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Wie wir den großen Manipulator in unserem Leben erkennen und was wir tun können

Manipulator

In meinem letzten Blogartikel „Von Anzügen, Verrenkungen und dem was in der Tiefe schlummert“ habe ich euch mit der Geschichte vom Schneider Szabo bekannt gemacht.

Nun möchte ich mit euch die verschiedenen Protagonisten durchgehen – den Schneider Szabo, den jungen Mann und die zwei älteren Männer – um zu verstehen, welche Kräfte hier am Werk sind und wie wir am besten mit ihnen umgehen können.

Beginnen möchte ich in diesem Artikel mit dem Schneider Szabo.

Von unserer Leserposition aus betrachtet ist natürlich deutlich die Hinterlist, Täuschung und Manipulation erkennbar, die er an den Tag legt.

Und wir können uns fragen: Was treibt ihn dazu, dem jungen Mann diesen Anzug aufzuschwatzen und dann auch noch auf diese Art und Weise? Geht es ihm lediglich um die Bezahlung oder steckt noch etwas anderes dahinter? Warum erkennt der junge Mann diesen Betrug nicht?

Natürlich geht es ihm um die Bezahlung, doch nicht in der Form, wie wir es annehmen. Der junge Mann bezahlt zwar offiziell mit Geld, inoffiziell aber mit seiner Seele. Er bezahlt mit seinem eigenen Willen, mit seinen Begabungen, seiner Freude, seinen Träumen, seinen Zukunftsplänen, seinen Wünschen und auch seiner Individualität. In dem Moment, wo er mit dem Schneider ins Geschäft kommt, verfällt er einer Täuschung, die so schnell und leicht ihren Schleier nicht wieder lüften wird. 

Doch wie kommt es zu diesem Geschäft?

Vielleicht will der junge Mann Eindruck schinden bei seiner Liebsten, oder er will repräsentieren. Es bedeutet ihm etwas, gut gekleidet zu sein. Und so ist er bereit, den Anzug zu jedem erdenklichen Preis zu kaufen. Der Schneider erkennt diese Schwachstelle natürlich sofort und nutzt sie schamlos aus, denn er weiß genau, in welchem Bereich die Wunde liegt. Dabei kommt ihm eine weitere menschliche Schwäche sehr gelegen. Die eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit. Denn jeder Mensch lebt in seiner ganz eigenen Welt, die davon geprägt wird, wie er denkt. Er besitzt sozusagen einen Wahrnehmungsfilter, der nur die Reize durchlässt, die in Resonanz mit seinen Gedanken gehen. Für alles andere wird er regelrecht blind und taub. Dabei ist er zusätzlich felsenfest davon überzeugt, dass SEINE Wahrnehmung die WAHRHEIT wäre. Genau auf dieser Ebene ist er schließlich leicht manipulier- und täuschbar. So bekommt der Mann nicht mit, dass ihm gerade ein X für ein U vorgemacht wird. Denn er sieht nur, was er sehen will und vor allem was er sehen kann. 

 Stellen wir uns nun vor, der Schneider Szabo kann nur existieren, wenn er von anderen Menschen Energie bekommt, in Form von Aufmerksamkeit, Emotionen, Gedanken usw. Er ist also eine Art Vampir, der nur leben kann, wenn er von seinen Opfern Blut bekommt.

Manipulation

Chinmay Singh at Pexels

Auf welche Art und Weise bekommt er unsere Energie?

Möglichkeit 1:  Er überzeugt, argumentiert, verspricht

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wie in unserem Fall

Möglichkeit 2: Er schwingt sich energetisch auf das Gedankengut seines Gegenübers ein.

Das ist eine sehr einfache und doch schwer zu durchschauende Methode, wenn wir bedenken, dass 95 % unserer Gedanken unbewusst ablaufen. 

Möglichkeit 3: Er bringt sein Gegenüber aus dem Gleichgewicht.

Eine einfache Bemerkung über das schlechte Wetter reicht da schon aus.

Möglichkeit 4: Er spielt mit den Ängsten und Sorgen 

Und wo keine sind, wird er schon für welche sorgen.

Möglichkeit 5: Er agiert über Schuldgefühle

Möglichkeit 6: Er erkennt die vorhandenen Komplexe und Glaubenssätze (Minderwertigkeitskomplex, Schuldkomplex, Kampfkomplex usw.) und nutzt diesen wunden Punkt aus

Möglichkeit 7: Er packt uns bei unseren Werten wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Neugier, Interesse usw. 

Je mehr Menschen ihm durch diese Möglichkeiten ihre Energie zur Verfügung stellen, umso mächtiger wird er. Deshalb nutzt er gern Themen, die polarisieren und die Gemüter aufheizen und die Medien, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Hat er sie erst einmal erreicht und sie schwingen alle auf seiner Frequenz, hat er sein Ziel erreicht – sie hängen wie die Marionetten an Fäden und er kann beliebig mit ihnen spielen. Jetzt hat er die Kontrolle über sie, kann sie manipulieren und für seine Zwecke missbrauchen. Denn er braucht ständig neue Energie um existent zu bleiben. Besonders viel Energie bekommt er durch starke Emotionen wie Hass, Wut, Verzweiflung oder Trauer. Aber auch dadurch, dass er zwei gegensätzliche Lager aufeinander los lässt.

Die Frage nach des Pudels Kern

Doch nicht etwa Staats- und Regierungschefs sind es oder unser böser Chef oder die unfähige Partei, die uns an den Fäden halten. Nein, denn auch sie sind nur Marionetten im Dienste jener Kraft, die ihre Energie aus den Gedanken, Emotionen, Erwartungen und Handlungen ihrer Anhänger erhält. Sie stehen also nur repräsentativ für alle, die ihre Energie in das jeweilige System einbringen. Dass heißt also er kann nur existieren, wenn er möglichst viele Anhänger gewinnt, die alle auf einer Frequenz schwingen.

Natürlich tritt uns der Schneider Szabo nicht (nur) in dieser Gestalt entgegen. Er wählt dafür so manche trickreiche Verkleidung, die wir häufig nur sehr schwer oder gar nicht als solche erkennen, und tanzt am Ende des Tages um das Feuer wie Rumpelstilzchen, weil niemand ihm auf die Schliche gekommen ist. 

Und genau wie bei Rumpelstilzchen liegt die Lösung ebenfalls darin, ihn bei seinem Namen zu nennen, sprich, uns seiner Machenschaften bewusst zu werden und der einzige Weg, nicht an seinen Fäden zu landen ist, ihn nicht mehr mit unserer Energie zu füttern. Dass bedeutet aber auch, wir dürfen nicht aktiv gegen ihn kämpfen, wenn er sich zeigt oder versuchen, ihn zu ignorieren. Noch weniger bringt es, in Opposition zu gehen. Denn letztendlich ist es ihm egal ob er unsere Energie freiwillig bekommt oder durch unsere auflehnende Haltung ihm gegenüber.

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Was bleibt uns zu tun?

Wenn wir ihn erkannt und beim Namen genannt haben bleibt uns nur eins zu tun – uns umzudrehen und zu gehen. Handeln durch Nichthandeln ist hier das Mittel der Wahl. Es bedeutet nicht, dass uns alles egal werden sollte und wir vor allem die Augen verschließen. Es bedeutet lediglich, dass wir genau prüfen sollten, welchen Dingen wir wie viel Aufmerksamkeit schenken und wo es wirklich wert ist unsere Energie einzubringen und in welcher Form. Das mag am Anfang vielleicht sehr schwer sein, weil wir von vielen Dingen getriggert werden und ihnen somit vermehrt Aufmerksamkeit geben. Doch mit der Zeit gehen wir mit vielen Dingen einfach nicht mehr in Resonanz und ziehen uns nicht mehr an Sachen hoch, bei denen sich andere Menschen die Köpfe eindreschen. Doch auch an dieser Stelle sollten wir immer noch äußerst wachsam sein. Denn wie gesagt, er benutzt viele Verkleidungen und tarnt sich auch gern einmal hinter dem Deckmantel der Spiritualität. 

Ich gebe zu, die Beschäftigung mit der Kraft, welche sich symbolisch hinter der Gestalt des Schneider Szabo verbirgt, ist keine leichte Sache. Doch es ist von immenser Bedeutung, von ihrer Existenz zu wissen. Denn genau diese Kraft ist es, die uns in allen Lebensbereichen in engen Grenzen gefangen hält und uns daran hindert, unser eigenes Potenzial zu entwickeln. Sie zwingt uns statt dessen, lieber fremde Götzen anzubeten, die Ziele anderer Menschen zu verfolgen statt unsere eigenen, unsere Träume immer weiter in die Zukunft zu verlegen, zu schimpfen, zu jammern und uns als Opfer zu sehen und nicht zuletzt durch unser oft unbedachtes Handeln ein menschen- und umweltfeindliches System zu unterstützen. Und da wir jetzt wissen, dass dieses System nur existieren kann, weil es durch entsprechendes Denken und Handeln aufgebaut und am Leben erhalten wird, wissen wir auch, was zu tun ist…

In diesem Sinne – Lebe lieber Außergewöhnlich!

Deine Steffi

Artikel von

Steffi Emmelmann-Kupke

Steffi Emmelmann-Kupke

Als naturheilkundlich tätige Tierärztin habe ich schnell festgestellt, dass zu einem ganzheitlichen Ansatz auch der Tierbesitzer gehört. Häufig stellt dieser sogar eine Heilblockade dar. Also lag es nahe, mich auch mit der menschlichen Seite zu beschäftigen und so wurde ich schließlich Heilpraktikerin für Psychotherapie. Mittlerweile bin ich mehr lehrend tätig und beschäftige mich auf meiner Seite www.raumzurwandlung.de mit Veränderungen, Transformation, Psychosomatik und Selfleadership.

2 Comments on “Wie wir den großen Manipulator in unserem Leben erkennen und was wir tun können

David Goebel
9. September 2019 um 11:06

Hallo Steffi,

genau, gebt den Pendeln keine Energie. Du hast es sehr schön beschrieben.
Die Bücher zum Transsurfing haben mich auch sehr inspiriert und ich konnte viele in Bilder zeichnen.

https://sinnstiften.biz/coaching-karten-wenn-ein-bild-schon-hilft/

SinnSTIFTende Grüße,
David

Antworten
Steffi Emmelmann-Kupke
9. September 2019 um 17:35

Hallo David,
das freut mich, dass du es erkannt hast ;-). Transsurfing ist so verrückt genial und so zutreffend, auch wenn es etwas dauert zu kapieren, wovon er da überhaupt spricht. Doch dann ist es einfach nur…wow.

Liebe Grüße
Steffi

P.S. Schöne Seite mit wertvollen Inspirationen hast du.

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Steffi Emmelmann-Kupke

Steffi Emmelmann-Kupke

Als naturheilkundlich tätige Tierärztin habe ich schnell festgestellt, dass zu einem ganzheitlichen Ansatz auch der Tierbesitzer gehört. Häufig stellt dieser sogar eine Heilblockade dar. Also lag es nahe, mich auch mit der menschlichen Seite zu beschäftigen und so wurde ich schließlich Heilpraktikerin für Psychotherapie. Mittlerweile bin ich mehr lehrend tätig und beschäftige mich auf meiner Seite www.raumzurwandlung.de mit Veränderungen, Transformation, Psychosomatik und Selfleadership.

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