Close

Die letzte To do Liste deines Lebens

To Do Liste

Also, ich habe wirklich die Übersicht verloren. Ich kann es nicht einmal mehr ansatzweise nachvollziehen. Überblick habe ich keinen mehr. Es waren einfach zu viele.

Nein, ich spreche nicht von den Aufgaben oder Punkten auf meiner To do Liste. Ich meine die Versuche, die ich gestartet habe, um meine To-do's zu verwalten.

Ob das jetzt Zettel waren, Notizbücher, verschiedene To do Listen Systeme, Software, Apps oder weiß der Geier was nicht alles noch. Wie oft ich To-dos von einer Seite zur anderen geschoben habe, ist echt nicht lustig.

Wir sind irgendwie eine Gesellschaft der Listen geworden. Einkaufslisten, Mitgliederlisten, Terminlisten, Preislisten, Checklisten, To do Listen, Einladungslisten, Projektlisten, Erinnerungslisten, Black Lists, Whatever-Listen. Wir führen Verzeichnisse, kategorisieren, strukturieren, wollen Überblick schaffen, Hierarchie, Ordnung und, und, und. Mit dem Ziel, mehr zu erledigen.

„Das ist das Hamsterrad. Ein Anhäufung von Listen.“

Also, wenn es ein Super-Symbol für dein Hamsterrad gibt, dann ist es wohl die Excel-To-do-Projekt-Liste, die Montag morgens auf deinem Schreibtisch liegt und durchgegangen, umgesetzt, abgearbeitet und abgehakt werden möchte. Und da ich ja vor kurzem den Schreibtisch entsorgt habe, nehmen wir uns nun gemeinsam das nächste Hamsterrad-Symbol vor. Die To do Liste.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass manche Aufgaben nicht erledigt werden müssen, man bei manchen Meetings nicht zu erscheinen braucht und manche E-Mails keiner Beantwortung bedürfen.

(Anmerkung: Oftmals werden E-Mails ohne groß nachzudenken an einen großen „Verteiler“ geschickt, und viele sind in „CC“. In einigen Unternehmen gehört das zur Kommunikationskultur. Ich war selbst in so einem Unternehmen und da ist es oftmals eine gute Strategie nicht immer auf alles einzugehen. Sonst tut man nämlich den ganzen lieben Tag nichts anderes – Danke an Anke für den Kommentar und dass ich dadurch, meine Intention klarer machen konnte.)

Manchmal ist es tatsächlich so, dass sich die Dinge von selbst erledigen. Du wirst jetzt denken „Das kann man doch nicht tun! Ich kann doch nicht etwas, das mir aufgetragen wurde, einfach nicht machen oder Mails einfach nicht beantworten.“

Das ist nämlich das schlechte Gewissen, das wir im Hamsterrad eingepflanzt bekommen, wenn wir nicht funktionieren, sozial erwünscht handeln und brav ausführen.

Auch wenn es sinnlos ist.

Auch wenn es niemanden weiterbringt.

Einfach weil es so gehört. Ich wäre nicht ich, wenn bei mir nicht bei jedem „Das tut man halt so, das haben wir schon immer so gemacht“ die Alarmglocken läuten würden.

Vor allem fürchten wir die Konsequenzen, die soziale Ächtung, wenn wir nicht alles ordnungsgemäß und weitgehend ohne Einsatz des eigenen Gehirns machen, und weil es uns so ergeht, wachen wir mit Argusaugen auch auf die anderen, ob die auch brav ihre weitgehend uninspirierten To do Listen abarbeiten.

Passender Artikel:  Ideen und Wünsche nicht einschlafen lassen - 7 Gründe, warum du jetzt handeln solltest

Ich möchte nicht falsch verstanden werden.

Ich mache hier keine Werbung für strategische Aufschieberei oder Anarchie am Arbeitsplatz, wo niemand mehr seinen Job macht.

Ich bin nur einfach davon überzeugt, dass wir im Berufsleben viele Dinge tun, die völlig unnötig sind.

Oder anders: Wir treiben zu viel Aufwand damit. Und da du und ich Hamsterrad-Rebellen sind, wagen wir einen mutigen Schritt. Wir eliminieren nicht die To-dos, sondern in weiterer Folge die ganze To do Liste.

Hier die Schritte zu letzten To Do Liste deines Lebens:

Die Pille gegen die Abhaken-Krankheit

Wenn du eine To do Liste entwickelst oder gar vorgesetzt bekommst, ist unser Verhalten zweigeteilt: Entweder wir starten und wollen so schnell wie möglich alles abhaken, oder wir verschieben und vermeiden. Ich verwende gerne zuerst relativ viel Zeit mit dem „Wie“ anstatt mit dem „Was“. Das führt dazu, dass ich zwar weniger schnell ins Handeln komme, aber stattdessen den einfachsten Weg finde. Ich stelle mir bei allen Projekten, die ich angehe (und seien sie auch noch so klein) stets die Frage: „Geht das nicht einfacher?“

Der gute alte Pareto

Vielleicht kennst du es, das Prinzip des italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto, das besagt, dass 80 % der Ergebnisse in 20 % der Gesamtzeit eines Projekts erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen 80 % der Gesamtzeit und verursachen die meiste Arbeit. O.k., somit bräuchten wir also nur 20 % unserer Zeit, um wirklich viel zu erreichen. Nur ist natürlich nicht so leicht dahinterzukommen, was von deiner Arbeit das meiste liefert und was du dir sparen kannst. Dafür müssen wir etwas tun, was im Hamsterrad nicht oft und gern gesehen wird. Nämlich denken. Und die Wahrnehmung schärfen auf „gute“ und „schlechte“ Aufgaben. Das geht nicht von heute auf morgen, aber die weiteren Punkte helfen dabei:

Die Macht der Modalverben

Du nimmst der To do Liste den Schrecken und die absolute Macht, wenn du Modalverben im Kopf einsetzt. Das bedeutet, nicht einfach alles als gegeben hinnehmen, sondern die folgende Formulierungen durchgehen:

  • Das könnte ich tun.
  • Das sollte ich tun.
  • Das müsste ich tun.
  • Das will ich tun.
  • Das darf ich tun.

Am wichtigsten ist, dass du auf dem schnellsten Wege die „Könnte ich tun“ von den „Sollte ich tun“ unterscheiden lernst und somit mehr von dem tust, was dich weiterbringt. Es geht nicht um effizienter oder effektiver. Es geht definitiv um weniger Punkte auf deiner To do Liste.

Benutze das gefährlichste Wort der Welt

Manchmal ist das gefährlichste Wort der Welt unser Verbündeter. Weil du nämlich mit Formulierungen wie „noch nicht“, „danach“ oder „später“ einfach auf eines kommst: Bei welchen Aufgaben passiert nichts, wenn du sie nicht „sofort“ machst? Denn vielleicht erledigen sie sich von selbst. Ich sage es hier ganz offen: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Aufschieben nicht unbedingt dein Feind ist. Wenn es darum geht, die Spreu vom Weizen hinsichtlich der To-dos zu trennen, ist die gute alte Aufschieberitis etwas Großartiges. Und die To do Liste wird wieder ein wenig kleiner.

Passender Artikel:  Wie dein Persönlichkeitstyp deinen Erfolg beeinflusst.

Erstelle eine „Sinnloses“-Liste

Mache dir eine Übersicht mit Aufgaben, wo du weißt, dass sie sinnlos sind. Also dass sie entweder überholt sind oder du das Ganze auf eine andere Art und Weise einfacher lösen kannst. Vielleicht kommst du auch dahinter, wie viele Daily To-dos, also die lästigen Alltagsroutinen, völlig sinnlos sind. Lasse die Liste anwachsen und mach diese Dinge einfach nicht mehr. Ziel ist, dass die To do Liste schrumpft.

Erstelle eine „Merkt kein Mensch“-Liste

Noch mehr Spaß, weil ein wenig Büro-Meuterei mitschwingt, macht diese Liste. Ich persönlich weiß, dass es sie gibt, die To-dos, die getan werden, tagein und tagaus, aber die niemandem etwas bringen. Null. Nichts. Nada. Aber irgendwie sind diese Aufgaben „untouchable“ oder du machst sie einfach für dich. Vor allem, wenn du ein wenig zu Perfektionismus tendierst, könnte deine „Merkt kein Mensch“-Liste ordentlich anwachsen.

Alle führen eine To do Liste. Wie wäre es mal mit einer Liste „Was ich ab jetzt nicht mehr tue“? Oder wie wäre es, wenn du jeden Tag deine Liste so weit zusammenstreichst, dass nicht viel übrig bleibt und du trotzdem viel erreicht hast? Ein netter Gedanke, der es wert ist, umgesetzt zu werden. Oder vielleicht sogar abgehakt …

 

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

57 Comments on “Die letzte To do Liste deines Lebens

Mike
13. Juli 2017 um 14:05

Hallo Markus!

Wieder mal ein top Artikel und Video! Vielen Dank und weiter so 🙂

VG
Mike

Antworten
Markus Cerenak
14. Juli 2017 um 10:44

Danke, Mike!
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Jeannette
12. Juli 2017 um 21:31

Hallo Markus

Hab vor geraumer Zeit bewusst jegliche Art von „ich-muss-noch-Berg“ Listen aus meinem Leben verbannt. Das Resultat ist erstaunlich. Vergessen was einzukaufen? Ermöglicht kreatives Umdenken und Anwenden von dem was man hat. Ein Projekt Task nicht abgearbeitet? Halb so wild, das Thema wird eh aufkommen, wenn die Zeit reif ist. Eine email nicht beantwortet? Menschen sprechen einem direkt an, wenn sie wirklich was benötigen. Die gewonnene Zeit ermöglicht es sich bei Menschen zu bedanken.

Danke Markus für diesen herrlich wohltuenden und wertvollen Beitrag. Please keep on going!

Antworten
Markus Cerenak
14. Juli 2017 um 10:45

Danke Jeannette, die Hamsterrad-Rebellion geht weiter!
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Sonja Paul
11. Juli 2017 um 14:33

Hallo Markus,
Ich finde den Begriff „Hamsterrad-Rebell“ einfach toll! Den werde ich mir merken. Ich bin inzwischen soweit, das ich mir täglich 1 bis 2 Dinge vornehme die ich an diesem Tag wirklich machen will. Der Rest, ist nicht so wichtig. Denn: Where the focus goes, energy flows.
Herzlichen Gruß
Sonja

Antworten
Markus Cerenak
11. Juli 2017 um 20:29

Hi Sonja, guter Plan, btw: Ich mag Tony auch 😉
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Manuela Frenzel
11. Juli 2017 um 12:19

Hallo Markus

Herzlichst gelacht habe ich, denn diese To Do Listen sind so schlimm, wenn auch manchmal nützlich.
Ich habe gemerkt, sie lösen Stress aus.

Gerade im letzten Job folgte eine Liste der nächsten, so dass ich schon eine Abneigung gegen das Wort bekommen habe. 🙂 Ich habe mir jeweils die wichtigsten Projektziele notiert, denn sonst hätte ich sicher viel zu viel Zeit mit den Listen schreiben gebraucht.

Mit den Worten müssen und sollen, auch da habe ich geschmunzelt. Gerade in der Schweiz fällt es auf, dass Deutsche häufig das Wort müssen benutzen. Mir selbst fällt das bei mir auch auf. Ich achte jetzt mehr darauf das Wort müssen nicht mehr so oft zu benutzen. 🙂 Es klingt auch unsympathisch.

Gut finde ich Deine Videos, denn sie machen Dich greifbarer, was mir lange ein wenig gefehlt hat. 🙂

Grüssli aus Seengen von Manuela

Antworten
Markus Cerenak
11. Juli 2017 um 20:29

Hi Manuela, danke für das Feedback, freut mich sehr, Wird in Zukunft mehr Videos von mir geben!
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Ingo Schönhoff
10. Juli 2017 um 13:37

Wie wäre es mit einer „To-BE-List“; schade, dass diese Idee nicht von mir selbst ist! 😉
Leider bin ich der Quelle nicht mehr gewahr; doch die Idee war mir zu schade, als dass ich sie DESWEGEN hier nicht erwähnen wollte….

Antworten
Markus Cerenak
11. Juli 2017 um 20:30

Danke Ingo für die Ergänzung, die Idee kommt von Oprah
http://www.oprah.com/spirit/make-your-to-be-list-before-your-to-do-list
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Mavie
10. Juli 2017 um 13:35

Kurz eine Verständnisfrage zur Liste mit den Modalverben: was ist hier der (gefühlte oder tatsächliche) Unterschied zwischen „sollte ich“ und „müsste ich“? Hat das irgendwas mit intrinsisch oder extrinsisch zu tun? Kann man „müsste“ auch mit „sollte“ ersetzen?

Antworten
Markus Cerenak
10. Juli 2017 um 16:56

OK, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Sorry: Es besteht ein Unterschied zwischen „Ich muss/soll“ und „Ich müsste/sollte“ weil das nämlich ein Konjunktiv ist, also eine Möglichkeitsform. Es fällt dir dadurch leichter das zweitgefährlichste Wort der Welt zu benutzen, das Wort „Aber“. Also „Ich müsste, aber…“ Das nimmt dem ganzen merklich den Druck. Ich hoffe ich konnte das jetzt besser erläutern…
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Stef Wildschütz
10. Juli 2017 um 12:29

Großartig! Vielen Dank für diesen Artikel und die Erklärung der Sinnlosigkeit dieser verdammten Kack-Listen-Schreiberei!!! Ich grinse bestimmt noch einige Zeit vor mich hin…

Antworten
Markus Cerenak
11. Juli 2017 um 20:31

Hi Stef, danke für das Feedback, freut mich immer!
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Eveline
10. Juli 2017 um 10:41

Hallo Markus, Danke für den Tipp mit der „No to do Liste“. Das Wort „muss“ ist schon lange aus meinem Vokabular gestrichen, denn müssen tun wir gar nichts…. Liebe Grüsse Eveline

Antworten
Markus Cerenak
11. Juli 2017 um 20:31

Hi Eveline, ja das Wort „müssen“ ist echt böse… schön, dass du es gestrichen hast!
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Elisa
10. Juli 2017 um 9:57

Ich finde es erschreckend, dass viele Menschen heutzutage in ihrem Privatleben To-do-Listen machen, die nicht enden. Sie erschaffen sich ihr eigenes Privates Hamsterrad. Auch ich mache mir mal eine Erinnerung, wo steht Pflanzen gießen oder Klo putzen, das sind eher Ermahnungen, weil ich das eben gerne aufschiebe … aber ansonsten kann ich jedem nur empfehlen, wenigstens im Privatleben die Zeit nicht zu verplanen, sondern Lebendigkeit und Spontanität zuzulassen. Leben eben. Keine Ausreden von wegen, ich habe keine Zeit, sondern sich fragen, warum nehme ich mir die Zeit nicht? Im Job ist das sicher bei vielen anders. Als Selbstständige nehme ich mir aber auch da nie mehr vor, als ich mir merken oder bewältigen kann. Dann werden eben Projekte abgelehnt. Dann kommt eben etwas weniger Geld rein. Dafür aber mehr Leben 🙂

Antworten
Markus Cerenak
11. Juli 2017 um 20:32

Hi Elisa, danke für deine Ergänzung. (Und gleich für alle, die das lesen: Schaut mal auf Elisas Blog vorbei! Der ist echt lesenswert!!!)
Lass es dir gut gehen!
M

Antworten
Edith die Zauberin
16. Juli 2014 um 16:10

To Do Listen sind mega praktisch. Um die Merkt-kein-Mensch und erledigt-sich-von-alleine Punkte zu eliminieren, hat mir mein Vater mal ne intelligente Methode beigebracht. Ich glaube sie stammt von einem Wiwi oder BWLer.

Grundsätzlich die Aufgabe in wichtig und unwichtig zu unterteilen und in dringend und kann warten. Ich mache das jeweils mit zwei Farben und entsprechender Anzahl von Kreuzen. Superwichtig und Superdringend bekommt jeweils 3 also insgesamt 6 Kreuze. Megaunwichtig und kann-ich-auch-noch-im-nächsten-Leben-machen bekommt jeweils ein Kreuz.

Wenn ich dann also mal wieder mit ToDos überfordert bin, sortiere ich einfach nach Anzahl der Kreuze und erledige das. Alles andere ist grade sowieso nicht so bedeutend.

Antworten
Bettina
7. Juli 2014 um 18:09

ich versuche es schon jahrelang mit ToDo-Listen

irgendwie werde ich nicht damit warm…….
jeden Tag wandern Punkte vom Vortag weiter
ich habe keine Befriedigung dabei, erledigte Punkte von der ToDo Liste zu löschen
ich bin nur frustriert, wenn wieder ein Punkt von „gestern“ nach „heute“ wandert

lg Bettina

Antworten
Markus Cerenak
14. Juli 2014 um 14:13

dann versuche es mal mit dem umgekehrten weg. 😉
lg m

Antworten
Thomas Schlesinger
30. Juni 2014 um 19:26

Naja, ohne To-Do-Liste würde ich mich ziemlich hilflos fühlen. Ich weiß, dass mein Gedächtnis nicht besonders gut darin ist, Dinge ‚präsent‘ zu halten. Ich pflege daher meine Aufgaben im Webtool Asana (http://www.asana.com). Dieses Tool, das man übrigens gut im Team benutzen kann, ermöglicht das Setzen von Fälligkeitsterminen, das Arbeiten mit Zeithorizonten (heute, bald, später), Stichworte (Tags), Unteraufgaben, die Organisation von mehreren Aufgaben in ‚Projekten‘, eine Kalenderansicht, etc.

Für mich sind Checklisten und sich wiederholende To-Dos ganz essentiell, damit der Alltag möglichst reibungslos läuft.

Ich gebe dir, Markus, natürlich Recht, dass man da maßhalten muss. Und du nennst auch das richtige Zauberwort, das Pareto-Prinzip. Fokus auf die wichtigen Sachen ist wirklich alles, auch wenn ich da persönlich noch viel Luft nach oben habe 😉

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 19:44

hi thomas, ja asana ist eine tolle sache, ich selbst bin nie damit so richtig warm geworden. bin mittlerweile sehr minimalistisch geworden und habe einfache, völlig untechnische textdokumente.
lg m

Antworten
Knut Habel
1. Juli 2014 um 4:49

Manchmal ist „back to the roots“ nicht die schlechteste Lösung. Ich arbeite auch oft mit einem einfachen Texteditor . . . danach Textdokumente ausdrucken und wie früher in einem „to do ordner“ abheften. Papier anzufassen, zu fühlen und zu lesen kann manchmal inspirierender sein, als sich alles in irgendwelchen Dateien auf dem Laptop anzusehen.

Antworten
Jenny Jeans
30. Juni 2014 um 11:28

Sehr hilfreicher Artikel für alle, die schon längst nicht mehr hinterfragen warum sie dieses oder jenes überhaupt tun!

Die „Merkt-kein-Mensch-Liste“ existiert bereits seit Mitte meiner Ausbildung in meinem Kopf und hat mir geholfen nicht vollkommen zum Roboter zu werden.

Witzig, dass ich in deinem Artikel Verhaltensmuster von mir wiedergefunden habe, die ich ganz unbewusst in meinen Arbeitsalltag gepflanzt habe – und das ohne schlechtes Gewissen.

Verpflege uns bitte weiterhin mit deinen inspirierenden Artikeln!

Viele Grüße, Jenny Jeans

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 19:58

hi jenny, in jedem arbeitsalltag pflanzt sich immer wieder so etwas ein… somit kann man es auch mit einem kleinen augenzwinkern sehen…
lg m

Antworten
Christian
29. Juni 2014 um 10:49

Hallo ,
Einer der wenigen Deiner Artikel wo ich mal sagen muss: so einfach ist es dann wohl doch nicht. Es gibt sicher viele Dinge, die man nicht machen MUSS, da hast Du meine volle Zustimmung.

Ich manage in meinem Job recht komplexe technische Projekte. Solche Projekte haben viele, viele Details, die zur richtigen Zeit erledigt werden MÜSSEN. Wenn ei einziges „Rädchen im Getriebe“ fehlt, wird das ganze Projekt ein Misserfolg.

TODO-Listen sind hierbei eine große Hilfe und ENTlasten mich, weil ich den Kopf frei bekomme zum Denken. Deshalb bin ich sehr froh über meine Listen und möchte keinesfalls darauf verzichten.

Hier liegst Du deshalb meiner Meinung nach etwas daneben.

Schönen Sonntag
Christian

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:41

hi christian
danke für dein feedback. wenn es für dich entlastung darstellt, ist es perfekt. danke für deine sichtweise, die sicher bei einige anderen auch zutrifft. wir sind menschen und jeder darf seinen weg finden. somit kann ich auch mal daneben liegen 😉
lg m

Antworten
Kirsten
28. Juni 2014 um 8:55

Deine Anregungen werde ich mir ins Büro mitnehmen:-)
Im Privatleben hab‘ ich meine ToDo-Liste vor ein paar Wochen abgeschafft: Ob ich mal wieder Wäsche waschen, Geschirr spülen oder putzen etc. müsste, das bemerke ich auch ohne Liste. Und nachdem ich keine ToDo-Liste mehr habe, auf der Unerledigtes steht und sich ansammelt, fühle ich mich sehr viel besser. (und die „Hausarbeiten“ erledige ich trotzdem, irgendwann ;-))

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:42

ja, ab ins büro damit 😉
lg m

Antworten
Knut Habel
28. Juni 2014 um 3:40

Prima Beitrag. Ich fühle mich selbst auch von dem Listenwahn angesprochen. Vielen Dank für die Inspiration auch zu diesem Thema „umzudenken“!

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:42

gerne, knut!
lg m

Antworten
Marco Behrens
27. Juni 2014 um 22:54

Hi Markus,

ich bin der festen Überzeugung, dass ToDo-Listen vom Aussterben bedroht sind.
Warum? Weil immer mehr unser Herz anstatt Kopf (das Ego) regiert.

Unser Herz lebt im Hier und Jetzt. Im Hier und Jetzt kann aber keine Liste existieren…es kann immer nur einen To-Do-Punkt im jetzigen Moment geben (Es sein denn, du kannst dich verdoppeln und an zwei Orten gleichzeitig sein ;)). Das Herz schert sich nicht darum, was morgen, gleich oder in einer Sekunde von Bedeutung ist. Es liebt und lebt im jetzigen Moment.

Nur der Kopf (das Ego) hat ein Verlangen danach, die Zukunft vorzubestimmen. Es mag keine Überraschungen, keine Spontanität und „liebt“ die Planung. Dabei ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass der Kopf für beispielsweise morgen etwas plant, was unser Herz morgen auch tatsächlich zum erblühen bringt. Das was dabei dann raus kommt, nennt man dann Leiden. Deshalb fühlt man sich auch mit To-Do-Listen schnell überfordert, macht sich selbst Druck (welchen man im Herzen spürt) und kann den jetzigen Moment nicht mehr leben.

Liebe Grüße,
Marco

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:43

danke marco, für deine ergönzungen. das mit dem „aussterben“ mag ich…
lg m

Antworten
Jini
27. Juni 2014 um 21:02

Ohne meine ToDo Liste würde ich niemals klar kommen!

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:44

hi jini
das geht vielen so, nur war meine intention diese listen ein wenig zu entrümpeln und achtsamer zu sein, was man so drauf schreibt 😉
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Wolfgang
27. Juni 2014 um 20:42

Hallo Markus,
genialer Artikel und ich stimme vollinhaltlich zu. Als Selbständiger mache ich mir meine eigenen Listen und bin kaum anderen Rechenschaft schuldig. Daher haben sich nur 3 (überschaubare) Listen etabliert:

1) Not to do Liste (unheimlich praktisch, da sie nur befolgt, aber nie abgehakt werden muss und ist eigentlich gar keine)
2) To Do´s nur von wichtigen Dingen, um den Kopf zu entleeren
3) EPA-Liste (Einkommens Produzierende Aktivitäten – Liste) die ist IMMER sehr kurz und am Ende des Tages immer erledigt.

Das Leben ist schön!

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:44

super hinweise die 3 listen, danke wolfgang!
lg m

Antworten
Steve Schröder
27. Juni 2014 um 14:10

Hallo Markus,

danke, endlich mal einer, der mit dem Listenwahn aufräumt.
Mache gerade meine Listenzertörungsliste 🙂

LG, Steve

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:45

haha, viel spaß dabei.
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Sarah
27. Juni 2014 um 13:10

Hallo Markus,

ich finde es gut, wie du uns immer wieder zeigst, was wirklich wichtig ist und wie wir uns entlasten können. Das ist so wichtig damit wir uns nicht selbst vergessen!

Vielen Dank und liebe Grüße aus Berlin!

Sarah

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:46

danke sarah, für das liebe feedback, freut mich sehr!
lg m

Antworten
Sabine
27. Juni 2014 um 13:08

Hallo Markus,

vielen Dank für deinen tollen Artikel.

Ich verstehe deine Zeilen so, das du vermitteln möchtest, das wir bewusst unterscheiden sollten, was wirklich wichtig ist, und was unwichtig bzw. sogar sinnlos/nutzlos ist. Aufgaben denen wir täglich nachkommen. Aufgaben, die wir uns irgendwann vielleicht sogar selber auferlegt und nie wieder überprüft haben, ob sie noch stimmig sind. Und so wird unsere to-do-Liste über die Jahre immer länger. Mindestens die Hälfte davon kann vielleicht gestrichen werden und schafft Zeit, die effektiv genutzt werden kann. Ja, ich habe auch die Erfahrung gemacht, das wichtige Dinge (sofern möglich) sofort erledigt werden sollten. Die Unwichtigen erledigen sich von alleine oder verschwinden irgendwann im Nirgendwo, und niemandem fällt es auf.

Dennoch hilft manchmal ein kleiner Spickzettel, um den Kopf frei zu kriegen. Sonst kreisen die Gedanken erst recht, weil der Kopf ja nichts vergessen möchte. Dann spulen sich die Dinge, die zu erledigen sind, immer und immer wieder ab. Das ist zumindest bei mir so.

Deswegen wäre für mich persönlich die Strategie:
1. Wichtiges/Unwichtiges unterscheiden lernen
2. Wichtige Dinge notieren

Mit deinen tollen Tipps fällt es sicherlich leichter, Schritt 1 zu befolgen und zu selektieren. Vielen Dank dafür 🙂

LG,

Sabine

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:47

ja sabine, genau darum gings, um das bewusst machen…
der zwischenweg mit dem spickzettel ist ein super weg
lg m

Antworten
Viktoria
27. Juni 2014 um 11:29

Danke für den Artikel.

Mir entspricht gerade die „Was ich ab jetzt nicht mehr tue“ – Liste sehr.

Die vielen Dinge, die ich tun will, finde ich richtig und positiv, warum nicht auch die, die ich nicht (mehr) tun will? Eigentlich logisch – wenn da nicht das das Hamsterrad des Denkens wäre …

Die „Das merkt kein Mensch“-Liste finde ich auch klasse.

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:47

danke viktoria, ist auch meine lieblingsliste!
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Anke
27. Juni 2014 um 10:56

Hallo Markus,
in vielen Sachen gebe ich dir recht, manches, was einem so viel Kopfzerbrechen bereitet, sollte man ruhig öfter mal aufschieben, vieles löst sich dann von alleine und man spart sich eine Menge Stress. Ein Punkt jedoch gefällt mir überhaupt nicht, den du aufgeführt hast: Die Sache mit dem Emails beantworten. Denn ich finde, hier geht es auch um etwas anderes. Mich stört in der heutigen Zeit ganz extrem, dass genau dies sehr oft passiert. Dass man keine Antwort erhält, quasi ignoriert wird. Denn ich finde, auf eine Nachricht zu antworten, auch wenn diese Antwort eine Negativ-Antwort ist, zeugt davon, dass man im menschlichen Umgang miteinander respektvoll agiert. Anders herum demonstriert man eine gewisse Gleichgültigkeit, so nach dem Motto: Person ist nicht wichtig für mich, also interessiert´s mich auch nicht. Diesen Punkt solltest du noch mal überdenken, finde ich. Ansonsten finde ich, du lieferst wie immer tolle Denkanstöße, dankeschön dafür …
Viele Grüße
Anke

Antworten
Markus Cerenak
27. Juni 2014 um 11:01

Hi Anke,
danke für das Feedback, und da habe ich mich tatsächlich nicht gut ausgedrückt. Es geht nicht um das Ignorieren von Menschen, es geht darum, dass heute im Allgemeinen zu viele E-Mails geschrieben werden und es einfach nur wahnsinnig viel Zeit kostet.

Oftmals werden E-Mails ohne groß nachzudenken an einen großen „Verteiler“ geschickt, und viele sind in „CC“. In einigen Unternehmen gehört das zur Kommunikationskultur. Ich war selbst in so einem Unternehmen und da ist es oftmals eine gute Strategie nicht immer auf alles einzugehen. Sonst tut man nämlich den ganzen lieben Tag nichts anderes. Ich hoffe, ich hab meine Intention damit ein wenig klarer gemacht und das auch gleich im Text ergänzt.

Lass es dir gut gehen!
Markus

Antworten
Iris Austere
27. Juni 2014 um 10:44

Hallo Markus,

wieder ein toller Beitrag!

Ich habe seit Jahren Ringhefte, in die ich unsortiert „Ideen“ reinschreibe, die gleichzeitig als To-Do-Liste gesehen werden könnten. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich tatsächlich einiges von selbst erledigt und einiges erst nach langer Zeit gemacht wurde. Das sind einfach Gedankenstützen. Das erspart mir, weitere Listen zu erstellen, nach Prioritäten zu sortieren oder mir Gedanken zu machen, was jetzt davon überflüssig ist.

Allerdings bin ich selbständig und nur mir Rechenschaft schuldig. Die Selbständigkeit bringt automatisch mit sich, dass man lernt, was tatsächlich wichtig ist und was als innere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, Verzögerungstechnik oder Gewissensberuhigung fungiert, weil die eigene wahre „Produktivität“ direkt auf sich selbst zurückzuführen ist.

Seit einiger Zeit konzentriere ich mich darauf, was meine Intuition, mein Gefühl mir sagt, was heute dran ist, weil ich gemerkt habe, dass Lust und Interesse qualitativ bessere Ergebnisse hervorbringt und quantitativ weniger Zeit in Anspruch nimmt.
Durch die Konditionierung des „Funktionierens“ vergessen wir leicht, dass unser Wert und der Wert unserer Arbeit nicht darin liegt, Masse zu produzieren, sondern sinnvolle Beiträge im eigenen Leben wie auch in der Arbeit zu leisten. Freude in der Arbeit ermöglicht eine ungezwungene Herangehensweise, die wiederum die Klarheit bringt, was wichtig ist.
Die Vorstellung von Zeit und deren „Einteilung“ hat viel damit zu tun, welche Ansprüche man daran hat. Dabei ist Zeit auch immer an die subjektive Wahrnehmung gekoppelt…
Ein Nebeneffekt dessen ist auch, dass Zeit eine andere Bedeutung bekommt. Sie durch BEWUSSTES Bestücken mit Inhalten/Aufgaben schon fast „dehnbar“ erscheint.
Deshalb ist mein Motto auch: Design your Life!
Love, Iris

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:48

hi iris
danke für den umfangreichen kommentar, der schon fast als gastartikel durchgeht 😉
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Christina
27. Juni 2014 um 10:38

Erster Punkt auf meiner „Merkt-kein-Mensch“-Liste:

– Ich führe eine To-Do-Liste 😉

Danke für die Inspiration.
Liebe Grüße
Christina

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:48

gerne christina
lg m

Antworten
Gitte
27. Juni 2014 um 9:49

Vielen Dank wieder für den wundervollen Artikel.
Was mache ich aber, wenn ich eigentlich fast ausschließlich to dos habe, die ich mir irgendwie „selbst“ gegeben habe? Weil ich zB Interesse am Thema habe, weil ich zB kontinuierlich am Ball bleiben will bzgl. Hobby oder oder oder 🙂

Ich habe wenige Sachen, die sinnlos sind. Aber ich denke gerade dann muss man sich mal anschauen, wie man am besten 80% Ergebnis bei 20% Leistung bekommt. Weil da weiß ich zum Beispiel noch gar nicht, welche besseren Methoden gibt als die, die ich habe. Und Methoden auszuprobieren kostet auch irgendwo Zeit… :/

Liebe Grüße
Gitte

Antworten
Markus Cerenak
27. Juni 2014 um 10:49

hi gitte,
schau dir mal an welche funktion“eigenen“ to do’s so haben. und stelle dir dann die frage ob aufwand und ertrag in einklang sind.
lg m

Antworten
Sascha
4. Juli 2014 um 13:31

Dafür ist doch die Modalverben-Liste eine gute Idee, oder?

Antworten
Fabian von farbentour.de
27. Juni 2014 um 9:39

Hallo Markus,

sehr inspirierender Beitrag. Die „Merkt kein Mensch“-Liste ist echt gut. Wie kommt man nur auf so eine geniale Idee? 🙂

Viele Grüße,
-Fabian

Antworten
Markus Cerenak
30. Juni 2014 um 8:48

diese liste mag ich genauso gerne wie meinen „absurdes“-ordner im gmail 😉
lg m

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, das passt natürlich ;-)

239 Shares
Teilen208
Pin31
Twittern
WhatsApp