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Erfolglos mit System: Das 1×1 des sicheren Scheiterns

erfolglos

Erfolglos sein, lernen wir schon recht früh. Wenn ich mich am meine Schulzeit zurück erinnere, hatte ich es eigentlich recht lustig. Mir sind eigentlich nur die vielen Dinge im Kopf geblieben, die wir so angestellt haben.Damals habe ich mir nicht viel darüber den Kopf zerbrochen, dass ich so viele unnötige Dinge lerne.

Es gibt meiner Meinung nach kaum einen Satz, der weniger zutrifft als das abgedroschene Sprichwort „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“. Auch wenn ich mir jetzt den Unmut der Lehrerzunft ein wenig zuziehe, muss ich eines sagen: Im Unterricht und auf der Uni habe ich nicht viel gelernt, was mir in meinem jetzigen Leben nützlich ist:

  • Ich habe nicht gelernt, wie man mit Menschen umgeht.
  • Ich habe nicht gelernt zu diskutieren, zu argumentieren oder meinen eigenen Standpunkt durchzusetzen.
  • Ich habe nicht gelernt, wie ich mit anderen Meinungen umgehen soll, geschweige denn mit handfesten Konflikten.
  • Ich habe nicht gelernt, mich selbst zu organisieren.
  • Ich habe nicht gelernt, mich selbst zu motivieren.
  • Ich habe nicht gelernt, mich selbst kennenzulernen, zu erkennen,
  • Ich habe nicht gelernt was meine Werte sind, was meine Stärken, Schwächen oder auch Talente sind.
  • Ich habe nicht gelernt, auf mich zu hören, sondern nur auf Konventionen.
  • Ich habe nicht ansatzweise gelernt, worum es im Leben geht.
  • Ich habe nicht gelernt, wie man glücklich oder auch „nur“ zufrieden wird.

Anstatt dessen wurde ich mit Aussagen konfrontiert wie:

„Ohne Fleiß kein Preis.“

„Nur wer hart arbeitet, kann etwas erreichen“

„Du musst dich bald entscheiden, was du mal im Leben tun wirst“

„Nur wer brav lernt, aus dem wird mal was“

„Du musst dich an die Regeln halten“

Rückblickend habe ich das Gefühl, dass es sich eher um ein Hamsterrad-Bootcamp handelt und wir dort schon die Gesetze des Hamsterrads eingebläut bekommen. (Ich nehme das Thema „Sprachen lernen“ hier aus, weil das wirklich Sinn macht)

Nicht falsch verstehen, natürlich ist Bildung wichtig, die Förderung von logischem Denken, das Aneignen eines gewissen Wissensstandes. Aber die wesentlichen Dinge, die uns im Leben weiterbringen oder bremsen, die uns gut werden und scheitern lassen, lernen wir nicht.

Schon hier wird nämlich eines ganz stark geprägt, nämlich der Fokus auf den Inhalt, auf die „Hard Facts“ im Unterschied zu den „Soft Skills“. Dadurch ergibt sich, nicht nur durch Ausbildungsinsitutionen wie Schulen und Universitäten, sondern auch durch Medien und dem „was man halt so im Alltag hört und dann nachplappert“ ein zusätzliches 1×1, nämlich das des Scheiterns:

Passender Artikel:  Was du mit Sicherheit ganz am Ende bedauern wirst...

Erfolglos = Denke, sage und tue negative Dinge

Egal ob die Sonne scheint oder es kalt draußen ist, es ist alles immer Scheiße. Die ganze Welt hat sich offenbar gegen dich verschworen und nichts funktioniert, so wie du das willst. Das war aber auch schon immer so. Du hast noch nie sonderlich viel Glück gehabt. Du bist eben ein Pechvogel.

Erfolglos = Handle, bevor du denkst

Hals über Kopf sich in Dinge stürzen ist eine gute Idee. Am besten ist aber, du triffst Entscheidungen immer aus der Emotion heraus, lässt dir nicht zuviel die verschiedenen Optionen, die du hast, auch nur kurz zu reflektieren. Hat für dich zwar noch nie zu guten Ergebnissen geführt, du bleibst dieser Strategie aber trotzdem treu.

Erfolglos = Rede viel, höre wenig zu

Menschen, die nur über sich reden, haben einen perfekten Kurs eingeschlagen. Nämlich perfekt dafür, niemals etwas über die Bedürfnisse der anderen zu erfahren. Genauso perfekt übrigens, um Vertrauen gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Erfolglos = Gib leicht auf

Ok, wenn deine Ziele nicht leicht zu erreichen sind und du nicht aufs erste Mal sofort triumphierst, dann soll es eben nicht sein. Vielleicht bist du dafür eben einfach nicht geschaffen. Aber du hast es ja versucht. Hat einfach nicht funktioniert. Soll nicht so sein.

Erfolglos = Nimm alles persönlich

Egal was andere Menschen sagen oder tun, sie wollen stets nur dein Böses. Und natürlich kennst und weißt du auch immer alle Begleitumstände und Motive, die Menschen zu diesem Handeln gebracht haben. Egal ob es um berufliche Entscheidungen, um Freundschaften oder Beziehungen geht. Der einzige Grund, warum Menschen handeln, ist weil sie dich enttäuschen oder verletzten wollen. Du bist nämlich der Mittelpunkt der Welt.

Erfolglos = Zeit vergeuden

Irgendwie ist es total schwer zu entscheiden, was die Dinge sind, die dich weiterbringen, und die, wofür einfach nur viel Zeit draufgeht. Irgendwie kannst du überhaupt nicht unterscheiden, ob 2 Stunden auf Facebook surfen oder 2 Stunden sich mit deinen Zielen zu beschäftigen die sinnvollere Tätigkeit ist. Echt, dieses Zeit vergeuden passiert einfach. Und das Abwägen zwischen sinnvollem und sinnlosem Tun ist ja wirklich hochkomplex.

Erfolglos = Stets den leichten Weg gehen

Was, dafür muss man was lernen? Wie, das kostet Geld? Echt, so lange dauert das? Das ist aber schon anstrengend. Das ist dir gerade eben ein wenig zu aufwändig. Warum es sich denn unnötig schwer machen, wenn es dann ohnehin keine Garantie gibt.

Erfolglos = Nicht aus Fehlern lernen

Ups, immer wieder passiert dir das Gleiche. Fast schon ein wenig komisch findest du das. Warum ist das so? Viele Dinge in deinem Leben scheinen sich zu wiederholen. Im Job, in der Partnerschaft, eigentlich überall. Vielleicht hat das was damit zu tun, dass du dein Verhalten nicht änderst? Nein, diesen Gedanken verwerfen wir gleich wieder. Daran liegt es sicher nicht.

Passender Artikel:  Du bist nicht deine Vergangenheit oder warum du auf dein Weisheitskonto schauen solltest.

Erfolglos = Probleme lösen wollen, bevor sie da sind

Wichtig ist, dass du dir in Ruhe vorher überlegst, was alles an Furchtbarkeiten eintreffen kann. Was alles wie schiefgehen kann und sich schon im Vorfeld sich den Kopf zu zerbrechen, wie du darauf reagierst. Am besten ist es überhaupt, mit deinem Partner oder deinen Freunden Konflikte über Themen auszutragen, die noch nicht eingetreten sind. Am wichtigsten ist, dass man es halt im Vorfeld besprochen hat.

Erfolglos = Auf zu vielen Festen tanzen

Egal was du so um die Ohren hast, das geht sich jetzt aber auch noch zusätzlich aus. Es könnte ja von Schwäche zeugen, dass du jetzt mal Nein sagst. Und außerdem bist du ja so schnell begeistert von so vielen Dingen, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Erstaunlich ist nur, dass von den vielen Vorhaben, die du angehst, nichts so richtig gut funktioniert. Aber Erklärung hast du dafür auch keine.

Im Unterschied zum normalen 1×1, das man ja schrittweise macht, ist es hier sinnvoll, die einzelnen Punkte zu kombinieren. Das stellt die Erfolglosigkeit zu 100% sicher!

38 Comments on “Erfolglos mit System: Das 1×1 des sicheren Scheiterns

Monika
15. Oktober 2017 um 16:34

Danke Markus, Deine Erfolglos-Tipps sind so herrlich erfrischend, die packen einem!

Antworten
Johannes
26. September 2014 um 15:09

Lieber Markus,

wieder mal ein Bombenartikel von dir.
Scheitern tun wir doch alle, die Frage ist nur wie jeder damit umgeht und welche Muster wir uns als Menschen daraus ableiten.

LG Johannes

Antworten
Der Couponschneider
9. März 2014 um 10:29

Ich halte das Geschriebene für falsch. Die Schule ist nicht für alles zuständig und schon gar nicht dafür, Dinge zu lehren, die Kinder ohnehin aufschnappen. In der Schule lernt man aber auch Dinge, die gar nicht auf dem Lernplan stehen, z. B. Konflikte lösen. Denn in der Schule wird ja man mit Gleichaltrigen konfrontiert und Konflikte stellen sich ein.

Klassische Bildung ist wichtig und die lernt man hoffentlich in der Schule. Mir waren immer Lehrer lieber, die ein entsprechendes Niveau beispielsweise in den Deutschunterricht brachten, klassische Literatur bearbeiteten, anstatt typische Jugendliteratur. Das Gehirn wird ja an sich trainiert. Wer in jedem Monat ein Buch liest, der erweitert seinen Wortschatz ganz nebenbei und wird hoffentlich gut unterhalten (Literatur soll unterhalten), und davon profitiert man insgesamt. Da ich ständig lese, nicht nur Bücher, sondern auch Zeitschriften, Zeitungen und Blogs, ist mein Wortschatz enorm, wenn ich das mal in Vergleich zu meinen Kollegen setze.

Und auch Fachbildung ist wichtig. Ich habe Informatik studiert und ich höre viele Leute um mich herum, die schwätzen, sie würden so wenig Universitätsinhalte im Beruf benötigen. Diese Leute tun mir wirklich leid, weil ich sie für intellektuelle Krüppel halte. Ich merke bei meiner täglichen Arbeit, dass ich enorm profitiere, da meine algorithmischen und architektonischen Lösungen von höherer Qualität. Ich abstrahiere besser als viele meiner Kollegen. Und ich merke, dass mich gerade die theorielastigen Sachen enorm weiterbrachten

Ich bin misstrauisch Leuten gegenüber, die von Praxisnähe schwärmen bzw. sich viel auf ihre Praxis einbilden. Letztendlich war ich am Schluss immer besser, weil ich die Problemstellungen viel besser strukturiere und viel mehr Dinge berücksichtige, die eventuell schief gehen könnte. Und damit bin ich auch praxistauglicher als ein Praxisheini. Der Praxisheini mag vielleicht schnell mal etwas in der Hälfte der Zeit gecodet haben, aber ein Trabi war auch schneller zusammengeschraubt als ein Porsche.

Praxisnahe Seminare oder Vorlesungen oder gar Studiengänge (an irgendwelchen Fachhochschulen) taugen doch nicht viel. Das ist Nürnberger Trichter für Leute, die sich selbst als Nürnberger Trichter sehen. Bloß nicht nachdenken.

Antworten
Göran Nitsche
9. März 2014 um 12:43

Ich halte deine Anmerkungen für bedingt richtig und beachtenswert. Aber ich halte sie nicht pauschal und verabsolutiert für falsch, so wie du gegenüber Markus‘ deine Meinung pauschal verabsolutiert hast.

Das Problem: Du reduzierst schulische und anderweitige Bildung alleine auf Fachbildung und gehst davon aus, dass Kinder alles andere schon so von alleine aufschnappen würden. Das ist entwicklungspsychologisch schlicht falsch. In den letzten Jahren wird wissenschaftlich immer häufig beschrieben, dass allein der Begriff der Intelligenz sich auf eine Vielzahl verschiedener Bereiche bezieht (soziale Intelligenz, emotionale Intelligenz, mathematisch-logische Intelligenz, Lese- und Schreibintelligenz, „handwerkliche“ oder besser „motorische“ Intelligenz, usw. usf.). Es ist klar, dass allein die Schule nicht sämtliche Bereiche der Intelligenz in gleicher Intensität abdecken kann – aber sie sollte beim besten Willen nicht ein einziges defizitäres System darstellen und sich ausschließlich auf auswendig lernbare fachliche Fakten reduzieren. Das Leben besteht für dich als Informatiker zwar vielleicht primär aus 0 und 1. Für mich als Wirtschaftsinformatiker gehört zu den 0 und 1 aber noch wesentlich mehr dazu.

Ich habe mich angeregt durch Markus‘ Artikel und einen Artikel im Anti-Uni-Blog (http://www.anti-uni.com) auch ein Mal etwas näher mit der Bildungsproblematik beschäftigt und 11 krasse Defizite beschrieben, die ich als elementare Kernproblem des deutschen Bildungssystems sehe (http://catchopenqgates.com/COQG-Blog/index.php/deutschlands-defizitaeres-bildungssystem-11-krasse-defizite). Vielleicht erhalten du und andere Leser daraus auch die eine oder andere Anregung zum weiteren Nachdenken, ob eine verabsolutierende Haltung nicht vielleicht doch etwas über das Ziel hinaus schießt…

Liebe Grüße,

Göran

p.s. Weitgehend anonymisierte Postings und Kommentare kann ich persönlich nur bedingt ernst nehmen, weil sie immer ein wenig das Gefühl des Trollens in mir aufkommen lassen und die Angst des Schreibenden offenbaren, mit seiner/ihrer Meinung vielleicht weitgehend allein dazustehen.

Antworten
Markus Cerenak
10. März 2014 um 20:20

du hälst meine ausführungen bez. der schule falsch oder den ganzen artikel?
lg m

Antworten
Tobias
15. Februar 2014 um 15:12

Was man auch nicht lernt: Kreativität, in dem Sinne, neues zu erfinden oder zu entdecken. Das hat ein bisschen mit Deinem Selbsterkenntnispunkt zu tun, geht aber darüber hinaus.

Eine andere Art, zu scheitern besteht darin, immer genau das Gegenteil von den aufgezählten Punkten zu tun.

Zum Beispiel ist es nicht immer sinnvoll aus den vermeintlichen Fehlern zu lernen. Ein gutes Konzept für eine öffentliche Veranstaltung kann zum Beispiel fehlschlagen, weil das Wetter zu schön, zu kalt, zu nass, oder sonstwie falsch ist, oder weil auf der Autobahn die Straßenlaternen ausgefallen sind. Zufälle gehören eben auch dazu. Z.B. Liegt die Quote bei der Partnersuche z.B. etwa bei 1:100. Bei solchen Quoten scheitert man auch totsicher, wenn man aus jedem noch so kleinen Fehlerchen lernen möchte.

Positives Denken ist auch so ein Kadidat: Ein gefrusteter Mensch, der auf Krampf positiv denken möchte, höhlt sich innerlich eher aus, als dass sich irgendetwas verbessert.

Die Natur hat uns viele sogenannte negative Eigenschaften mitgegeben, weil sie überlebenswichtig sind. Nicht, damit wir daran zu grunde gehen, uns vor ihnen zu schützen. Erstaunlicherweise gibt es Unmengen an Ratgebern zum Glücklichwerden, obwohl die seriöse Wissenschaft noch nicht weiß, warum manche Menschen glücklicher sind, als andere. Man kann viele Zusammenhänge beschreiben, aber die eigentlichen Ursachen, die die Ketten anstoßen, sind nach wie vor unklar. Damit spielen die meisten Lebensregeln in derselben Kategorie wie Gottesbeweise: Sie helfen denen, die sie aufstellen, können aber für den nächsten total unsinnig sein.

Andersherum stellt sich der Erfolg eben auch nicht totsicher ein. Ich habe mich gelegentlich mit jemandem rumzuschlagen, der die Regeln sehr diffizil und konsequent befolgt und trotzdem auf seine Art erfolgreich ist.

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:45

hi tobias, danke für die ergänzung, kreativität fehlt definitiv!
lg m

Antworten
Göran Nitsche
15. Februar 2014 um 5:26

Hallo Markus,

der Kandidat erhält 100 Punkte und darf so weiter machen wie bisher. 😉

Oh man, was auch ich schon für Kämpfe ausgefochten habe. Die Menschen werden von Geburt an auf banalen Durchschnitt getrimmt, was nichts, aber auch gar nichts zur persönlichen Weiterentwicklung beiträgt (von den von einigen genannten 10% einmal abgesehen).

Es geht schon in frühester Kindheit los, weil uralte, absurd tradierte Erziehungsmuster aus vermeintlich guten Erfahrungen („man muß sich nur gut genug anpassen, um in der Gesellschaft nicht unterzugehen“ – warum alle Welt in fast allen Dingen nur ans Untergehen denkt muß wohl etwas mit tiefster Religiosität inklusive Angst vorm Armageddon zu tun haben) schon den Kleinstkindern eingebläut. Diesen Don Quichote-ähnlichen Kampf fechte ich selbst auch aus, weil ich gerne unseren Sohn, der für mich eine Vielzahl ganz besonderer Begabungen hat, genau in diesen Begabungen ganz besonders stark fördern möchte – und die Defizite sollen lieber ausgewiesene Fachleute für ihn übernehmen.

Auch ist es so, dass entgegen aufklärerischer Grundgedanken nur auf Durchschnitt getrimmt wird. Warum? Weil Durchschnitt so ziemlich alles mit sich machen lässt und eben nicht zur Rebellion neigt!

In dem Sinne, ich freue mich, dass es doch viel mehr Mit-Rebellen gibt, als ich noch vor wenigen Monaten glaubte. Das macht mir die Hoffnung, dass es noch richtig was zu reißen gibt!

Möge die Macht mit euch sein!

Göran

Antworten
Nicole
16. Februar 2014 um 14:23

Göran, du sprichst mir aus der Seele! Wo kann ich unterschreiben, um die Rebellion für eine begeisternde, menschliche, positive Schule voranzutreiben?
Bin selbst Lehrerin und möchte aus diesem an viele Punkten depperten System raus. Viel zu viele positive Energien werden nicht genutzt und die Kinder mit viel zu viel Quatsch vollgestopft. Anpassung wird belohnt!
Mal schauen, wo unsere Rebellion hinführt. Denke, wenn wir vorleben, wie’s auch geht, ist das sicherlich ein bedeutender Schritt in diese Richtung!
Ganz liebe Grüße,
Nicole

Antworten
Aljoscha von psychologie-einfach.de
14. Februar 2014 um 23:32

Super Artikel! Dankeschön!

Antworten
Alois Wohlfahrt
11. Februar 2014 um 22:40

Hallo Markus,
Deine Inspiration habe ich nun sofort umgesetzt:
http://www.netzlandwirt.de/aller-anfang-ist-leicht/

Danke!
Und Grüße mir Amerika. Ich will dort auch noch hin!

Alois

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:41

USA sind immer ein echtes erlebnis, manchmal strange, aber eben ein erlebnis 😉
lg m

Antworten
Alois Wohlfahrt
11. Februar 2014 um 20:03

Hallo Markus,
ja Du hast vollkommen Recht. Scheitern ist eben eine Form des Lernens.
Es gibt aber auch noch eine Form davon, die finde ich noch schlimmer als das eigene Scheitern.
Das „Ich-kenne-da-einen-der-ist-auch-daran-gescheitert!“
Im Marketing sagt man ja „die Macht der dritten Person“ dazu. Wenn nämlich einer seinem Freund erzählt, „wie cool doch das Ding ist“, und derjeneige ist ein Freund, der emotional auch das Vertrauen des anderen genießt, dann lernt dieser diesen Satz genauso, als ob er es selbst erlebt hat.
Das klappt im positiven Sinne, aber leider auch im negativen Sinne. Also auch beim Scheitern.
Ich bin auf diese Erkenntnis erst gestossen, weil ich oft nachgebohrt hatte, warum denn mein gegenüber so eindeutig der Meinung ist, dass dies oder jenes nicht funktionieren kann? Er hat es also selbst nie erlebt, das Scheitern, das „Geht-Nicht“, sondern er lernte es durch die emotionale Nähe seines Vertrauten.
Dein Artikel bringt mich da auf die Idee, das Scheitern lernen auch in meinem Blog zu bearbeiten.

Danke für die Inspiration! 🙂

Alois

Antworten
Michaela Forstik
11. Februar 2014 um 18:44

Hi Markus!

Hamsterrad-Bootcamp cooles Wort 🙂

Ja teilweise echt schockierend welche Glaubenssätze wir schon ganz früh „eingeimpft“ bekommen. Und das schlimmste, die Lehrer glauben wirklich, an die Realität in der sie leben. Selber im Hamsterrad eben. Und somit, nicht immer die besten Vorbilder…

Schön, dass sich Menschen, die glücklicherweise ausbrechen und einfach zufriedener sind, hier auf deinem Blog wiederfinden!

Alles Liebe,
Michaela

Antworten
Sybille Johann
11. Februar 2014 um 12:41

Ich hab damals schon in der Schule rebelliert. Ich brachte auch Vorschläge:
statt Biologie und chemische Formeln eher was über gesunde Ernährung, umweltfreundliche Putzmittel oder respekt- und liebevollen Umgang mit meinem Nächsten zu lernen, in Deutsch Literatur nicht zu zerpflücken sondern für die Sprache zu begeistern. Naja, stieß nur auf wenig Verständnis…
Als Mutter führe ich die teilweisen Kämpfe weiter in Lehrergesprächen. Da fehlen die einfachsten Grundregeln in pädagogischem Menschenverstand. Stattdessen heißt es „wenn sie sich jetzt nicht einfügen lernen, werden sie es schwer haben im Leben“.
Na, ich will mich jetzt nicht reinsteigern…
Aber: never give up 😀

Antworten
einfacheinfachleben
10. Februar 2014 um 23:09

Ich finde auch, dass die Schule selbst mich viele wesentliche Dinge des Lebens nicht gelehrt hat …

Glücklicherweise war und bin ich neugierig genug, in Vergangenheit und Gegenwart meine Zeit zu nutzen und mir mein benötigtes – das, was ich für meinen Weg als wesentlich erachte – Wissen selbst anzueignen. Dazu gehört u.a. das Lesen von Blogs wie den Deinigen, die direkt und offen Themen ansprechen, die woanders leider nicht als „der Rede wert“ angesehen werden … und es doch so sehr sind!

Viele Grüße aus Berlin,
Anja

Antworten
Jörg
10. Februar 2014 um 21:16

Klasse Markus,

besser als manch eine Parodie. Super pointiert. Eigentlich ist es ein trauriges Thema, weil zu viele ihre Gefangenschaft im Hamsterrad nicht begreifen und vermutlich auch nie bgreifen werden. Dank Deinem Schreibstil konnte ich lachen! Geistreich auf den Punkt gebracht, sehr gut gemacht.

Gruß… Jörg

Antworten
Robert
10. Februar 2014 um 19:15

Hi,

danke für diesen genialen Artikel. Hilft mir gerade sehr weiter. Danke

lg Robert

Antworten
Alt Mylène
10. Februar 2014 um 18:54

Hallo Markus

Wieder einmal erste Sahne, dein Artikel.

Sich organisieren, lässt sich lernen 🙂
In jedem Alter. Der richtige Moment ist immer genau jetzt!
Glücklicherweise bedeutet einmal Hamsterrad nicht für immer Hamsterrad.

Aufgeräumte Grüsse aus der Schweiz
Mylène

Antworten
nadja
10. Februar 2014 um 17:45

Hi Markus,
die Liste mit den Dingen, die du nicht in der Schule gelernt hast, sollte mit Unterschriften Gleichgesinnter raus an diverse Kultusministerien. Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Schule versucht uns zu willigen, stets reibungslos funktionierenden Systemstützen zu erziehen, nicht zu kritischen, eigenständig denkenden und handelnden Wesen. Danke für den Artikel!
Nadja

Antworten
Ute
10. Februar 2014 um 16:40

Hallo Markus,
Ja! Dein Blog ist ein echtes Highlight in der Blogwelt.
Zu Deinem Punkt „Scheitern = Gib leicht auf“ fällt mir spontan einer meiner Lieblingszitate ein…“Ist Dein Traum leicht zu erreichen, dann ist es noch nicht Dein Traum“
Schöne Grüße
Ute

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:39

danke ute für dieses lob. sowas freu mich immer sehr!
lg m

Antworten
Nicole Bohlmann
10. Februar 2014 um 16:23

Hallo Markus,

dein Artikel holt mich mal wieder genau da ab, wo ich gerade bin. Danke!
Ich arbeite als Lehrerin an einem Gymnasium in Deutschland und liebe es, Kinder und Jugendliche zu begeistern und bei ihrer Entwicklung mit dabei zu sein. Doch das System Schule, das in der Industrialisierung ihren Ursprung hat, fördert vieles, das von essentieller Bedeutung für die Menschwerdung und den „Erfolg“ im Leben ist, nicht, genau wie du es angesprochen hast.
Das zu erkennen, macht keinen Spaß bzw. raubt mir die Freude an meinem Tun, denn am System konnte ich im letzten Jahrzehnt nicht ändern und ich glaube mittlerweile, das muss auch nicht meine Aufgabe sein.
Allerdings wäre es wünschenswert, nein, grandios, eine „Schule in richtig“ zu gründen. Eine Rebellion gegen das Hamsterrad „Schule“ .
Oje, jetzt bin ich vermutlich meinen Job los! 😉
Es herzt dich,
Nicole

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:38

oh ja gegen schule & co rebellieren wäre was, ben ist schon dran: http://anti-uni.com/
lg m

Antworten
Nils Terborg
10. Februar 2014 um 12:59

Hi Markus!

Oh oh, da sprichst du aber ein heikles Thema an. Ich stimme dir in jedem Punkt zu, obwohl meine Freundin Lehrerin ist. Allerdings wird sie es glaube ich besser machen. Und genau da möchte ich ansetzen:

Wie bekommt man es hin, nicht nur aus dem System auszusteigen, sondern es – im Einvernehmen mit allen „Teilnehmern“ – zu ändern?;-]

Spannende Sache!

Viele Grüße,

Nils

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:37

ich glaube das hamsterrad wird sich von selbt ändern, wenn zuwenige mitspielen… 😉
lg m

Antworten
Stefan
10. Februar 2014 um 12:25

Danke Marcus!

Wie heißt es im Hamsterrad-Jargon, „da gehe ich d’accord“. Ich habe auch studiert und musste genau das Selbe feststellen. Was wäre wenn … wenn ich bereits in jungen Jahren mehr über mich erfahren hätte?! So musste ich alle von dir genannten Punkte selbst erfahren. Aber besser so, als nie.
Danke für deine Unterstützung!

Stefan

Antworten
Corinna Ernst
10. Februar 2014 um 12:22

Hallo Markus,

Deine Beiträge sind ein echter Gewinn! Auch dieser Artikel bringt die typischen Verhaltens- und Denkweisen wieder herrlich auf den Punkt. Ich hab mich recht schnell ertappt gefühlt und keine Ahnung, wieso eigentlich. 😉

Besten Gruß von Corinna

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:36

sorry fürs ertappen 😉
lg m

Antworten
Ben
10. Februar 2014 um 11:52

Hey Markus,

guter Artikel – mir gefällt vor allem der Ausflug am Anfang über Deine Schulzeit. Im Endeffekt möchte uns das System eben zu einer bestimmten Sorte Mensch „heranzüchten“. Und die sind eben nicht selbstständig oder kreativ-innnovativ, sondern hören auf das was man ihnen vorgibt und lassen sich mit Boni etc. motivieren.

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:36

dachte mir, dass dich der anfang ansprechen wird 😉
lg m

Antworten
Susanne Staeudel
10. Februar 2014 um 11:51

Haha, sehr schön den Finger in die Wunde gelegt!
Aber auf nett und mit Humor.

Antworten
Heinz Bachmann
10. Februar 2014 um 11:02

Lieber Markus

Danke für all Deine Blogs. Am liebsten würde ich auf jeden Antworten. Aber das geht halt nicht. Doch diese 4 Minuten habe mich mir genommen, weil mich eigentlich alles interessiert, was Du schreibst.

Leider ist es genau so wie Du schreibst. Ich habe über 5’000 Menschen in die Arbeitswelt integriert. Heute muss ich leider sagen – zurück ins Hamsterrad gebracht -. Nein, ich habe gar kein schlechtes Gewissen. Diese leute zahlen alle wieder schön steuern. Also habe ich auch Steuerzahler produziert. Soweit so gut.

Mir ist aber aufgefallen, dass ich immer wieder die von Dir erwähnten „Glaubenssätze“ gehört habe. Und zwar fast jeden. Einige haben die Stelle auch wieder verloren. Warum? Auch da gibst Du die genau richtigen Antworten.

1. Sie haben nicht aus ihren Fehlern gelernt
2. Sie ziehen das Negative förmlich an, weil sie nur negativ denken.
3. Sie wollen gar nicht aus der Komfortzone raus (immer den leichtesten Weg gehen).

Ja, auch ich habe in der Schule nur „banales“ (gut 10% konnte ich für mein Leben schon gebraucht!!) Aber ansonsten waren die ersten 20 Jahre meines Lebens (ich hoffe meine Eltern verzeihen mir) sowas von „fremdbestimmt“. All die Leitsätze von meinen Eltern, Lehrern und sonstigen Miterziehern brachten mir nicht wirklich erfrischende Erkenntnisse. Aber es hatte auch sein Gutes. Ich lernte immer mehr, auf mich zu hören, mein Bauchgefühl ernst zu nehmen, zu tun und lassen was ich will, nicht mehr auf Nachbarn und Besserwisser zu hören – und siehe da – Das Leben wurde immer interessanter, freier und schöner. Heute mit 63 Jahren freue ich mich auf weitere 37 schöne, spannende und „erfolgreiche“ Jahre.

Und das Schönstge: Ich muss gar nichts aufschreiben, was ich weitergeben möchte. Denn Du, lieber Markus machst das für mich so ausgezeichnet, dass ich Dich nur immer wieder gerne weiterempfehle.

Übrigens das letzte Wochenende war herrlich. Das erste Mal in Wien. Und es wird nicht das letzte Mal sein.

Alles liebe und Gute und weiterhin viel Freude an dem was Du tust. Grüsse auch Deinen Geschäftspartner. Ich denke, ihr beide sind ein echtes „Dream-Team“. Gratulation.

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Heinz Bachmann, Trainer + Coach

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:35

lieber heinz, danke für das feedback und deine sehr persönlichen ergänzungen!
lg m

Antworten
Marion
10. Februar 2014 um 10:24

Höre ich da ein bisschen Ironie raus?
Finde ich gut, zumal jeder Punkt ins Schwarze trifft.
Mal wieder etwas Futter um den ewigen Besserwissern
Contra geben zu können.
Vielen Dank dafür und eine Schöne Woche in..wo jetzt gerade?
Marion

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:34

ironie? nie!!! 😉
Lass es dir gut gehen!
m

Antworten
Elisabeth
10. Februar 2014 um 10:08

Made my day! Thx

Antworten
Markus Cerenak
25. Februar 2014 um 23:34

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

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