Podcast erstellen: In 3 sicheren Schritten zu mehr Sichtbarkeit im Netz

Du liest diesen Blog, weil du aus deinem eigenen Hamsterrad raus willst. Deine Lebenszeit ist dir zu schade, um sie mit einer Tätigkeit zu vergeuden, die dich von vorne bis hinten unglücklich macht.

Herzlichen Glückwunsch!

Warum ich dich beglückwünsche?!

Naja, du bist ein Machertyp. Du hälst nicht einfach still.

Im Gegenteil! Du wirst aktiv und baust dir dein eigenes Lifestyle-Business auf.

Ich möchte aber auch ganz unromantisch und vernichtend ehrlich zu dir sein: Das Leben als Solounternehmer ist nicht immer einfach. Das Marketing dafür übrigens auch nicht.

Viele Onlinemarketer sind mit einem Blog da draußen zu finden und mal Hand aufs Herz…das ist auch nicht mehr schwierig.

Ein gutes Theme für WordPress ist nicht teuer und sieht meist sehr gut aus. Auch ein Blogartikel ist schnell aufgesetzt. Immerhin ist das reine Schreiben nichts anderes wie das Arbeiten mit Word oder Pages. (Wenn auch die Qualitätsunterschiede in Blogs manchmal dramatisch. Das ist ja die eigentliche Kunst.)

Ich will dir hier in diesem Artikel eine Möglichkeit zeigen, wie du in kurzer Zeit deine Sichtbarkeit im Netz massiv vergrößern kannst: Eine eigene Podcast-Show.

Und damit hängst du deine Wettbewerber auf einmal ab…

Moment mal! Warum überhaupt ein Podcast?

Genauso wie Markus und ich, wirst du auch mit einem eigenen Blog in dein Business gestartet sein.

Das ist auch absolut richtig. Du brauchst eine Plattform, auf der alle Marketing-Maßnahmen wie an Schnüren zusammenlaufen. Und das ist dein Blog.

Aber die Zeit deiner potentieller Kunden und Klienten ist kostbar und du musst auf vielfältige Art und Weise um ihre Aufmerksamkeit buhlen. Auch abseits des Computers.

Es wird immer Menschen geben, die lieber etwas hören, als Zeit vor dem Computer zu verbringen und für diese Momente sind Podcasts einfach das Mittel der Wahl.

Du kannst Podcasts zuhören, während du mit deinem Auto im Stau stehst. Du kannst Podcasts zuhören, während du im Gym auf dem Crosstrainer stehst.

Du kannst Podcasts zuhören, wenn du dir eine wirklich nervige Tätigkeit versüßen und gleichzeitig etwas lernen willst.

Versuch das mal mit einem Blog oder mit einem Video.

Abseits dessen ist eine neue Plattform auch gut für dein SEO-Ranking in den Suchmaschinen.

Das sind zwar alles offensichtliche Gründe, die für eine eigene Podcast-Show sprechen, aber nicht der beeindruckenste.

Podcasts sind der Beziehungsaufbauer #1

Wenn ich einem Menschen zuhöre, ihm mein Ohr schenke, dann entsteht eine Verbindung!

Vielleicht kennst du das, wenn du jemandem auf einer Bühne zugehört hast. Vielleicht hattest du auch einen guten Lehrer in der Schule oder einen fähigen Dozenten in der Uni.

Wenn jemand mit Leidenschaft über ein Thema redet, zeigt was ihn fasziniert und den Zuhörern Wissen schenkt, dann vertieft sich diese Beziehung erneut.

Es ist übrigens auch egal, ob du zu hoch oder zu tief sprichst. Ob du nuschelst oder einen Akzent hast. Selbst ein Wiener Akzent ist für einen Podcast nicht schlimm. 😉 Solange du nur genug Mehrwert bietest.

Ich bekomme eine Menge Klienten über meinen Podcast und die meisten sagen beim ersten direkten Kontakt etwas in der Art: “Du kennst mich zwar nicht, aber ich hab das Gefühl, dass ich DICH bereits kenne.”

Und das ist eine verdammt gute Basis für eine produktive Geschäftsbeziehung.

Und da meine Zuhörer mich und meine Stimme (inkl. meiner Marotten und meinem losen Mundwerk) bereits kennen, ist der Erstkontakt immer sehr entspannt.

Was brauchst du für deine eigene Show?

Der Elefant, der jetzt im Raum steht, ist folgender: Wie schaffst du es jetzt selber, einen Podcast in die Welt zu setzen?

Darum solltest du dich kümmern:

  1. Ein Mikrofon: Das wird dich jetzt nicht sehr verwundern, aber irgendwie muss deine Stimme ja aufgenommen werden.
  2. Ein Aufnahmeprogramm: Auch das wird dich nicht wirklich überraschen, denn du willst deine Sprache übers Mikro ja auch aufzeichnen und am Ende in MP3 exportieren.
  3. Eine klare Zielgruppe: Wenn du dich nicht gut positioniert hast und deine Zielgruppe kennst, dann wird dein Podcast scheitern. Punkt. Das gilt natürlich auch für deinen Blog und deine anderen Aktivitäten. Aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen. Warum das auch für die Planung elementar ist, verrate ich dir etwas weiter unten.
  4. Musik und Jingle: Die meisten Podcast-Shows haben eine “Erkennungsmelodie”. Das ist fürs erste Testen nicht unbedingt notwendig, aber später für den Start bei iTunes würde ich dir ein Intro schon empfehlen. Das ist auch wichtig für dein Branding. Hier findest du ein riesiges Angebot an hervorragender Musik.
  5. Ein Cover: Auch das brauchst du fürs Testen noch nicht. Aber wenn du bei iTunes gelistet und gefunden werden willst, dann solltest du ein Coverbild für deine Show haben. Durch ein ausdrucksstarkes Bild ragst du aus dem Dunst anderer Bilder hervor. Die Abmessungen müssen mindestens 1400×1400 Pixel betragen.

Das passende Mikrofon für deinen Podcast

Ich empfehle dir ein USB-Mikrofon, dass du direkt in deinen Rechner einstecken kannst.

Es gibt Sprechermikrofone, für die man noch ein Zwischengerät braucht, aber das kannste dir für deinen Podcast sparen.

Hier habe ich ein paar Empfehlungen für dich:

  1. Das Logitech H390 (ca. 37 EUR): Ein Headset mit einem “vernünftigen” Klang. Es wird niemanden umhauen, aber es ist gerade für den schnellen Start vollkommen in Ordnung. Aufstocken kannst du später immer noch.
  2. Das Samson Meteor (ca. 80 EUR): Dieses Mikrofon steht vor dir auf dem Tisch und ist gerade bei Webinaren sehr beliebt. Da der Abstand von deinem Mund zum Mikrofon relativ hoch ist, hört man immer einen gewissen “Abstand”. Aber auch das ist zu vernachlässigen
  3. Das Auna MIC900B (ca. 80 EUR):
  4. Das Rode Podcaster (ca. 170 EUR):

Das Aufnahmeprogramm für deine Stimme

Die gute Nachricht ist: Du brauchst für ein gutes Aufnahmetool keinen Cent bezahlen.

Wenn du einen PC (oder einen Mac) hast, dann nimm gerne das Programm Audacity. Das ist von der Oberfläche her etwas unsexy, kann dafür aber alles und noch mehr.

Falls du einen Mac dein eigen nennst, dann wirst du bereits die App Garageband vorinstalliert finden. Garageband nutze ich selber und bin ein riesengroßer Fan.

Ich hatte mir mal eine Profisoftware für den Mac geholt und bin trotzdem immer wieder bei Garageband gelandet.

Das ist vom Umfang her nicht so ausgestattet wie Audacity, aber dafür ist es sehr intuitiv zu bedienen und sehr selbsterklärend.

Und damit kann es auch schon losgehen.

Jetzt fehlen nur noch die drei Schritte zu deinem eigenen Podcast. Du kannst den Weg dorthin auch abkürzen, aber ich empfehle dir eine gewisse Reihenfolge.

Die ist bewährt, vollkommen sicher und rückt deine potentiellen Zuhörer direkt in den Fokus.

Erster Schritt: Vertone einen Blogartikel und werde warm mit den Prozessen

Die Hürde, bei denen die meisten angehenden Podcaster scheitern, ist die Technik.

Zu schnell wollen sie auf die große Bühne iTunes und sich mit ihrer Message in der ganzen Welt zeigen.

Doch das kann böse nach hinten losgehen. Wenn deine Show gut ist, dann wird iTunes sie bewerben. Speziell dafür gibt es die Kategorie “Neu und beachtenswert”. Vor einigen Monaten reichte es noch neu zu sein. Mittlerweile muss man auch beachtenswert sein.

Damit deine potentiellen Zuhörer auch am Ball bleiben, muss die Aufnahmequalität einfach stimmen. Und du wirst dir denken können, dass das nicht mit der ersten Aufnahme erreicht ist.

Du wirst ein wenig experimentieren müssen, bis die Handgriffe sitzen und der Klang deiner Stimme so ist, wie sie ist.

Damit du aber dennoch den ersten Schritt ins Podcasting machen kannst, empfehle ich dir, testweise mal einen Blogartikel von dir einzusprechen. Entweder du liest ihn ab oder improvisierst – mit ihm als Vorlage.

Dadurch wirst du mit den Prozessen warum und mit deiner Stimme.

Zweiter Schritt: Suche dir eine wohlwollende Gruppe an Beta-Hörern.

Inhaltlich muss deine Show den Nerv deiner Zielgruppe treffen. Sonst wirst du damit nicht erfolgreiches Marketing machen können. Ich denke, das wird dir bewusst sein.

Wenn du mit deiner Stimme herumexperimentiert hast, dann mach dir einen ersten, kleinen Redaktionsplan für deine Zuhörer.

Schnapp dir die drängensten 7-10 Probleme deiner Zielgruppe und löse jedes davon in einer eigenständigen Podcast-Epsiode. (Deswegen ist es so wichtig, seine Leute und deren Sorgen und Nöte zu kennen!!!)

Parallel fragst du in deinem Netzwerk mal nach, wer sich für ein eventuell startendes Podcast-Projekt von dir, als Testhörer melden würde. Vermutlich wirst du schnell ein paar Leute finden, die dir helfen werden.

Wenn du keine Leute findest, dann besuche gerne meine Facebook-Gruppe. Dort hat immer jemand ein Ohr für dich.

Nimm eine erste Episode auf und schick sie dann den Leuten zum hören.

Von diesen Testhörern wirst du eine Menge Feedback bekommen. Sie werden dir sagen, was noch nicht klar ist. Was noch fehlt und was schon gut ist.

Dieses Feedback solltest du in einer neuen ersten Episode dann direkt umsetzen.

Schnell wirst du den Bogen raus haben und deine Zuhörer werden immer weniger zu meckern und dafür mehr zu loben haben. 😉

Nimm gerne 3-4 Episoden auf.

Warum du das machen solltest, verrate ich dir gleich.

Dritter Schritt: Die großes Bühne iTunes

Wenn du gestärkt von den Hörermeinungen bist und du deiner Zielgruppe mit deinen Episoden wirklich helfen konntest, dann ist es Zeit für deinen nächsten Meilenstein.

Das Eintragen in iTunes.

Damit aus deinen MP3-Dateien ein abonnierbarer Podcast wird, musst du einen so genannten Feed erstellen (lassen).

Sehr einfach geht das mit Anbietern wie libsyn.com oder podcaster.de. Die lagern nicht nur deine Dateien, sondern verpacken sie auch in einen RSS-Feed. Diesen Feed brauchst du, um ihn bei iTunes einzureichen.

Es gibt aber auch WordPress-Plugins, mit denen du diesen RSS-Feed bauen kannst, z.B. Blubrry Powerpress oder Podlove Publisher.

Diesen Feed kannst du dann hier bei iTunes einreichen.

Das Einreichen geht schnell, aber es kann sein, dass das Prüfen etwas dauert. Apple kontrolliert den Feed und den Inhalt, ob du nichts jugendgefährdendes veröffentlichst oder zum Jihad aufrufst.

Spätestens jetzt solltest du dich um ein Cover und die Musik kümmern.

Starte deine Show mit mindestens 3-4 Episoden, inkl. Vorstellungsepisode. Damit haben potentielle Zuhörer direkt noch mehr zum Herunterladen und bekommen nicht nur deine Vorstellung mit.

Je mehr Episoden geladen werden, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass iTunes dich promotet. Deswegen solltest du auch ein paar Episoden fertig haben, BEVOR du deinen Feed hoch lädst.

Was du noch beachten solltest

Content-Marketing ist kein Sprint.

Content-Marketing ist ein Marathon.

Wenn du auf den schnellen EUR aus bist und deinem Tribe eigentlich gar nicht helfen willst, dann solltest du keinen Podcast-Starten.

Dann solltest du in andere Marketing-Arten investieren.

Wenn du deinen Leuten aber richtig coolen Content geben willst und Spaß daran hast, Menschen zu helfen, dann solltest du einen Podcast in die Welt bringen.

Wenn du das nicht alleine machen und begleitet werden willst, habe ich hier noch ein Sache für dich, die interessant sein könnte.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Bis dahin,

dein Gordon Schönwälder


Ein Gastartikel von Gordon Schönwälder

Gordon Schönwälder ist Blogger, Podcaster, Trainer, Ergotherapeut, Sprecher und noch so einiges mehr. Mit seiner Webseite “Podcast-Helden” unterstützt er Menschen einen eigene Podcast zu gestalten. Mehr über Gordon erfährst du auf  http://podcast-helden.de/

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