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Maik Pfingsten: Weniger arbeiten – mehr verdienen

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Angst. Angst den nächsten Schritt zu gehen.

Das war mein Gefühl im Herbst 2014. Und das irritierte mich.

Nach 10 Jahren als Serial Entrepreneur haben ich viele tiefe Täler durchwandert und lichte Höhen gesehen. Ich habe Unternehmen gegründet, verkauft, geschlossen und eine Insolvenz miterlebt. Es gab Phasen in meinem Leben, in dem ich viel Geld verdient hatte und es gab Phasen, in denen ich nicht wusste, wie ich den Kühlschrank für meine Kids füllen konnte.
Ich war in meinem Leben schon in so vielen extremen Situationen gewesen, dass mir das Gefühl der Angst lange nicht mehr begegnet ist.

Und plötzlich hatte ich Angst! Angst den nächsten Schritt in die Nische zu gehen und mich und meinen funktionierenden Solopreneur-Business noch weiter zu fokussieren.

Was war passiert?

Seit über drei Jahren sendete ich meinen http://zukunftsarchitekten-podcast.de, einen Ingenieur-Podcast rund um Systems Engineering und Leadership.

Dieser Podcast hat mein ganzes Business auf den Kopf gestellt. Vom klassischen spezialisierten Systemingenieurbüro für Troubleshooting komplexer Projekte (mit Mitarbeitern, Firmenwagen und großem Büro) hin zum virtuellen Online Business ohne physisches Büro und ohne Mitarbeiter.

Diese Veränderung fand in den letzten 1,5 Jahren statt und ich war sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die ich erreicht hatte. Der Verkauf der digitalen Produkte funktionierte, das virtuelle Mentoring lief super und es kamen gut bezahlte Speaking Gigs herein.

Wunderbar! Ich hatte mehr Zeit für mich und meine Kids und auch noch mehr Geld am Ende des Monats.

Doch im Herbst 2014 sah ich etwas, das mich aufhorchen ließ.

Und alle fragen mich „Wie kann ich ein Lastenheft erstellen?“

Durch die Anfragen der Kunden, wie auch das Ranking bei Google, zeigte sich deutlich, dass sich meine Hörer und Leser für das Thema „Lastenhefte erstellen“ interessierten.

Ein Lastenheft ist ein technisches Dokument für ein komplexes System. Für einen Systemingenieur ist es Teil des Handwerks ein Lastenheft zu erstellen. Der Job ist ähnlich wie bei einem Architekten, der einen Bauantrag schreibt.

Aber kann ich mit der Fokussierung auf „Lastenheft erstellen“ einen Online Business aufbauen? Ist es möglich in dieser hochspezialisierten Nische wirklich einen Nutzen zu stiften und Geld zu verdienen?

Ich startete die Nischenseite http://lastenhefterstellen.de. Für mich ein Experiment mit dem Ziel, zu schauen, ob es geht. Möglichst smart und mit möglichst wenig Aufwand.

Ich baute alles ein, was für eine Nischenseite wichtig ist. Einen Blog, einen Podcast, einen Youtube-Kanal und einen Newsletter. Ich informierte meine Hörer im ZukunftsArchitekten-Podcast, verknüpfte meine Nischenseite mit Xing und begann wertvollen Content zu erschaffen. Inhalt war kein Problem, ich hatte mittlerweile über 80 Fragen rund ums Lastenheft erhalten. Die muss ich einfach nur abarbeiten.

Passender Artikel:  So bekommst du als Gründer deine Finanzen in den Griff

Was ist das Ergebnis nach 9 Monaten?

Schon nach acht Wochen bekam ich die ersten Anfragen, ob ich nicht Lastenhefte innerhalb von zwei Wochen erstellen könnte. Normalerweise brauche ich als Systemingenieur zwischen zwei und sechs Monaten für ein gutes Lastenheft.

Ich hatte aus meiner Zeit als Troubleshooter noch meinen eigenen Prozess, wie ich innerhalb von zwei Wochen ein Lastenheft erstellt habe. So baute ich eine systematisierte Dienstleistung für die Erstellung von Lastenheften auf und setzte VA-Ingenieure für die operative Umsetzung ein. Die Dienstleistung erfolgt ausschließlich über das Internet. So können wir alle weltweit verteilt arbeiten.

Durch den Einsatz von wertbasierten Angeboten hatte ich die Möglichkeit das klassische Zeit gegen Geld tauschen aufzubrechen. Bei der Erstellung eines Lastenheftes verdiene heute ich durchschnittlich 25.000€ innerhalb von zwei Wochen. Schon mit vier bis fünf Aufträgen verdiene ich allein damit mehr im Jahr, als ich früher als Troubleshooter verdient habe. Das schönste daran: ich bin operativ nicht in der Umsetzung eingebunden.

Parallel füllt sich heute mein Lastenheft-Newsletter mit ca. 15 Personen pro Woche. Ich verkaufe pro Monat etwa 4-6 Ebooks und werde als „Mr. Lastenheft“-Speaker zu Fachkongressen und Netzwerkveranstaltungen eingeladen. Aus über 15 Jahren als Speaker weiß ich: Vortrag = Auftrag! Die beste Möglichkeit für mich, um meinen Online Business und die systematisierte Dienstleistung bekannter zu machen.

Wohin wird die Reise ein 2016 gehen?

Aktuell bin ich mit Systemingenieuren aus Silicon Valley im Gespräch, ob ich diese systematisierte Dienstleistung auf eine internationale Ebene heben werde. Parallel schreibe ich an meinem neuen Fachbuch „Agile Lastenhefte“ und baue einen Online Kurs auf. Mein Ziel ist es, in den nächsten 12 Monaten die Nische weiter auszubauen, um dann in 2017 den Sprung auf die internationale Ebene zu machen.

Hat sich der Schritt in die Nische der Nische der Nische gelohnt?

Darauf gibt es nur eine Antwort: JA!

2015 ist mein wirtschaftlich bestes Jahr in 10 Jahren als Serial Entrepreneur. Gleichzeitig konnte ich meine Arbeitszeit als Unternehmer von über 250 Stunden pro Monat in 2010 auf unter 100 Stunden pro Monat in diesem Jahr senken. Hinzu kommt, dass ich heute unabhängig von Zeit und Ort leben und arbeiten kann.

Ganz nach dem Motto „weniger arbeiten – mehr verdienen“

Willst du mehr wissen?

Dann empfehle ich dir die Episode http://lifestyleentrepreneur.de/le091-weniger-arbeiten-mehr-verdienen/ aus meinem Solopreneur-Podcast.

Ein Gastartikel von Maik Pfingsten

14 Comments on “Maik Pfingsten: Weniger arbeiten – mehr verdienen

Valentina
15. Dezember 2015 um 10:59

Klasse, Maik! Sehr inspirierend.

Es gehört wohl der entsprechende Mindset bzw. bestimmte innere Haltung dazu, nicht wahr?
Das kommt nicht ohne weiteres.

Herzlich
Valentina

Sebastian Prohaska
22. November 2015 um 21:24

Lieber Maik,

finde das sehr inspirierend. Auch ich trage gewissen ungetroffene Entscheidungen mit mir. Wie bist du damit umgegangen auch dein Team aufzugeben (Bzw. hattest du davor ein Team?)

Liebe Grüße

Michael
7. November 2015 um 17:36

Hey Mike,

das ist echt brilliant! Ich finde es toll, dass du diesen Weg eingeschlagen hast und vor allem diesen erfolg hast! Es macht Mut, zu sehen, dass auch mal Menschen aus dem deutschsprachigem Raum so ein cooles Online Business aufbauen!

Aus dem amerikanischen Raum bekommt man ja einiges zugeworfen und die Strategien scheinen mir oft (noch) nicht für den deutschen Markt geeignet zu sein… wie gesagt – chapeau!

Liebe Grüße,
Michael

Thomas
4. November 2015 um 22:35

Hey Leute ich kann Euch nur den Podcast vom Maik – LifestyeEntrepreneure ans Herz legen ist eine echte Bereicherung. Ich bin mittlerweile ein echter Fan- Boy geworden auch wenn ich bis jetzt noch kein Lastenheft benötigt habe! 😉

Maik automatisiert auch sehr viel und beschäftigt sich mit dem Thema Outsourcing mit welchen ich mich auch sehr viel beschäftige und somit kann man echt eine Menge von Ihm lernen.

Lg
Thomas

Axel
3. November 2015 um 10:39

Hallo Maik,

deine Geschichte klingt schön und motiviert.

An deinem Beitrag hat mir vor allem gefallen, dass du nicht nur deine Erfolge beschrieben hast, sondern auch die harten Zeiten, durch die du dich durchgebissen hast. Ich finden Menschen klasse, die ihrer Idee vom unternehmerischen Leben abseits der ausgetretenen Pfade treu bleiben!

Viele Grüße

Axel

Ben Menges
2. November 2015 um 22:04

Sorry, ich meinte Maik, nicht Mark. Das wars dann mit dem Qualitätsanspruch. ;D

Ben Menges
2. November 2015 um 22:01

Hey Mark!
Von dieser Geschichte habe ich auf der DNX dieses Jahr gehört. Cool das auch noch mal aus deiner Sicht zu lesen. Ich wünsche dir weiterhin sehr großen Erfolg, denn deine Geschichte hat mich schon seit Monaten inspiriert.
Zwar kenne ich mich nicht in dieser Branche aus und schon gar nicht mit Lastenheften, aber der Punkt ist klar: Positioniere dich als Experte und arbeite hart.
Mich würde interessieren ob du jetzt schon den Stand hast viele Mitbewerber zu haben oder ob du immer noch der einzige Anbieter bist. Keine Angst, als Fitness-Trainer mit Qualitätsanspruch möchte ich nur auf der Meta-Ebene lernen. 😀

Gruß
Ben

Eva Laspas
2. November 2015 um 15:17

Lieber Maik,
danke für die tolle Story – auch wenn ich keine Ahnung habe was ein Lastenheft ist, erkenne ich klar die Botschaft: Je kleiner die Zielgruppe und je genauer mein maßgeschneidertes Angebot, desto weniger Konkurrenz habe ich und desto höher kann ich meine Preise festsetzen. angebot schafft Nachfrage.
Danke dir für das Mutmachen. ,-)
lg
Eva Laspas

Katharina Boersch
1. November 2015 um 14:43

Lieber Maik!
Großartig, ich gratuliere dir!
Ein schlagender Beweis, dass sich die Eingrenzung der Nische auf die Nische unter der Nische definitiv lohnt und dass auf keinen Fall potentielle Interessenten „außen vor“ gelassen werden oder „verloren“ gehen, sondern dass genau so die richtigen Wunschkunden erreicht werden und dein personal Branding greift!
Herzliche Grüße
Katharina

Katharina Boersch
1. November 2015 um 14:42

Lieber Maik!
Großartig, ich gratuliere dir!
Ein schlagender Beweis, dass sich die Eingrenzung der Nische auf die Nische unter der Nische definitiv lohnt und dass auf keinen Fall potentielle Interessenten „außen vor“ gelassen werden oder „verloren“ gehen, sondern dass genau so wie die richtigen Wunschkunden damit erreicht werden und dein personal Branding greift!
Herzliche Grüße
Katharina

Maik
2. November 2015 um 14:28

Liebe Katharina,

danke dir!

Schönen Gruß aus Köln,

Maik

Maik
2. November 2015 um 14:29

Liebe Katharina,

danke dir! War kein einfacher Schritt. Auch nicht nach 10 Jahren Erfahrung als Serial Entrepreneur.

Schönen Gruß aus Köln,

Maik

Aljoscha Laschgari
30. Oktober 2015 um 14:33

Super! Sehr motivierende Story!

LG
Aljoscha

Maik Pfingsten
30. Oktober 2015 um 18:06

Danke dir!

LG Maik

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Artikel von

Maik Pfingsten

Maik Pfingsten

Maik Pfingsten ist Solopreneur und auf der Reise ein Business zu erschaffen, der sein Leben unterstützt. Über 14 Jahre war er Systemingenieur und Troubleshooter – neun davon als Freiberufler – und hat über den ZukunftsArchitekten-Podcast durch Zufall die Möglichkeit entdeckt, wie er einen digitalen Business erfolgreich aufbauen kann. Heute ist er Autor, Speaker und Podcaster und gibt sein Wissen als digitaler Entrepreneur. Mehr von Maik gibt's auf http://lastenhefterstellen.de

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