Selbstwertgefühl verbessern: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich

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Selbstwertgefühl

Das Thema Selbstwertgefühl begegnet dir ständig. Vieles in unserem Alltag, in unserer Gesellschaft ist darauf ausgerichtet: Nämlich auf den Vergleich.

Das „Der hat was, was ich nicht habe“-Denken. Und genau aus diesem Grund, nämlich der „Das will ich auch haben und tun“-Denke, sind wir bereit, uns im Hamsterrad aufzuhalten.

Sei mal ehrlich zu dir: Wie oft schielst du verstohlen zu einem anderen Menschen hinüber und denkst dir:

  • Warum hat er das?
  • Warum kann sie das?
  • Warum hat er es schon so weit gebracht und ich bin noch immer nicht weiter?
  • Warum fällt ihr alles in den Schoß und bei mir ist das so mühsam?

Und wie oft entwickelt sich aus diesem Schielen ein negatives Gefühl des Mangels? Und wie schnell beneidest du dadurch jemanden? Und wie oft keimt dadurch Neid auf?

Das ist kein Vorwurf. Ausnahmslos jeder Mensch ist in Situationen, wo diese Gedanken durch den Kopf schießen.

Wir sind so programmiert. Immer aufschauen, immer jemand suchen, der dich kickt, dich weiterbringt, dich besser werden lässt.

Ich kenne den Einwand, der jetzt kommt:

Aber nein, Markus, das ist kein Neid. Das sind dann eben Vorbilder, denen man nacheifert. Gegen Vorbilder-Haben ist doch nichts einzuwenden!

Selbstwertgefühl und das Problem mit Vorbildern

Brechen wir es mal gemeinsam runter. Was bedeutet es, ein Vorbild zu haben? Distanziert und von außen betrachtet ist ein Vorbild jemand, der besser ist, weiter ist, der etwas kann, hat, tut, weiß und du nicht. Jemand, wo du dir denkst:

„Das will ich auch“

„So will ich auch sein“.

Das führt zu zwei Problemen.

Selbstwertgefühl

Erstens:

Du sagst unbewusst zu dir selbst:

Ich bin nicht so, wie ich sein sollte. Mir fehlt etwas.

Du machst dich klein, mangelhaft, unvollkommen. Kleines Detail am Rande: Dadurch entwickelt sich auch unser Konkurrenz-Denken. Du denkst, dass das, was du tust, nicht gut genug ist.

Du nimmst Vorbilder so als vollkommen an, dass du abkupferst. Auch ich war dort. Auch ich habe diese Fehler gemacht. Indem ich mich zu viel darum gekümmert habe, was andere tun und was andere erfolgreich macht.

Ich habe viel aus dieser Denke gelernt und meine Konsequenzen daraus gezogen.

Denn dadurch tust du Dinge, die nicht aus dir kommen, die nicht du sind, sondern die eine Reaktion sind. Eine Reaktion auf das, was andere tun, was andere erreichen, was andere sind. Somit ein siegessicherer Weg, unauthentisch zu sein.

Zweitens:

Du erkennst die Unterschiede zwischen dir und dem Vorbild. Du vergleichst dich mit dem Vorbild und misst ganz genau, was dir noch fehlt, um auch so zu sein.

Sorry, aber das geht einfach nicht. Willst du wirklich GENAUSO sein?

Denn das Ding mit dem Vorbild hat einen erheblichen Nachteil.

Es funktioniert nicht. Denn dein Selbstwertgefühl wird dadurch im Mitleidenschaft gezogen. Und zwar gehörig.

Denn um vergleichen zu können und dann „auch das zu haben“, müsstest du gleich sein.

Also gleiche Eltern, gleiche Erziehung, gleiche Freunde, gleiche Ausbildung, gleiches Aussehen, gleiches Denken, gleiches, gleiches, gleiches.

Und selbst wenn all das gleich wäre (was extrem unwahrscheinlich ist), bist du noch immer nicht gleich. Weil dein Vorbild dein Vorbild ist. Und du bist du.

Reinhard Sprenger hat in seinem sensationellen Buch „Die Entscheidung liegt bei dir“ (mein erklärtes Lieblingsbuch – kommt noch weit vor der „4-Stunden-Woche“ und dem ganzen anderen neumodischen Zeug) einmal geschrieben:

Der Tod jedes Glücks ist der Vergleich.

Zufriedenheit mit dir und mit dem, was du hast und bist, verschwindet auf der Stelle spurlos, wenn der Vergleich auf den Plan kommt.

Wie schon oft erwähnt, geht es im Hamsterrad nämlich um Leistung.

Ich habe dir dazu auch ein Video gemacht:

Die andauernde Alltags-Challenge und der falsche Motivationfaktor “Status”

Mit dem Leistungsdruck, den wir uns selber durch diese Vergleiche machen, ist es nicht getan. Ein mindestens genauso wichtiger Faktor ist das, was andere über dich denken.

Zum Beispiel sind wir, was unsere Freizeitbeschäftigungen angeht, stets im Wettbewerb mit anderen.

Facebook ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

Warum posten Menschen ihren jeweiligen Status? Warum geben sie an, wo sie gerade sind, was sie gerade tun und vieles mehr?

Es gibt nur einen einzigen Grund: Bestätigung.

Sie wollen damit ihr Selbstwertgefühl steigern. Facebook funktioniert deswegen so großartig, weil es zwei wichtige Bedürfnisse des Menschen befriedigt.

Das Bedürfnis sich mitzuteilen und das Bedürfnis gehört zu werden. Wer auf Facebook etwas postet, möchte, dass es andere sehen.

Und noch viel mehr will man Anerkennung. Indem die „Freunde“ auf „Gefällt mir“ klicken, kommentieren oder teilen.

Um nichts anderes geht es. (Mehr Tipps rund um das Thema findest du hier, bei den Kollegen der Karrierebibel)

Eines steht fest: Das ist kein neuer Trend, er hat nur eine außergewöhnliche Ausformung durch Facebook bekommen. Menschen tun Dinge (vor allem in ihrer Freizeit), um ein „Schulterklopfen“ von anderen zu ergattern.

Spannend ist, dass viele für die Freizeit oftmals Geld ausgeben, das sie nicht haben, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen.

Und um entertainmenttechnisch die Nase vorne zu haben und freizeitmäßig den anderen zu übertrumpfen, wird nichts unversucht gelassen.

„Man gönnt sich ja sonst nichts“ oder „Das hab ich mir verdient nach den ganzen Strapazen“.

Für mich hat das alles wenig mit „Lass es dir gut gehen“ zu tun, sondern mit „Ich möchte auch zeigen, was ich kann und bin“.

Somit am Ende des Tages wieder ein Vergleich.

Jetzt werden sich vielleicht einige denken:

Aber durch den Vergleich, durch Vorbilder und Role-Models entwickelt sich für mich die Energie, ins Handeln zu kommen. Wenn andere besser sind, dann motiviert mich das.

Mehr Selbstwertgefühl

Die Fremdmotivation

Das Thema wäre einen eigener Blogartikel wert und wird es wohl auch in Kürze werden.

Für heute stelle ich einfach die Frage:

Ist es gut, wenn es Impulse von außen braucht, damit du handelst?

Unter Impulse von außen verstehe ich die ganze Range: Von Kritik und Feedback über Motivation bis hin zu Lob und Belohnung.

Ich möchte hier keine Antwort geben. Vielleicht gibt sie dir dein Unbewusstes gerade selbst.

Nur was ist der Weg aus dem Echtzeit-Instant-Dauer-Vergleichs-Challenge-Konkurrenz-Ding?

Das Ende des Konkurrenzdenkens: Der eigene Maßstab und unvergleichlich sein

Einfach mal kurz innehalten und dir klar werden:

Mich gibt’s nur einmal.

Somit kann alles an Vergleichen nur ein Irrtum sein.

Ich verrate jetzt hier in diesem Blogartikel ein großes Geheimnis:

All das, was ich tue, ist nicht neu. Egal ob Blog, Podcast, eBook, eKurs, Coaching, Seminare & Co:

There is nothing new under the sun.

Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden. Es geht nicht darum, die ultimative Idee zu haben, die niemand davor hatte. Es geht nicht darum, die perfekte Marktnische zu finden, wo noch niemand vorher war.

Und es ist egal, ob wir von Business-Themen sprechen, von zwischenmenschlichen Beziehungen oder von ganz persönlichen Themen.

Es geht überall darum, den „normalen“ Dingen seinen eigenen, ganz individuellen Stempel aufzudrücken. (Das Angenehme: Dein Selbstwertgefühl wir da gleich mit gestärkt. Quasi als Nebeneffekt)

Unvergleichlich zu werden.

Ein Einzelstück.

Ein Unikat.

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

Dieser Artikel wurde am 11. Jun 2018 aktualisiert.

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