Selbstoptimierung unlimited

Selbstoptimierung

Lebst du schon oder optimierst du dich noch?

Persönlichkeitsentwicklung ist ja heutzutage schon mehr oder weniger selbstverständlich geworden.

Kaum jemand ist noch so wie Gott ihn schuf oder redet noch so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, sondern jeder versucht das Beste aus sich herauszuholen, sozusagen die beste Version seiner Selbst zu werden.

Das klingt ja auch erstmal richtig und gut und richtig gut! Die Frage ist nur, wie weit und wohin führt das. Nicht nur für den einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft im Allgemeinen.

Gehörte es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, vor allem in Amerika zum guten Ton einen Psychiater zu haben, ist es heute der Coach.

Jeder, der sich persönlich weiterentwickeln möchte, hält erstmal Ausschau nach einem Coach. Das Angebot ist groß. Denn das Internet ist voll von Menschen, die anderen zeigen möchten wie „es“ geht.

Es ist also nicht schwierig einen Coach zu finden, sondern den „richtigen“. Den richtigen Coach für die aktuelle Lebenssituation und dem angedachten Ziel.

Einer, der  einen Zugang zu den eigenen Vorstellungen findet und einen anspricht und bestenfalls noch Erfolge vorweisen kann.

Was aber soll denn eigentlich das Ziel sein? Gibt es überhaupt eins? Welches ist es?

Und woran merkt man, dass man es erreicht hat? Wann sagt man selbst: „Es ist genug“ oder wer darf das, sagen, wann man genug ist?


Wessen Ansprüchen will man denn eigentlich gerecht werden? Fremden oder den eigenen? Oder muss man ewig weitermachen, immer schneller, höher, weiter, eben unlimited?

Gibt es für die Selbstoptimierung Grenzen?

Man braucht ja nur Musik einzuschalten. Es dauert gar nicht lang, dann ertönt es schon wieder:

„Hör auf dein Herz!“ Was dann leider nicht mehr gesungen wird: „Aber nimm deinen Verstand mit!“ Manchmal frage ich mich, ob ein Teil der Unzufriedenheit mit dem Selbst nicht auch auf solche Texte, die sicher einst mit den besten Absichten geschrieben wurden,  zurückzuführen ist und ob diese Art Musik nicht manchmal mehr Schaden als Nutzen bringen kann.

Alles fängt mit Selbstliebe an, das ist die erste Lektion, die ausnahmslos jeder Coach predigt. Wobei das schon die erste Hürde ist, die man ganz unterschiedlich nehmen kann.

Persönlich ziehe ich den Begriff Selbstakzeptanz vor, aber das ist natürlich Geschmackssache und tut dem Ergebnis sicher keinen nennenswerten Abbruch.

Selbstliebe kann, für meinen Geschmack  schnell ins Narzisstische abgleiten, in eine Form der Selbstverliebtheit, die in ungesundem Egoismus münden kann. Wobei auch hier wieder die Frage ist:

Wieviel Egoismus ist eigentlich gesund?

Selbstoptimierung
scottwebb / Pixabay

Spätestens, wenn man sich fragt, warum sich der Großteil der Menschen abwendet, so man das noch merkt, kann man sich entweder einreden, „die kommen halt nicht mit der Veränderung klar“, was sicher auch ein Grund sein kann.

Oder man kann ja vielleicht auch mal reflektieren, ob es schöner ist extrem großartig  aber einsam zu sein oder ob man vielleicht einen Gang zurückschaltet um wieder Teil eines Teams zu sein und dafür auch mal bereit ist, einen Kompromiss einzugehen.

Aber wie wichtig ist es denn überhaupt, Teil eines Teams zu sein?

Passender Artikel:  Lebenserfahrung: 10 Dinge, die du nicht in der Schule gelernt hast

Auch wenn das Ziel ist, sich selbst genug zu sein und niemanden mehr zu brauchen, finden es die meisten Menschen dann doch wieder nett, wenn  sie jemanden um sich haben. Wir sind doch nun mal Herdentiere!   😉

Es gibt da so einen fiesen Spruch:

„Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht“

Entbehrt statistisch gesehen einer gewissen Logik nicht. Aber ist das wirklich erstrebenswert?

In was für einer Welt würden wir leben, wenn wirklich jeder nur Scheuklappen auf und los, egoistisch und rücksichtslos nur noch seine eigenen Ziele verfolgt und stets auf den eigenen Vorteil bedacht ist?

Im Grunde ist Persönlichkeitsentwicklung eine Gratwanderung

Man hört es immer und überall, dass die Welt und vor allem der Umgangston rauer geworden ist. Wobei, dieses „früher war alles besser“ gerede, gab es ja immer schon.

Zudem ist man heute durch die Medien einfach überinformiert. Wenn sich Greta früher mit ein paar Klassenkameraden in Stockholm zur Klimaschutzkundgebung getroffen hätte, hätte davon wahrscheinlich kaum ein Mensch außerhalb Schwedens viel mitgekriegt oder das allenfalls als Randnotiz vernommen.

Heute, durch das Internet erfahren solche Dinge ganz andere Ausmaße, sowie eben auch die Reaktionen darauf, mit den nicht so schönen Hasskommentaren gegen das Mädel.

Ein lieber Bekannter praktiziert den Grundsatz, alles „zum höchsten Wohl aller Beteiligten nach Bedarf und Notwendigkeit“ abzuwägen.  Das ist so ein schöner Satz, dass ich ihn hier zitieren möchte.

Damit schließt man sich ein, ohne die anderen auszuschließen. Klingt doch perfekt!

Wenn jeder danach handeln würde, bräuchten wir dann überhaupt noch die klassische Persönlichkeitsentwicklung?

Eigentlich hört es sich so an, als wenn das die höchste erreichbare Stufe des Daseins als Mensch, das Ziel sein könnte. Aber wie erreicht man das denn nun?

Hilfreich finde ich persönlich auch NLP,  Neuro Linguistisches Programmieren.

Es gibt viele gute Coaches im Internet, die einem die Grundlagen sowohl online, als auch in Kursen näher bringen.

NLP tut keinem weh

Selbstoptimierung
StockSnap / Pixabay

Und setzt da an, wo man Veränderung optimaler Weise beginnen sollte, bei sich selbst.

Es ist, wie ich finde relativ leicht zu erlernen und vor allem direkt umzusetzen. In meinem nächsten Artikel werde ich euch ganz praktisch von einem Wochenende berichten, einmal ganz klassisch und einmal mit NLP Sichtweise.

Ich denke, damit kann man ganz gut vermitteln, worum es geht. Und wenn man das einmal verinnerlicht hat, kann man eigentlich direkt leben und muss sich nicht mehr ständig weiter optimieren.

Während ich an diesem Artikel geschrieben habe, hat Markus eine kleine Videoreihe erstellt, die im Grunde auch auf Unterstützung zur Persönlichkeitsentwicklung hinausläuft, die die treuen Newsletter Abonnenten sicher auch erhalten haben.

Bis zum Erscheinungstermin des Artikels ist diese abgeschlossen, darum greife ich hier auch nicht vor. Aktuell gibt es erst Zugriff auf Video 1 und 2 von 4, aber ich bin sicher, dass der Lifestyle Campus einen auch einen ordentlichen Schritt voran bringen kann! Und vielleicht löst sich dort ja auch Frage nach dem, wann es genug ist, auf.

Ich zumindest, bin sehr gespannt und bleibe dran!

Und wenn euch vor lauter Selbstoptimierung der Kopf raucht, einfach mal abtauchen: RiRaReiseblog

Viele Grüße, €[email protected]

Artikel von

Manuela Stockmann

Manuela Stockmann

Eine eigentlich klassische Hamsterradlaufbahn. Schule, Ausbildung, Beruf (unter anderem als kfm. Angestellte in einer Immobilienfirma, Bankangestellte). Bewusster Wechsel in Teilzeit, um mehr Zeit und vor allem noch Energie für Familie, Freunde, Hund und Hobbies zu haben. Nach Eltern(aus)zeit Rückkehr in das Hamsterrad. Unter anderem Schwerpunkt Seminarorganisation, später Assistenz und Office Management. Mit der Zeit kam die Kreativität: Grundkurs HTML/CSS Programmierung, ehrenamtliche Unterstützung einer Familienwebseite im Internet (HTML), sowie Betreuung von Grundschulkindern im Antolin Lese Lernprogramm am PC. Verfassen von Kurzgeschichten und Artikeln. Aufbau einer nicht kommerziellen Internetseite, mein kleiner RiRaReiseblog, in dem ich über persönliche Erlebnisse und Eindrücke von einigen schönen Flecken dieser Welt und dem für mich schönstem Hobby überhaupt schreibe. Die Sprachkenntnisse in Englisch, sowie Grundkenntnisse in Französisch, Italienisch und Niederländisch haben bisher ausgereicht, um an den besuchten Zielen in der Welt zurechtzukommen. Des Weiteren mag ich alles, was man am, im und auf dem Wasser tun kann.

2 Antworten

  1. Die Klammersetzung egoistisch = rücksichtslos ist absolut falsch.
    Erst wenn es mir gut geht, ist Energie für andere da.
    Mit der Gruppe zu gehen ist ein 68-er-Umerziehung und eher eine feminine Weltsicht,
    sh. auch Howard Dare.
    Wenn ich ein Herdentier werde, wird irgendjemand diese Herde führen – gegen meine Interessen unter dem Deckmantel eines Allgemeininteresses.
    Ein Anpassung (in der „falschen“ Herde= Beergroup statt Peergroup) verwässert die eigene Entwicklung.
    Wer mit der Gruppe geht hat Angst alleine zu sein.
    All-ein = bei Zarathrustra: Ich bin der Magier, ich leuchte mir meinen Weg selbst
    (Bildnis mit Windlicht an einem langen Stock).
    Seit die Menschheit besteht, wird das Individuum bekämpft, insbesondere wird es
    (wie beim Single) als zu ändernder Zustand beschrieben und mit einer Motivationsstruktur
    unterlegt (überzeugt, Swinging , traurig)…. was daran liegt, dass ein Einzelner fast nicht
    kontrolliert werden kann – von Georg Elser bis Halle.
    Bleiben wir doch mal bei Sinatra und Lindenberg/my way/eigenes Ding
    und dann ziehe ich ganz andere Menschen an… in der „Vereinsamungsphase“ bei Veränderung ist der Schnitt jedoch nicht bereit, den Veränderungsschmerz zu ertragen und knickt ein; Und deshalb machen 70% im selben Job wie der Frosch in der Ackerfurche Dienst nach Vorschrift und nur ein Siebtel ist nach Gallup motiviert.
    MfG
    Jürgen
    P.S.: Kaufen Sie sich die Egoistenbibel von Joseph Kirschner, Erstauflage etwa 1979,
    wollten die Bischöfe verbieten lassen…

  2. Hallo Manuela!

    Schön gesagt!
    Ich glaube wir sind einfach in einer Zeit angekommen, in der wir den Luxus haben uns über unsere eigene Entwicklung klar zu werden. In einer hypothetischen Zukunft werden die meisten klassischen „Hamsterrad-Berufe“ durch Maschinen oder Programme erledigt werden und dann gilt es unsere frei gewordene Zeit sinnvoll zu nutzen.
    Und auch unsere Art zu arbeiten ist komplexer geworden. Mehr Multitasking, mehr Verantwortung, mehr Wissen und Fähigkeiten. Das geht irgendwann ohne Optimierung nicht mehr.
    Was nicht heißt das man sich zu Tode optimieren sollte. Mit sich selbst zufrieden sein und an sich arbeiten ist was Schönes. Es macht eben einen großen Unterschied ob es aus dem Mangel („ich bin nicht gut genug“) oder der Fülle („ich bin gespannt was ich noch kann“) heraus geschieht.

    Grüße, Jessica

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Manuela Stockmann

Manuela Stockmann

Eine eigentlich klassische Hamsterradlaufbahn. Schule, Ausbildung, Beruf (unter anderem als kfm. Angestellte in einer Immobilienfirma, Bankangestellte). Bewusster Wechsel in Teilzeit, um mehr Zeit und vor allem noch Energie für Familie, Freunde, Hund und Hobbies zu haben. Nach Eltern(aus)zeit Rückkehr in das Hamsterrad. Unter anderem Schwerpunkt Seminarorganisation, später Assistenz und Office Management. Mit der Zeit kam die Kreativität: Grundkurs HTML/CSS Programmierung, ehrenamtliche Unterstützung einer Familienwebseite im Internet (HTML), sowie Betreuung von Grundschulkindern im Antolin Lese Lernprogramm am PC. Verfassen von Kurzgeschichten und Artikeln. Aufbau einer nicht kommerziellen Internetseite, mein kleiner RiRaReiseblog, in dem ich über persönliche Erlebnisse und Eindrücke von einigen schönen Flecken dieser Welt und dem für mich schönstem Hobby überhaupt schreibe. Die Sprachkenntnisse in Englisch, sowie Grundkenntnisse in Französisch, Italienisch und Niederländisch haben bisher ausgereicht, um an den besuchten Zielen in der Welt zurechtzukommen. Des Weiteren mag ich alles, was man am, im und auf dem Wasser tun kann.

Über die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad

Markus Cerenak hat gemeinsam mit seinen Lesern die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad angezettelt. Wenn auch du in einem Hamsterrad sitzt und raus willst, dann klicke unten auf den Button!

STORYTELLing im online business

Teilen
Pin
Twittern
WhatsApp