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Paradoxe Gebote: Warum Trotz und Unvernunft zutiefst gute Eigenschaften sind

Paradoxe Gebote

Tag für Tag wird dir empfohlen vernünftig zu sein. Egal ob im beruflich oder privat: Es ist unsere Pflicht vernünftige Entscheidungen zu treffen. Es scheint kaum etwas Verwerflicheres zu geben als Unvernunft. Du musst auf die anderen hören, die es natürlich besser wissen als du, auf deine Erfahrungen, die rationalen Argumente etc, also alles Elemente aus der Vergangenheit. Alles Faktoren, die aufgrund von Vergangenem entstanden sind. Vernunft kommt durch Erfahrung zustande. Nicht durch Kreativität, Innovation oder schlichtem Mut.

  • Soll ich studieren oder mal ein Jahr blau machen?
  • Soll ich das teure, schnelle Auto mit kleinem Kofferraum kaufen oder das sparsame?
  • Soll ich das Essen, was mir schmeckt oder mich gesund ernähren?
  • Soll ich meinen Job hinschmeißen und meiner Leidenschaft folgen oder den sicheren Weg wählen?
  • Soll ich die Beziehung beenden (auf die Gefahr, dass ich „alleine“ bin) oder einfach nebeneinander weiter leben wie bisher?
  • Soll ich alles auf eine Karte setzen oder doch auf Nummer sicher gehen?

Was uns das Hamsterrad empfiehlt ist klar.

Den sicheren Weg. Vernünftig sein.

Worum es dem Hamsterrad aber vor allem geht, ist:

Nicht „anders“ sein.

Bei den Olypmischen Spielen 1968 hat Dick Fosbury etwas anders gemacht. Es sah komisch aus. Man sprach vom „Fosbury Flop“. Nur, dass der „Flop“ am erfolgreichsten war:

Es hat sich mehrfach als sinnvoll erwiesen, unvernünftig zu sein. Es reicht auch schon einfach nur anders zu denken. Die Dinge anders zu sehen. Und auch nur EINMAL anders zu handeln, als du bisher gehandelt hast.

Die meisten Menschen sind andere Menschen. Ihre Gedanken sind die Meinung anderer. Ihre Leben sind Nachahmungen. Ihre Leidenschaften nur Zitate. – Oscar Wilde.

Ein Zitat zu zitieren, wo drin steht, dass das zitieren von Zitaten bedeutet, keine eigene Leidenschaft zu haben ist unvernünftig, weil es mich vielleicht nicht sehr gut da stehen lässt. Egal. Ich habe seit dieses Blogprojekt besteht, viele unvernünftige Dinge getan und habe sehr gute Erfahrung damit gemacht. Entweder anders zu handeln und einen „Flop“ zu riskieren oder gerade trotzdem so zu handeln, obwohl alles dagegen spricht.

Mich haben immer die „10 paradoxen Gebote“ von Kent M. Keith sehr inspiriert. Spannend ist, dass nicht nur Dick Fosbury im Jahre 1968 begann „anders“ hoch zu springen, sondern auch Kent M. Keith seine paradoxen Gesetze niedergeschrieben hat. Daraus entstand später das Buch „Anyway“

Noch spannender ist, dass dieses Buch gerade in diesem Jahr neu aufgelegt wurde.

Wie ich schon öfter erwähnt habe, sind Buchverlage perfekte Trendbarometer, meistens wissen sie genau was sie tun.

Passender Artikel:  Nein sagen - eine Anleitung für Dummies

Offenbar ist wieder die Zeit für paradoxe Gebote und unvernünftige Trotz-Entscheidungen gekommen.

Paradoxe Gebote - Eine Übersicht

Hier nun die 10 Gebote aus dem Buch „Anyway – Die paradoxen Gebote. Den Sinn des Lebens finden in einer verrückten Welt“*. Ich habe mir die Freiheit genommen ein paar meiner Gedanken ergänzend hinzuzufügen. Kent M. Keith möge mir verzeihen, dass ich auch die Erfahrung gemacht habe, dass seine Gebote manchmal nicht stimmen :

Die Menschen sind unvernünftig, uneinsichtig und ichbezogen. Liebe sie trotzdem.

Tag für Tag wunderst du dich über das Verhalten deiner Mitmenschen und denkst dir oft: „Na wenn so mit mir umgegangen wird, dann zahle ich das genauso zurück.“ Naheliegender Gedanke. Bringt dich nur nicht weiter, sondern führt zu Unfrieden in dir.

Wenn du Gutes tust, wird man glauben, du hättest Hintergedanken. Tue trotzdem Gutes.

Ich durfte die Erfahrung machen, dass ein Spendenaufruf für eine gute Sache als „Selbstmarketing-Maßnahme“ gesehen wird. Ist mir egal. Habe trotzdem Geld gesammelt.

Bist du erfolgreich, wirst du falsche Freunde und wahre Feinde haben. Sei trotzdem erfolgreich.

Ja, Menschen kommen und gehen, wenn du die richtigen Dinge tust. Auch ich habe das erst vor Kurzem lernen dürfen. Wenn es sich richtig anfühlt, was du tust, dann passiert das. Banal, aber wahr: Akzeptiere es genauso wie die Tatsache, das Dinge aufgrund der Schwerkraft zu Boden fallen.

Das Gute, das du heute tust, wird morgen vergessen sein. Tue trotzdem Gutes.

Wenn du mit Leidenschaft bei der Sache bist, dann ist es ohnehin nebensächlich, ob dir auf die Schulter geklopft wird oder nicht. Es ist und bleibt bedeutsam, was du tust.

Aufrichtigkeit und Freimütigkeit machen dich verwundbar. Sei trotzdem aufrichtig und freimütig.

Dazu verweise ich auf das „P.S.“ bei jeden meiner Artikel.

Die besten Ideen der großartigsten Männer und Frauen können von den einfältigsten Menschen zunichte gemacht werden. Denke trotzdem in großen Dimensionen.

Das Hamsterrad ist oftmals ein mächtiges Instrument. Yoda weiß es auch: „Am Ende sind Feiglinge die, die der Dunklen Seite folgen.“

Die Menschen schenken Benachteiligten ihre Sympathie, doch sie folgen nur den Gewinnern. Kämpfe trotzdem für die Benachteiligten.

Klingt ein wenig nach Märtyrertum, ist aber halb so wild. Zorro und Robin Hood hatten extrem viel Spaß mit dieser Strategie

Was du jahrelang aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden. Mache trotzdem weiter.

Oft zitiert, ein wenig klugscheißerisch und abgelutscht, aber war: „Hinfallen, aufstehen, weiter machen.“

Viele Menschen brauchen tatsächlich Hilfe, doch wenn du ihnen zur Seite stehst, werden sie es dir übel nehmen. Hilf ihnen trotzdem.

Wenn du Menschen unterstützt, erwarte nichts zurück. Keine Dankbarkeit, keine Gegenleistung, nicht mal Respekt. Mentor sein ist etwas Wunderbares, losgelöst von dem was du zurück bekommst.

Passender Artikel:  Die Kunst "Verzeih mir" zu sagen - Eine Anleitung in 3 Schritten

Gib der Welt dein Bestes, und man wird es dir vereiteln. Gib der Welt trotzdem dein Bestes.

Hier muss ich widersprechen. Seit ich (wie auf diesem Blogprojekt) gebe, kommt viel, ja sehr viel wieder zurück,

Ich darf noch ein elftes Gebot hinzufügen:

Folge deiner Leidenschaft und man wird dich belächeln und es dir ausreden wollen.

Finde trotzdem deine Leidenschaft sei erfolgreich mit dem, was du gerne tust.
Denn im Leben, dass zu tun, was dich UND andere glücklich macht, ist alles was zählt.

Wenn der Pfad vor dir einfach ist und klar, dann bist du vielleicht auf dem Pfad eines anderen.  – Joseph Campbell

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

30 Comments on “Paradoxe Gebote: Warum Trotz und Unvernunft zutiefst gute Eigenschaften sind

Alex
20. März 2015 um 10:45

Ich denke nicht, dass Unvernunft und Trotz gute Eigenschaften sind. Die Vernunft hat sicher nicht in allem Recht, doch ist sie essentiell.

Wo kämen wir denn hin, wenn wir die Vernunft außen vor ließen? Größtenteils ist das bereits im vollen Gange. Und jetzt schau dich mal in unserer Gesellschaft um. Um mal ein Beispiel zu nennen:

Wir leben in einem demokratischen Staat. Man sollte dazu verstehen, dass die Grundidee einer Demokratie unter anderem die Meinungsfreiheit ist. Man darf seine Meinung frei vertreten und öffentlich machen, auch Kritik üben (denn Kritik ist ein Gut, das dazu dient, Dinge zu verbessern – sprich: einer Demokratie dienlich ist).

Doch oft erlebe ich es, dass sobald man Dinge anspricht, die gewissen Leuten gerade nicht ins aktuelle Weltbild passen, man als Nestbeschmutzer oder Provokant ausgegrenzt wird.

Ferner findet oft aber auch das andere Extrem statt: Demokratie schützt zwar die Meinungsfreiheit, jedoch gibt sie damit keinen Freifahrtschein für cholerische (unsachliche) Äußerungen die im Denunziantentum, Beleidigungen und Diffamierungen enden. Aber genau DAS erlebe ich genauso. Wenn man nicht gerade ausgegrenzt wird, folgen polemische oder zynische Reaktionen von Leuten, denen die Argumente ausgehen. Sie werden nicht selten auch beleidigend.

DAS sind alles Dinge, die NICH vernünftig sind. Was bitte ist daran gut? Ich finde, nichts.

Vernünftig wäre es doch, sich sachlich zu unterhalten und spätestens dann, wenn ich merke, dass ich zu einem Thema nichts mehr zu sagen weiß, halte ich meine Klappe und ziehe mich zurück. Man sollte stets auch berücksichtigen, dass sich jeder Mensch bei seiner Weltanschauung (meistens) auch was denkt bzw. seine eigenen Erfahrungswerte hat. Natürlich muss er damit nicht zwangsläufig recht haben, aber es wäre unvernünftig, ihm deswegen seine Meinung zu verbieten – aus Trotz.

Eigenverantwortung zu übernehmen ist nicht nur vernünftig – es ist auch extrem wichtig, nicht zuletzt auch aus Gründen der persönlichen Weiterentwicklung.

Ich könnte jetzt noch weitere unzählige Beispiele hier nennen, belasse es aber jetzt lieber dabei. Den Rest kann man sich an dieser Stelle selbst zuende denken.

Nichts zu danken, hab gerne geholfen.

Antworten
Ivana
5. Februar 2015 um 9:52

Wunderbar geschrieben und ich habe dennoch eine Ergänzung. Viele stempeln gern etwas als unvernünftig ab, weil sie nicht den Mut haben, es selbst zu machen. Sie belächeln die Unvernünftigen, aber ganz tief in sich beneiden sie sie um ihren Mut, anders zu sein.
Und noch ein Klugscheißerspruch von mir: Mitleid bekommst Du geschenkt, Neid musst Du Dir verdienen.

In diesen Sinn, seien wir unvernünftig, mutig und zufrieden!

Viele Grüße,
Ivana

Antworten
Caro
11. August 2016 um 11:38

Ein sehr schöner Kommentar, ich wollte genau dasselbe schreiben 🙂

Wenn vernünftige Dinge einen nicht glücklich machen, müssen eben die unvernünftigen Ideen ran. Aber viele, die mit der Vernunft auch nicht zufrieden sind, denken über diesen Schritt gar nicht erst nach oder aber sie grübeln über Jahre hinweg, machen es letztendlich aber leider doch nicht.

Schöne Grüße,
Caro

Antworten
Nils Terborg
25. Januar 2014 um 23:43

Ich finde die Gebote gut, weil sie dazu ermutigen, sein Leben wirklich zu leben anstatt ständig vor Angst nichts zu machen.
Ich finde deine Ergänzungen gut, weil sie dazu ermutigen, Mitmenschen die einen anderen Weg wählen trotzdem wertschätzend zu behandeln.

Ergänzung zu Punkt 5):

…und das zu zeigen macht dich stark!

Antworten
Andreas
8. Oktober 2013 um 13:50

sehr gut zusammengefasst! genauso soll’s sein! 🙂

Antworten
markus cerenak
9. Oktober 2013 um 8:26

thx!
lg m

Antworten
Norbert
7. Oktober 2013 um 17:06

Ja Markus, das habe ich über 15 Jahre alles getan.
Und NUN?
Es war das BESTE was ich machen konnte! 🙂
Die Wahrheit zu erkennen und zu leben lässt einem manchmal wie ein arrogantes A…..och! erscheinen;-)

doch für das LEBEN hat dies keine Bedeutung.

Das Leben ist, wie es gerade sein will! Hast du das erkannt, geht alles leicht von der Hand.

Wenn du willst, was du bekommst, bekommst du immer was du willst!!!!!!!
VG
Norbert 🙂

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 17:58

hi norbert
danke für deine stets inspirierenden kommentar. ich finde es schön, dass du immer wieder bei mir vorbei schaust!
wollen wir wieder mal skypen?
lg m

Antworten
Norbert
7. Oktober 2013 um 21:36

Gerne !! 🙂

Antworten
markus cerenak
9. Oktober 2013 um 8:27
Michael
7. Oktober 2013 um 16:10

Hallo Markus,
einfach nur Danke für diese Montags-Inspiration 🙂

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 17:58

hi michael,
gerne!
lg m

Antworten
Joerg Uhlmann
7. Oktober 2013 um 16:04

Sehr schöner Beitrag, vielen Dank Markus!

Eine wichtige Ergänzung, die sich vielleicht nicht gleichermaßen für jeden Menschen von selbst erschließt:

„Liebe alles, dann tue was Du willst.“ (..irgend ein geniales Zitat)

Mit anderen Worten: Alles ist in Ordnung solange kein anderes Wesen dabei Schaden erleidet. Du allein trägst die Verantwortung für dein Handeln und deine Zukunft. Verwechsle nie verantwortungslosen Leichtsinn oder Rücksichtslosigkeit mit Mut und Unvernunft.

LG Jörg

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 17:58

hi jörg, danke für deine ergänzung. sehe ich auch so!
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Jens
7. Oktober 2013 um 14:04

Ein toller Artikel! Wie immer! 😉

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich 16 Jahre lang ein vernünftiges Leben gelebt habe und es mich total unglücklich gemacht hat, da es ein FREMDBESTIMMTES LEBEN gewesen ist. Ich war innerlich so unglücklich, das kann sich glaube ich kaum jemand vorstellen. Ich wollte es allen Menschen Recht machen und nicht aus der Reihe tanzen, ich führte sprichwörtlich das Leben anderer Leute und trotzdem bzw. wie ich heute weiß genau deswegen haben mich die Menschen nie so respektiert wie ich es damals verdient hätte und wie es jeder Mensch und jedes Lebewesen verdient hat.

Beinahe zerbrach ich innerlich daran (wahrscheinlich ist auch irgendetwas in mir zerbrochen, wer weiß 🙂 ), aber als ich in einer Nacht beschlossen habe, ab jetzt das zu tun, was mein Herz, meine Intuition, ein höhere Macht oder was auch immer 😉 sagt, seit dem fühle ich mich besser als je zuvor.

Auch wenn es definitiv in der Anfangszeit eine unvorstellbar schwere Zeit für mich war. Da die Gesellschaft nun einmal nicht respektiert, wenn ich sich jemand von heute auf morgen von fremdbestimmt zu selbstbestimmt verändert. (Androhung von) sozialer Isolation, Hohn und Spott waren die Folge.

Mittlerweile aber nachdem ich 10 Jahre täglich hart an mir gearbeitet habe, bin ich einer der Rebellen der neuen Zeit! Mittlerweile ernte ich nicht mehr Hohn oder Spott, sondern maximal Neid. Meine persönlichen Beziehungen werden von Tag zu Tag ehrlicher und herzlicher ohne jegliche gesellschaftliche Masken. Mein Leben wird von Tag zu Tag mehr das was ich in allen Lebensbereichen als selbstbestimmt und authentisch bezeichnen würde. Trotzdem habe auch ich noch sehr sehr viele Themen und Baustellen an denen ich tagtäglich arbeite und wahrscheinlich wird das auch nie enden. Ich genieße es! 😉 In diesem Sinne: Niemals aufgeben und wie ich es mir im Winter tätowieren lassen werde: Rise and rise again, until lambs become lions!

Und sollte ich noch eine Wahl vor diese Wahl gestellt werden, ich würde es immer wieder so tun! 🙂

Gemeinsam für ein schöneres, leichteres und besseres Leben!

Love, Peace and Fun
Jens von http://www.bewusstmacher.de

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 17:56

hi jens
danke für das umfangreiche kommentar! besser spät das hamsterrad verlassen als gar nicht!
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Kim Peter
7. Oktober 2013 um 12:32

Hallo Markus,

für mich ist Vernunft eine Funktion von Verantwortung und äußeren Einflüssen, also

Vernunft(Verantwortung, aüßer Einflüsse) = Verantwortung + äußere Einflüsse

Unter äußerem Einfluss verstehe ich z.B. Pauschalmeinungen wie „Das war schon immer so“ oder „Das hat noch nie funktioniert“.

Ich stimme mit der Überschrift dieses Artikels nur dann überein, wenn damit die Projektion der Vernunft auf die Verantwortung gemeint ist (Vernunft(Verantwortung,0) = Verantwortung + 0 = Verantwortung) und nicht das zu Null setzen der Venunft (Vernunft(Verantwortung, aüßer Einflüsse)=0).

Denn letzteres würde z.B. Autofahren unter Alkoholeinfluss legitimieren und das wäre zutiefst schlecht. Die Gebote von Keith fasse ich daher als Projektionsvorschrift der Vernunft auf die Verantwortung auf.

Viele Grüße
Kim

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 13:06

hi kim
auch wenn ich deiner gleichung nicht ganz folgen kann (war immer sehr schlecht in mathe) denke ich, dass ich deinen einwand nachvollziehen kann. als basis gilt für mich immer noch kant’s kategorischer imperativ. und somit steht die unvernunft nicht über der moralischen verantwortung
lg m

Antworten
Kim Peter
13. Oktober 2013 um 15:52

Hallo Markus,

vielen Dank für deine Antwort! Mich hat die Sache irgendwie nicht losgelassen, deshalb habe ich das ganze nochmal überdacht und bin zu dem Entschluss gekommen das meine Vorstellung von der Verzahnung zwischen Vernunft und Verantwortung nicht richtig ist. Bitte entschuldige meine vorschnelle Meinungsäußerung!

Der kategorische Imperativ war mir bisher unbekannt. Mittlerweile habe ich recherchiert, auch wenn ich das ganze noch nicht verinnerlicht habe, glaube ich das worauf es dir ankommt verstanden zu haben. Der Mensch ist kein reines Vernunftswesen, weil sein Wille z.B. auch aufgrund von Neigungen bestimmt wird und diesen sollte man manchmal einfach den Vortritt gegenüber der Vernunft lassen.

Ich denke ich bin dem was du im ersten Abschnitt deines Artikels erwähnst auf den Leim gegangen, nämlich Erfahrungen aus der Vergangenheit. Früher habe ich in einer ruhigen Straße gewohnt, wo ich einen Nachbarn hatte der häufig mit seinem Hund Namens Ronnie spazieren gegangen ist und der hat sich oft über jugendliche aufgeregt, die mit ihren Fahrrädern, seiner Aussage nach, die Straße herunter gerast sind. Er hat ihnen immer hinterhergebrüllt
„Seit vernünftig fahrt langsamer!!“. Eines Tages kam er dann mit seinem Problem zu mir und er hat mir erzählt, dass er es verantwortunglos findet, dass jeder nur zuschaut wie die Jungs sich fast den Hals brechen und dabei auch noch beinahe seine Ronnie überfahren. Ich glaube das könnte ein Erlebnis gewesen sein, woraus meine Vorstellung der der Zusammengehörigkeit von Vernunft und Verantwortung entspringt.

Viele Grüße
Kim

Antworten
cathrin
7. Oktober 2013 um 10:29

Hola Markus, ich wollte einfach mal Danke sageb, fuer die tollen Innovationen….und eine 12. Regel oder wie auch immer man es nennen magI Liebe mit deinem ganzen Herzen und ohne Erwartungen…man wird es dir neiden. Liebe trotzdem! Ich wuensche dir einen schoenen Tag voller Licht und Liebe . Cathrin von Mallorca

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 13:03

danke für die ergänzung, cathrin!
lg m

Antworten
angelika Thausing
7. Oktober 2013 um 10:04

…unvernünftig sein ….hm….:-))))) macht außerdem noch viel Spaß :-)))))

merci

angelika

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 13:04

ja, der weg dorthin ist für viele menschen nur manchmal steinig!
lg m

Antworten
cet on
7. Oktober 2013 um 9:42

Ein Toller Artikel, wie immer.

Ein Hinweis: Vorne ist da, wo keiner etwas weis, wo alle unsicher sind…

IN der Kontroverse liegt zumeist das grösste Potential…. kommt auch oft vor das das wiederum bedeutet das du vorne bist….

Menschen werden akzeptiert die in der Lage sind Entscheidungen zu treffen. Kritiker werden einstweilen einstweilen nur kurzweilig bejubelt…. Kritikern baut man kein Denkmal.

Menschen die Entscheidungen treffen…. leben ihren Traum, ihre Leidenschaft… und früher oder später werden sich zu deinen Ideen immer mehr Leute gesellen……

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 13:03

hi cet on
ja der satzt mit den kritikern hat es in sich. danke!
lg m

Antworten
Christoph
7. Oktober 2013 um 9:31

Ganz so groß habe ich heute mit dem etwas anders machen zwar nicht gedacht, aber ein kleiner, guter Anfang für die neue Woche ist es trotzdem, wie ich finde.

Ich gehe heute zu Wochenbeginn mit meiner Frau in den Martin-Gropius-Bau zur Retrospektive von Meret Oppenheimer. Ich habe zwar nicht so den Plan, was die alles gemacht hat, weil ich überhaupt kein Kultur-Freak bin. Das ist auch das Besondere daran, dass ich heute was ganz anderes mache, als sonst zu Beginn der Woche.

Meret Oppenheimer scheint eine Frau gewesen zu sein, die alle diese Gebote gelebt hat. Jedenfalls die meisten davon. Darum drucke ich mir die 11 Gebote heute mal aus und nehme die mit in den Gropiusbau. Dann gucke ich mir die Bilder und Skulpturen an und vergleiche mit den Geboten. Das gefällt mir und gibt guten Redestoff in unserer zwanzigjährigen Ehe/Partnerschaft, die auch mal wieder ein paar Auffrischungen braucht.

Ach, wen es interessiert. Hier ist der Link zur Retrospektive https://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/gropiusbau/programm_mgb/mgb13_oppenheim/ausstellung_oppenheim/veranstaltungsdetail_55897.php

Danke für den Impuls zu Wochenbeginn.

Grüße, Christoph

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 13:02

hi christoph
dann viel spaß bei der retrospektive und guten diskurs 😉
lg m

Antworten
Sarah
7. Oktober 2013 um 9:11

Einfach nur wunderbar geschrieben. Und ehrlich. Und wahr. Vielen herzlichen Dank dafür!

Antworten
markus cerenak
7. Oktober 2013 um 13:01

gerne liebe sarah!
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten

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Ja, das passt natürlich ;-)

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