Das begeisterte Kind in Dir – Entdecke es wieder!

Kind in dir


Eine Welle aus Ruhe überflutet dich und zieht dich in einen Strudel aus Rausch und Glück. Zeit und Raum sind lange vergessen, deine Gesichtszüge entrückt im Fokus auf etwas Wunderbares. Du brauchst nichts anderes als das, um etwas entstehen zu lassen.
Erinnerst du dich? Wann hat es dich das letzte Mal so weggeschossen und du bist mit dem Produkt deiner Leidenschaft vor Augen wieder aufgewacht?
Wie deine Antwort auch immer ausfallen mag. Wenn es nicht gestern, letzten Monat oder im Sommer 2016 passiert ist, dann mit Sicherheit in deiner Kindheit.

Ich würde dich gerne so sehen und dir daher ein paar Anregungen geben, wie du diesen Zustand (= deine Leidenschaft) wiederfinden, in der Rebellion gegen das Hamsterrad einsetzen und in die Entwicklung deines eigenen Arbeitskonzepts mitnehmen kannst.

Gehen wir erst mal weg vom Rausch und betrachten die rationalen Argumente.

Was hat das, was wir als Kind mit Begeisterung ausleben, mit unserer Berufung zu tun?

Ich behaupte: viel – wenn nicht alles. Begeisterung ist ein Baustein für jedes selbst gewählte und bestimmte Lebensmodell. Wir sind als Kinder nur noch nicht in der Lage zu identifizieren, wie genau der Weg, sprich die Berufung, aussehen könnte. Das, was wir lieben und wovon wir uns mitreißen lassen ist nicht immer greifbar.
Als Kind interessieren uns die Greifbarkeit und der Sinn einer Aktion jedoch wenig. Wir verlieren uns in einem Glückszustand, ohne unser Tun zu hinterfragen oder zu bewerten.

Ist es nicht gerade diese kindliche Eigenschaft, die uns Erwachsenen mit der Zeit und im Sog des Hamsterrades abhandenkommt? Viele von uns könnten sie jedoch für eine unbekümmerte Sicht auf Leben und Arbeit dringend gebrauchen.

Das wertfreie Genießen und Schaffen liefert uns auf entspannte Weise zwei der wichtigsten Qualitäten:
Selbstvertrauen, das auf tiefes Wissen aufbaut und Willenskraft, die uns darin unterstützt in dem, was wir tun beständig zu sein.

Durch Tiefschläge, Hürden oder Kritiken lassen wir uns nicht entmutigen.

Wichtig sind die Intuition und der innere Drang, die uns als Kind antreiben, die uns genau spüren lassen, dass das, was wir tun, richtig ist.

Jetzt stell Dir vor, jeder von uns würde diesen Enthusiasmus in seine Arbeit stecken und hätte sich von Kind an in diese Richtung bewegt und entwickelt.
Die Standardfloskeln und Vorgaben für den „korrekten” Lebensweg würden vom Nebel der Gleichgültigkeit verschluckt werden.
Aber, als überzeugte Rebellen sollten wir die Einnahme der Placebos, die uns von den Hamsterrädlern als Ersatz für den natürlichen Rausch zugeworfen werden, ohnehin verweigern.

Kurzer Realiätscheck und dann weiter im Kindheitsmodus.


Wie kommt man dieser uneingeschränkten Leidenschaft wieder näher?

Beam dich zurück in die Glücksmomente deiner Kindheit.
Rufe dir in Erinnerung, was diesen kindlichen Rauschzustand ohne Bedingungen bei dir ausgelöst hat. Schließe dabei nichts aus. Keine Verrücktheit sollte in Deiner Liste fehlen.

Konzentriere dich wirklich nur auf die Erinnerungen, die ein absolutes Wohlgefühl in dir auslösen. Dinge, die dir leicht gefallen sind oder Talente, die dir von anderen bescheinigt wurden, sind jetzt nicht wichtig.

Welche Geschichten hast du dir ausgesponnen?

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Fällt es Dir schwer? Verschwimmen die Bilder?
Dann lasse dich durch Impulse von außen inspirieren. Tauche in die Musik, Bücher, Hörspiele oder Filme deiner Kindheit ein. Sie können verborgenes Wissen und schlummernde Gefühle aufblitzen lassen.
Befrage die Menschen, die dich als Kind erlebt haben. Manche Geschichten werden dich überraschen.
Erkunde die Schubladen nach persönlichen Dokumenten aus der Zeit – Fotos, Briefe, Tagebücher, Erinnerungsstücke, die du bis heute aufbewahrt hast. Was erzählen sie dir?

Erinnerst du dich an Orte, an denen du deiner Leidenschaft gefolgt bist? Suche diese Orte auf.

ThePixelman / Pixabay

Und nun halte Ausschau nach diesem Kind im Jetzt.
Wo befindet es sich gerade?

Ich sehe dich vor mir: Mit einem Stirnrunzeln, traurigen Augen oder einem Lächeln und höre dich murmeln: „In der Vergangenheit, wo sonst?”„Leider ganz weit weg. ” Oder: „Genau hier bin ich”.
Wenn du lächelst, bist du noch beseelt von den Erlebnissen deiner Zeitreise. Du freust dich möglicherweise, weil du erkennst, dass dieses zufriedene Kind noch da ist.
Wenn deine Erinnerungen Wehmut oder sogar Schmerz hinterlassen, vermisst du es wohl.
Glaubst du, dieses Gefühl nicht mehr wiederbeleben zu dürfen oder zu können?
Seit wann ist das so?
Warum darf dein kindliches Ich nicht mehr zu Wort kommen?

Vielleicht ist es an der Zeit, sich mit den Erinnerungen auseinanderzusetzen, die wehtun, um Deine pure Leidenschaft wieder zu spüren.

Wie haben andere auf dich und dein Handeln reagiert?
Oder ist dir dein Träumen und das, was du liebst, erst später abhandengekommen, durch all die „Aber, du musst… ” und „du solltest…” des Hamsterradsystems?

Ist es nicht grausam, ein Kind in seiner Freiheit einzuschränken und zu demotivieren? Würdest du das deinen oder anderen Kindern antun? Wohl eher nicht. Warum lässt du es dann für dich selbst zu?

Jetzt hast du den Verstand, die Erfahrung und den Weitblick, dass deine kindlichen Sehnsüchte und natürlichen Fähigkeiten unbegrenzt und selbstbestimmt ausgelebt werden können.

Beteilige das Kind in dir an deinen Plänen und der Verwirklichung deiner Ziele.

Mach es wie Pipi Langstrumpf. „ Die macht was ihr gefällt. ”
Warum ist das freche Mädchen mit den Zwirbelzöpfen für viele heute noch eine Heldin? Weil wir uns alle danach sehnen, unbeirrbar und gegen alle Einwände von außen durchs Leben zu reiten. (Was die Bücher unserer Kindheit uns mitgeben und was wir von ihren Helden lernen können, darauf werde ich in einem weiteren Artikel noch eingehen).
Über eines bin ich mir ganz sicher: Wir können alle Kinder bleiben.

Ich finde den Gedanken wunderbar, sich, wie damals, unberührt freuen zu können, ohne sich in seinem Tun und Träumen bremsen zu lassen.
Warum machen wir es also nicht einfach wie Pipi Langstrumpf und lassen das Kind in uns mit seinem ungetrübten Blick, seinem schier grenzenlosen Optimismus den Weg mitbestimmen:

Experimentiere mit deiner Leidenschaft.

Sei wieder neugierig oder werde noch neugieriger.

Sei unbekümmert und unerschrocken.

Vertraue auf deine kindlichen Instinkte.

Die Leidenschaft deiner Kindheit ist dein ältester Freund und lässt dich nicht im Stich.

Ein Artikel von Nadine Stelzer

Artikel von

Nadine Stelzer

Nadine Stelzer

Nadine Stelzer aka Nadja Delajura studierte Literaturwissenschaft und Slawistik. Als Sängerin hat sie ihre Stimme mit der Musik verschiedener Künstler der alternativen elektronischen Musikszene verschmolzen. In ihrem Kosmos „Les Idées” entwirft sie aus Gedanken Konzepte und Herangehensweisen und erweckt sie zum Sicht-, Les- und Hörbaren. Mit den Projekten, die aus diesem Zusammenspiel der Ideen entstehen, möchte sie Menschen dazu inspirieren, ihren eigenen kreativen Weg zu finden. Derzeit arbeitet sie an ihrem experimentellen Roman über das Schweigen.

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Nadine Stelzer

Nadine Stelzer

Nadine Stelzer aka Nadja Delajura studierte Literaturwissenschaft und Slawistik. Als Sängerin hat sie ihre Stimme mit der Musik verschiedener Künstler der alternativen elektronischen Musikszene verschmolzen. In ihrem Kosmos „Les Idées” entwirft sie aus Gedanken Konzepte und Herangehensweisen und erweckt sie zum Sicht-, Les- und Hörbaren. Mit den Projekten, die aus diesem Zusammenspiel der Ideen entstehen, möchte sie Menschen dazu inspirieren, ihren eigenen kreativen Weg zu finden. Derzeit arbeitet sie an ihrem experimentellen Roman über das Schweigen.

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