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Oikeiosis

Vertrautheit/Aneignung; Der Prozess der Entwicklung der natürlichen Zuneigung und des Verständnisses für sich selbst und andere, eine Grundlage für soziale Tugenden.

Oikeiosis ist ein zentraler Begriff in der stoischen Philosophie, der den Prozess der Entwicklung und Vertiefung natürlicher Zuneigungen und Verständnisse für sich selbst und andere beschreibt. Es handelt sich um ein komplexes und vielschichtiges Konzept, das als Grundlage für soziale Tugenden und das ethische Verhalten im Stoizismus dient.

1. Natürliche Zuneigung und Selbstbewusstsein:

Der Prozess der Oikeiosis beginnt mit der grundlegenden, natürlichen Zuneigung, die ein Lebewesen zu sich selbst hat. Dies umfasst den Instinkt zur Selbsterhaltung und ein grundlegendes Verständnis des eigenen Wohlergehens. Im Laufe der Entwicklung erweitert sich diese natürliche Zuneigung zu einem bewussteren Selbstbewusstsein und Selbstverständnis.

2. Ausdehnung auf andere:

Oikeiosis beschreibt auch, wie diese natürliche Zuneigung von der Sorge um das eigene Selbst auf andere ausgeweitet wird. Im Laufe der persönlichen Entwicklung und mit dem Reifen der Vernunft beginnt eine Person, nicht nur ihr eigenes Wohl, sondern auch das Wohl anderer zu berücksichtigen. Dies führt zur Entwicklung von Mitgefühl, Empathie und sozialen Tugenden.

3. Grundlage für soziale Tugenden:

Im Stoizismus ist Oikeiosis die Basis für soziale Tugenden wie Gerechtigkeit, Großzügigkeit und Fairness. Die Erkenntnis, dass andere Menschen ähnliche Bedürfnisse und Wünsche haben wie man selbst, fördert ein Gefühl der Verbundenheit und Verantwortung gegenüber anderen.

4. Entwicklung ethischen Verhaltens:

Durch Oikeiosis erkennt man, dass das eigene Wohlergehen eng mit dem Wohlergehen der Gemeinschaft verbunden ist. Dies fördert ethisches Verhalten, das sowohl das eigene Beste als auch das der anderen berücksichtigt.

Zusammenfassend ist Oikeiosis ein dynamischer und fortschreitender Prozess, in dem Individuen ein tieferes Verständnis und eine stärkere Verbundenheit sowohl mit sich selbst als auch mit anderen entwickeln. Diese Entwicklung ist fundamental für die stoische Ethik, da sie die Grundlage für ein Leben bildet, das von Mitgefühl, moralischer Integrität und sozialer Verantwortung geprägt ist. Durch Oikeiosis erkennen und akzeptieren Menschen ihre natürliche Rolle innerhalb der menschlichen Gemeinschaft und streben danach, im Einklang mit dieser Rolle zu leben. Dieses Konzept betont die Bedeutung des Verstehens und der Fürsorge für andere als wesentliche Aspekte eines tugendhaften und erfüllten Lebens.

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