Ich kann nicht mehr: Wenn einer dieser 13 Punkte auf dich zutrifft, musst du handeln

Ich kann nicht mehr

Auch heute ist es dir nicht aufgefallen. Morgens aufstehen, Kaffee trinken, das übliche Denken, die dir auf dem Weg zur Arbeit durch den Kopf gehen, die Routinen und der Alltagstrott, die dich im Job erwarten. „Ich kann nicht mehr“ geht dir manchmal durch den Kopf. Alle Probleme sind gut getarnt in täglicher Normalität, geprägt von den Erwartungen anderer, der sozialen Programmierung und den Dingen, „die man eben tun muss“.

Hie und da, aber sehr selten blitzt ein Gedanke auf:

Eigentlich kann ich mir vorstellen, auch mal etwas ganz anderes zu machen.

Das wird dann aber schnell als „Hirngespinst“ und „Tagträumerei“ gesehen und mit einem Anflug von Ärger auf dich selbst weggewischt.

Du bemerkst es einfach nicht, dass du dich den Großteil deines Lebens in einem weitgehend fremdbestimmten System aufhältst. Einem System, das sich niemand so richtig ausgedacht hat und das daher einfach „Gewohnheitsrecht“ ist.

Normal. Macht jeder. Ist so.

Aber es gibt sie, die Zeichen (hier ein Burnout-Test), dir dir zeigen, dass es reicht, dass ein beruflicher Neuanfang notwendig wird…

Dass du so nicht weitermachen kannst.

Du kannst nicht einfach die nächsten 10.000 Tage deines Arbeitslebens so weitermachen.

Hier eine kleine Liste, die die Alarmglocken in deinem Kopf schrillen lassen soll. Es reicht übrigens nicht, wenn du bei dieser Liste nur nachdenklich wirst … (Nur „Ich will nicht mehr“-Denken reicht nicht aus)

Ich kann nicht mehr – Eine klare Checkliste:

Du arbeitest nur für das Geld

Der Klassiker. Du bist zwar zutiefst unglücklich in deinem Job, aber dein Hauptargument dir und auch anderen gegenüber ist das monatliche Schmerzensgeld. Ob du glaubst, keine andere Wahl zu haben

Ich kann mir einfach nicht leisten, ein Risiko einzugehen. Die Rechnungen müssen doch bezahlt werden

oder du verdienst sehr gut


Für so viel Kohle kann man auch ein wenig Stress über sich ergehen lassen

ist egal. Wenn Geld dein stärkster Antrieb ist, macht dich dein Job über kurz oder lang unglücklich.

Du tust es nur für dein Image oder den Status

Du bist stolz auf dein Büro, deinen Firmenwagen, die anderen kleinen Annehmlichkeiten, die dein Job oder besser deine Funktion in der Firma mit sich bringt? Du magst es, wenn man bewundert, was du tust und erzählst stolz von deiner Beförderung, Gehaltserhöhung oder was du gerade alles so Cooles am Laufen hast? Es könnte sein, dass du dich und dein Dasein durch den Job definierst. Kann es sein, dass du selbst das Gefühl hast, ohne deinen coolen Job nicht viel wert zu sein? Erkennst du diese Situation ein wenig wieder?

Ich kann nicht mehr - Eltern

Du hast dich entschieden, weil dein Vater oder deine Mutter das Gleiche tun

  • „Wir sind einfach eine Ärztefamilie.“
  • „Das ist bei uns schon über Generationen so Tradition.“
  • „Meine Karriere war von Anfang an geebnet.“

Diese und ähnliche Aussagen sind ein Indiz dafür, dass du niemals ernsthaft darüber nachgedacht hast, etwas zu tun, was dir Spaß macht, sondern du auf Nummer sicher gehst und dich vielleicht sogar in ein gemachtes Nest setzen willst. Du wolltest anfänglich deinen Traumjob nachgehen, hast aber dem unterschwelligen sozialen Druck innerhalb deiner Familie nicht standgehalten und dich doch entschieden, den Familien-Karriereweg zu gehen. Halte eine Sekunde inne und denke daran, für wen du das tust.

Dein Fokus liegt auf den Jobs mit den besten Aufstiegschancen

Bereits dein Studium hast du auf Basis der Jobchancen danach entschieden und auch danach ging es immer darum, weiterzukommen, nach oben. Du bist motiviert von der nächsten Herausforderung, einen Jobwechsel, dem nächsten Projekt, das dich auf der Karriereleiter nach oben schubst. Wofür eigentlich?

Hier ein Buchtipp, der dir weiterhelfen wird!*

Du tust es, weil du nicht einfach so „zurück“ kannst

Du hast dich für eine Ausbildung und ein Studium entschieden, hast jahrelang allen erzählt, wie cool der Job ist, hast Erfahrungen gesammelt, Kontakte und ein Netzwerk. Du bist mehr und mehr gut eingecheckt in deiner Branche und vielleicht sogar recht angesehen. Natürlich ist es völlig unmöglich, das alles über Bord zu werfen. Wenn du jetzt alles hinschmeißt, dann würde es dir vorkommen, als hättest du die letzten Jahre einfach nur vergeudet mit etwas, das dir nichts wert ist. Aber ist das wirklich ein gutes Argument, um die kommenden Jahre ebenfalls zu vergeuden?

Passender Artikel:  Willst du so werden wie dein Chef?

„Ich kann nicht mehr“ zu sich selbst sagen, ist nicht genug. Du brauchst einfach nur einen Plan.

Ich kann nicht mehr - nicht so schlimm

Du sagst dir selbst „Es ist ja nicht so schlimm“

Es gibt eine lange Liste an „Selbstberuhigungen“. Dein innerer Dialog erklärt dir einfach gebetsmühlenartig, dass es nicht so schlimm ist, dass du dankbar sein sollst für deinen Job, dass es anderen nicht besser oder sogar schlechter geht. Wenn du mit deinen Freunden und deiner Familie sprichst, bist du stets bemüht, nicht zu jammern, relativierst und lässt alles in einem guten Licht erstrahlen. Selbst weißt du aber, dass es anders ist.

Du lenkst dich ab

Hobbys, Sport, Freunde, Ausgehen, Spaß haben, Kurzurlaube, Partys und vieles mehr. Dein Leben ist cool. Du erlebst und unternimmst viel, dir wird nie langweilig, weil deine Freizeit super durchgeplant ist und du wirklich einen perfekten Ausgleich schaffst. Vielleicht aber stopfst du deine freie Zeit mit Dinge zu, damit du nicht nachdenken kannst. Vielleicht hast du einfach nur Angst davor, auch nur fünf Minuten Zeit zu haben.

Du bist immer busy

Du rennst den ganzen Tag extrem beschäftigt durchs Büro und erzählst jedem, wie viel zu tun ist? Jedem Kollegen wird signalisiert, dass du am Limit bist, aber doch alles super im Griff hast, nur „mehr geht momentan echt nicht mehr“. Busy sein ist cool, denn wenn man nichts zu tun hat, ist man nutzlos. Daher findest du auch nichts dabei, dass du Abende und Wochenende im Büro verbringst und dir keinerlei Zeit für dich nimmst, denn:

Der Job muss gemacht werden. Ich muss meine Deadline einhalten!

Ich kann nicht mehr - Dauernd auf die Uhr sehen
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Du siehst um 9.30 zum ersten Mal auf die Uhr

oder zählst die Stunden, bis du nach Hause gehen kannst? Dazu brauche ich jetzt nicht mehr zu sagen.

Stattdessen, wäre es doch besser im Flow zu sein, nicht auf die Uhr zu sehen und Arbeit nicht als Arbeit zu empfinden.

Du bist umgeben von Menschen, die ihren Job hassen

Nicht nur du sagst: „Ich kann nicht mehr“. Es gibt Unternehmen, da jammern alle. Alle sind gestresst, alle hassen den einen oder den anderen Chef oder Kollegen. Alle erzählen sich in den wenigen freien Sekunden, dass es „ein Wahnsinn ist momentan“ und „Das kann so nicht mehr lange weiter gehen. Bald ist die Grenze überschritten und ich kündige.“ Alles sagen das, keiner hat mehr Kraft, aber keiner kündigt wirklich.

Du willst mit niemanden in der Firma etwas zu tun haben

Du kommst ins Büro, machst Dienst nach Vorschrift und dann gehst du wieder heim. Dazwischen ist dein Gehirn auf „Funktionieren“ geschaltet. Du willst mit deinen Kollegen nicht plaudern, hast kein Interesse an ihnen und sie vielleicht auch nicht an dir. Du gehts einfach schon zu lange in dieses Büro, hast zu viel gesehen, hast die Tretmühle akzeptiert und erlebt und hast für dich beschlossen, mentalen und emotionalen Abstand zu nehmen. Ganz funktionieren tut das aber nie.

Ich kann nicht mehr - überall beschweren

Du beschwerst dich immer und überall über deinen Job

Egal ob es jemand hören will oder nicht: Du erzählst, wie scheiße es im Job ist. „Ich kann nicht mehr“ hört man immer öfter von dir. Deine Liste an Beschwerden ist lang: Kollegen, Chefs, Bezahlung, Arbeitsbedingungen, Überstunden, Unternehmenskultur und vieles mehr. Du bist manchmal selber von dir erstaunt, wie kreativ du über deinen Job schimpfen kannst.

Du sprichst mit niemanden über deinen Job

und vermeidest jedweden Gedanken über deine Arbeit, sobald du „Freizeit“ hast. Doch wenn du ganz ehrlich bist, hast du durch diese Vermeidungsstrategie eigentlich nie Freizeit.

Auch wenn die Liste ein wenig zynisch ist, kann es sein, dass du dich bei dem einen oder anderen Punkt wiedererkannt hast. Wenn ja, beginn dich mit dem Gedanken anzufreunden, vielleicht „wirklich mal etwas ganz anderes zu tun“ und zu kündigen.

Die Lösung für deine „Ich kann nicht mehr“-Gedanken: Die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Nur was tun, wenn man nicht mehr kann? Ich bin auf deiner Seite und begleite dich. Klicke hier und hole dir als nächsten Schritt meine besten Tipps!

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

15 Antworten

  1. Das „schlimmste“ am jetzigen Job ist für mich, dass er mir oft einfach total „sinnlos“ vorkommt überhaupt dort zu sein.
    Auch wenn ich weiß, dass der Job an sich natürlich seinen Sinn hat, so fehlt ihm jedoch jegliche Tiefe. Aber die Weichen für das neue sind schon gestellt und es geht hoffentlich bald los 🙂

  2. Ja Markus, deine Artikel sind auf „Nichtverantwortung“ aus geschrieben. Weisst Du, das Leben ist ein Spiel und es sollte gespielt werden. Eines darfst Du nie vergessen. Ein Spiel hat Regeln. Wenn Du das Spiel gewinnen willst, musst Du die Regeln befolgen! Du darfst jedoch das Leben nicht zu ernst nehmen. Das Leben ist eins Spiel und spielen sollte spass machen. Also lieber Markus, viel Spass beim spielen. LG Roger

    1. ja, roger – nein.
      der artikel ist auf 100% rundum-selbstverantwortlichkeit geschrieben und deine antwort zeigt die konditionierte begrenzung des denkens.

  3. Mal ehrlich,

    nochmal….wenn man Geld verdienen MUSS geht das nicht so einfach. Ich will keinem zu nahe treten. Aber Markus. Hast Du Kinder..Haus…(Verpflichtungen) Und kommt mir nicht mit so einem Käse das man das nicht braucht. Ok. Denkt euch der ist portioniert aber es ist fakt. Selbstverklichen geht nicht so einfach wie das ich tag ein tag aus so leben will.

  4. Ja, das stimmt alles.
    Das ist in der Gesellschaft ein weit verbreitetes „Phänomen“.
    Das liegt daran, dass die Menschen nicht so leben, wie sie eigentlich leben „Sollten“. Nämlich nach Ihrer Pfeife. Nach ihren eigenen Absichten. Und das ist gleichzeitig auch die frohe Botschaft. Dass das geht. Dass man das kann!

  5. Trifft genau auf den Punkt. Wort für Wort, Gedanke für Gedanke. So war es bei mir auch….Und so muss es noch vielen anderen Leuten gehen.
    Man überlege sich mal, wenn alle aus dem Hamsterrad aussteigten, was würde passieren, wie würde sich die ‚Gesellschaft‘ verändern?
    Viel Spaß beim Philosophieren 🙂
    Alles Liebe,
    Marion

  6. Okay, kein Treffer.
    30-Stunden Job, also Teilzeit mit mehr Freizeit – Vertrauensarbeitszeit, also ohne jegliche Kernarbeitszeit – Homeoffice-Option, also mal in der Firma, mal zu Hause – unbefristet angestellt mit Tariflohn, also mittelfristige Jobsicherheit – Mischung aus Team und Einzelaufträgen, also menschlich abwechslungsreich – Autonomie beim Annehmen/Ablehnen von Aufträgen – vergleichsweise hohe Wertschätzungskultur im Unternehmen
    Punkt 14 möchte ich dennoch gerne hinzufügen: Die Relevanz, die Bedeutsamkeit dessen, was ich tue, fehlt mir. In den wenigen Momenten, in denen ich leide, zweifle, grüble, liegt es daran, dass das was ich tue, nicht die Welt verändert und damit meine ich nicht Image/Status, sondern IMPACT .

  7. Ist schön und gut zu lesen.
    Aber. Was macht bitteschön jemand mit finanzieller VERANTWORTUNG. Mal im Ernst? Haus….Kinder….mhhh? Jetzt sagt bitte alle: „ich lebe in einem Hamsterrad“. Aber entweder ihr habt keine Knete oder Kinder und wisst nicht was es heisst Geld ausgeben (zu müssen).

  8. „Du tust es, weil du nicht einfach so “zurück” kannst“

    DAS ist ist in meinem Leben die mit Abstand meistgehörteste Ausrede. Die meisten Menschen versuchen so krampfhaft, sich ihr Glück im Außen zu „sichern“, dass die Angst, diese „Sicherheit“ zu verlieren, mit der Zeit fast einer Todesangst gleicht.
    Keiner geht mehr Risiken ein und erfährt deswegen auch nicht, dass man eben nicht stirbt, wenn man gewohnte Pfade verlässt. Sogar im Gegenteil : man spürt dann erst, dass man wirklich lebt!

    Ein guter Post!

    LG, Arne

  9. Was für ein Glück. 13 Würfe – kein Treffer. 🙂

    Auch wenn man wie ich schon ausgestiegen ist aus dem klassischen Hamsterrad, habe ich festgestellt, dass es sinnvoll ist, auch das eigene Life-Style-Business ab und zu auf diese Punkte hin zu überprüfen. Denn das Hamsterrad lauert überall… 😉

    Danke für die Checkliste, Markus!

  10. Okaaaay….
    das heißt ich muss DRINGEND etwas unternehmen! Je mehr Punkte zutreffen, umso schlimmer, gell?

    Danke für die Liste! Ist wirklich gut! Gut sich dessen mal wieder bewußt zu werden!

    Gruß
    Manuela

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

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