Der etwas andere Lebensplan: Eines nach dem anderen …

lebensplan

Wäre es nicht toll, wenn du einen schriftlichen Lebensplan für alles hättest, was du im Leben erreichen möchtest? Wenn du immer genau wüsstest, wo du gerade in deinem Leben stehst und was du wann zu tun hast, um deine Ziele zu erreichen?

Genau das kannst du haben, wenn du dir einen persönlichen Lebensplan erstellst. Aber keine Sorge, das klingt komplizierter als es ist.

Ein persönlicher Lebensplan ist quasi eine Blaupause für dein Leben, die darauf basiert, was dir wichtig ist.

Machst du deinen Lebensplan richtig gut, gibt er dir eine genaue Richtung an, was du wann zu tun hast, um deine Ziele zu erreichen.

Du findest darin nämlich alle deine Wünsche, Bedürfnisse und Werte und zwar in allen Bereichen deines Lebens. Du legst genau fest, wo du dich noch weiterentwickeln möchtest und was du zum Beispiel in den Bereichen Weiterbildung, Beziehungen und Karriere noch erreichen willst.

So hast du deine Ziele immer vor Augen und bist weniger geneigt Dinge zu tun, die nichts dazu beitragen können, diese Ziele auch zu erreichen. (Du hast keine Ahnung, was du willst? Hier eine kleine Entscheidungshilfe.)

Das klingt doch super, oder?

Ein bisschen etwas musst du aber schon dafür tun. Du musst dich deinen Wünschen, Bedürfnisse und Werten, aber auch deinen Ängsten und negativen Glaubenssätzen stellen.

Aber fangen wir von vorne an.

Wurde deine Arbeitsleistung schon einmal von einem Vorgesetzten bewertet?


Als ich noch in einem Angestelltenverhältnis war, wurden einmal im Jahr die vergangenen Leistungen beurteilt und auf Basis dessen ein Plan für die Zukunft erstellt.

Dieser Plan enthielt Ziele, Aufgaben, Projekte und Fähigkeiten (jene Fähigkeiten, die bereits da waren und genutzt werden konnten und jene, die noch verbessert werden durften).

So in etwa kannst du dir auch deinen Lebensplan vorstellen.

Lebensplanung erstellen

Ran ans Erstellen

Dein Lebensplan darf alle Aspekte deines Lebens betreffen – Weiterbildung, Beziehungen, Karriere und alle anderen Bereichen, die du inkludieren willst.

Am einfachsten ist es, wenn du einen Bereich nach dem anderen angehst. So kannst du dich wirklich voll und ganz darauf konzentrieren.

Plane nicht zu weit voraus

Wenn du dich mit deinem Leben und deinen Zielen beschäftigst, ist es am Anfang am einfachsten, wenn du dir deine Ziele „nur“ für die nächsten 12 Monate setzt.

Das ist noch eine halbwegs absehbare Zeit.

Würdest du dir gleich die nächsten zehn Jahre vornehmen, könnte dich das erst einmal hemmen. Das ist verständlich, wer weiß schon genau, wo er in allen Lebensbereichen in zehn Jahren stehen will.

Das heißt natürlich nicht, dass du dir keinen Plan auf lange Sicht machen sollst.

Es ist aber einfacher, wenn du zunächst mit einem Jahr beginnst.

Setze dir also Ziele, die du in den nächsten 12 Monaten erreichen möchtest. Und zwar in allen Bereichen deines Leben, in denen du wachsen willst.

Nimm dir dabei, wie schon vorher erwähnt, am besten einen Bereich nach dem anderen vor.

Wo liegen deine Fähigkeiten

Im Zuge der Erstellung deines Lebensplans ist es sehr sinnvoll, ganz ehrlich zu dir zu sein.

Was kannst du richtig gut? Und wo ist noch Verbesserungsbedarf?

Welche Fähigkeiten solltest du noch weiter ausbauen, wenn du deine Ziele erreichen möchtest?

Sei dabei bitte fair zu dir selbst. Du kannst nicht alles können.

Werde dir einfach bewusst, was du bereits kannst, was du noch ausbauen kannst und was du niemals können wirst.

Es ist vollkommen okay, etwas nicht zu können. Wir sind alle Menschen und kein Mensch auf der Welt kann alles können.

In Hinblick auf deine Ziele solltest du also auch realistisch sein.

Angenommen, du möchtest ein Boot bauen.

Vielleicht bist du unglaublich gut darin, Entwürfe zu zeichnen und den Bauplan für ein Boot zu erstellen.

Um wissen zu können, welches Material am besten verwendet wird, musst du dir noch das nötige Wissen aneignen.

Wenn du aber partout kein Talent beim Bauen hast und die Chancen darauf, dass du die Nägel endlich triffst, sehr schlecht stehen, solltest du einsehen, dass es nicht in deinen Möglichkeiten liegt, das Boot ganz alleine zu bauen.

Sei ausführlich und genau

Wenn du deine Ziele erarbeitest, macht es durchaus Sinn, wirklich genau zu sein.

Angenommen, du möchtest mehr Freunde gewinnen.

Dein Ziel könnte also heißen: Ich will mehr Freunde haben.

Das ist halt sehr unspezifisch und du wirst anhand dieses Ziels nicht wissen, was du zu tun hast, um es auch zu erreichen.

Dein Ziel könnte lauten: Ich will innerhalb der nächsten zwei Monate jemanden finden, mit dem ich mich über Stricken unterhalten kann.

Dieses Ziel ist wesentlich deutlicher und du kannst deinen Erfolg messen.

Du weißt, welches Hobby du teilen möchtest und kannst dich dadurch auf eine bestimmte Menschengruppe sowie Orte, an denen du Bekanntschaften schließen kannst, konzentrieren.

Nur wenn du dich auf alle Bereiche deines Lebens konzentrierst, die dir wichtig sind und du es wirklich genau machst, kann dir dein Lebensplan eine gute Hilfe sein.

Er ist ein tolles Werkzeug, um das Leben zu erreichen, das du dir wünschst. Denn seien wir uns mal ehrlich, wenn du nur an deine beruflichen Ziele denkst, bleiben sicher deine Beziehungen auf der Strecke – und andersrum.

Ein erfülltes Leben wirst du da schon eher erreichen, wenn nichts, das dir wichtig ist, hintenan stehen muss.

Lebensplanung aber richtig

Lebensplan: Das Problem mit der Planerei

Es gibt zwei Typen von Menschen: Diejenigen, die ihr Leben planen und diejenigen, die es nicht tun.  Ich weiß schon, was du denkst, was als nächstes kommt: Diejenigen die planen und Ziele setzen sind die Klugen, die auch etwas erreichen werden und diejenigen, die das nicht tun kommen in ihrem Leben nicht weiter.

Tausende und abertausende Bücher, Seminare, Blogartikel und kluge Menschen erzählen uns:

  • Du musst Ziele haben.
  • Du musst Zwischenziele haben.
  • Du musst wissen was du willst.
  • Du musst eine Jahresplanung machen, diese in Teiletappen runter brechen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung konzipieren.
  • Wenn du das nicht tust, dann darfst du dich nicht wundern, wenn du nichts erreichst.

Bullshit!

Meiner Meinung nach funktioniert beides nicht: Ziele haben und keine Ziele haben.

Und es funktioniert beides großartig gut: Ziele haben und keine Ziele haben

Es liegt nicht an der Planung. Nicht an der Zielsetzung. Nicht am Masterplan, an der Vision oder an sonst einem Schnick-Schnack.

Ich kenne Menschen, die seit Jahren detaillierte Jahresziele setzen und kaum etwas davon hinbekommen (Einen davon kenne ich sehr gut, weil ich war einer davon)

Und ich kenne Menschen, die sich noch nie eine Sekunde über Planungen den Kopf zerbrochen haben und viel, ja sehr sehr viel auf die Reihe bekommen.

Planen ist leicht

Es ist vergleichbar mit einer großen Reise:

„Ich mache einen Roadtrip durch die USA“ ist das Ziel, der Plan. (Nächstes steht für mich wieder einer an, daher nehme ich das als Beispiel)

Passender Artikel:  Mit der WOOP-Methode deine Ziele erreichen

So ein Plan ist ja schnell gemacht. Das kann ja jeder. Auch die Tatsache, dass man einen Flug buchen muss, einen Mietwagen checken und sich die Reiseroute überlegen (z.B.: Miami, Orlando New Orleans, Houston, Dallas, Memphis, Nashville, Atlanta, Miami) kriegt ja auch noch jeder hin. Das man einen Koffer packen muss auch.

Also planen ist leicht. Ziel definieren ist baby-leicht. Milestones definieren ist idiotensicher.

Aber seit ich im letzten Jahr meinen ersten Roadtrip durch die USA (California, Arizona, Nevada, Utah) gemacht habe, weiß ich, dass die ganze Planerei nichts mit dem echten Leben zu tun hat.

Nichts. Null. Nada.

Und genauso ist es wenn wir Neujahrsvorsätze machen (mehr in meinem Podcast Nr. 36) oder eine Jahresplanung mit Zielsetzungen niederschreiben.

Planen ist nicht mal die halbe Miete

Spannend wird es morgens aufzuwachen und ein Zimmer an der nächsten Destination zu buchen, das Navi für die Tagesroute zu programmieren, sich zu überlegen was man sich ansieht, wo man wie lange bleibt, ob man die Küstenstraße nimmt (wegen der Aussicht) oder die Interstate (wegen dem Tempo), ob man den Fotoapparat in den Kofferraum legt oder doch mit nach vorne nimmt, wo man was isst und welche Musik im iPod ist, wenn man durch Memphis fährt (ja, natürlich muss das der King sein)

Mir ist eines klar geworden:

  • Mein Auto kann nicht gleichzeitig auf der Küstenstraße und der Interstate fahren.
  • Ich schaffe nicht 1000 Meilen in einer Stunde.
  • Ich kann nicht morgens früh drauf los fahren ohne für diesen Tag definiert zu haben, wo ich am Abend sein will.
  • Ich kann nicht an einem Tag in Disney World in Orlando mir Magic Kingdom, Epcot, Hollywood Studios, Animal Kingdom, Typhoon Lagoon und Blizzard Beach reinziehen.
  • Ich darf nicht überrascht sein, wenn ich mein Auto betanken muss.
  • Und eines steht fest: Wenn ich mir eine lange Liste mache, was ich alles wann, wo, wie sehen will, dann wird das kein chilliger Roadtrip, sondern Stress.
  • Und nur wenn ich Zeit habe, die Augen offen zu halten und ich vielleicht mal falsch abbiege, dann erlebe ich die wirklich schönen Dinge.

So jetzt ist Schluss mit den schönen Reisemetaphern und wir machen mal Nägel mit Köpfen:

Warum bist du in deinem Hamsterrad-Job oder in deiner Selbständigkeit überfordert?
Warum bist du damit überfordert den Ausstieg aus deinem Hamsterrad hinzukriegen?
Warum bist du überfordert als Selbständiger mit deiner Leidenschaft erfolgreich zu sein?

Es ist einfach.

Weil zu viel einfach zu viel ist. Und weil wir nicht eines nach dem anderen tun.

Überfordert sein

Egal ob es ein neues Projekt im Job ist, deine Hamsterrad-Exit Strategie, dein Weg zur Selbstvermarktung, dein erfolgreiches eigenes Herzens-Business. Wir sind mal grundsätzlich überfordert mit Größe und Umfang. Das Anstrengende ist nicht die Größe des Projekts. Es ist das Runterbrechen in kleinste-mini-fuzzi-wuzzi Schritte. Es geht darum, dass große Hürden nur Angst machen und wir nichts weiterbringen, wenn wir sie groß belassen. Dafür müssen wir uns zu erst mal Zeit nehmen. Also eines nach dem anderen.

Keine Zeit zum Denken

Denken ist ja schwerstes aus der Mode gekommen. Sitzen und denken und danach sitzen und denken ist unproduktiv. Wir müssen was tun, checken, schreiben, telefonieren, mailen, whatever. Aber mal dasitzen oder herum spazieren und denken bevor wir los starten ist denkbar unsexy. Mein Vater sagte immer „Manche Menschen wissen zwar nicht wohin sie laufen, aber dafür sind sie schneller dort.“ Bitte nimm dir doch Zeit und denke nach, bevor es losgeht. Überdenke eines nach dem anderen und dann tue eines nach dem anderen.

Zu viel vornehmen

Klar ist, dass wir uns überschätzen.

  • Das geht sich schon aus.
  • Das wird knapp, aber wir bekommen das hin.
  • Ich weiß, dass wird eine Challenge, aber so ist das Leben.
  • Ich wusste von Anfang a, dass das unrealistisch ist, aber da beiße ich jetzt durch

Stress entsteht durch unrealistische Selbstüberschätzung. Natürlich kannst du in deinem Hamsterrad-Job nicht großartig Einfluss darauf nehmen, was dir in welcher Zeit aufgehalst wird. Daher bin ich ja dafür das Hamsterrad zu verlassen.

Aber der Selbstständige ist nicht besser. Er überfordert sich zeitlich pausenlos und will alles hinbekommen. Wenn ich etwas hasse, dann ist es der „Geht nicht, gibt’s nicht“-Sager.

Doch, doch, doch:

Geht nicht, gibt’s sehr wohl!

Wenn du nämlich eines nach dem anderen machst, dann müssen einfach bestimmte Dinge auf der Strecke bleiben. Ist ein Faktum.

Unvorhergesehenes überrascht uns

Wenn etwas nicht so läuft, wie es geplant ist, sind wir ernsthaft erstaunt. Wir sind tatsächlich verblüfft, dass das Leben einiges an Variablen für uns zur Verfügung stellt, die wir nicht vorhersehen konnten.

Blaise Pascal hat einmal gesagt:

Weißt Du, wie Du Gott zum Lachen bringen kannst? Erzähl ihm Deine Pläne.

Ist es, verdammt noch mal so schwierig einzusehen, zu verstehen, zu akzeptieren und sich von Anfang an darauf einzustellen, dass Dinge dazwischen kommen können? Dass deswegen alles länger dauert oder wir vieles über Bord werfen müssen. Oder dass wir plötzlich Dinge erreichen, die wir nicht zu träumen wagten?

Wenn du eines nach dem anderen machst, dann kannst du ganz easy mit Unvorhersehbaren umgehen, da du ja nicht mir unzähligen Bällen jonglierst.

Multitasking funktioniert nicht

Multitasking ist eine Lüge. Ein für alle mal: Nicht mal Computer können multitasking. Sie machen ihre Rechenoperationen nur sehr schnell hintereinander. Und zwar eine nach der anderen. Multitasking macht uns ineffizient und ineffektiv. Und es stresst uns und macht uns unzufrieden, weil wir das Gefühl haben NICHTS weiter zubringen, was ja auch stimmt. Das Gegenteil funktioniert nämlich viel besser: Eines nach dem anderen tun.

Die heilige Zeit

In unserer heutigen Zeit ist uns wenig heilig. Vor allem nicht ungestört sein. Jeder nimmt sich heraus den anderen zu kontaktieren, anzurufen, anzuchatten, zu unterbrechen, warten zu lassen und vieles mehr. Die Zeit der anderen Menschen ist in unsere nach Produktivität gierenden Gesellschaft einfach niemanden mehr wichtig.

Der Weg ist einfach. Wenn dir niemand die Zeit gibt, dann nimm sie dir. Mach klar wann du auf biegen und brechen ungestört sein musst um etwas Wichtiges zu tun, nämlich eines nach dem anderen.

To Do Listen sind Scheiße

Ich weiß, die sind dazu da, dass wir auf nichts vergessen. Dass wir alles klug strukturiert und taxativ in einer Checkliste stehen haben und uns sicher fühlen.

Aber ganz ehrlich: Fühlst du dich bei einer fetten, langen To Do Liste sicher? Oder fühlst du dich eher gestresst damit?
Und ich werde dir jetzt ein Geheimnis verraten: Du vergisst üblicherweise nur Dinge, die dir nicht wichtig sind. Eigentlich vergisst du auf Dinge, die dir so richtig scheißegal sind.

Die Wahrheit

Wenn dir etwas wichtig ist, brauchst du keinen Reminder. Wenn du deiner Leidenschaft folgst und das tust, was du gerne tust, braucht es keine super-fancy-to-do-listen Tools.

Außerhalb des Hamsterrades definierst du einfach das, was du tun willst, was du für notwendig erachtest und was dich deiner Bestimmung näher bringt.

Und dann tust du es. Und zwar eines nach dem anderen.

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

37 Antworten

  1. He Markus,
    mal wieder ein Artikel, der mir aus der Seele spricht. Danke! Ich wollte nämlich vor kurzem auch schon mit Eugen Simon darüber philosophieren, ob die ganze massive und vor allem recht langfristige Planerei wirklich wertvoll ist und inwieweit das Ganze auch trefflich dazu taugen kann, eben nicht mehr im Moment zu sein und zu wissen, was gerade laufen soll. Ich glaube eher, dass es (für mich zumindest) besser ist, eine Art Zielbild im Herzen zu tragen und auch tatsächlich mal aufzumalen, um somit die Größe des Projektes in handliche Stücke zu bekommen und einen Anfang zu finden.

  2. Eines nach dem anderen. So mache ich das auch mit meinen Aufgaben auf der todo-Liste. Mehr nicht. Steht eine Aufgabe an, breche ich diese in Sinnvolle kleine todos aus und tuhe eines nach dem Anderen. Keine langen Listen. Das ist demotivierend und bringt nichts.

    Aber komplett ohne todo-liste geht es nicht. ,

  3. Schöne Denkimpulse! Dieser Artikel aus dem Englischen geht in eine ähnliche Richtung – wer Interesse hat findet hier vielleicht auch noch ein paar Ansätze wie man abgetragene Denkmuster über Bord werfen kann 😉

    http://zenhabits.net/goal-less/

    Ein erfolgreiches Jahr allen hier und bitte weitermachen =)

  4. Hallo Markus,
    Deine Artikel verfolge und genieße ich immer sehr. Und auch dieser tut mir
    gut.
    Von einem WG-Mitbewohner ist ein Satz in meinem Gedächtnis geblieben:
    Beim genussvollen Tun bzw. Arbeiten entstehen immer neue spannende Aufgaben,
    die mich meinem großen Ziel, dem Erfolg oder wie auch immer Du es nennen magst,
    näherbringen.
    Mein to-do-Listen spielen ein untergeordnete Rolle.
    Aber manchmal sind sie schon hilfreich.
    Alles Gute für 2014
    Renate

  5. Hey Markus,

    genau der richtige Artikel zur richtigen Zeit. Jetzt nach den Festtagen un im neuen Jahr habe ich mich auch wieder einmal überschlagen mit den Dingen, die ich alle machen, lernen und anpacken möchte.

    Dann kam aber die Einsicht, aus Erfahrung entstanden, dass ich mich lieber Tag für Tag auf die paar Sachen konzentriere, die mich am schnellsten zu den 3 größten Zielen bringen, die ich mir vorgenommen habe.

    So habe ich einfach viel mehr Zeit für andere Dinge und bin entspannter.

    Danke für den Beitrag!

    Grüße

    tim

  6. Ich bin an dem Satz „Wenn dir etwas wichtig ist, brauchst du keinen Reminder.“ hängengeblieben …

    Die Voraussetzung dafür dem Wichtigen Priorität einzuräumen ist, es zu wissen und sich im Alltag immer wieder in`s Bewusstsein zu rufen. Wieviel „Geschäftigkeit“ ist oft vorhanden, die jedoch rein gar nichts mit dem zu tun hat, was einem wirklich wichtig ist.

    Für den Zwischenschritt ist die to-do-Liste dann doch ab und zu ganz toll, um all das zu streichen, was nicht wirklich wichtig ist;-) und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

    … und im Übrigen:

    „Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ (John Lennon).

    Mit den besten Wünschen für 2014,
    Anja

  7. Hi Marcus,
    Heute hast Du mein Thema aufgegriffen. Die Ferien gehen zu Ende und ich dreh durch, weil ich JETZT eine Lösung will, JETZT schon viel weiter sein wollte und nicht zurück will zur Arbeit, sondern meins machen will. Hat man diese Unruhe irgendwann mal überwunden? Ich glaube es wird besser, wenn wir unserer Leidenschaft folgen! Oder vielleicht ANDERS?
    Danke für Deinen Blog, er begleitet mich schon seit Oktober!
    Grüße *Anna

  8. Hallo Markus,

    Du triffst meine Einstellung zu diesem ganzen Multitasking, Grobplanen, Feinplanen, Milestoning, ToDoListing, Selbstüberschätzen, … wie den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Und wie du richtig schreibst, kann ich in meinem Hamsterradjob kaum Einfluss nehmen auf das „Geht nicht, gibt’s nicht“ der im Organigramm übergeordneten Realitätsverdreher. Doppelt schlimm wenn die dann ihre Selbstüberschätzung auch noch delegieren, alle 2 Stunden die Prioritäten ändern und sämtliche „Untergeordneten“ wie ferngesteuert längst nicht mehr erreichbaren Zielen hinterher hecheln … Aber wem sag ich das.

    Dieser Artikel bestärkt mich in meiner Haltung und meinem Denken. Und untermauert das „Ich muss hier raus“-Gefühl.

    Danke, und alles Gute für 2014.
    Günther

    1. hi günther, danke für das feedback, freut mich dass ich bestärken konnte. auch alles gute!
      Lass es dir gut gehen!
      m

  9. Selbst als Selbständige, die ihrer Leidenschaft folgt, kenne ich das Gefühl mich innerlich zu überschlagen, mit dem, was ich alles tun möchte. Also mach ich mich mal locker, wenn ich nicht alle Projekte sofort umsetzen kann und starte eins nach dem anderen.

    Gerade verbringe ich zwei Monate in Indien und auch das hilft, von der 6spurigen Autobahn runter zu kommen. Denn die Uhren ticken hier einfach anders. Und wenn der Bus vor der Nase wegfährt, dann fährt der nächste einfach erst am nächsten Tag. Und so hat man Zeit, sich mit den Leuten ausgiebig zu unterhalten und sich wirklich ins Land einzuspüren :0).

    Liebe Grüße aus Kerala,
    Diana

    1. hi diana
      OMG klingt das chillig… ich bin im februar wieder mal auf achse 😉
      alles gute einstweilen!
      lg m

  10. Hallo Markus,

    da hast Du wieder Recht. Alles gleichzeitig geht absolut nicht. Wenn ich das versuche, brauche ich für alles viel länger und ordentlich wird es auch nicht. Daher setze ich lieber einen Fuß vor den anderen.

    ToDo-Listen helfen mir dabei. Denn ohne sie bekomme ich wichtige Dinge nicht aus dem Kopf, was mir jede Ruhe nimmt und es mir somit nicht erlaubt, eins nach dem anderen zu tun. Jedoch habe ich keine langen Listen, die immer länger werden und doch nicht abgearbeitet werden. Es sind eher einfache Notizen, die ich nach dem Schreiben meist für einige Tage oder Wochen vergesse. Irgendwann lese ich sie wieder und stelle erfreut fest, dass ich alles erledigt habe.

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend,

    Miriam

    1. hi miriam
      ich weiß, dass ding mit dem to do listen ist bei mir ein wenig absolut. aber viele gehen eben unter in den langen listen. das stresst mehr als sich nichts auszuschreiben 😉
      lg m

  11. Da sprichst du mir aus der Seele, Markus! Ich scheitere an meinem Umfeld, dass mich mit großen Augen ansieht und ungläubig den Kopf schüttelt, wenn ich zum Beispiel sage, dass Multitasking Blödsinn ist und dass es sehr wohl ein „geht nicht“ gibt. Zu wissen, dass es Menschen gibt, die diese Haltungen dennoch für sich selbst durchsetzen können, macht Mut. Danke dafür!

  12. Du sprichst mir wieder mal aus dem Herzen. ToDo Listen werden auch bei mir immer länger und frustieren mich bloß. ich habe mir angewöhnt auf meinem Whiteboard, daß vor meinem Schreibtisch hängt Notizen zu machen. Es hängt quer an der Wand, ist 60*45 cm groß. Ich habe es in eine rechte und linke Hälfte aufgeteilt. Auf der Linken Seite trage ich 1-5 Punkte ein, die mir heute oder in den nächsten Tagen wichtig sind. Auf der rechten Seite trage ich ein paar Langzeitziele und/oder Leitmotive ein.
    Ist ein Punkt abgearbeitet oder unwichtig geworden streiche ich ihn erstmal durch. Brauche ich Platz werden die gestrichenen Punkte gelöscht.
    Aufgrund des geringen Platzes kann ich auch nicht zuviele Ziele eintragen. So konzentriere ich mich automatisch auf das mir wesentliche.

    Und hey, die Liste ist nur bedingt verbindlich. Schaffe ich etwas nicht oder ist es mir unwichtig geworden, dann wird der Punkt ratz fatz aus der Liste entfernt.

  13. Danke für diesen Artikel, Markus.

    Du hast völlig recht – die wirklich wichtigen Dinge vergessen wir wohl kaum.

    Dennoch hilft es mir irgendwie meine Ziele für das Jahr 2014 zu formulieren und wenn ich sie morgens anschaue (manchmal vergesse ich das auch) dann gibt mir das meistens einen positiven Kick und ich kann besser priorisieren in dem Wust der Aufgaben, die ich machen könnte – sie helfen mir zu unterscheiden: Was ist eigentlich wichtig – und was nicht?

    Oder auch: Was bringt mich meinen eigenen Zielen näher – und was nur den Zielen von anderen Menschen?

    „Eins nach dem anderen“ finde ich ein super schönes Motto – oft will ich einfach schon auf einmal drei Schritte weiter sein. Dabei vergesse ich manchmal, dass es auch um den Prozess, ja den Weg geht und ihn zu genießen: Also, „Enjoy the process“ – und dann wird das Ergebnis auch gut sein. =)

    Liebe Grüße,

    Ben

  14. Hallo Markus,

    genialer Artikel. Ich höre Deine Stimme beim Lesen, was wahrscheinlich an gewissen Keywords liegt und der Artikel auch ein Podcast hätte sein können.
    Danke für die erhellenden Worte. Das mit dem Multitasking war das erste was ich bei Dir gelernt habe und es stimmt.
    Meine U.S.A. – Reisen laufen übrigens ähnlich ab. Das kann man nicht planen. Ich lese im Flieger meist einen Reiseführer und überlege mir grob, was ich sehen möchte. Das war’s. Der Rest ergibt sich spontan.

  15. Nach einigen Monaten Beschäftigung mit Organisationssystemen wie Getting Things Done u.a. kann ich dir nur beipflichten Markus: die Zeit, die wir in das Schreiben von To-Do-Listen und Tagesplänen stecken, können wir lieber direkt in die Arbeit am Projekt mit der höchsten Prioriät stecken. Und das fällt uns ja meistens recht schnell ein!

    Auf der anderen Seite mache ich momentan gute Erfahrungen damit, mir in dem Moment, in dem ich zu viele Aufgaben für den heutigen Tag im Kopf habe (also mehr als zwei, denn Multitasking funktioniert ja nicht;-]) schreibe ich sie mir schon auf, um den Kopf frei zu bekommen. Das ist der einzige Aspekt von David Allen und seinem System, der mir mittlerweile noch wirklich hilft.

    p.s: kennst du das Gefühl, dass es dir nach dem Fertigstellen eines Plans so vorkommt, als ob du ihn schon ausgeführt hättest? Ich hatte das oft und das war wirklich fatal, weil ich die Ausführung des Plans (also das einzig wichtige!) dann prokrastiniert habe…

    Ach ja, und ich muss dringend auch mal eine längere Reise ins ferne Ausland unternehmen, danke für die Inspiration!

  16. Hallo Markus,
    vielen Dank für die zahlreichen Gedankenanstösse in diesem Beitrag. In vielen Dingen stimme ich Dir zu. Allerdings sehe ich das Ganze nicht unter der Devise „entweder – oder“, sondern eher in dem „Raum“ dazwischen. Ich denke, dass Ziele zu haben, grundsätzlich hilfreich sein kann. Jedoch sollten diese Ziele jeder Zeit optimiert, angepasst oder sogar ausgetauscht werden können. Mit dem Ziel / der Vision beginnt die Reise. Und wenn dieses Ziel / die Vision im Einklang mit uns selbst ist, dann „sehen“ wir plötzlich Möglichkeiten, die wir zum Zeitpunkt der Zielsetzung (in Verbindung mit einer evtl. Planung) gar nicht gesehen haben. Was ich damit sagen möchte, ist, dass wir stets auf „Signale im Außen“ achten und „unserer inneren Stimme“ zu hören sollten … weil, das bringt uns dann zu dem, was wir uns gewünscht haben. Und dieser Weg kann (und so habe ich es überwiegend erlebt) sehr „kreuz-und-quer“ sein … man(n)/frau kommt von A nach B nicht über den logischen direkten Weg, sondern über scheinbare Zufälle, die oft kaum als weiterer Schritt in Richtung Ziel erkennbar sind. So könnte ein „Schritt zum Ziel“ so aussehen, dass man ein Buch aus einem inneren Impuls heraus kauft. Beim Lesen stellt sich heraus, dass der Inhalt wenig hilfreich bei der Zielerreichung ist … aber ein dem Buch beigelegtes Lesezeichen macht Werbung für ein Produkt, das dann weiter in Richtung Ziel führt.
    Hast Du auch solche „Zufälle“ bei Deiner Lebensstrategie erlebt?
    Herzliche Grüße
    Thorsten

    1. hi thorsten
      ja natürlich, solche zufälle gibts oft und machen das leben so schön spannend und planungsunmöglich 😉
      lg m

  17. Hallo Markus!
    Ich empfinde Deinen Artikel als sehr gelungen! Vielen Dank dafür. Auch für mich stellt sich in letzter Zeit häufiger die Frage, ob Ziele setzen hilfreich ist. Aktuell ist es so, dass ich voll dabei bin, mein Leben so zu gestalten, wie ich es möchte. Und es gibt Dinge, die mir wichtig sind, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich ohne Planung nicht weit komme. Gerade solche Sachen wie finanzielle Freiheit sind nicht von heute auf morgen erreichbar und bedürfen zumindestens einem ständigen Reminder, dran und aktiv zu bleiben. Ich sehe Ziele setzen und Pläne schmieden vor allem als gedankliche Stütze, langfristig fokussiert zu sein und auch um den Glauben, es eines Tages zu schaffen, aufrecht zu erhalten.
    Ich wünsche einen erholsamen Freitag Abend!

  18. Super… und: danke, dass Du treffend formulierst, was in mir vorgeht 😉 Unterstützend & beruhigend, wenn’s anderen auch so geht.

  19. Wieder einmal ein super Beitrag Markus. Der letzte Satz bringt alles auf dem Punkt und danach versuche ich auch immer mehr zu leben. „Und dann tust du es. Und zwar eines nach dem anderen.“ Kein Bock mehr auf Stress und Druck und dem abarbeiten von To do Listen.

    Gruß

    Matthias

  20. Sehr guter und wichtiger Artikel Markus!

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass zuviel Planung einen wieder in totalen Stress verfallen lässt.
    Man ist total im Kopf und damit ganz weit entfernt von sich selbst.

    🙂 Dein Beispiel deiner Reise passt perfekt zu mir und meiner Freundin. Auch wir haben dieses Jahr eine mehrmonatige Reise vor uns. Wir gehen ebenfalls den Weg der groben Planung. Es werden nur Wohnort, Reisedauer und ein paar Zielorte geplant. Alles andere wird spontan geschehen. Nur so ist es möglich im Hier und Jetzt zu leben. Wenn alles bis ins kleinste Detail geplant wäre, wäre es ja auch nicht mehr spannend, sondern eher langweilig.

    ToDo Listen haben (wie alles im Leben) ihr Gutes aber auch ihr Schlechtes:
    + Sehr Sinnvoll halte ich sie um mal den Kopf frei zubekommen.
    – Wie von dir bereits geschrieben kann die Anzahl zu erledigender Dinge aber auch schnell in Stress und Frustration überschwappen.

    Mein Tipp für die Nutzung der ToDo Listen:
    – In erster Linie dafür benutzen den Kopf einmal vollkommen frei zu bekommen.
    – Bevor man einen Punkt auf der Liste erledigt nochmal in sich reinspüren, ob dieser Punkt überhaupt noch WIRKLICH wichtig für einen ist. Das was einem gestern wichtig war, kann einem heute schon wieder völlig kalt lassen.

    Liebe Grüße,
    Marco

  21. Das ist mir dann doch ein bisschen zuuuuu vereinfacht. Zum einen habe ich ja verschiedene Lebensbereiche, also warum soll ich nicht gleichzeitig mit dem abnehmen beginnen können UND Kundenakquise UND mir mehr Zeit nehmen für meine Kinder?
    Ich bin eher introvertiert und telefoniere nicht besonders gerne, dann „vergesse“ ich zu telefonieren einfach weil ich es nicht gerne mache und nicht weil es unwichtig ist, dafür ist eine To Do Liste schon recht wertvoll.

    1. wenn du es hinbekommst deinen EINEN geist mit mehreren verhaltensänderungen nicht zu überfordern, finde ich das großartig. ich habe die erfahrung gemacht, dass genau das den großteil der vorhaben scheitern lässt
      lg m

      1. Hi Markus,
        ich bin Deine „7 Fragen, die den Grundstein legen.“ durchgegangen. Auf jede Frage antworte ich mit einem „Hmm“. Nachdem ich vor einem Jahr kurz vor einem Burnout gekündigt habe, bin ich weiterhin arbeitssuchend und mittlerweile weiß ich auch warum: Weil es nicht das Richtige ist. Weil es sich nicht richtig anfühlt. Doch was, wenn man keine „Leidenschaften“, keine Talente, keine Begeisterung für etwas hat/fühlt?

      2. eine Antwort für LENI …
        Hallo Leni,
        ich habe gerade Deinen Kommentar gelesen, in dem Du mitteilst, dass Du nicht „fühlen“ kannst, was Dich begeistert … da es mir genauso so erging, möchte ich Dir auf diesem Weg mitteilen, wie ich diese Herausforderung gelöst habe … im Nachhinein kann ich davon berichten, dass das Gefühl bzw. das Erkennen von dem, was mich begeistert, von verschiedenen Erlebnissen, Überzeugungen oder auch Konditionierungen (also „Programmierungen“ im Unterbewusstsein) blockiert wurde. Nach dem Auflösen dieser Blockaden tauchte dann plötzlich (und sehr klar) dieses Gefühl auf.
        Ich wünsche mir, dass Dir (und auch Anderen, die „sich auf dem Weg machen“) diese Info weiter hilft.
        Herzliche Grüße
        Thorsten

Kommentare sind geschlossen.

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

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