Lies diesen Artikel nicht, wenn du willst, dass alles so bleibt, wie es ist.

Nothing seems so strange, as when the leaves begin to change.

So beginnt die letzte Strophe von Kid Rock's Hit „All Summer Long“ und jedes Mal wenn ich diese Textstelle höre, erinnere ich mich an die Zeit als der Sommer und der damit verbundene Sommerurlaub noch ein wichtiger Fixpunkt des Jahres waren.

Und wie wehmütig ich dann immer wurde, wenn ich mir eingestand:

Der Herbst kommt. Das Hamsterrad beginnt sich nun wieder im doppelten und dreifachen Tempo zu drehen. Denn im Herbst geht wieder alles los.

Es kann nicht immer Sommer sein. Es muss auch mal was gearbeitet werden und die Monate bis Dezember sind jene, wo nicht nur die Weichen gestellt werden, sondern wo dann der Zug auch schon mit Volldampf unterwegs sein muss.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, wenn sich der Sommer zum Ende neigt. Denn egal, ob du angestellt bist oder selbständig, du weißt:

Die nächsten Wochen und Monate bedeutet Ärmel hochkrempeln und viel Arbeit. Die Budgets und Strategien für 2018 werden gemacht und man hat das Gefühl, dass die Erholung, die der Sommer vielleicht gebracht hat, bereits mit den Gedanken an die kommenden Monate dahin zu sein scheint.

Und vielleicht spürst du auch diesen Sog, der sich entwickelt, wenn sich alle klar werden, dass es mit dem „die Seele baumeln lassen“ nun für eine Zeit vorbei ist.

Ich spüre das. Es liegt in der Luft. Es liegt in der Luft, dass bei vielen Menschen nun im Kopf ist:

Jetzt ist für ein paar Monate Schluss mit lustig.

Und das nervt mich.

Somit habe ich beschlossen, wenn mein Blog und ich irgendetwas dazu beitragen können, dass alle die vor Kurzem aus dem Urlaub zurück gekommen sind, nicht sofort wieder in die Klauen des Hamsterrades geraten, dann steht das ganz oben auf der Agenda.

Und was wäre besser, als den September als Monat des Neuanfanges zu sehen und nicht – wie bis jetzt – als Monat, der dich wie ein Bungee-Seil zurück in die Alltagstretmühle katapultiert.

Nur wie gestaltet sich so ein Neuanfang?

Egal, was dich gerade an deinem Hamsterrad nervt, wie kannst du es schaffen, hier auf „Reset“ zu drücken und einen Neubeginn zu wagen?

Der Neuanfang vor dem Neuanfang oder der Komfortzonen-Schwachsinn

Vermutlich geht es dir auch so: Ein Neuanfang brodelt meistens schon längere Zeit in deinem Unbewussten rum und irgendwas hält dich zurück

Viele Selbsthilfe-Experten würde dir jetzt raten, dich aus deiner Komfortzone zu stoßen und mal endlich ins Handeln zu kommen. Es gibt unüberschaubar viele Bücher und auch Blogartikel, die dir das empfehlen.

Und diese Bücher und Blogartikel sind einfach Scheiße.

Denn ein Neuanfang muss sich richtig anfühlen.

Nur dann wirkt er. Nur dann kannst du wirklich aus der Komfortzone raus. Wenn du, dein Herz, deine Seele nicht reif dafür seid, dann hilft die ganze Schubserei nichts.

Dann fällst du mit entsetzlicher Sicherheit außerhalb deiner Komfortzone auf die Fresse.

Ich weiß, wovon ich spreche.

Stattdessen gehen du und ich mit Achtsamkeit und Selbstliebe an den Neuanfang ran. Dieses “Tschaka-Du-schaffst-das-Getue” hängt mir zum Halse heraus.

Wir, also du und ich, starten einen Neuanfang mit einer ganz besonders antiquierten Tugend.

Mit Gemütlichkeit.

Beginnen wir mal damit, deine Vernunft, gemeinsam mit deinem Herz und deinem Bauchgefühl an das Thema Neuanfang zu gewöhnen.

Ich bin gerade sehr egoistisch. Denn während ich diese Zeile schreibe, mache ich das gleich parallel auch mit mir und mit meinem Unbewussten. (Das ist mal eine echte Win-Win-Situation in einem Blogartikel)

Setze deine Segel für die Zukunft

Wenn du die Windrichtung nicht verändern kannst, ändere die Position deiner Segel.

Dies ist ein Zitat des Autors H. Jackson Brown, Jr. Es hat immer dann eine besondere Bedeutung, wenn du dich Situationen gegenübersiehst, die du nicht kontrollieren kannst.

Du kannst nur das verändern, was du kontrollieren kannst. Daher musst du eine Möglichkeit finden dein Leben fortzusetzen, auch wenn der Wind manchmal etwas stärker bläst. Halte dich nicht mit Dingen auf, die du sowieso nicht ändern kannst.

Wenn ein Seemann weiß, dass aus einer bestimmten Richtung ein Sturm aufzieht, wird er die Segel neu ausrichten und die Richtung ändern. Den Kurs zu behalten bedeutet im schlimmsten Fall ein Desaster, das das ganze Boot senken könnte.

Dasselbe gilt auch für dein Leben. Einen Kurs fortzusetzen bei dem das Unheil an jeder Ecke lauert und nur darauf wartet, dich runter zu ziehen, macht das Herauskommen aus dem Sturm so gut wie unmöglich.

Es mag schwierig sein, einen Kurs zu verändern, auf dem du schon lange unterwegs bist. Die bekannten Strecken sind zwar vielleicht anstrengend aber altbekannt und daher beruhigend.

Eine unbekannte Alternative bringt viel Unsicherheit mit sich. Sie ist jedoch notwendig, wenn du dein Leben in neue Bahnen lenken und Veränderungen anstoßen willst, die dich entspannt, erfolgreich und zufrieden machen.

Zu allererst musst du die Angst vor dem unbekannten Kurs ablegen und aufhören, dir Sorgen zu machen. Übe dich darin, negative Gedanken durch positive zu ersetzen. Mit der Zeit automatisiert wird diese Übung zur Gewohnheit (Keine Angst, es bleibt nicht nur bei dieser altklugen Empfehlung).

Bereite dich mental vor. Sauge Wissen über deinen neuen Kurs auf und visualisiere, wie du in deiner neuen Rolle Erfolg hast. Du wirst dich wahrscheinlich trotzdem Situationen gegenübersehen, auf die du nicht vorbereitet bist. Vielleicht triffst du sogar hier und da eine falsche Entscheidung. Mit Ausdauer und Durchhaltevermögen wirst du jedoch durch diese dunklen und stürmischen Zeiten hindurchbrechen und auf deinem neuen Weg Sicherheiten finden können.

Entferne nun alle negativen Elemente aus deinem Leben. Das ist vielleicht schwierig, weil dies auch Beziehungen mit Freunden oder deiner Familie beinhalten kann. Es ist jedoch notwendig, um den aktuellen Sturm in deinem Leben überstehen zu können.

Wissen allein bringt keine Veränderung. Aber es hilft ungemein.

Vielleicht hast du dir bei einigen Sätzen oben gedacht, dass das für dich nichts Neues ist. Dass du das ohnehin alles weißt und viele Aspekte davon dir aber trotzdem unglaublich schwer fallen.

Dann mache dir eines mal klar:

Selbstkritik und Selbstgeißelung bringt dich nicht weiter.

Denn wenn bei einem Fallschirm die erste Reißleine nicht funktioniert, macht es wenig Sinn mit der Reißleine zu schimpfen oder dich selbst zu kritisieren, dass du das mit der Reißleine nicht richtig gemacht hast.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es klüger wäre, die zweite Reißleine zu ziehen.

Nur wie schaffst du es, die Selbstkritik abzustellen. Also nicht zu jammern, zu hadern, zu denken, sondern die Reißleine zu ziehen?

Ändere deine Gedanken

Alles und jedem, was uns Tag für Tag über den Weg läuft, messen wir eine Bedeutung bei und bewerten. Niemand (außer vielleicht super-erleuchtete Buddhas) sind davor gefeit, dass solche Gedanken entstehen.

Um diese nun Schritt für Schritt zu verändern, ist es notwendig diese zu erkennen und deren Sinnlosigkeit zu entlarven,

Wie das geht, wissen wir schon.

Also du und ich wissen bereits, wie du es schaffst, deine Gedanken zu beobachten und mehr und mehr zu lenken. Das geht mit Übung. Nämlich mit dem Üben von Achtsamkeit und der regelmäßigen Meditation.

Ich bin absolut kein Fan davon, alle Gedanken zu analysieren, sie in „gute“ und „schlechte“ zu kategorisieren und diesen dann wenn nötig den Kampf anzusagen.

Auch das predigen dir viele Blogartikel und Bücher. Meine Meinung dazu kennst du.

Denn auch hier gibt es keine Instant-Echtzeit-Methoden, dein Denken umzudrehen.

Auch wenn du das jetzt nicht gut findest, ich bin für den langen Weg, der über Gipfel und Täler führt, der gewunden ist, der anstrengend ist und wo es keine Abkürzungen gibt.

Aber im Unterschied zu den Shortcut-Empfehlungen kommen wir am Ziel an.

Ein Beispiel (Vorsicht: Spirituelles Denken inkludiert)

Zur Verdeutlichung:

Es gibt ganz wenige Menschen, die eine hundertprozentig positive Einstellung zu Geld haben. Der Großteil der Menschen hat zu wenig davon. Oder besser: Glauben zu wenig davon zu haben.

Und solange sie das tun, wird einfach nicht mehr Kohle kommen. Du wirst dir jetzt denken:

Kommt er jetzt mit dieser Gesetz-der-Anziehung-Sache daher?

Ja, tut er. Denn:

  • Solange ein Leistungssportler glaubt, er könne nicht gewinnen, wird er es nicht.
  • Solange ein Student glaubt, dass er durch die Prüfung rasselt, wird er es.
  • Solange du nicht glaubst, dass es eine Alternative zu deiner Fixanstellung im Angestellten Dasein gibt, wirst du im Hamsterrad bleiben.
  • Solange du glaubst, dass ein eigenes Business starten, dir nicht gelingt, wird es dir nicht gelingen.
  • Solange du…

Ok, diese Liste könnte ich noch ewig fortsetzen und ja:

Solange du glaubst, dass nur die anderen viel Geld verdienen, wird das so sein.

Welches Wort zieht sich durch all diese Sätze?

Das Wort „glauben“.

Nicht das Wort „wissen“. Es ist das Wort „glauben“.

Mir geht nicht in die Birne, dass wir in unserer Gesellschaft an alles mögliche glauben:

  • An den Gott in den verschiedenen Religionen
  • An das, was die Medien uns sagen
  • An das, was in Büchern steht
  • An das, was der Nachbar hinter vorgehaltener Hand sagt
  • An die Wettervorhersage
  • An den Wirtschaftsauf- oder Abschwung
  • An esoterische Mythen
  • An absurde Verschwörungstheorien
  • An den Osterhasen, das Christkind, den Weihnachtsmann, den Yeti und das Ungeheuer von Loch Ness
  • An die Parolen der Selbsthilfe- und Erfolgs-Gurus
  • An Menschen, die dir Versprechen, dass du über Nacht reich wirst
  • An all die „Das war schon immer so – Das macht man so – Das geht so nicht“ Sätze, die das Hamsterrad hervorgebracht hat.

Nur warum, verdammt nochmal, glaubst du an all das (und noch viel mehr). Nur an dich glaubst du am wenigsten.

Das lasse ich für heute mal so stehen.

Keine Angst, wir machen genau an diesem Punkt weiter.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

(22) Kommentare

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