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Leben im hier und jetzt: Wie du den dauernden Leistungsdruck los wirst

leben im hier und jetzt

Heute geht es um einen kleinen Gedankenshift. Ich möchte deine Aufmerksamkeit auf ein Phänomen im Hamsterrad lenken, das dir schon oft widerfahren ist, das du aber vermutlich noch nie bewusst wahrgenommen hast. Es geht um das Leben im hier und jetzt.

Immer wieder wird uns gesagt, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben. Aber es ist offenkundig: Um Leistung geht es nie. Es geht um das Resultat. Wir leben in einer Resultategesellschaft. Kein Mensch interessiert sich für den Prozess, den Weg, die Entwicklung. Es geht immer und ausschließlich um das Resultat.

Um es ganz klar zu sagen:

Menschen interessieren sich nicht für die Gegenwart. Es geht nur um die Zukunft.

Ganz leicht ist das in Gesprächen festzumachen:

Was ist die erste Reaktion, wenn jemand erzählt, dass er vor kurzem das Studium der „Ägyptologie“ begonnen hat?

Ich glaube, die Antwort hat dir dein innerer Dialog gerade selbst gegeben. Und du hast dich selbst dabei ertappt, an das Resultat zu denken und nicht an den Weg. Und schon gar nicht an das hier und jetzt.

Niemand antwortet mit:

„Spannend. Worum geht’s dabei? Was lernst du da alles?“

Niemand sagt:

„Da wünsche ich dir viel Spaß. Hoffe, du lernst viel. Cool, dass du dich für so etwas Ausgefallenes interessierst!“

Alle würden in diese Richtung antworten:

„Was willst du nachher damit machen?“

„Bekommst du damit einen Job?“

„Was kannst du denn mit so einem Studium anfangen, wenn du fertig bist?“

Leben im hier und jetzt

Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem es nicht darum geht, ein Ergebnis abzuliefern. Das Leben im hier und jetzt wird stets hinten angestellt.

Es geht zumindest um eine merkliche Weiterentwicklung. Alles, was wir tun, wird von unserer Umwelt hinsichtlich des Outputs gemessen. Fragen wie „Wofür machst du das?“, „Was bringt das?“, „Wohin soll das führen?“ sind sofort am Tableau.

Das beginnt beim Besuch im Fitnesscenter, der „abnehmen“ oder „ein Sixpack bekommen“ zum Ziel hat, die paar Minuten im Solarium, die „braun machen“ sollen, die wöchentliche Yoga-Stunde, wo man jetzt endlich mal „Entspannung lernen soll“, geht über Hobbys wie Klavierspielen („Wann spielst du mir was vor?“) bis zum Ausgleichssport Golf, wo man jetzt nun wirklich sein Handicap verbessern sollte.

Wir kaufen eine neue Ski-Ausrüstung (das letzte WM-Rennen als Vorbild) oder gehen zum Kung-Fu, um so cool wie Marcel Hirscher, Felix Neureuther oder Jackie Chan zu sein.

Hand aufs Herz:

Von all den Dingen, die du in deiner Freizeit tust: Was davon ist NICHT von einem Ergebnis, einem Resultat beseelt? Was tust du einfach so? Gibt es für dich überhaupt ein Leben im hier und jetzt? Ohne den Wunsch nach Evolution, Anerkennung oder einer Preisverleihung? Ich denke, dass die Liste nicht sonderlich lang wird.

Passender Artikel:  Dein Leben läuft nicht wie geplant? 12 Tipps, wie du mit Enttäuschungen besser umgehst

Verstehe mich nicht falsch, besser zu werden in dem, was du gerne tust, ist nicht falsch. Das „Besser-Werden“ aber zum Zweck werden zu lassen schon. Vermutlich hat das Ganze damit zu tun, dass wir verlernt haben (oder nie gelernt haben), in der Gegenwart zu sein. Für mich ist eines klar:

„Gegenwart findet auf Kosten der Zukunft gar nicht mehr statt.“

Und im beruflichen Kontext ist es noch eindeutiger. Hier zählt nicht, wie viel Zeit investiert wurde. Es interessiert niemanden, welche Hürden genommen wurden. Niemand schert sich darum, was alles notwendig war und was auf der Strecke geblieben ist, um das Projekt abzuschließen. Es geht um das Resultat.

Wenn das Resultat stimmt, wird der Weg nicht in Frage gestellt. Nur wenn das Resultat „suboptimal“ ist, gibt es „Optimierungsbedarf nach oben“.

Hier nun vier Maßnahmen, wie wir diesem Hamsterrad-Phänomen entfliehen können:

Leben im hier und jetzt

Tu etwas, weil du es gerne tust, und nicht, weil du auf das Ergebnis schielst

Das nächste Mal, wenn du einem Hobby nachgehst, tu es ohne den Wunsch, besser zu sein als das letzte Mal. Lass den Trainingsplan zu Hause, stoppe nicht deine Zeit, vergleiche deine Fähigkeiten nicht mit dem letzten Mal, überlege dir nicht, was du besser machen kannst. Tu es einfach und genieße jede Sekunde.

Verbanne die Resultat-Fragen aus deinem Wortschatz – lebe im hier und jetzt!

Wenn du mit anderen Menschen sprichst, dann richte deinen Fokus nicht auf das Resultat. Bringe sie nicht auf den Resultat-Gedanken, indem du die üblichen Fragen stellst:

  • „Was willst du nachher damit machen?“
  • „Wofür machst du das?“
  • „Was bringt das?“
  • „Wohin soll das führen?“

Lenke deine Aufmerksamkeit auf den Prozess, den Weg. Und entdecke, wie begeistert Menschen sein werden, wenn sie einmal losgelöst vom Erfolgsdruck reden können.

Unterstütze Menschen, auf die Gegenwart zu achten und diese zu genießen

Sollten Menschen auf dich den Eindruck machen, typisch resultatorientiert zu sein, dann lenke ihre Aufmerksamkeit von der Zukunftsausrichtung auf die Gegenwart und mache klar, wie wichtig es ist, in der Gegenwart zu sein und nicht immer im Kopf bereits zum Endergebnis vorgespult zu haben. Mache mit Fingerspitzengefühl die Türen der Zukunftsorientiertheit zu und lasse deine Umgebung mehr auf das „Jetzt“ achten.

Leben im Hier und Jetzt - Pause Taste

Installiere eine Pause-Taste in deinem Kopf

Wir nehmen von unserem Alltag wenig war, weil wir immer mit den Gedanken bereits beim nächsten Schritt sind. „Sobald ich das erledigt habe, mache ich gleich noch … “, „„Wenn die Tennisstunde vorbei ist, muss ich noch…“, „Ich kann das jetzt gar nicht richtig genießen, wenn ich daran denke, dass ich noch …“. In meinem Kopf gibt es eine Pause-Taste, auf die ich regelmäßig drücke, um mich umzusehen und bewusst wahrzunehmen, was gerade so Tolles in meiner Gegenwart passiert. Einfach ein Reminder, der mich erinnert, dass ich da bin. Und nicht schon dort.

Passender Artikel:  Ein Brief von einem, der aus dem Hamsterrad ausgestiegen ist.

Erschaffe mehr Erlebnisse ohne Resultat

Ein Aufruf zum Un-Perfektionismus. Viele werden sich jetzt fragen, ob ich völlig übergeschnappt bin, aber versuche hie und da Folgendes: Mache Dinge nicht fertig. Fange etwas an und höre bewusst auf. Lass es liegen. Unterbrich, wenn du es genießt und lass es unvollkommen. Und achte auf das mulmige Gefühl, das dir das Hamsterrad offensichtlich eingepflanzt hat, die Dinge halb fertig zu lassen.

Fange damit an, andere Menschen dabei zu unterstützen ihren Fokus vom Resultat weg, hin zum Gegenwärtigen zu lenken. Das ist etwas, das glückliche Menschen füreinander tun. Dann wird sich dieser Zustand – also das Leben im hier und jetzt – auch bei dir einstellen. Auch ohne, dass du dir es vorgenommen hast.

30 Comments on “Leben im hier und jetzt: Wie du den dauernden Leistungsdruck los wirst

Lisa
19. Februar 2017 um 21:53

Hallo Markus,
ich bin eben über deinen tollen Artikel gestoßen! Wie wahr ist es doch, dass es leider viel zu selten um den Weg und fast immer nur um das Ziel geht. Obwohl es doch selbst der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ eigentlich voll und ganz auf den Punkt bringt.
Ich habe mich auch schon viel mit dem Thema Glück und Achtsamkeit beschäftigt und mich auch auf meinen eigenen Blog diesen Themen gewidmet. Umso schöner finde ich, wenn mich so tolle Artikel wie deiner wieder inspirieren und zum Nachdenken anregen und ich werde ganz bestimmt nun öfter auf deinem Blog vorbei schauen. Danke dafür 🙂

Liebe Grüße
Lisa
http://www.gluecksmaedl.at

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Angela Gaida
3. Mai 2014 um 23:16

Oh, danke, das ist ein schöner Gedankengang!
Ich hatte in der Vergangenheit manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich Dinge angefangen habe, darin so mittelmäßig bis ganz gut geworden bin und es dann wieder habe bleiben lassen. Als „Hobby-Hopper“ habe ich alles Mögliche ausprobiert, einfach um des Ausprobierens willen. Nicht, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Und wenn es dann irgendwann keinen Spaß mehr gemacht hat, habe ich es wieder gelassen.
Das ungute Gefühl dabei kam genau aus diesem Resultate-Denken heraus, das ich meinte haben zu müssen. Es ist unheimlich befreiend, es beiseite zu lassen und einfach nur das Tun zu genießen 🙂

Wobei ich damit genau genommen ja auch Resultate verfolge: Spaß beim Ausprobieren, Freude am Experimentieren, Begeisterung beim Neues-Lernen. Nur sind das vielleicht nicht die Resultate, „man“ dabei vermeintlich zu verfolgen hat.

Herzliche Grüße von und nach außerhalb des Hamsterrads,
Angela Gaida

Antworten
Rudolf Könen
3. Mai 2014 um 10:24

Lieber Markus,
ich lese Deine Artikel regelmäßig und Deine Themen sowie Erkenntnisse sprechen mir aus dem Herzen. Dieser Artikel ist Dir wieder sehr gelungen! Danke dafür und viele Grüße aus Köln,
Rudolf Könen

Antworten
Anita
2. Mai 2014 um 22:01

Lieber Markus

Vielen Dank für diesen Artikel – wie recht du hast! Für mich hat das nur am Rande mit dem Hamsterrad und dem Ausstieg daraus zu tun. Nicht auf ein Resultat zu schielen, sondern mit Freude etwas in der Gegenwart einfach zu tun und andere darin zu unterstützen, das ist Lebensqualität für mich!

Herzlich

Anita

Antworten
Lara
2. Mai 2014 um 16:54

Hi Markus,

wollte den tollen Beitrag gleich auf Facebook teilen, aber dein Share-Button funktioniert offensichtlich nicht mehr. Kann zwar drauf klicken, aber es passiert nichts. Hat aber schon mal funktioniert bei dir.

Antworten
Markus Cerenak
7. Mai 2014 um 10:24

checken wir gleich

Antworten
Helga
2. Mai 2014 um 14:38

deine artikel werden immer besser, lieber markus….

Antworten
Markus Cerenak
7. Mai 2014 um 10:24

danke 😉

Antworten
Der Privatier
2. Mai 2014 um 13:46

Sorry, aber ich kann der Argumentation des Artikels und der Kommentatoren nicht folgen!

Ich hoffe eigentlich, dass ALLE meine Handlungen zielgerichtet und ergebnisorientiert sind. Und solange ich noch nicht unzurechnungsfähig im Pflegeheim vor mich hindämmere soll das auch nach Möglichkeit so bleiben!

Und darum verstehe ich auch nicht, wenn jemand ein Studium der Ägyptologie und der Kunstgeschichte beginnt, warum er oder sie dann kein Ziel oder Resultat im Auge haben soll? Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe selbst mit dem Gedanken gespielt, als Privatier im fortgeschrittenen Alter noch ein Kunstgeschichte Studium zu beginnen.
Und selbstverständlich mit einem Ziel! Ich wollte mehr über die Kunst erfahren. Etwas dazu lernen. Meine Neugierde stillen. Sind das keine Ziele? Sind das keine Resultate?

Selbst wenn solche Ziele auch nicht vorhanden sind: Es sollen Mädels geben, die ein Studium nur beginnen, damit sie coole Typen kennenlernen können (und umgekehrt). Auch das sind Ziele. Mit möglichen Resultaten.

Ich gehöre auch zu den regelmäßigen Läufern. Und wenn der Leistungsgedanke nicht (mehr) im Vordergrund steht, dann gehe ich mit ZIEL laufen, dass ich mich gut fühle, dass ich fit bleibe oder dass ich einfach nur Freude an der Bewegung und der Natur habe.

Jede beliebige Handlung erfordert den Willen, diese Handlung auszuführen und sie wird immer mit irgendeinem Ziel verbunden sein. Und dieses Ziel besteht immer im Erreichen eines Resultates.
Selbst „nichts tun“ oder ausruhen oder faulenzen macht man (in der Regel) mit Absicht. Eben mit dem Ziel sich auszuruhen oder der Hoffnung auf das Resultat, nachher ausgeruht zu sein.

Von daher: Ich möchte meine Ziele und die Resultate nicht missen (denn anderenfalls – fürchte ich – wäre ich tot!).

Gruß, Der Privatier

Antworten
Beate
5. Mai 2014 um 12:27

Lieber Privatier,

ich denke, manchmal meinen wir das gleiche und bezeichnen es einfach unterschiedlich. Kommunikation ist nicht so einfach 😉

Ich lese diesen Blog schon länger und stelle immer wieder fest, dass auch Markus sich von Zeit zu Zeit zu 100% selbst widerspricht.
Für mich ist das immer wieder die Aufforderung, jeden Tag für mich zu spüren, was ist heute dran – und das kann durchaus das Gegenteil von gestern sein.
Dieses sowohl als auch, anstatt entweder – oder, macht für mich das Leben aus. Ich bin einzigartig und werde nicht das Leben eines anderen kopieren (hab ich viel zu lang versucht, funktioniert nicht!).
Manches tue ich, weil es ein Schritt auf dem Weg zum Ziel ist, anderes ist Selbstzweck, eben die reine Freude am tun -egal, was dabei herauskommt. Und oft beschenkt mich dann das Leben mit einem tollen Resultat, auf das ich gar nicht spekuliert hatte.

In diesem Sinne, mach weiter so, Markus. Weck uns auf 😉

Antworten
Markus Cerenak
7. Mai 2014 um 10:26

hi peter
ich denke nicht, dass man ohne ziele tot ist. vielleicht zufrieden, aber nicht tot. 😉
lg m

Antworten
Mirko
2. Mai 2014 um 12:37

Hallo Markus,

Achtsamkeit zu üben und damit versuchen, so viel wie nur möglich in der Gegenwart zu leben, ist natürlich nicht falsch. Das kann ich so auf jeden Fall unterschreiben.
Aber… Zielorientiert – oder wie Du es nennst resultat-orientiert – zu arbeiten ist auch nichts falsches. Würden wir uns nur auf den Weg konzentrieren, würden die Menschen nämlich gar nichts mehr machen. Wer z.B. Ägyptologie studiert, macht es zwar deshalb, weil es ihn interessiert und es ihm Spaß bereitet (also die Gegenwart), wird aber auch immer ein Auge darauf haben, was man damit nach dem Abschluss anstellen kann (Zielorientiert). Denn würde er nicht sein Ziel vor Augen haben, würde ganz schnell die Motivation darunter leiden.
Also zusammenfassend meine ich, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt. Zwar müssten wir mal achtsamer mit uns umgehen und mehr die Gegenwart genießen, aber gleichzeitig im Hinblick unserer eigenen Motivation klar abgesteckte Ziele (Resultate) vor Augen haben.
Was meinst Du dazu?

Viele Grüße,
Mirko

Antworten
Markus Cerenak
7. Mai 2014 um 10:27

wie bei allen dingen liegt die wahrheit in der mitte. und wie bei vielen meiner artikel auch angemerkt bin ich ein sowohl-als auch und kein entweder-oder typ und bin über erstaunt schwarz/weiß-denken jedes mal erstaunt
lg m

Antworten
Dr.Widmer
2. Mai 2014 um 12:29

Vielen Dank für diese guten Gedanken! Ein Dauerthema in meinen Therapeutischen Sitzungen Tag für Tag. Kann in den Artikel ausdrucken?

Ich bin begeistert!

Schöne Grüße

Alexandra Widmer

Antworten
Markus Cerenak
7. Mai 2014 um 10:28

danke alexandra, du kannst mit dem artikel gerne machen, was du möchtest 😉
lg m

Antworten
Stephanie
2. Mai 2014 um 12:07

Wie bekannt mir doch dieser Artikel von dir, lieber Markus, vorkommt ;-). Da finde ich etwas, was mir Spaß bereitet und was mich interessiert und schon folgen die Fragen der Hamsterrädler: „Und was macht man dann damit?“, „Kann man davon leben?“, „Ist das zukunftssicher?“.

Meine Antworten darauf:
„Das und das.“
„Weiß nicht.“
„Weiß nicht.“

Und dann folgt das Berühmte „Ja, aber…“

Ein eindeutiges Merkmal dafür, dass es häufig nur um höher, schneller, besser geht. Den Einzelnen und seine Interessen wahrzunehmen bleibt außenvor und schwupps werden Zweifel gestreut, ob das wirklich gut für einen ist. Man überlegt sich das Ganze dreifach und weicht letztendlich von seinem Vorhaben ab. Die anderen haben ja recht – das Hamsterrad dreht sich weiter.

Daher lasse ich es mir gut gehen und überhöre die Resultat-Fragen ;-).

Alles Liebe
Stephanie

Antworten
David Goebel
2. Mai 2014 um 12:04

Momentan erkunde ich den Wholeness-Prozess von Connirae Andreas (Core-Transfromation). Darin geht es auch ganz viel um Achtsamkeit.

Weil „aussen, wie innen“ war ja klar, dass das Universum mir jetzt passend zuliefert.

danke an „Postbote“ Markus

Antworten
Claus F. Berthold
2. Mai 2014 um 12:01

Vielen Dank für den Artikel, nein vielen Dank überhaupt für die vielen Artikel/Mails. Man muss sich einlassen auf die Gegenwart. Dabei ist es die einzige Zeit in der wir Leben, alles andere ist nur Vorstellung.

Wirklich geholfen hat mir der Begriff der Pausetaste.

Antworten
Norbert
2. Mai 2014 um 11:54

Hallo Markus,
das habe ich mit Genuss gelesen.
Eine kleine Ergänzung erlaube ich mir.
Dein obige Aussage:

Menschen interessieren sich nicht für die Gegenwart. Es geht nur um die Zukunft.

Das stimmt.
Nur, die Zukunft wird bei den meisten Menschen im Kopf aus der Vergangenheit generiert und die ist Geschichte. Das Leben findet in der Gegenwart statt und generiert damit die Zukunft.

Ist das einmal unter die Haut gegangen, kann man das Hamsterrad als Ventilator benutzen! 🙂

Möge sich Deine Zukunft ERFÜLLEN 🙂
Norbert

Antworten
Markus Cerenak
7. Mai 2014 um 10:29

hi norbert, danke für die ergänzung
lg m

Antworten
Robert Kraxner
2. Mai 2014 um 11:32

Hi Markus ,

danke für den Artikel.
Ich stimme zu,dass Menschen meist schon an den nächsten Schritt denken, während die gegenwärtige Tätigkeit noch nicht abgeschlossen ist.

Vor allem erzeugt dieses Verhalten ständigen Stress:
Stress entsteht, wenn man hier ist und dort sein möchte.

Danke
Alles Liebe
Robert

Antworten
Alfred
2. Mai 2014 um 11:29

Hallo Markus,

wieder mal wunderwirkende Worte, Danke!
Wir sollten aufhören zu existieren und uns an unserem SEIN erfreuen.

lg
Alfred

Antworten
Christel
2. Mai 2014 um 10:50

Hallo Markus
Na, das kenne ich auch nur zu gut!! Danke für die Entlarvung. Mit der Frage nach dem Resultat ist nämlich die innere Bewertung verbunden.
Dazu ein Erlebnis:
Kürzlich steckte ich in einem Verkehrsstau fest. Der Stresslevel stieg, weil ich die geplanten Dinge und Versprechen nicht erfüllen und einhalten konnte… und da -Gott sei Dank- kam mir der Gedanke: Hey, ich lebe doch auch jetzt, nicht erst, wenn ich den Termin A und das Treffen B erfüllt habe.
Augenblicklich wurde ich ruhig und konnte durchatmen. Ich nahm die Landschaft entlang der Autobahn wahr, an der ich sonst nur vorbeiflitze und freute mich des Lebens.

Mit einem Lächeln grüsst Christel

Antworten
Christian
2. Mai 2014 um 10:13

Ich finde, Du hast da eine sehr wichtige Beobachtung gemacht und offen beim Namen genannt. 🙂 Ich denke, dass Problem beginnt bereits im Vorschulalter an der Spielkonsole. Denn: Welches Videogame kommt heute noch ohne „Highscore“ (böses Wort!) aus?

Antworten
Annette
2. Mai 2014 um 10:05

Hallo Markus,

das unterschreibe ich sofort 🙂

Das Resultats-Hamsterrad lauert überall: im Job, beim Sport, beim Motorradfahren, bei was auch immer. Ich habe festgestellt, daß ich gerade bei den Dingen, die mir Spaß machen, ohne Leistungs- oder Resultatsanspruch nicht nur mehr Spaß an der Sache habe, sondern einfach durchs Tun sowieso besser werde.

Schönes Beispiel ist der Sport in der Freizeit: Ich laufe seit zwanzig Jahren, weil es Körper und Seele gut tut, ohne Leistungsanspruch. Viele Freizeit-Läufer wollen immer besser und schneller werden. Leistung scheint das Wichtigste zu sein. Sie zwingen sich zu immer mehr, zu besseren Zeiten, zu längeren Distanzen. Wo bleibt da der Spaß? Oft müssen sie infolge für längere Phasen unterbrechen, weil sie sich verletzen oder Verschleißerscheinungen auftauchen.
Ich laufe, um zu laufen, bisher verletzungsfrei, ohne Verschleißerscheinungen, statt dessen mit Freude und Herzblut. Meine Vision: mit 70 immer noch laufen, hoffentlich weiterhin verletzungsfrei und mit viel Spaß.

Weg mit der Resultats-Denke, hin zu mehr Spaß! Dann stimmt auch das Resultat 😉
Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet, Annette

Antworten
Nils Terborg
2. Mai 2014 um 9:52

Danke für den schönen Artikel! Der Gedanke wird sich bestimmt noch im ein oder anderen Coachinggespräch niederschlagen, wo es ja auch oft sehr ergebnisorientiert abläuft:-]

Heute wird mal ein Achtsamkeits-Tag!

Antworten
Claudia Höller
2. Mai 2014 um 9:52

Lieber Markus!
Toller Artikel, du sprichst mir aus der Seele! Hoffentlich regt er viele Menschen an, einmal daran zu denken, dass jemand etwas aus Interesse macht und nicht, um etwas zu erreichen Ich musste beim Lesen oft Schmunzeln, weil es mir während meines Kunstgeschichte Studiums genauso ging. Die erste Frage war immer, ausnahmslos: „…. und was kannst du dann damit machen?“ 🙂

Antworten
Birgitta
2. Mai 2014 um 9:50

Danke! Es drückt genau das aus, was ich schon eine ganze Weile denke und noch nicht so recht in Worte fassen konnte!

Antworten
Christian Anderl
2. Mai 2014 um 9:48

Schöner kann man kaum sagen, warum man sich Zeit für Meditation nehmen sollte, um genau dieses Weglaufen in die Zukunft und dabei die Gegenwart verpassen etwas zu reduzieren. Ich setz mich jetzt in den Garten 🙂

Antworten
Carola Rechenmacher
2. Mai 2014 um 9:43

Hallo lieber Markus…
ich finde Deine Artikel einfach wunderbar inspirierend!
Besonders dieser ist ein weiterer Beweis das es einen Ausweg aus dem Gedanken- Gefuehls und Muss- Sein -Hamsterrad gibt!
Danke von Herzen fuer die super Worte! Schoenes JETZT und HEUTE!
Liebe Gruesse Carola Rechenmacher

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

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