Vom perfekten Lebenslauf zum perfekten Leben

perfektes Leben

Der Rat vieler Menschen für einen perfekten Lebensweg sieht so aus: Sei gut in der Schule, dann geh möglichst studieren oder mache eine gute Ausbildung. Lerne viel für dein Studium, mache nebenbei möglichst viele Praktika in einer für dich relevanten Firma, gehe ins Ausland, und wenn du dann einen guten Studienabschluss hast, finde einen festen und sicheren Job.

Ich bin genau diesen Weg gegangen, habe ganz klassisch BWL studiert, viele relevante Praktika gemacht, war zweimal im Ausland und habe danach einen gut bezahlten Job im schönen Freiburg gefunden. Fehlt jetzt, mit Mitte 30 nur noch der Ehemann, das erste Kind, der Hund und das schöne Haus am Stadtrand.

Alles perfekt, oder nicht?

Das Problem war nur, durch meine Zeit in Portugal, Italien und viele Reisen danach und dazwischen hatte mich der Reisevirus gepackt und ein Haus zu kaufen, das ich dann 30 Jahre abzahlen muss, hat für mich noch nie Sinn gemacht. Nach vier Jahren im Job passierte dort nicht mehr viel Neues, es gab keine großen Herausforderungen mehr oder interessante Aufstiegschancen. Der perfekte Lebensweg erschien mir, je länger ich darüber nachdachte, immer uninteressanter.  

Also recherchierte ich Anfang 2015 nach Möglichkeiten „online und von unterwegs aus“ Geld zu verdienen. Nach vielen unseriösen Seiten stieß ich schließlich auf die Seite von Conni von PlanetBackpack. Sie nannte sich digitale Nomadin, reiste um die Welt und verdiente dabei ihr Geld mit ihrem Reiseblog, E-Books und Online-Kursen.

Obwohl ich zu dem Zeitpunkt keine Ahnung hatte, was ein digitaler Nomade ist, wusste ich, das will ich auch.

Ich fing damit an, neben meinem Job ein Gewerbe anzumelden und mir erste Kunden als Freiberufler im Bereich Marketing und Kommunikation zu suchen. Dazu las ich viele Blogs, Bücher, kaufte mir Online-Kurse und konsumierte alles, was mit dem Thema zu tun hatte.

Das Thema für meinen Blog, meine Leidenschaft für vegane Ernährung, hatte ich schnell gefunden. Ich hatte zwei Jahre davor von vegetarisch auf vegan umgestellt und konnte die positiven Auswirkungen, die das auf mein Leben hatte kaum fassen. Menschen zeigen, wie einfach, lecker und gesund vegane Ernährung sein kann und dass es keinen Grund gibt, sich vor dem großen Verzicht zu fürchten – das wollte ich. Menschen dazu inspirieren neue Rezepte, Produkte auszuprobieren und ihren Geist für Produkte abseits der 0815 Aldi-Fertigprodukt-Regale zu öffnen – das war mein Plan.  

Vom Planer zum Macher

Was folgte war ein sehr langer und schwieriger Prozess. Anstatt einfach zu machen und umzusetzen, verhedderte ich mich darin, noch mehr Bücher zu lesen und noch mehr Online-Kurse zu kaufen, denn ich wusste ja noch nicht genug, um wirklich einen Blog zu schreiben und andere Menschen damit zu inspirieren (Achtung böser Glaubenssatz). Es gab Tage, da dachte ich, ich schaffe es doch sowieso nie.  

Was mir dabei geholfen hat, diese Aufschieberitis zu überwinden und trotzdem meinen Weg zu gehen?

Ich habe mir Hilfe von einem Coach geholt.

Jemanden zu haben, der dich regelmäßig auf deine Fortschritte überprüft kann Wunder wirken. Ich habe außerdem eine wichtige Lektion gelernt, du kannst nur in Aktion kommen, wenn du anfängst. Egal wo, egal wie klein die Schritte sind, die du machst, aber fang an. Kontinuität und die Macht der kleinen, aber regelmäßigen Schritte bringen dich schneller ans Ziel, als ein paar „Hau-Ruck-Aktionen“.

Ich habe mich mit anderen digitalen Nomaden und Selbstständigen vernetzt.

Im Mai 2015 war ich auf meiner ersten DNX, der digitalen Nomaden Konferenz in Berlin. Ich habe so viele tolle Leute kennengelernt, die oft auf dem gleichen Level waren wie ich, mir viel Inspiration von Menschen geholt, die auf der Konferenz Vorträge gehalten und ihr Wissen weitergegeben haben. Live zu sehen, dass es diese Menschen, die ich bis zu diesem Zeitpunkt nur von ihren Blogs kannte wirklich gibt, dass sie dieses Leben abseits des „perfekten Lebenswegs“ wirklich leben, hat mich einfach umgehauen.

Ich habe viel gelernt, aber auch umgesetzt.

Lernen, lesen und sich Inspiration holen ist besonders am Anfang wichtig. Genauso wichtig ist es, sich nicht darin zu verlieren und alles wissen zu wollen. Lerne lieber gezielt Themen, die du jetzt gerade brauchst, um dein Business voranzubringen und setze das Gelernte gleich in die Praxis um.

Ich habe das richtige Mindset trainiert.

Ein großer Teil des Erfolgs kommt mit dem richtigen Mindset. Diesen Satz habe ich immer und immer wieder gelesen. Das Unterbewusstsein steuert den größten Teil unseres Gehirns, das bewusste Denken nur einen kleinen Teil. Wenn du dir diese Zusammenhänge klarmachst, macht es einfach Sinn, dein Unterbewusstsein gezielt zu trainieren. Ich fing damit an, mir Glaubenssätze, die ich hatte aufzuschreiben und umzuwandeln, jeden Tag mein „Five Minute Journal“ zu schreiben und mit den Alphaphasen von Nuri Tirit zu meditieren.

Schon nach kurzer Zeit spürte ich: mein Denken ändert sich und die nagenden Stimmen in meinem Kopf werden leiser. Klar kommen immer mal wieder Glaubenssätze hoch, mittlerweile stoppen diese mich nicht mehr, denn ich weiß, dass sie nicht Realität sind.

Passender Artikel:  Selbstfindung: Eine ganz einfache Methode, dir selbst wieder näher zu kommen 

Ich habe meine Ziele und Erfolge schriftlich festgehalten.

Mir hat es unheimlich geholfen, meine Ziele für das nächste Jahr aufzuschreiben und diese auf die Monate und Wochen herunterzubrechen. Ich bin noch einen Schritt weitergegangen und habe mir ein Visionboard gebastelt, das über meinem Schreibtisch hängt und mich jeden Tag an meine Ziele erinnert. Auf die Idee ein Visionboard zu erstellen hat mich diese kostenlose Anleitung von Marina Kogler gebracht: .

Ich halte nicht nur meine Ziele fest, sondern auch meine täglichen Erfolge. Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, ich habe überhaupt nichts hinbekommen. Wenn ich mir aber abends aufschreibe, was ich tatsächlich alles erledigt habe, gehe ich mit einem viel besseren Gefühl ins Bett. Und an Tagen wo ich das Gefühl habe es geht nichts voran, hilft es mir diese Liste anzuschauen. Meistens schaffst du nämlich mehr als du denkst!

Ich habe mich in Workations verliebt.

Workations sind die beste Möglichkeit, sich noch enger mit anderen Unternehmern zu vernetzen und gleichzeitig die Vorzüge eines ortsunabhängigen Arbeitens zu erleben. Inzwischen gibt es viele Anbieter von geplanten Workation wie die DNX Camps oder die Wireless Workations. Wenn du darauf keine Lust hast, kannst du zum Beispiel im SurfOffice absteigen und so ganz entspannt die Stadt und neue Leute kennenlernen. Ich selbst war im September 2015 bei dem DNX Camp in Lissabon und im November 2015 bei der ersten Nomandencruise von Gran Canaria nach Brasilien dabei. Beide waren supertolle Erlebnisse, ich habe in kurzer Zeit so viel Input und Inspiration bekommen, Freundschaften geschlossen und neue Orte kennengelernt. Überhaupt ist für mich das Arbeiten in der Nähe von Sonne und Strand einfach fantastisch und die Inspiration Nr.1.

Ich mache Sport und ernähre mich gesund.

Durch meine Ernährungsumstellung habe ich erst gemerkt, wie viel Einfluss unsere täglichen Essgewohnheiten auf unser Energielevel und unsere geistige Fitness haben. Es muss nicht gleich 100% vegan sein, achte aber auf frische Nahrung anstatt Fertigprodukte, wenig Zucker und integriere grüne Smoothies in deinen Alltag. Wenn dich das interessiert, melde dich gerne zu meinem kostenlosen Videokurs: „Fitter, gesünder und mehr Energie in sieben Schritten“ an.

Genauso wichtig ist es, den Körper durch Sport fit und aktiv zu halten. Das reduziert das Stresslevel, schüttet Endorphine aus und stärkt das Durchhaltevermögen.

Wie ging es bei mir weiter?

Seit Mitte 2015 bin ich offiziell selbstständig und habe meinen Blog Vegalife Rocks (www.vegaliferocks.de) im Dezember gelauncht. Im März 2016 habe ich meinen Online-Kurs „Die 30 Tage Vegan Challenge“ offiziell gestartet, nachdem ich ihn im September mit einer kleineren Gruppe getestet hatte. Ich habe mich als Freiberuflerin im Bereich Marketing und Kommunikation etabliert, und alleine damit einen völlig neuen Weg entdeckt, wie ich flexibler und freier arbeiten kann. Ab Mai startete ich ein größeres Kundenprojekt, auf das ich mich schon sehr freue. Außerdem besuche ich die DNX in Berlin und bin im Sommer gleich auf zwei Workations in Portugal und in Griechenland. Mein Blog wächst stetig und aktuell biete ich kostenlose Skype Beratungsgespräche für Menschen an, die gerne gesündere Gewohnheiten in ihr Leben integrieren möchten.  Wenn du auch etwas verändern möchtest, freue mich mich auf dich!

Fazit

Befreie dich Schritt für Schritt aus dem Hamsterrad, vernetze dich mit Gleichgesinnten und hole dir Inspiration und Wissen von Büchern, Workations oder auf Reisen. Vergiss dabei nicht die Balance zwischen Körper und Geist und richte sowohl deinen Körper, als auch dein Mindset auf Erfolg aus!

Ein Gastartikel von Melanie Hafner

Artikel von

Melanie Hafner

Melanie Hafner

Ich bin Melanie und ich helfe Menschen dabei, sich in ihrem Körper wohlzufühlen, mehr Energie zu haben und fitter zu werden ohne auf irgendetwas zu verzichten. Ich bin 33 Jahre jung, vegan by heart und begeisterte Reisende.Neben der Arbeit auf meinem Blog www.vegaliferocks.de arbeite ich freiberuflich als Marketing & Kommunikationsberaterin und beginne bald mit einer Ausbildung zur Ernährungsberaterin. Vegane Ernährung und der Ausbruch aus dem Hamsterrad haben mein Leben zum Positiven verändert und das möchte ich anderen Menschen gerne weitergeben.

6 Antworten

  1. Toll geschrieben – lesenswert! Aber es gibt auch noch ein Leben … daneben. Wer das nicht kennen gelernt hat, weiß diesen Artikel nicht zu schätzen. Grüße Dirk Carolus

  2. Klasse, wirklich anregend! Ich habe eine Menge guter Informationen und inspirierender Gedanken aus deinem Artikel mitnehmen können. Ich taste mich erst langsam an die Welt der digitalen NomadInnen und Hamsterrad-AussteigerInnen heran. Alles klingt so plausibel – für junge, ungebundene Geister. Ich frage mich, ob es egal ist, wie alt man ist. Oder ob man irgendwann ZU alt für einen Neuanfang ist? Gibt es bei euren Treffen auch Neuaussteiger jenseits der 50?

    1. Ich war bei der DNX definitiv so, es gab noch ältere als mich (45 🙂 eigentlich bald 46)
      ich war bis heuer im Mai bei jeder DNX – seit 2014, allein um die tollen und inspirierenden Menschen zu treffen und Berlin zu sehen

      ich selber habe den DNX Lifestyle nicht umgesetzt, kann mir das auch nicht wirklich für mich vorstellen, aber Selbsständigkeit reizt mich!

      alles Gute!
      lg Bettina

      ps.: der Artikel ist wirklich gut geschrieben, Melanie!

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Melanie Hafner

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Ich bin Melanie und ich helfe Menschen dabei, sich in ihrem Körper wohlzufühlen, mehr Energie zu haben und fitter zu werden ohne auf irgendetwas zu verzichten. Ich bin 33 Jahre jung, vegan by heart und begeisterte Reisende.Neben der Arbeit auf meinem Blog www.vegaliferocks.de arbeite ich freiberuflich als Marketing & Kommunikationsberaterin und beginne bald mit einer Ausbildung zur Ernährungsberaterin. Vegane Ernährung und der Ausbruch aus dem Hamsterrad haben mein Leben zum Positiven verändert und das möchte ich anderen Menschen gerne weitergeben.

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