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5 inspirierende Worte, die dein Hamsterrad verändern. Besonders das letzte.

inspirierende worte

Hast du dir schon einmal klar gemacht, dass du andauernd mit dir selbst sprichst? Dass es einen inneren Dialog gibt, in dem du pausenlos redest und redest und redest? Und vermutlich hat dein innerer Dialog nicht immer Gutes mit dir vor. Und inspirierende Worte sind wenige dabei. Er ist nämlich dein schärfster Kritiker und spricht mit dir auf eine Art und Weise, die du deinem besten Freund nicht erlauben würdest.

Ich bin für mich sehr überzeugt, dass die Worte, die wir benutzen, wenn wir zu uns selbst sprechen, aber auch wenn wir mit anderen sprechen, unsere Realität machen. Ich habe bereits über das gefährlichste Wort der Welt geschrieben und was es mit dem Wort „müssen“ auf sich hat.

Dein Hamsterrad ist voll mit Worten, mit Business-Floskeln, die uns Druck, ja sogar Angst machen:

  • Umstrukturierung
  • stressresistent
  • Multitasking-fähig
  • Deadline
  • Prozesse optimieren
  • innovativ
  • ergebnisorientiert

Es gibt noch viel, viel mehr davon. Komischerweise gibt uns das Benutzen dieser Worte ein Gefühl der Professionalität und Seriosität. Doch was diese Worte nicht tun, ist dich in irgendeiner Art vorwärts zu bringen. Diese Worte inspirieren uns nicht und lassen unsere Vorhaben oder Ziele einfach ohne das wichtigste Element zurück: ohne Emotion.

Spannend ist, dass wir Angst haben, „emotional“ zu kommunizieren, das heißt mit Worten, die nicht so „cool“ sind wie die obigen, weil wir befürchten, als unprofessionell dazustehen. Ein Teufelskreis oder anders: Ein Hamsterrad. Daher habe ich ein kleines Vokabelheft zusammengestellt. Fünf Worte, die wirken. Fünf inspierende Worte, die dich ins Handeln bringen. Fünf Worte, die, in den Alltag integriert, dich motivieren und beflügeln.

inspirierende Worte

Free-Photos / Pixabay

Geben

Wer an „geben“ denkt, dem kommt auch gleichzeitig „nehmen“ in den Sinn. Sprichworte wie „Geben ist seliger denn nehmen“ haben genau dazu beigetragen, weil wir die beiden Worte unmittelbar miteinander assoziieren. Spannend ist, wenn du gibst, ohne zurück zu verlangen, und wenn du beginnst, das Wort zu benutzen, ohne dass sein „Gegenüber“ mit dabei ist. Notiere dir drei Dinge, die du in den nächsten Tagen jemandem gibst, ohne daran zu denken, was du zurück bekommst.

Lernen

Heutzutage müssen wir perfekt sein. Der Prozess, sich eine Fähigkeit oder Wissen anzueignen, muss schnell gehen. Ein Lernender zu sein ist peinlich. Wir leben in einer Instant-Zeit, wo wir alles sofort haben können und alles furchtbar schnell geht. Lernen ist uncool. Es geht um das Resultat. Überlege dir, wann du das letzte Mal im „Lernmodus“ warst, also dir etwas Neues angeeignet hast, und zwar aus freien Stücken. Und ob du darüber jemandem erzählt hast oder du gewartet hast, bis der „Lernprozess“ abgeschlossen ist. Überlege dir drei Fähigkeiten, die du gerne erlernen würdest und mache heute den ersten Schritt dazu.

Passender Artikel:  Die Norm hinterfragen – wie du das machst und Klarheit über dich gewinnst

Verändern

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass „Veränderung“ eine große Angst darstellt. Rund um uns herum verändert sich alles. Und zwar so schnell, dass wir kaum mitkommen. Daher streben wir nach Beständigkeit, nach etwas, das bleibt, wo wir uns anhalten und orientieren können. Wir selbst wollen uns nicht verändern. „Ich bin, wie ich bin“. Fang mit Kleinigkeiten an. Nimm eine andere Route zu deinem Arbeitsplatz, verändere deine Essgewohnheiten oder steig einfach nur mit dem anderen Bein zuerst in deine Hose. Definiere heute drei Dinge, die du verändern willst, und erzähle deinem Partner oder deiner besten Freundin davon.

Teilen

Das Wort hat uns Facebook so richtig versaut. Es hat einen komischen Beigeschmack bekommen, nämlich schwingt das Motiv „cool zu sein“ mit. Wenn du etwas „teilst“, möchtest du aufzeigen, die Aufmerksamkeit auf dich lenken und zwischen den Zeilen sagen: „Schau, wie toll ich bin“. Das ist nicht das Teilen, von dem ich spreche. Es geht mir um das Teilen von Erlebnissen, von Wissen, von Momenten. Es geht um den Wunsch, die schönen Dinge des Lebens gemeinsam zu tun und Anteil zu nehmen an Freud und Leid des anderen. Denke nur ein paar Minuten daran, was du ab jetzt nicht mehr alleine machst oder was du bis jetzt bewusst für dich behalten hast.

Erschaffen

Hier sind wir bei einem wichtigen Bedürfnis vieler Menschen. Wie mir ist es vielleicht auch dir wichtig, in deinem Leben etwas zu tun, das Bestand hat. Etwas zu erschaffen, das Menschen um dich herum weiterbringt, für sie Bedeutung hat und worauf du am Ende stolz sein kannst. In unseren Hamsterrad-Jobs wird dieses Bedürfnis nicht oft befriedigt. Liegt aber auch daran, dass du vielleicht nicht weißt, was deine Leidenschaft ist und was es für dich zu erschaffen gibt. Dafür ist es wichtig, dich selbst gut zu kennen, um zu wissen: Das ist mein Ding.

Für mich ist wichtig, dass ich Schritt für Schritt aufhöre zu konsumieren und statt dessen mehr und mehr erschaffe. Und darunter verstehe ich auch, dass ich mich um jedes der fünf Worte bemühe und bewusst daran arbeite zu geben, zu lernen, zu verändern, zu teilen und zu erschaffen. Beginne damit, dass du eines der fünf Worte jeden Tag in deinen Kalender schreibst. Und sei erstaunt, was dann so passiert.

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

7 Comments on “5 inspirierende Worte, die dein Hamsterrad verändern. Besonders das letzte.

Heidrun
12. Oktober 2017 um 13:09

Hallo, Markus,
ich bin von Deinen Sprach-Untersuchungen begeistert.
Darf ich Dir das Gebot „etwas schaffen müssen“ für eine nähere Untersuchung ans Herz legen? Das hat auch so seine Tücken. Da werden schon die natürlichsten Tätigkeiten zu einer Leistung, geben ist darin nicht enthalten und, und, und. Ein kleines Beispiel: Frau mit Diagnose Depression fragt mich, ob sie es schafft, noch zum Kiosk zu gehen und Zigaretten zu kaufen.
Meine Antwort: Du mußt nichts schaffen, Du brauchst nur rüberlaufen, die Zigaretten verlangen und bezahlen. Ihren erstaunten Blick werde ich wohl nicht vergessen. Auch viele Kinder tun nicht mehr einfach, sie schaffen etwas.
Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine.
Lg Heidrun

Antworten
Enrico
6. Januar 2015 um 22:44

Ich finde um aus dem Hamsterrad herauszukommen ist Selbstreflektion nicht immer der richtige Weg. Ich habe einen Weg im Sport gefunden. Mein Training macht mir den Kopf frei. Ich hab mal gelesen, das man gerade auf die innere Plapperkiste, die einem immer alles mies redet genau hören soll. Man sollte sich das genau anhören und nicht verdrängen, weil es dann später verstärkt auftritt. Wenn man der Plapperkiste zugehört hat, verschwindet sie meist von allein. Die Plapperkiste zeigt dir das an was wichtig ist für dich. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, das ich mich gefragt habe: Wiehat meine innere Plapperkiste mich jetzt so klein gemacht? Was hat sie mir gesagt und wie ist es dazu gekommen. Ich erinnere mich dann meistens an Teile der Reaktionskette oder den Auslöser (z.B. eine offensichtliche Beleidigung), je mehr ich versuche dem nachzugehen, je mehr verflüchtigt es sich. So töte ich das Plappermaul. Ich find diese großen Überschriften: Lernen, Verändern, Neu Erschaffen, Positiv sein, oder ganz toll auch: Selbstbewußtsein, genießen, Selbstverwirklichung. Das sind alles Sachen wo keiner weiß was das wirklich ist. Das kann vielleicht mal als Anstoß dienen, aber nicht als Lebensweißheit, die dann vielleicht in (blinden) Aktionismus endet, was vielleicht im burn-out endet. Wenn ich faul sein will, und nichts mehr lernen will, weil ich glaube, das ich schon genug gelernt habe, wenn ich mich nicht verändern will, weil ich sage: ändert ihr euch doch (oder auch nicht, das ist mir egal), und wenn ich ein ganz spießiges, fremdgesteuertes uninteressantes Leben füheren will, dann ist das mein Recht. Frohes Neues Jahr!

Antworten
Markus Cerenak
7. Januar 2015 um 22:03

hi enrico
danke für deine super ergönzung. natürlich ist mein weg nur einer von vielen. aber der über den ich schreiben kann. daher bin ich für andere sichtweisen sehr dankbar
lg m

Antworten
Beate
15. April 2014 um 16:53

Hallo Markus,

das ist eine meiner wichtigsten täglichen Übungen: das Gaplapper in meinem Hirn zu beobachten und zu hinterfragen oder auch einfach mal zu sagen: jetzt halt die Klappe da oben.
Ich war nie angestellt, deshalb sind mir Deine Business-Floskeln total fremd. Bei mir sind es die selbsterschaffenen Zwänge, die mit einem „ich muss“ verbunden sind. Der eigene Anspruch. Oder das Jammern der Hunde, weil sie ihr Futter immer noch nicht bekommen haben, gestern gab’s das früher 😉
In einem Punkt scheinen Männer anders zu ticken als Frauen (oder gibt es überall solche und solche?). ich teile selten etwas auf facebook, um toll oder cool zu sein, sondern entweder, um Informationen, die ich wichtig finde, zu verbreiten, jemanden zum lachen zu bringen oder meine Angebote bekannt zu machen. Und auch, um anderen meine Anerkennung zu zeigen.
Deine PS-Sätze bringen mich übrigens dazu, mich dem in der Schule so verhassten Latein wieder anzunähern…..Hat nicht mal Asterix oder Winnieh ille Puh auf Latein geschafft.

Sonnige Grüsse (heute mit Schnee garniert) 🙂

Antworten
Ruppert
15. April 2014 um 9:44

Und wieder mal prima umsetzbare Tipps – habe schon spontane Ideen für 1.) und 3.), danke dafür!

Ganz wichtig finde ich außerdem, überhaupt die „Luft“ zu haben, sich bewusst mit anderen Worten, wie den hier vorgestellten auseinanderzusetzen. Menschen, die noch voll in ihrem Hamsterrad stecken haben von 9-5 den Kopf erzwungenermaßen voller hohler Businessphrasen, und sobald sie heimkommen, muss als erstes mal die innere Stimme übertönt werden: TV einschalten, zwanzig laufende social media feeds…

So Fälle kenn ich jedenfalls im Bekanntenkreis, begründet wird das immer mit „Ich muss erstmal abschalten!“.

Es gibt aber kein „abschalten“. Wir sind immer „eingeschaltet“. Die Frage ist nur, auf welchen Kanal!

Antworten
Matthias Brückner
14. April 2014 um 12:56

Hey Markus,

sehr interessant finde ich deine Aussage: „Für mich ist wichtig, dass ich Schritt für Schritt aufhöre zu konsumieren und statt dessen mehr und mehr erschaffe.“ Mir geht es auch immer mehr und mehr so.

Das erschaffen bringt mir mehr Zufriedenheit, sogar Glücksgefühle, als einfach nur etwas zu konsumieren.

Antworten
David Goebel
14. April 2014 um 12:21

Stop, stop, stop, meine Bullshit-Bingo-Karte ist schon im ersten Absatz voll gewesen. 🙂 So viele Buzz-Words.

Ja, die innere Plapperkiste hält uns nur von unserer Berufung ab. Und selbst wenn der Geist endlich frei ist, hört man den Ruf nur ganz leise. Ich zumindestens muss schon sehr genau hinhören.

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

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