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Wann ist überhaupt Irgendwann?

Wann ist Irgendwann

Seit vielen Jahren lese ich begeistert bei Markus mit. Der Wunsch nach einem Leben abseits der Norm ist seit jeher tief in meinem Herzen verankert. Daher fasziniert mich seine Art, die Dinge auf den Punkt zu bringen und Menschen aufzurütteln. Seine Newsletter und Blogartikel haben mich auf meinem Weg aus dem Hamsterrad begleitet, meinen Freunden zahlreiche Maileingänge beschert sowie mir immer wieder Mut gemacht, zu meinen Werten und meinem Sein zu stehen. Das Saatkorn wurde also schon vor Längerem gepflanzt: Irgendwann wollte ich ebenfalls dieses Leben führen, welches Markus beschreibt. Doch in diesem kleinen Satz versteckt sich ein fataler Irrtum, dem ich in diesem Artikel auf die Schliche komme.

Gevatter Tod als Lehrer?

Eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Ausstieg aus meinem bekannten Leben, begann 2015. Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits einige Blogartikel von Markus gelesen, jedoch anscheinend noch nicht wirklich verstanden. Viele Fragen durfte ich in der Zwischenzeit für mich beantworten und jeden Tag lerne ich besser, auf mein Herz zu hören und meinen Wünschen Folge zu leisten.

Von Dankbarkeit erfüllt, sitze ich also heute an meinem ersten Gastbeitrag für diesen besonderen Blog. Eine Ehre, welche mich seit Wochen am Schreiben hindert. Soeben um 1 Uhr nachts scheint meine Blockade sich zu lösen und die ersten Worte formten sich in meinem Kopf. Grund genug, schnell aufzustehen. Ein weiterer Vorteil: Nach einem heissen Sommertag zeigt das Thermometer auf meiner Terrasse nun angenehme 28 Grad an, sodass mein Elan sich mit meinem Fokus langsam wieder anfreundet.

Kann Dein Glaube wirklich Berge versetzen?

Der Glaube daran, über die gleichen Möglichkeiten für einen individuellen Weg «Raus aus dem Hamsterrad» zu verfügen wie Markus und andere inspirierende Menschen, hielt ich lange für eine Utopie. Für mich war glasklar, dass diese Voraussetzungen nur anderen Personen möglich sind. Nämlich smarten, erfahrenen und erfolgreichen Typen. Nicht solch jungen und unerfahrenen Leutchen wie mir. Menschen, die in ihrem Leben schon viel geleistet und noch wichtiger, mehr erreicht haben.

In der Zwischenzeit habe ich glücklicherweise von limitierenden Glaubenssätzen erfahren und einiges dazugelernt. Blockaden-Löser war nebst dem Blog von Markus das Buch von Bronnie Ware: «5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen»* Nach dessen Lektüre war mein neues Lebensziel unerschütterlich klar: Auf dem Sterbebett wird nicht bereut, sondern in wunderbaren Erinnerungen geschwelgt! Prokrastination war gestern, Handeln ist heute. (Naja, bis auf die Sache mit diesem Artikel funktionierte diese Entscheidung inzwischen relativ zuverlässig. 😊)

Wer braucht schon einfach, wenn es leicht geht?

Ehrlichkeit ist einer meiner Grundwerte, daher bin ich an dieser Stelle ebenfalls transparent mit Dir. Es ist nicht immer einfach, den Weg aus dem Hamsterrad anzutreten. Nein, manchmal zerrt es ganz schön, wenn die Gedanken kreisen und die Stimmen in Deinem Kopf gewaltig nerven. Deren Aussagen sind teilweise erschreckend laut und versuchen, Dich wieder an Deinen angestammten Platz zu führen. Aber das Schöne an der Sache mit den Veränderungen: Sie sind zwar nicht einfach, aber dafür ganz leicht! Wenn Du beginnst, den Status Quo zu hinterfragen, gelangst Du von alleine immer tiefer an Deine wahre Persönlichkeit. Bevor ich bei Markus «Das Jahr meines Lebens» gemacht habe, war ich Meisterin, den Fragen zu meinen Lebenswünschen aus dem Weg zu gehen.

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Welcher Grund steht hinter meiner Weiterentwicklung?

Klare Antwort: Der Tod!

Nach dem Verlust von je einem Elternteil, konnten mein Mann und ich die absurd lauten und vor allem lebensrelevanten Fragen nicht mehr überhören. Sie nahmen in unseren Leben immer mehr Raum ein. Bis heute ist uns unverständlich, dass wir ihnen erst nach diesen einschneidenden Verlusten unsere volle Aufmerksamkeit schenkten.

irgendwann

Pixabay at Pexels

Wenn plötzlich alles anders ist

Als ich mit 28 Jahren meine Mutter verlor, zog es mich erstmal komplett von den Füssen. Einige Zeit haderte ich mit etwas, was wir unter Gerechtigkeit verstehen. Da meine Mutter erst 53 Jahre hier verbracht hatte, fand ich den Zeitpunkt ihres plötzlichen Todes als etwas zu übereilte Handlung des Universums.

Zur Krönung gab es innert weniger Wochen einen weiteren Todesfall in meiner Familie und ich verlor den Ursprung meiner damaligen Wertedefinition, nämlich meinen Job.  Der Gedanke, dass diese Verluste ein wahres Geschenk sind, geisterte damals natürlich keinesfalls durch meinen Kopf. Logisch, wer von uns wünscht sich schon das Erleben von Verlusten? Dahinter eine Chance zu entdecken, war weit von meiner damaligen Realität entfernt.

Es folgte eine Zeit vieler innerer und äusserer Prozesse. Hunderte verweinte Taschentücher, Extraportionen an Wut, eine grosse Reise durch neue Welten und tiefsinnige Gespräche mit wundervollen Menschen begleiteten mich glücklicherweise durch diese Zeit.

Durch meine physische Reise gelangte ich im Innen und Aussen an Orte, zu denen ich zuvor keinen Zugang hatte. Fabelhafte Maya-Tempel und unendlich viele Vulkane führten mich durch Mittelamerika. Im Innen durfte ich während langer Busfahrten tiefe Erkenntnisse erleben und diese danach bei wunderbaren Sonnenuntergängen intensivieren. Die Vorteile meiner Endlichkeit wurden mir auf dieser Trauerreise bewusst. Wie lange ich gesund auf der Erde präsent bin, liegt nicht in meiner Hand. Die bewusste Gestaltung meines Lebens inklusive der erlebten Gedanken und Gefühle jedoch schon. Genussvolle Momente sind nicht nur auf fernen Kontinenten möglich, sondern dürfen im Alltag genauso erlebt werden.

Voller Inspiration kehrte ich also zurück und war überzeugt, nun ein neues Leben zu beginnen.

Fragen

Was Dich von Deinen Zielen wirklich fernhält?

Wenn Du jedes Jahr aufs Neue am 31. Dezember voller guter Vorsätze in das neue Jahr startest, dann weisst Du wahrscheinlich aus Erfahrung, welches Gefühl Dich Ende Januar einholt? Du findest Dich auf der Couch mit einer Tüte Chips in der einen und dem Glas vom guten Rotwein in der anderen Hand wieder und fühlst Dich ertappt. Exakt so ging es mir nach meiner Reise! Plötzlich fand ich mich unzufrieden in einem Job wieder, welcher als Übergangslösung gedacht war. Wie es halt so läuft mit der Zeit: Sie braucht Dich nicht, denn sie läuft von allein. Du hast jedoch ebenfalls ganz allein die Wahl, womit Du sie füllen willst.

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Als ich realisierte, dass die Artikel von Markus das Einzige waren, was mich an die grossen Träume direkt nach dem Verlust meiner Mutter erinnerte, fiel meine Entscheidung: Konsequentes TUN ist fixer Tagesbestandteil! Mit dem Wissen, immer nur den aktuelle Moment zur Verfügung zu haben, um Pläne anzugehen, schenkte ich mir letzten Herbst das beste Geburtstags-Geschenk aller Zeiten. Auf dem Weg nach Wien brachte ich meine Kündigung zur Post und startete in ein neues Leben.

Hinter Deinen Fragen versteckt sich öfter eine klare Antwort als Du denkst

Wusste ich damals, dass meine Entwicklung mich endlich auf den Weg meines Herzens führt? Nein. War es immer einfach? Nein. War ich von diesem Moment ganz ohne Hamsterrad? Nein.

Doch hat mich diese Entscheidung einen grossen und entscheidenden Schritt in ein Leben voller Selbstbestimmung und Glück geführt? Ja. Lerne ich seither täglich dazu? Ja. Lohnte sich der Mut zum Risiko? Und wie!

Meine Antwort auf die Frage nach dem richtigen Moment für irgendwann ist simpel:

 Irgendwann ist immer JETZT.

Eine weitere entscheidende Frage kam jedoch hinzu:

Was wäre, wenn ich jetzt gehe?

Im ersten Moment scheint sie gar nicht so gross. Jedoch verbergen sich in ihr so viele weitere Fragen, welche eine Antwort verdient haben. Diese zu beantworten lernt mir so viel über das Leben und schenkt mir faszinierende Augenblicke. Ich wage es, Dir diese Erfahrung ebenfalls zu versprechen.

Mein Tipp: Stell sie Dir immer wieder von Neuem und lasse Dich von ihr auf dem Weg in ein bewusstes Leben begleiten.

Ach übrigens: Mein nächster Artikel handelt über die Vorzüge Deiner Endlichkeit. Gespannt?
Dann freue ich mich, Dich im September wieder als Leser begrüssen zu dürfen.

Bis dahin wünsche ich Dir eine gute Zeit im Jetzt.

P.S: Was wäre, wenn Du jetzt gehen müsstest?

*Unbezahlte Werbung da Namensnennung.
Ich empfehle Dir das Buch von ganzem Herzen und ohne irgendwelchen Vorteil.

Artikel von

Sabrina Steiner

Sabrina Steiner

Meine langjährige Laufbahn im Schweizer Gesundheitswesen brachte mich nach unzähligen Jahren endgültig an meine persönlichen Grenzen. Denn meine persönlichen Werte stimmen absolut nicht mit den Grundsätzen der gesundheitspolitischen Ansätze im Umgang mit Krankheit überein. Klar ergriff ich im Hintergrund Massnahmen, um andere Ansätze leben zu können. So habe ich mich bereits vor Jahren als Bachblütenberaterin ausbilden lassen. Bei eigenen Symptomen griff ich stets dankbar und teilweise auch ergänzend zur Schulmedizin auf andere Möglichkeiten zurück. Aber ich blieb meinem Hamsterrad treu und wurde nach «Ausbruchsversuchen» immer wieder rückfällig. Als 2015 ganz plötzlich meine Mutter verstarb und ich nur ein Jahr darauf meinen Schwiegervater nach kurzer schwerer Krankheit bei seinen letzten Wochen auf Erden begleiten durfte, wurde mir die Endgültigkeit unseres Lebens bewusst. Die Konsequenz war meine Kündigung, denn das Leben ist zu kurz und einzigartig für schlechte Kompromisse. Meine Zeit und Ressourcen nutze ich nun, um Synergien zwischen Menschen und Wissen zu nutzen, das gesellschaftliche Tabuthema Tod zu durchbrechen, Menschen in Zeiten von Verlusten zu unterstützen sowie die Endlichkeit unseres Lebens in ein anderes Licht zu rücken. Damit das Bewusstsein für ein gesundes Leben in einer gemeinsamen Gesellschaft immer grösseren Anklang findet.

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Sabrina Steiner

Sabrina Steiner

Meine langjährige Laufbahn im Schweizer Gesundheitswesen brachte mich nach unzähligen Jahren endgültig an meine persönlichen Grenzen. Denn meine persönlichen Werte stimmen absolut nicht mit den Grundsätzen der gesundheitspolitischen Ansätze im Umgang mit Krankheit überein. Klar ergriff ich im Hintergrund Massnahmen, um andere Ansätze leben zu können. So habe ich mich bereits vor Jahren als Bachblütenberaterin ausbilden lassen. Bei eigenen Symptomen griff ich stets dankbar und teilweise auch ergänzend zur Schulmedizin auf andere Möglichkeiten zurück. Aber ich blieb meinem Hamsterrad treu und wurde nach «Ausbruchsversuchen» immer wieder rückfällig. Als 2015 ganz plötzlich meine Mutter verstarb und ich nur ein Jahr darauf meinen Schwiegervater nach kurzer schwerer Krankheit bei seinen letzten Wochen auf Erden begleiten durfte, wurde mir die Endgültigkeit unseres Lebens bewusst. Die Konsequenz war meine Kündigung, denn das Leben ist zu kurz und einzigartig für schlechte Kompromisse. Meine Zeit und Ressourcen nutze ich nun, um Synergien zwischen Menschen und Wissen zu nutzen, das gesellschaftliche Tabuthema Tod zu durchbrechen, Menschen in Zeiten von Verlusten zu unterstützen sowie die Endlichkeit unseres Lebens in ein anderes Licht zu rücken. Damit das Bewusstsein für ein gesundes Leben in einer gemeinsamen Gesellschaft immer grösseren Anklang findet.

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

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