Selbstbestimmung: Die erste und wichtigste Abhängigkeit lösen – die von deinen Eltern

Selbstbestimmung

Selbstbestimmung ist mein Credo und sie zu erzielen der wichtigste Rat, den ich dir mit auf den Weg geben möchte. Abhängigkeit ist das Gegenteil von Selbstbestimmung. Ungewollt sind wir alle in einem Netz verschiedener Abhängigkeiten verstrickt, und die erste ist die, welche uns mit unseren Eltern verbindet. 

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Von den Eltern abhängig – am Anfang ganz natürlich  

Natürlich wachsen wir im Bauch unserer Mutter heran und können nur durch die Fürsorge unserer Eltern zu erwachsenen Menschen werden. Die Personen, bei denen die Eltern diese Fürsorge nicht leisten konnten, haben oft das ganze Leben damit zu kämpfen. Deswegen können wir froh sein, wenn unsere Eltern alles gegeben haben, um uns groß zu bekommen. 

Loslassen ist eine schwere Aufgabe, da sind auch unsere Eltern nicht immer perfekt. Oft wollen sie uns noch ein wenig länger festhalten… manchmal am liebsten für immer. Das liegt daran, dass sie sich so mit ihrer Elternrolle identifizieren, dass sie nicht wissen, wer sie ohne uns eigentlich sind. So kommt es zu Konstellationen, dass manche „Kinder“ noch mit Mitte 40 zu Hause wohnen, bekocht werden und nicht einmal ihre Wäsche selbst waschen müssen. Vielleicht sind sie sogar im Job einigermaßen erfolgreich, doch an diesem Punkt in ihrem Leben schaffen sie es nicht, selbstbestimmt zu leben.

Was ist denn so schlimm daran, nicht loslassen zu wollen?

Ehrlich, niemand möchte als Erwachsener noch wie ein Kind behandelt werden. Man kennt es von den jährlichen Familientreffen, wenn man sich ungebetene Tipps und Ratschläge anhören muss oder die Einstellung des Gegenübers auf das eigene Leben projiziert wird. Auf der einen Seite ist es ganz normal, dass man für seine Eltern (und die anderen Verwandten) eben immer das Kind bleibt. Im Alltag muss diese Beziehung aber irgendwann getrennt werden, sonst kommt es niemals dazu, dass du erwachsen werden kann.

Kannst du dir einen Top Manager vorstellen, der bei seiner Mama wohnt? Einen wirklich erfolgreichen Entrepreneur, der sich nicht einmal selbst das Essen kochen kann? Ich nicht!

Selbstverständlich sind Menschen, die sogar zum Ausziehen zu bequem sind, auch in ihrem beruflichen Leben nicht wirklich erfolgreich. Sich auf einen eigenen Weg zu machen, das Hamsterrad zu verlassen und selbstbestimmt zu sein ist nämlich zunächst einmal unbequem, vielleicht sogar riskant. Zum Erwachsenwerden gehört die Abnabelung dazu, darum sind Teenager so stachelig wie Kakteen.

Insofern ist es egoistisch von klammernden Eltern, ihren Nachwuchs nicht in das „echte Leben“ entlassen zu wollen. Genau das ist ja das eigentliche Ziel von Elternschaft, nicht, seine Angst vor Einsamkeit und Langweile durch das „Kind“ zu stillen. 

Der erste Schritt zur Unabhängigkeit von den Eltern: praktisch

Ich möchte dir raten, so früh wie möglich deinen eigenen Weg einzuschlagen. Hast du Eltern, die zum Klammern neigen, versuche in einer anderen Stadt zu studieren oder dort deine Ausbildung zu machen. 

Dieser erste große Schritt in dein eigenes Leben ist unendlich wertvoll für deine weitere Entwicklung, denn er wird dir zeigen, dass du alles machen kannst, wenn du nur willst. Das bedeutet nicht, den Kontakt zu den Eltern ganz abzubrechen oder niemals Hilfe von ihnen anzunehmen – es kann auch im Erwachsenenalter immer einmal dazu kommen, dass du ihre Hilfe brauchst. Ebenso werden sie dich irgendwann brauchen. 

Aber kauf dir ein eigenes Bügeleisen und mach deine Wäsche, lerne kochen und wie man ein Loch in die Wand bohrt, damit du das Gefühl haben kannst, dein Leben in den eigenen Händen zu haben.

Der zweite Schritt zur Unabhängigkeit von den Eltern: emotional

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Den ersten Schritt in die Unabhängigkeit meistern die meisten Menschen noch recht einfach – doch dieser zweite Schritt, die Entflechtung der  emotionalen Abhängigkeiten, ist wesentlich schwieriger zu verwirklichen. 

Irgendwann beginnt man, seine Kindheit und den Verlauf des bisherigen Lebens zu reflektieren und zu erkennen, welchen Anteil die Eltern auch an den ungesunden Entwicklungen hatten. Natürlich, Eltern sind nicht perfekt und machen Fehler, und unter manchen dieser Fehler hast du ein Leben lang zu leiden oder brauchst lange, um sie zu verarbeiten. 

Dann aber dauerhaft sauer auf seine Eltern zu sein und sie für alles verantwortlich zu machen, was nicht nach Wunsch läuft, ist ebenfalls ein Anzeichen für emotionale Abhängigkeit und hindert dich daran, dein ganzes Potenzial zu entfalten.

Wie kann man die Eltern loslassen, und gleichzeitig festhalten?

Manche Menschen möchten aus Gründen die Beziehung zu ihren Eltern ganz abbrechen – das ist völlig in Ordnung und manchmal der einzige Weg. Viele erkennen aber auch, dass die Eltern sowohl Gutes als auch Schlechtes getan haben, dass sie also einfach ganz normale Menschen sind, so wie du selbst. 

Erkennst du das, kannst du anfangen, deine überzogenen Erwartungen aufzugeben und dich von dem Gedanken zu lösen, dass sie für dein Scheitern oder deine eigenen Probleme verantwortlich sind. Natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen, das ihm oft von der Familie auf den Rücken geschnürt wird, doch am Ende liegt die Verantwortung, was du aus seinem Leben machst, ganz bei dir selbst. 

Erst diese Erkenntnis bringt Autonomie und das Bewusstsein, nicht an die Begrenzungen anderer gebunden zu sein, und ermöglicht gleichzeitig, ein gesundes Verhältnis zu seinen Eltern leben zu können. Get free!

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

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Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

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