andere Unternehmer, die sich darüber freuen.

Genauso gibt es Aufgaben, die dir eigentlich nicht liegen, die du aber zur Kostenersparnis selbst machst. Das ist am Anfang sinnvoll. Mit der Zeit solltest du aber immer mehr dieser Aufgaben an Profis abgeben. Bei mir waren das zunächst die Buchhaltung und Korrektur meiner Artikel. Aktuell bin ich dabei, die technische Betreuung meiner Website abzugeben.

Kunden abgeben, Aufgaben delegieren – all das kostest Geld. Ist aber notwendig, um dein Business voran zu bringen. Denn nur der Teil deines Business wächst, auf den du deine Energie investierst.

Richtest du deine Energie auf deine Ziele, rücken sie näher. Richtest du deine Energie auf deine besten Kunden, gewinnst du weitere solcher Kunden. Wenn du jedoch deine Energie auf deine Probleme fokussierst, wachsen deine Probleme. Und auch deine Problemkunden werden mehr oder überhäufen dich mit noch mehr Problemen, je mehr Energie du in sie investiert.

Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig abzugeben.

Wenn du deinen Tag nicht planst, planen ihn andere für dich

Auch dieses Problem hat mich in den letzten 12 Monaten sehr beschäftigt. Ich hatte meine To-Do-Listen, aber ständig kamen scheinbar dringende Aufgaben dazwischen, die mich von meiner Arbeit abgehalten haben. Wichtige aber nicht dringende Projekte haben sich endlos hingezogen. Wie zum Beispiel das Schreiben meines E-Books.

Inzwischen trage ich mir meine wichtigen Tätigkeiten im Kalender ein. Ich mache mir quasi eigene Termine für diese Dinge, in denen ich dann nicht für andere Aufgaben zur Verfügung stehe.

Wenn ich das nicht mache, drängen sich andere schnell in meine Zeitplanung. So kann ich effektiver arbeiten und auch meine Kundenprojekte verlässlicher planen. Und ganz ehrlich: Die allermeisten „dringenden“ Aufgaben entpuppen sich schnell als nicht so wichtig oder gar nicht so eilig, wenn man mal genauer nachfragt.

Entspannung ist genauso wichtig wie Anspannung

Ein gewisser Zeitdruck in eine effektive Arbeitsweise unverzichtbar. Sicher hast du schon mal das Parkinsonsche Gesetz gehört:

Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.

Wir Menschen sind nun mal unglaublich faul, wenn uns keine starke Motivation antreibt. Ein leichter Druck ist daher eine gesunde Sache. Ungesund wird es, wenn du anfängst, dich selbst auszubeuten.

Eine Zeit lang spielt dein Körper mit. Dann kannst du tatsächlich in einer 80-Stunden-Woche das doppelte Pensum leisten. Doch nach nur sehr kurzer Zeit rächt sich die Selbstausbeutung und deine Leistungsfähigkeit nimmt rapide ab. Irgendwann arbeitest du zwar das Doppelte, schaffst aber trotzdem deutlich weniger als zuvor. Dann steckst du wahrlich im Hamsterrad – du kannst bis zur völligen Erschöpfung rennen und kommst doch keinen Millimeter weiter.

Auch deine geistige Leistungsfähigkeit ist wie ein Muskel. Ein Muskel wächst durch regelmäßige Anspannung. Doch ohne Erholungspausen schadest du ihm und du machst deine Anstrengungen zu nichte.

Im März habe ich das am eigenen Leib erfahren. Als die Arbeitsbelastung bei mir am größten war, habe ich angefangen mit meiner Frau täglich joggen zu gehen. Davor habe ich immer gesagt: „Nein, ich habe keine Zeit.“ Doch als ich mich endlich darauf eingelassen habe, war ich überrascht wie viel produktiver ich durch diese eine Stunde Auszeit wurde.

Entspannung macht deine Arbeit besser. Nimm dir die Zeit, wann immer du sie brauchst.

Du bist der CEO

In deinem Life-Style-Business bist du der Chef. Die Gefahren der Selbständigkeit sind groß, dass du dich selbst zur Arbeitsbiene degradierst. Doch wenn das passiert, ist es allein deine Schuld. Es liegt nicht an deinen Kunden. Es liegt nicht an der Wirtschaft, nicht an deiner Konkurrenz und auch nicht irgendwelchen kosmischen Mächten, die sich gegen dich verschworen haben.

Die Verantwortung für dich und dein Business trägst zu 100 % du.

Sei dein großzügiger, vorausschauender eigener Chef. Dann ist Selbständigkeit die große Freiheit. Sei ein strenger und kurzsichtiger Chef und du wirst zum Herrscher deines eigenen Hamsterrades.

Ich hoffe, meine Erfahrungen und Tipps aus den letzten zwei Jahren haben dir geholfen. Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie du dich und dein Business zur Marke machst, schau bei mir im Blog vorbei.

Lass uns die Welt verändern!

Matthias


Ein Gastartikel von Matthias Barth

Passender Artikel:  So misslingt deine Gründung – eine Anleitung in 6 Schritten

Matthias Barth hatte nach sieben Jahren die Nase voll vom Werbeagentur-Alltag. Heute ist er CEO, Art Director und Chefredakteur der Multi-Billionen-Gehirnzellenschmiede „Startworks“ 😉  Seine Mission: Gründern helfen, Ruhm, Einfluss und Kunden zu gewinnen. Wie, das beschreibt er jede Woche in seinem Blog auf www.startworks.de. Weil es ihm Spaß macht. Weil er hier etwas bewegen kann. Und weil es noch viele kleine und große Ideen braucht, um unsere alles andere als perfekte Welt zu verändern.

16 Comments on “Die Gefahren der Selbständigkeit – einmal Selbstausbeutung und zurück

Kevin Fiedler
17. Januar 2017 um 11:27

Super Artikel, Matthias. Vielen Dank für den Einblick und die Tipps! Ich glaube auch, dass man vor dem endgültigen Start in die Selbstständigkeit schon einige Dinge vorbereiten kann, damit der Start nicht ganz so holprig ist, aber das wurde ja schon gesagt.

Das „Streng sein zu sich selbst“ kenn‘ ich nur zu gut. Da kämpfe ich immer gegen meinen inneren Adrian Monk an. Meistens gewinne ich, manchmal er 😉 Aber das wird!

LG,
Kevin

Antworten
Margarete Klünder
9. Oktober 2016 um 21:49

Der Artikel ist wirklich klasse! Danke! Hätte ich den mal 3 Jahre früher gelesen ;-). Dann hätte ich die meisten Erfahrungen nicht selbst machen müssen.
Gerade wir Designer sind besonders betroffen zu streng zu sein, weil unser ästhetisches Empfinden so stark ausgeprägt ist.

Antworten
Fabian Freigeist
29. August 2016 um 17:10

Danke für den Artikel. Erwische mich in vielen Punkten. Insbesondere, dass ich mein strengster Chef bin. Aber damn it. Ich liebe es einfach zu sehr und in meinen jungen Jahren kann ich noch ordentlich Gas geben. Wenn ich mal so alt und weise wie Markus bin, werde ich ein paar Gänge runter schalten

Antworten
Hausschuhexperte
29. August 2016 um 10:14

Wieder ein schöner Artikel mit vielen Wahrheiten.
Aber man muss als Selbständiger noch einen Schritt weiter denken, wenn man wirklich dauerhaft erfolgreich sein möchte.
Natürlich ist die Kalkulation eines Stundensatzes ein Problem. Hierbei entscheidet aber letztendlich, der Markt, ob Eure Leistung das Geld wert ist.
Natürlich muss man zur Qualitätssteigerung, Kundenakquise und Fortbildung zahlreiche Stunden aufwenden, die in der Gesamtwertschöpfung mit einfließen müssen, und dann netto zu einem traurigen Ergebnis führen.
Was muss man also tun, um diese Bilanz zu verbessern?
Outsourcing, Freelancer oder Mitarbeiter sind die Zauberbegriffe, die dem selbstgebauten Hamsterrad ein Ende bereiten können.
Wer sich vor dem Gedanken drückt, wird entweder einen Burn Out erleiden oder muss seine Kapazitäten so reduzieren, dass es dauerhaft funktionieren kann.
Es gibt in meinen Augen eine natürliche Einkommrnsgrenze für Einzelkämpfer.
Wie hoch die liegt, hängt von den geleisteten Nettostunden ab und dem maximal möglichen Stundenaufkommen.
Das Berufsleben als Selbständiger besteht zudem nicht nur aus zwei Jahren, und die Zeit ist recht kurzlebig und erfordert viel Flexibilität, um Marktanforderungen zu erkennen und bedienen zu können.
Eigentlich ist man als Unternehmer erst dann gut, wenn man es sich leisten kann, sein Arbeitspensum auf halbtags zu beschränken.

Antworten
Christian Aust
23. August 2016 um 9:30

Danke für den Text. Sowas sollten sich Gründer aufs Kissen sticken.

Zu Punkt 1 (den Stundensätzen) habe ich gerade gestern eine Tabelle veröffentlicht, wie sich ein Brutto-Gehalt in einen Stundensatz umrechnen lässt. Fazit: Selbst wenn du dir kaum mehr als den Mindestlohn (8,50 EUR/Stunde) zugestehst, darf dein Stundensatz incl. Steuer nicht geringer als 30 EUR sein. Soviel zu deinen 400 Stunden und den 10.000 EUR Umsatz, die sich daraus ergeben haben.

https://software-berater.net/blog/2016/08/21/sprechen-wir-uber-geld.html

Viel Erfolg!

Christian

Antworten
Matthias
24. August 2016 um 11:28

Danke Christian,
das mit den Kissen klingt nach einer guten Geschäftsidee! 😉 Guter Artikel! Die Kalkulation des Stundensatzes ist wirklich für viele ein großes Problem. Dieses Jahr war mein Problem jedoch nicht der zu niedrige Stundensatz, sondern die vielen nicht-verrechenbaren Stunden, die aufgelaufen sind. Das zerlegt dir jede Kalkulation.
Liebe Grüße, Matthias

Antworten
Martina
22. August 2016 um 10:50

Lieber Markus, lieber Matthias,

oooh ja, dieser Artikel spricht mir mit jedem Satz, jedem Wort, ach was, mit jedem einzelnen Buchstaben sowas von aus der Seele! Meine Erfahrungen aus mittlerweile gut 20 Jahren Selbstständigkeit gleichen den deinen sehr. Im vergangenen Herbst habe ich mein Business deswegen komplett umstrukturiert, mich ganz klar positioniert und arbeite seitdem tatsächlich nur noch mit absoluten Lieblingskunden. Traumhaft!

Trotzdem stehe, bzw. stand ich jetzt wieder vor genau dem Problem, das du schilderst: Zu viele Kundenprojekte, die dazu führten, mein eigenes Wohlergehen und die Arbeit an meinem Onlinekurs, der im Oktober starten wird, immer wieder in den Hintergrund zu stellen und zu verschieben. Und auch ich habe vor ein paar Wochen die Reissleide gezogen und mir einen kompletten Auftragsannahme-Stopp verordnet. Nicht leicht, aber eine richtig gute Entscheidung! Momentan beende ich gerade die letzten Kundenaufträge und widme mich dann nicht mehr „nebenher“, sondern voll und ganz dem Kurs.

Ich sitze gerade an einem Blogpost mit dem noch unausgegorenen Arbeitstitel „Wie du dein Business gesund auf Kurs hältst“. Er erscheint diese Woche und ich werde darin auf deinen großartigen Post verweisen.

Danke und herzliche Grüße aus München!
Martina

Antworten
Matthias
22. August 2016 um 12:25

Hallo Martina,
danke für das tolle Feedback! Ich freue mich riesig, dass der Artikel so gut ankommt. Beim Schreiben hatte ich die Sorge, dass viele meine Sorgen als Luxusprobleme abtun würden. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Kurs!
Viele Grüße aus München nach München 😉
Matthias

Antworten
Lars
22. August 2016 um 9:52

Hi Matthias,
Markus hatte mal wieder recht, ich habe mich und meine Art zu Arbeiten in vielen der Abschnitte deines Textes wieder gefunden.
Wichtige Punkte wie Positionierung, Spezialisierung, Entspannungsphasen, Terminsetzung, Delegieren von Arbeiten und vor allem Geduld, Geduld und nochmals Geduld kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Zwar bin ich mit meinem 2 Monate altem Business als Recherchedienstleister (www.archivrecherche-dresden.de) noch weit entfernt von 10 000 Euro Einkommen im Monat, aber kann dennoch erste Erfolge und Meilensteine verbuchen (wiederkehrende Kunden, positives Feedback für meine Leistung und ein wachsendes Einkommen).
Es ist gesund und wichtig regelmäßig Abstand zur eigenen Arbeit zu bekommen, auch wenn sie noch so leidenschaftlich ist.
Regelmäßig stelle ich mich und meine Leistungen auf den Prüfstand, analysiere und überlege, welche Tätigkeiten/Aufgaben und „Versprechen“ mich meinen Zielen näher bringen. Ist es eine neue Website? Ist es ein weiterer Kunde? Ist es mein (etwas vernachlässigter) Blog? Ist die Netzwerkpflege? Oder ist es ein Tag völliger Entspannung?
„Selbständig sein“ ist eine permanente Gratwanderung. Jeden Tag blicke ich in die Abgründe rechts und links von mir. Die Angst abzustürzen schärft meine Sinne und lässt mich nach vorn schauen. Ich habe gelernt meinen Ängsten ins Gesicht zu blicken und empfinde diese inzwischen als tägliche Herausforderung und positiven Antrieb. Jeder Tag ist einfach nur aufregend.
Danke Matthias! Danke Markus!

Beste Grüße
Lars

Antworten
Matthias
22. August 2016 um 12:21

Hallo Lars,
danke für das Tolle Feedback. Ich sehe Selbstständigkeit zwar auch als Herausforderung, aber die Abgründe links und rechts machen mir keine Angst mehr. Du kannst zwar immer mal wieder einen Fehltritt machen – aber ich weiß, dass ich mich auf meine Fähigkeiten und mein Netzwerk verlassen kann, um wieder auf die Beine zu kommen.
Diese Sicherheit kommt automatisch mit der Zeit, wenn das Vertrauen in deine Fähigkeiten wächst. Nur nachlässig darf man nicht werden. Weiterhin viel Spaß und Erfolg!
Matthias

Antworten
Kerstin
22. August 2016 um 9:50

Schöner Artikel, werde ich gleich mal teilen 🙂

Antworten
Matthias
22. August 2016 um 12:25

Danke Kerstin! 🙂

Antworten
Dennis
20. August 2016 um 11:00

Hi,

Die Selbstständigkeit ist ein zweischneidiges Schwert. Sie birgt viele Gefahren, aber auch sehr viele Vorteile. Viele begehen aber ienen entscheidenden Fehler. Sie wollen ihre Selbstständigkeit von null auf hundert starten. Dies funktioniert in den wenigsten Fällen. Jeder sollte erst in seinem Job bleiben, auch wenn der ihn anko… Eventuell könnte das noch mehr Ansporn sein, die Selbstständigkeit durchzuziehen. Das wichtigste aber ist, man hat ein geregeltes Einkommen und ist nicht soofort auf Einnahmen durch die Selbstständigkeit angewiesen.

Ich mache es genauso. http://www.tageslichtlampe-test24.de ist zum Beispiel so ein Projekt von mir. Alles muss sich langsam aufbauen und man muss sich Zeit geben.

Vile Grüße
Dennis

Antworten
Markus
21. August 2016 um 7:53

Hi Dennis, danke für die Ergänzung und für den kleinen Werbeblock 😉
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Matthias
22. August 2016 um 12:15

Hi Dennis,
ich würde rückblickend auch ein wenig anders machen und parallel zur Festanstellung mehr Kontakte knüpfen, den Blog starten und so mehr Momentum für den Start gewinnen. Bin froh, dass es auch so geklappt hat 😉
Liebe Grüße, Matthias

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Matthias Barth

Matthias Barth

Matthias Barth hatte nach sieben Jahren die Nase voll vom Werbeagentur-Alltag. Heute ist er CEO, Art Director und Chefredakteur der Multi-Billionen-Gehirnzellenschmiede „Startworks“ ;-)  Seine Mission: Gründern helfen, Ruhm, Einfluss und Kunden zu gewinnen. Wie, das beschreibt er jede Woche in seinem Blog auf www.startworks.de. Weil es ihm Spaß macht. Weil er hier etwas bewegen kann. Und weil es noch viele kleine und große Ideen braucht, um unsere alles andere als perfekte Welt zu verändern.

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

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