Krisen – Wendepunkte im Leben

Krisen-Wendepunkte

Krisenzeiten sind jedem von uns bekannt. Selbst Personen, die es bis nach ganz oben geschafft haben, haben Krisenzeiten durchlebt. Doch dies erfahren wir oft erst, wenn wir uns intensiv mit ihnen befassen.

Krisenzeiten sind zwar nicht die Zeiten, an die du dich gerne zurückerinnerst, aber wenn du ehrlich mit dir selbst bist, sind es die Zeiten, die dich nachhaltig geprägt haben.

Krisen können zu einem Wendepunkt in deinem Leben werden. Sie fordern Veränderungen und genau hier liegt die große Herausforderung, denn Veränderungen beinhalten oft, dass wir liebgewordene Gewohnheiten aufgeben bzw. diese durch neue ersetzen, was eine hohe physische Kraftanstrengung bedeutet.

Doch was ist eigentlich eine Krise, und woran erkennst du dass du dich in einer solchen befindest? Zwei wichtige Fragen, welche wir nun klären werden.

Krisen und ihre Begleiterscheinungen

Eine sehr gute Definition dieses Begriffes lautet: „Eine Krise umschreibt eine gefährliche Entwicklung, in der sich die Betroffenen in einem sehr labilen physischen Zustand befinden, daraus resultiert ein weitaus größeres Bedürfnis nach Hilfe, was zur Folge hat, dass die Betroffenen leicht beeinflussbar sind.“

Ich habe mich bewusst für diese Definition entschieden, weil sie den sehr labilen physischen Zustand einer Person, welche sich in einer Krise befindet, mit einfließen lässt. Soviel zu diesem Zeitpunkt, später werden wir noch weitere Aspekte dieser Definition betrachten.

Doch lass uns nun die zweite wichtige Frage klären. Sie lautet: „Woran erkennst du, dass du dich in einer Krise befindest?“ Tatsächlich gibt es körperliche Symptome, welche eindeutig auf eine Krise hindeuten.

Hierbei handelt es sich um Schlafstörungen, körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen. Hinzu kommen noch negative und überzogene Reaktionen auf normale Alltagssituationen.

Ich habe diese körperlichen Symptome hier angefügt, um dich für diese sensibel zu machen und ermutige dich, diese ernst zu nehmen, sie aber nicht überzubewerten. Sollten diese Symptome sich allerdings über einen längeren Zeitraum begleiten, solltest du einen Arzt aufsuchen und dich untersuchen lassen.

Krisen bedeuten Verantwortung übernehmen

Doch in den meisten Fällen muss es überhaupt nicht zu einer Krise kommen. Welche Krisen haben unsere Gesellschaft in den letzten Jahren geprägt? Nun, es gab die Finanzkrise und die Flüchtlingskrise und aktuell gibt es die Klimakrise.

Alle diese Krisen haben einen gemeinsamen Aspekt: Man hätte sie vermeiden können, wenn man vorzeitig Gegenmaßnamen eingeleitet hätte.

Ich kann dir leider die unangenehme Wahrheit nicht ersparen, aber dies trifft auch auf die meisten Lebenskrisen zu. Diese hätten vermieden werden können, wenn vorzeitig Gegenmaßammen eingeleitet worden wären.

Aus diesem Grund musst du dir in Krisensituationen vor allen Dingen selbst vergeben und aufhören andere Leute anzuklagen bzw. ihnen die Schuld für deine Krise zuzusprechen.

In vielen Ratgebern kannst du lesen, dass Disziplin wichtig ist, um eine Krise zu überwinden. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Lass uns noch einmal, wie versprochen zu unserer Definition zurückkehren.

Wenn du in einer Krise bist, befindest du dich in einem sehr labilen physischen Zustand und sicherlich wirst du mir zustimmen, dass man sich in solch einem Zustand nicht disziplinieren kann.

Auf der anderen Seite darfst du dich aber auch nicht gehen lassen, denn durch diesen labilen physischen Zustand besteht die Gefahr, dass Alkohol und andere Suchtmittel zu einem Zeitpunkt in dein Leben kommen, der eigentlich zu einem Wendepunkt in deinem Leben werden soll.

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Krisen analysieren und richtig verstehen

Krise
TeroVesalainen / Pixabay

Um Krisen richtig zu verstehen, musst du dir klar machen, dass eine Krise in der Regel vier Phasen durchläuft. Hier kann man wirklich von einer Regel sprechen, denn unsere Psyche arbeitet nach universellen Regeln und Gesetzen.

In der ersten Phase willst du, dass was passiert ist, nicht wahrhaben. Du willst es z.B einfach nicht wahrhaben, dass bei einer Beförderung ein anderer Kollege bevorzugt wurde.

In dieser Phase befindest du dich in einer psychischen Schockstarre, aus diesem Grund ist es ratsam, in dieser Phase keine Entscheidungen zu treffen, weil jede Entscheidung, die du treffen würdest, eine Fehlentscheidung wäre.

In der zweiten Phase spielen Gefühle wie Ängste, Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel und Wut eine große Rolle und es ist wichtig, dass du diesen Gefühlen Raum gibst. Wie das geschieht, musst du entscheiden.

Viele Menschen fangen an, Kraftsport zu treiben, andere hören Musik und wenn dir zum Heulen zumute ist, dann tu es. Aber, wie ich bereits erwähnte, Finger weg vom Alkohol!

Es ist wichtig, dass du diese Phase zeitlich auf zwei, höchstens drei Wochen begrenzt. Auch solltest du dich in dieser Phase vor Freunden und Ratgebern schützen, denn, und damit sind wir wieder bei unserer Definition, eine Krise macht dich zu einer leicht beeinflussbare Person und wie schnell wird das von anderen Personen die „nur helfen wollen“, ausgenutzt.

In der nächsten Phase haben sich die Gefühle dann beruhigt. Nun beginnt die Phase der Neuorientierung.

In dieser Phase beginnst du die ersten Schritte einzuleiten, damit deine Krise zu einem Wendepunkt wird. Ein Schreibblock und ein Stift werden für dich in dieser Phase zu einem ständigen Begleiter werden, denn du solltest alles, was dir in den nächsten Tagen oder Wochen in den Kopf kommt, aufschreiben.

Dabei ist es egal, ob das was du zu Papier bringst, sinnvoll ist. Jeder Gedanke ist in dieser Phase willkommen. Wenn alle Gedanken niedergeschrieben sind, fängst du an, diese kritisch zu hinterfragen und auszusortieren.

Vor allen Dingen ist es wichtig, dass du dich auch in dieser Phase nicht von gutgemeinten Ratschlägen leiten lässt. Am Ende musst nämlich du mit der hier fixierten Lösung leben. Es ist deine Lösung, es ist das was zum Wendepunkt deines Lebens werden sollte.

In der vierten und letzten Phase geht es darum, Schritt für Schritt in ein neues Gleichgewicht zu gelangen. Dies tust du, indem du die Lösungen, welche du in der vorigen Phase erarbeitet hast, in dein Leben mit einfließen lässt.

Du bist nun nicht mehr in einem sehr labilen physischen Zustand und somit ist es dir nun wieder möglich dich zu disziplinieren und mithilfe von Willensstärke neue Gewohnheiten fest in deinem Alltag und Leben zu verankern.

Krisenzeiten sind keine leichten Zeiten, aber wenn du diese Zeiten überwindest, gehst du gestärkt aus diesen hervor. Ich hoffe, dass dir die hier vermittelten Impulse helfen, Krisenzeiten zu einem Wendepunkt deines Lebens zu machen.

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Artikel von

Sascha Jundt

Sascha Jundt

Mein Name ist Sascha Jundt. Ich verfüge über Qualifikationen als Personal Coach, Fachreferent und Online Redakteur und lebe mit meiner Frau Karin in Plauen / Vogtland. In meiner Freizeit höre ich viel klassische Musik und lese Sachbücher und Romane

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Ja, das passt natürlich ;-)

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Sascha Jundt

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Mein Name ist Sascha Jundt. Ich verfüge über Qualifikationen als Personal Coach, Fachreferent und Online Redakteur und lebe mit meiner Frau Karin in Plauen / Vogtland. In meiner Freizeit höre ich viel klassische Musik und lese Sachbücher und Romane

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