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Selbstzweifel überwinden: Eine einfache Anleitung, wie du mehr an dich glaubst.

Selbstzweifel

Kennst du das? Wenn du nach einer Entscheidung ewig rum grübelst, ob es die richtige war?

Besonders wenn es um etwas so Wichtiges geht, wie dich aus deinem Hamsterrad zu befreien und dein eigenes Ding durchzuziehen, hast du stets als erstes im Kopf: Was passiert, wenn ich scheitere?

Denn es steht viel auf dem Spiel.

Das traurige am dauernden zweifeln ist, dass sie sich leider nur allzu oft als wahr erweisen. Nämlich weil du mit deiner Denkweise die negative Entwicklung quasi magnetisch angezogen hast.

Klar ist eines: Du kannst aktiv gegen deine Selbstzweifel ankämpfen. Mit der richtigen Einstellung entwickelst du nicht nur bessere Fähigkeiten, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, sondern dein Selbstbewusstsein baut sich Schritt für Schritt auf und deiner Unsicherheit lässt nach.

Versuche einfach mal diese kleinen Schritte um deinen inneren Kritiker ein wenig in die Schranken zu weisen und durch mehr Selbstvertrauen deine Selbstzweifel loszuwerden. Hier eine kleine Liste auf deine Frage „Was was tun gegen Selbstzweifel?“

Selbstzweifel überwinden – Die 5 Strategien:

Drücke auf die Pause-Taste.

Das ist überhaupt eine der wichtigsten Fähigkeiten in allen Lebensbereichen. Kurz mal innehalten und die Lage checken.

Reflektiere woher die Selbstzweifel kommen und welche Ereignisse in der Vergangenheit diese auslösen. Denn Selbstzweifel kommen einfach daher, dass du mal bei irgendetwas gescheitert bist und du denkst, das sich das einfach immer wieder wiederholt.

•Bist du gut darin, dich selbst runter zu machen? Vielleicht wiederholst du einfach nur unterbewusst ein negatives Mantra, dass dich davon abhält einen Schritt nach vorne zu machen und die Selbstzweifel in dir weiterhin lodern lässt, wie ein Lagerfeuer, dass über Nacht nicht ausgehen soll.

Negative Glaubenssätze  wie „Ich kann das nicht“ oder „Ich bin nicht gut genug“ spuken dabei immer in deinem Kopf rum?

•Wenn das nächste Mal diese Sätze in dir aufkommen, stelle dir die einfach Frage:

„Ich das gerade wahr, was ich denke? Stimmt das wirklich oder glaube ich das nur?“

•Und dann beginne einfach mit der Selbstüberlistung, in dem du diese negativen Glaubenssätze ins positive umformulierst. Du wirst dir jetzt denken: Das wird nicht so einfach funktionieren…

Erstens: Stimmt das, wenn du das von Anbeginn bereits denkst und zweitens ist dieser Gedanken anfänglich genauso wenig war, wie du falschen und negativen Glaubenssätze die momentan in deiner Birne sind.

Wenn also beide Glaubenssätze (die positiven und die negativen) momentan nicht wahr sind, warum sich nicht einfach für die positiven entscheiden?

Sei mal nett zu dir

Immer dann, wenn wir uns unsicher fühlen, sind wir gleichzeitig ein wenig böse auf uns selbst.

Denn es zeigt dir ja, dass du etwas nicht kannst, bei etwas unsicher bist oder dein Perfektionismus nicht umsetzbar ist.

Diese Strategie bringt aber nix. Eher das Gegenteil. Wenn du böse mit dir selbst bist, wirst du noch unzufriedener und die Selbstzweifel beginnen sich zu potenzieren.

Du beginnst für dich selbst einen Teufelskreis, wo es immer schwieriger wird, rauszukommen.

Die Tatsache, dass du Fehler machst, unsicher bist oder etwas noch nicht kannst, macht dich nicht zu einem schlechten Menschen.

Es macht dich einfach zu einem Menschen.

Sei lieb zu dir und erlaube dir alle diese kleinen und großen Makel.

Geh von der Tatsache aus, dass du ohnehin besser werden willst und besser werden wirst. Alleine dass du diesen Artikel jetzt liest, beweist, dass du Interesse an Veränderung und deiner persönlichen Weiterentwicklung hast.

Sei also geduldig und lasse dir Zeit besser zu werden. Nicht sofort alles perfekt zu tun und zu können ist eine Tatsache.

Genauso wie die Sonne morgens aufgeht und Dinge wegen der Erdanziehungskraft zu Boden fallen ist es eine Tatsache, dass du und ich nicht in allem gut sind.

Aber in vielem gut werden können. Wenn du Geduld hast.

Und dich lieb hast.

Mache Eine Liste.

Nimm ein Blatt Papier zur Hand und teile es in zwei Spalten.

Verbindet man alles auf, woran du zweifelst, alle Gedanken, wo sich Unsicherheit breit macht.

Rechts schreibst du alle Fakten aus, die diese Zweifel theoretisch widerlegen können. Es muss nicht mal wirklich und wahrhaftig widerlegt werden. Es reicht, wenn du siehst, das es Möglichkeiten gibt, das Ganze anderes zu sehen.

Zum Beispiel möchtest du jetzt aus deinem Angestellen-Job und dein eigener Chef werden. Du denkst dir „Keinen Plan, wie ich das machen soll. Noch nie gemacht.“, dann kannst du auf der rechte Seite all das anführen, was du in deinem Leben schon hinbekommen hast, ohne wirklich einen Plan zu haben.

Du wirst erstaunt sein, wie viele positive Argumente sich finden werden. Sollte die positive Seite dennoch zu kurz sein, denke über alle deine Talente und Fähigkeiten nach. Frage vielleicht sogar deine Partnerin/deinen Partner und Freunde über dich und deine Skills aus.

Schreibe dir einen Brief.

Schreibe einen Brief an dich. Darin beschreibst du so ausführlich wie möglich all deine positiven Eigenschaften und alle Erlebnisse, wo du bei neuen Herausforderungen und Hürden als Sieger hervorgegangen bist.

Sei ruhig überschwänglich und spare nicht mit Eigenlob. Das macht Spaß, glaube mir. Und es motiviert dich ungemein. Zeigt es dir doch, wie gut du bereits in vielen Dingen des Lebens bist und was schon alles auf deinem Weisheitskonto steht.

•Dir selbst zu schreiben klingt vielleicht anfänglich ein wenig komisch, du wirst aber bald merken, was es dir bringt.

Viele unklare Gedanken nehmen Form an, vieles was bis jetzt nicht eindeutig war, wird klar und vieles was du bis jetzt noch nicht bedacht hast, kommt als positive Fähigkeit zum Vorschein.

Bade ruhig ein wenig in Eigenlob. Niemand erfährt davon. Vergiss nicht diesen Brief in einer schönen Mappe oder ähnlichem aufzubewahren und lies ihn regelmäßig.

Selbstzweifel besiegen

Mache ein Komplimente-Verzeichnis.

Achte auf all die positiven Dinge, die andere Menschen zu dir sagen und schreibe sie auf. Natürlich gemeinsam mit der Info, wer das Kompliment ausgesprochen hat. Das ist eine perfekte Ergänzung zum Brief an dich selbst.

Wenn dich Selbstzweifel plagen, ist es sehr einfach auf diese vielen Dinge zu vergessen. Alle die guten Meinungen, die andere Menschen von dir haben.

Sammle alle E-Mails, schreibe mündliche Komplimente, Lob, Grußkarten und Co nieder. Notiere dir auch alle „Schulterklopfer“, Umarmungen und Glückwünsche.

Viele Menschen haben viele liebe Dinge über dich zu sagen.

Passender Artikel:  Der zweifellose Werkzeugkasten: 11 Tools gegen den Zweifel, dein Ding durchzuziehen

•Du kannst dir dein Verzeichnis dann jederzeit zur Hand nehmen, wenn wieder einmal der Selbstzweifel anklopft.

Ein paar Zeile gelesen und dein Lächeln wird die Selbstzweifel in ihre Schranken weisen.

Selbstzweifel können dich vieler Möglichkeiten in deinem Leben berauben. Beginne dich mit dir mehr zu beschäften und dir ach mal die Frage nach deinen persönlichen Stärken und Talenten zu stellen.

Klar ist, dass Selbstzweifel zur Natur des Menschen dazugehören.

Jeder hat sie und jeder darf andere Lösungen und Wege finden damit umzugehen und fertig zu werden.

Was tun gegen Selbstzweifel?

Ich habe wirklich lange gebraucht um du verstehen, dass ich für alles in meinem Leben selbst verantwortlich bin und gleichzeitig, dass ich immer zu selbstkritisch war.

Für nichts, was in meinem Leben passiert, mache ich andere verantwortlich, schiebe ich auf das Schicksal, auf Unglück, auf das Universum oder sonst etwas.

Diese grundsätzliche Entscheidung bringt 2 Ergebnisse.

Erstens: Du übernimmst die komplette und völlige Verantwortung für dein Leben und alle Resultate, die es liefert. Das ist ein großer Brocken, sind wir es doch gewöhnt, relativ schnell alles andere rund um uns für Probleme und Misserfolge verantwortlich zu machen, Selbstzweifel zuzulassen und uns selbst außer vor zu lassen. Die Entscheidung bringt einfach Klartext. Klartext der hart ist und der vermutlich vielen Menschen sehr schwer fällt

Zweitens: Das zweite Resultat ist absolute Freiheit und Selbstbestimmung. Sobald du erkannt hast, dass du für Erfolg und Misserfolg, für gute oder schlechte Laune oder was auch immer zuständig bist, hast du die Zügel in der Hand. Du bist nicht mehr Passagier, du bist der Kapitän. Du hast freien Handlungsspielraum und bist, (wenn du mal über den oberen Absatz hinweg bist) merklich befreit.

Kannst du mit dem Gedanken leben, ganz alleine für deinen Erfolg zuständig zu sein? Ganz alleine dafür verantwortlich zu sein, ob du weiterhin im Hamsterrad bleibst? Ganz alleine dafür verantwortlich zu sein, ob du deine Berufung lebst und damit erfolgreich wirst? Ganz alleine dafür verantwortlich zu sein, die Hürden z.B. in deiner Selbständigkeit selbst zu überwinden?

Kannst du damit leben?

Wenn ja, dann widmen wir uns als nächster der größten Erfolgsbremse. Das beste Zeichen, dass nicht jemand anderes, dir Steine in deinen Weg zum Erfolg legt, sondern du selbst.

Und diese Erfolgsbremse heißt Perfektionismus oder übertrieben, dauernd und fortwährend zu selbstkritisch sein.

Selbstkritik ist ein Phänomen, das sich langsam und schleichend entwickelt. Vergleichbar mit dem Hamsterrad hält sie langsam aber sicher Einzug in dein Leben und daher fällt es dir nicht auf. Mehr und mehr davon, macht sich in deinem Kopf breit und immer weniger nimmst du es wahr. Und die Frage „Was sind denn eigentlich meine Stärken“ kommt gar nicht mehr auf.

Dich selbst kritisieren wird normal. So normal, dass du, wenn du von anderen auf deine dauernde Selbstkritik mit dem Kopf schüttelst und dir denkst „Was haben die alle. Ich bin doch ganz normal. Die andere sehen das einfach falsch.“

Daher hab ich mir mal gedacht ich sammle ein paar Zeichen, dass du zu selbstkritisch bist und halte sie dir mal online vor die Nase.

selbstkritisch

12 Zeichen, dass du zu selbstkritisch bist und wie du deine Selbstzweifel überwindest

Starre

Du kommst mit nichts so recht in die Gänge. Denn deine Gedanken und dein Zweifel an dir halten dich von jedem auch nur kleinen Schritt ab. Du tritts auf der Stelle, nur um nichts falsch zu machen.

Vergeben

Du bist nachtragend gegenüber den Fehlern anderer. Denn da du dir selbst nicht vergeben kannst, fällt es dir auch bei anderen schwer. Dein Anspruch ist zu hoch, weil immer wieder dein Perfektionismus dich selbstkritisch macht.

Komplimente

Du kannst keine Komplimente annehmen, dich nicht darüber freuen und weißt nicht, wie du damit umgehen sollst. Dein innerer Kritiker sagt dir nämlich: Stimmt gar nicht. Ist gar nicht so toll, wie andere tun.

Durchsetzungsvermögen

Da du dich selbst kritisierst, hast du auch keinen Mut deine Anliegen durchzusetzen. Sie erscheinen dir minderwertig und unwichtig. Daher ziehst du oft den Kürzeren, was dich wiederum in deinem selbstkritischen Denken bestärkt.

Selbst-Beschimpfung

Es gibt unzählige Momente am Tag, wo du selbst böse Dinge zu dir sagst. Das findest du nicht mal mehr schlimm, denn du hast dich an deinen inneren Kritiker gewöhnt. Übrigens: Niemand kann und darf so kritisch mit dir sein, wie du selbst.

Leistungsschwäche

Da Selbstkritik und Zweifel in vielen deinen Handlungen mitschwingen, fährst du stets nur auf „halber Fahrt“. Du meinst es nie ernst und stehst nie richtig hinter deinem Tun. Herausragende Resultate und Leistungen bleiben aus. Das liefert noch mehr Gründe für Selbstkritik

Kritik

Andere Menschen haben keine Skrupel dich zu kritisieren. Du gibst nicht Contra, sondern nimmst die Kritik an, ohne den Ball zurück zu spielen. Menschen, die gerne die Schwächen der anderen ausnutzen haben dafür einen guten Radar und spielen diesen Trumpf stets gerne aus.

Verallgemeinerung

Kleine Ungereimtheiten werden zu existenziellen Probleme. Du verallgemeinerst schnell. Wenn du selbstkritisch bist, benutzt du gerne in Zusammenhang mit dir die Worte: immer und nie.

Schüchternheit

Du glaubst nicht an dich und deine Fähigkeiten? Dann gibt es für dich auch keinen Grund mit anderen darüber zu sprechen. Deine Selbstkritik führt dazu, dass du denkst, du stiehlst den anderen Menschen ohnehin nur die Zeit, weil die Wichtigeres zu tun haben. Daher ziehst du dich auch schnell zurück und bleibst lieber für dich.

Selbstgeißelung

Du selbst holst deine Fehler von früher immer wieder hervor, durchlebst diese und ärgerst dich immer wieder aufs Neue. Die beste Strategie um auch in Zukunft panische Angst vor neuen Fehler zu haben.

Schneckenhaus

Selbstkritisch sein führt dazu, dass du nie nach Rat oder Hilfe fragst. Denn du hast die Befürchtung, dass deine Fragen und Bemühung anderen Menschen als lächerlich oder unwichtig erscheinen.

Selbstliebe

Magst du dich? Kannst du in den Spiegel sehen und denken: „Ja, du bist gut. Dich hab ich lieb!“ Wenn dir das schwer fällt, dann ist Selbstkritik mit ihm Spiel.

Wenn du dich in dem einen oder anderen Punkt wiedergefunden hast, wirst du dich fragen: Und was soll ich dagegen tun?

Die gute Nachricht ist: Du tust bereits etwas dagegen. Denn du hast es dir mit diesem Artikel bewusst gemacht, dass du selbstkritisch bist. Die einfachste Lösung: Artikel ausdrucken, ihn auf deinen Nachtschrank legen und ihn täglich lesen. Je mehr dir klarer wird, was du mit dir tust, umso mehr wirst du motiviert sein, deine Gedanken und auch dein Verhalten zu ändern.

Kritik – eine der häufigsten Ursachen für Selbstzweifel

Kritik: Ganz egal was du in deinem Leben vorhast, da kommst du nicht drum herum. Ob Autor, Künstler, Designer, Koch, Manager, ganz egal. Völlig gleichgültig, welchen Karriereweg du eingeschlagen hast, es wird immer Kritik geben. Kritikfähigkeit ist also eine wichtig Fähigkeit.

Passender Artikel:  9 gut gemeinte Ratschläge, die du bekommst, wenn du selbstbestimmt leben und arbeiten willst

Wenn es an deiner Kritikfähigkeit noch hapert oder jemand bist, der schnell bei Kritik beleidigt ist, kann dies deine Karriere und deine Fähigkeit, dich als Person weiterzuentwickeln stark einschränken.

Wenn wir von etwas aufgebracht sind, neigen wir häufig dazu, zu reagieren und reagieren häufig auch über.

Mit negativen Feedback kannst du deutlich besser umgehen, wenn du eines kannst: zunächst tief durchatmen und dann über das Gesagte nachdenken.

Also quasi auf Pause drücken und nicht sofort reagieren. Achtsamkeit und Bewusstsein um das, was gerade passiert, ist dabei ein wichtiger Faktor.

Wenn dir klar wird, dass du gerade kritisiert wirst, dich im Kopf dabei quasi selbst beobachtest, dann gewinnst du Distanz zur jeweiligen Situation, Distanz zur Kritik und auch Distanz zu deinen Emotionen. Distanz gewinnen schafft für die die beste Basis für mehr Kritikfähigkeit.

Kritikfähigkeit

Selbstzweifel bekämpfen: Drei bullshit-freie Schritte, gegen Selbstkritik & Co

Es gibt drei sehr einfache Schritte die du in deinem Leben üben und dann umsetzen kannst und mit denen du leichter Kritik annehmen kannst.

Erstens

Mach was du liebst. Klingt erst einmal ziemlich einfach, oder? (Hier übrigens mehr zum Thema Berufung finden) Wenn du wirklich liebst was du tust, wird man es an deiner Arbeit sehen können. Und wenn du wirklich liebst was du tust, wirst du merken, wie du dich immer mehr für Kritik von außen öffnest.

Wenn deine Arbeit nichts weiter ist als ein Hobby oder etwas, das du nur für Geld machst, ist es für dich deutlich schwieriger, negatives Feedback zu vertragen und zu verarbeiten.

Zweitens

Glaube an das, was du tust. Du solltest nur etwas tun, an das du wirklich glaubst. Wenn du ernsthaft von der Sache überzeugt bist an der du arbeitest, wird Kritik an der Sache deine Überzeugung eher stärken als sie zu demontieren.

Außerdem entwickelst du dadurch nicht nur deine Kritikfähigkeit, sondern sogar mit deinem Kritiker eine informierte und ausführliche Unterhaltung darüber führen können.

Drittens

Finde in allem das Positive. Leider trägt Kritik im Inneren eine grundsätzliche Negativität. Es gibt nicht viele Menschen, die das Wort „Kritik“ hören und denken: „Oh, wie wundervoll! Ich werde heute kritisiert!“

Daher ist es von großer Wichtigkeit, das Positive in jeder Kritik zu sehen, ganz egal von wem oder woher sie kommt. Und deinen inneren Moderator auch ganz laut „Nein“ zur Kritik sagen zu lassen.

Seien wir ehrlich, du wirst in allen Bereichen deines Lebens von verschiedenen Menschen kritisiert werden. Aber wenn du diese drei sehr einfachen Schritte in dein Leben integrieren kannst, wirst du merken, dass dieses unangenehme Gefühl langsam verschwinden wird.

Mit der Zeit wirst du die Kritik sogar willkommen heißen. Es mag gerade verrückt klingen, aber gib dem Ganzen Zeit und es kann dir genauso gehen.

Umgang mit Kritik: Negatives Feedback schadet nicht. Es nützt.

Denke an einen Augenblick in deinem Leben in dem jemand etwas, das du gemacht hast, kritisiert hat und an den Effekt, den dieses negative Feedback auf dich hatte. Vielleicht kam die Kritik zum falschen Zeitpunkt, vielleicht hattest du schon vorher einen schlechten Tag und sie hat dich wirklich hart getroffen.

Wahrscheinlich hast du dir etwas gesagt wie: „Warum sagt jemand so etwas? Das ist einfach nur gemein.“

Vielleicht hast du diesen Gedanken sogar in dir behalten, hast negative Gefühle entwickelt oder bist wütend geworden.

Dir ist vielleicht nicht aufgefallen, dass die Art und Weise, wie du auf Kritik reagierst (also wie es um deine Kritikfähigkeit bestellt ist) dein Leben zum Guten, aber auch zum Schlechten verändern kann und sogar Einfluss auf die Menschen in deinem Umfeld hat.

Hier ein Gedanken, wie du besser mit Kritik umgehst:

Wenn du es dem negativen Feedback erlaubst dich wütend zu machen, wirst du mit der Zeit zu einem Menschen werden, der gar nicht kritikfähig ist und der ganz einfach von Außen negativ beeinflusst werden kann.

Gar nicht gut. Und es wird auch den Menschen in deiner Umgebung nicht helfen. Wenn du dies zulässt, sähst du nur weitere Negativität. Überhaupt nicht gut.

Auch hier hilft dir die oben angesprochene Pause-Taste in Zusammenspiel mit Achtsamkeit gegenüber dem Moment.

Du kannst also genau diesen Moment, in dem du Kritik erfährst, nutzen und dir sagen, dass du aus der negativen Kritik die Kraft ziehst, positive Veränderungen in deinem Leben anzustoßen. Kritikfähigkeit ist also Macht.

Kritikfähigkeit

Selbstzweifel loswerden: Was Kritik alles für dich tun kann

Wenn du unvoreingenommen bist, hat negatives Feedback die Macht, dich in vielen Bereichen des Lebens positiv zu beeinflussen, selbst in solchen, an die du gar nicht gedacht hast. Kritik kann dich schlauer, stärker, geduldiger, zufriedener, entspannter und vor allem erfolgreicher machen.

Kritik kann in dir soziale Kompetenzen wachsen lassen, sie kann dir zu neuen Perspektiven in deinem Job oder Business verhelfen und dich insgesamt zu einem viel glücklicheren und auch achtsameren Menschen machen.

Das Beste an der Kritik ist aber, dass sie neue Ideen und Menschen zusammenbringen kann. Sie kann sogar den Lauf der Geschichte verändern.

Denke an Menschen wie Steve Jobs. Was wäre passiert, wenn er die Kritik an seinem ersten Macintosh, am iPod oder an der einzigen Taste aus dem iPhone nicht zum Anlass genommen hätte besser zu werden. Wenn er nicht die negative Energie mit Hilfe seiner Begeisterung in Motivation gewandelt hätte.

Manchmal kann negatives Feedback der Schlüssel sein, der unsere Augen für Ungerechtigkeit öffnet. Der Schlüssel öffnet die Tür für neue Möglichkeiten, Dinge zu tun und das in vielen unterschiedlichen Bereichen.

Kritik ist nicht nur negativ. Schau dir das Video an und dir wird klar, wie viel Lob da auch drin stecken kann:

Wie glaubst du, dass sich Kunstbewegungen wie der Impressionismus, Surrealismus und Modernismus entwickelt haben? Wie neue technologische Entwicklungen passiert sind? Glaubst du, dass diese Menschen nur von positivem Feedback und Lob umgeben waren? Natürlich nicht!

Aber sieh dir an, was sie trotzdem geschafft, wie viele Leben sie beeinflusst haben!

Besonders die ganz erfolgreichen Menschen haben immer viel einstecken müssen. Der Unterschied bei ihnen ist: Sie segeln nicht gegen den Wind. Sie nützen den Wind um einen neuen, schnelleren Kurs einzuschlagen.

Das nächste Mal wenn Kritik auf dich einprasselt, mach dir klar, dass dein Gesprächspartner gerade einen sehr ungeglückten Vergleich anstellt und lass deinen inneren Moderator zu dir sagen:

Oh, das ist Kritik. Ich bin so cool wie Steve Jobs. Ich werde auch missverstanden. Danke für deine Meinung, lieber Gesprächspartner, aber ich mach mal weiter, bei dem was mir wichtig ist.

18 Comments on “Selbstzweifel überwinden: Eine einfache Anleitung, wie du mehr an dich glaubst.

Laurio
23. Februar 2019 um 19:26

Mich selbst nicht runterzumachen hilft mir glücklicher zu sein – Wow, da wär ich jetzt nicht drauf gekommen. Mein Leben hat sich fortan um 180 Grad gewendet!

Antworten
Lothar Miethe
4. Juni 2018 um 17:31

In der Kritik zeigt sich die wahre Charakterstärke. Wenn du sie sehr persönlich nimmmst, hast du noch einen gewissen Weg vor dir. Wenn sie berechtigt ist, kann sie ein Gewinn für dich sein. Dann weisst du, was du besser machen kannst. Und wenn nicht, dass kannst du sie doch locker drüber stehen. Warum zum Geier sollte ich mich vom Lob anderer abhängig machen? In meiner Zeit als Küchenleiter haben wir JEDES Essen, das zurück kam, ersetzt, egal aus welchem Grund. Warum sollte ich auch über eine Reklamation diskutieren. Und weil unser Essen eine gute Qualität war, passierte das bei maximal 1% der Bestellungen. Was lernen wir daraus? Bei unberechtiger Kritik freundlich nicken und nicht rumdiskutieren.

Antworten
Doris
4. Juni 2018 um 18:08

das finde ich gut Lothar…

Antworten
Öko-Theosoph
2. März 2018 um 9:43

Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch psychisch krank wird, wenn er sich fragt (wie schon vorgekommen), ob das Leben nur eine Illusion ist. Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Es sollte lange Sabbatzeiten (u. a. für Berufsgeschädigte) anstatt Rentenzeiten geben (denn es gibt kein biologisches Altern). Nicht-Berufstätige sollten in relativ kleinen Orten (insbesondere in Dörfern) wohnen. Berufstätige eher (aber nicht nur) in relativ großen Orten. Es ist sinnvoll, dort zu wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Diese und weitere Maßnahmen (Hotelaufenthalte für Weiterqualifizierungen, Fernkurse usw.) führen dazu, dass fast alle Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig werden. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (moderne Verfahren erhöhen die Recyclingquote, ein Öko-Auto fährt über 3 Mio. km, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter (siehe Wikipedia „Zeitreihe Lufttemperatur“, Messwerte in Dekaden). Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (Lohnausgleich erfolgt nur zu einem kleinen Teil). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe zukünftig zunehmend und beschleunigt (!) beseitigt.

Antworten
Philipp
12. Januar 2017 um 19:57

Hallo Markus,

guter Artikel! Ich schreibe mir jeden Tag meine 5 größten Erfolge auf, um mein Selbstvertrauen zu stärken.

MFG Philipp

Antworten
Florian
10. Dezember 2016 um 23:40

Hallo Markus,

you nailed it! 🙂 Selbstkritik ist echt öde. Kritisieren einen doch schon genug andere, warum soll man es da auch noch selber tun. LG Florian

Antworten
Jenny
24. November 2016 um 22:05

Hätte ich diesen Artikel gelesen, bevor ich meinen Blogspost über 4 Tipps gegen die Perfektionsblockade (http://coloredcube.de/2016/11/4-tipps-gegen-die-perfektionsblockade/) geschrieben habe, hätte ich mir letzteren fast sparen und einfach hierhin verlinken können 😀

Wie immer knallst du die Dinge einfach auf den Tisch ohne groß drumrum zu reden – klasse!

Liebe Grüße,

Jenny | coloredcube.de

Antworten
Joh Bruns
24. November 2016 um 19:30

Hallo Markus,

Zu Selbstkritisch zu sein, ist wirklich ein absoluter Glückskiller! Danke daher für Deinen Artikel. Ich finde es absolut wichtig, dass sobald andere Dich kritisieren, Du Kritik, die nicht konstruktiv sondern negativ ist, einfach an Dir vorbeiziehen lässt und nicht selbst in dieses Lied mit einstimmst! Liebe Grüße, Joh

Antworten
Barbara
14. November 2016 um 12:40

Guter Artikel. Sagen wir mal – Selbstkritik an sich ist ja nichts Böses – im Gegenteil. Wir können nie besser werden in dem, was wir tun, wenn wir unsere Leistung nicht auch mal kritisch betrachten. Oder unser Leben. Oder unser Selbstbild. Oder unsere Handlungsweise. Fehler immer bei anderen anstatt bei sich selber zu suchen taugt nix. Gar nichts. Aber konstruktive Selbstkritik bedeutet auch: Eigene Leistungen anerkennen und richtig bewerten können. Sich auch mal selber auf die Schulter klopfen. Sich nicht jeden garstigen oder falschen Knopf annähen lassen… u.s.w.
Sich selber motivieren und Selbst-Vertrauen haben, statt sich nur immer quasi selber in den Hintern zu treten.

Das, was Du meintest, ist Selbstkritik im negativen Sinne. Selbst-Zersetzung. Der Innere Kritiker wird meist schon in der Kindheit schön fest installiert, vermutlich in dem wohlmeinenden Wunsch, uns auf die Lebens-Realität und auf eine Leistungsgesellschaft mit all ihren Anforderungen vorzubereiten. Vielen Dank auch.
Der Innere Kritiker lässt uns quasi das Klavier zuklappen, wenn wir nicht sofort und ohne Üben eine Beethoven-Sonate spielen können. Denn wenn wir wirklich Talent hätten, meint er, dann könnten wir sofort alles nach Gehör spielen.
(Finde den Fehler…. )
Der Innere Kritiker zerpflückt alles – von der Hoffnung auf ein schönes Date mit einen potentiellen Wunschpartner bis hin zur Geschäftsidee oder zur Roman-Vorlage: Alles schon da, nicht originell genug.
Der Kritiker sagt, machs gleich richtig oder gibs auf, du Dillettant….
Der Kritiker sagt, guck dich an, DAS soll er oder sie sympathisch/sexy/nett finden?
Und wie weit kommt Ihr damit wohl? Na?

Ein wichtiger Lehrer hat mir mal gesagt: Leute, Ihr müsst nicht immer 150% bringen. Noch nicht mal immer 100. Manchmal genügen schon 60% vollauf.

Wie hat er das wohl gemeint? Der Ansatz ist es wert, drüber nachzudenken.

Antworten
Paul
9. November 2016 um 12:19

Hallo Markus,

🙂 ein paar Sachen habe ich bei mir auch festgestellt.
Es stimmt schon, du machst vieles unbewusst. Du merkst es erst dann, wenn dich jemand dazu anspricht.

Beste Grüße
Paul

Antworten
Andreas Kerneder
14. Juni 2016 um 9:32

Toller Artikel.

Kritik wird einfach immer noch viel zu negativ behaftet. Und eben genau das muss es nicht. Kritik bringt uns weiter und kann, wenn wir uns im richtigen Maße reflektieren, das wichtigste für den beruflichen Erfolg darstellen.

Danke für die Erinnerung und einen schönen Tag wünsche ich.

Liebe Grüße
Andreas

Antworten
Sissy
25. Mai 2016 um 12:49

Sollte man sich nicht erst objektiv fragen, was der Inhalt der Kritik ist?
Ist es eine gute Anregung?
Kann ich etwas verbessern? Ist das eine gute Sichtweise?
Hab ich Scheuklappen getragen?

Wenn ich dann erkenne, dass es an meinem Produkt und mir nichts zu verbessern gibt (mir gefällt ja auch nicht alles!), kann ich überdenken, ob der Kritiker schlecht drauf ist, oder mir Böses will.

Meiner Erfahrung nach sind das die jämmerlichsten Typen, die nur Ja-Sager an sich ranlassen und Verbesserungen verhindern, damit sie (vermeintlich) ihr Gesicht nicht verlieren.
Wer glaubt, dass ihm ein Zacken aus der Krone bricht, hat meist keine auf!

Antworten
Monika
25. Mai 2016 um 10:00

Ein guter Artikel, danke. Vom Kopf her ist das alles klar, nur was mache ich mit den Gedanken, die sich heimlich still und leise immer wieder zu Worte melden? Kennt ihr die nicht auch? Das verlangt einem doch ziemlich große Anstrengungen ab, die zum Schweigen zu bringen, oder zu ignorieren.
Liebe Grüße und einen schönen Tag wünsche ich Euch
Monika

Antworten
Sissy
25. Mai 2016 um 13:00

Liebe Monika!
Ich hoffe für dich, dass du nicht in der Ich-muß -es-allen-recht-machen-Falle steckst!
Jedem gefällt etwas anderes, jeder empfindet anders. Lass den anderen ihre Meinung und lass dir nicht einreden, dass deine Empfindungen nicht stimmen!!!!!
Und lass dich nicht von anderen zu deren Zwecken manipulieren!
Hoffentlich kommen dann nur mehr deine Gedanken, die sicher schön sind!
Alles Gute!
Sissy

Antworten
Michael
24. Mai 2016 um 9:51

Hallo Markus,
also ich muss jetzt schon sagen, dass ist der schlechteste Artikel, den ich je von dir….. nein, Scherz, alles gut, und besonders Punkt 3, in allem das Positive zu sehen, kann ich nur unterstützen.

Das hat nichts mit „rosaroter Brille“ oder „positiv-denken-und-damit-die-Welt-retten“ zu tun, sondern auch in Kritik, unangenehmen Ereignissen, in unguten Menschen das Positive zu sehen und zu fördern.

Keine einfache Kunst, aber eine, die das Leben schöner und einfacher macht!

Danke,
Michael

Antworten
Daniela
23. Mai 2016 um 23:31

Hi Markus,

danke für den Artikel, er macht mich auf jeden Fall nachdenklich und ich habe viele gute Punkte darin gefunden. Ich schließe mich in gewisser Weise noch Käthys Ergänzung an und möchte sie aus meiner Sicht noch etwas erweitern 🙂

Andere Leute haben oft völlig andere Erwartungen und Einstellungen und kritisieren natürlich nach ihrem jeweiligen Horizont, sehen dabei vielleicht auch etwas völlig anderes, als der nächste sehen würde. Jeder hat ja auch andere Erfahrungen.

Manche geben Kritik auch einfach weiter, sie werden für etwas kritisiert oder beobachten Kritik bei anderen und wenn ihnen das dann bei jemand anderem auffällt kritisieren sie dann diesen. Und das oft ohne zu hinterfragen, was für eine Art Kritik das ist und wie angebracht/unangebracht sie ist.

z.B. wenn es gerade „IN“ ist wenig zu essen und knochendürr zu sein, kritisieren viele Menschen andere, wenn sie beim Essen noch herzhaft zugreifen, in der Art: „Pass auf, sonst wirst du noch dick, iss doch nicht soviel!“ (bei völlig normalen Portionen) „Hast du dir auch die Kalorien angesehen? Bist du nicht sogar schon etwas dick?“ – und der Vergleich ist dann ein Magermodel aus einer Zeitschrift.

Ich habe auch oft erlebt das Kritik aus Missgunst, Wut auf etwas ganz anderes (der Schwächste bekommt es dann ab, oft Kinder deren Eltern total überreagieren und abdrehen, auf ein ganz normales Verhalten des Kindes hin) oder Arroganz geäußert wurde, nicht um den Kritisierten dabei zu unterstützen voran zu kommen, sondern um ihn hinab zu ziehen (während der Kritiker sich ins erhabene Licht stellt, das er sich selbst angeknipst hat) und dem Kritisierten ein schlechtes Gefühl zu geben.

Ich denke, es ist wichtig das immer zu unterscheiden. Will derjenige, der Kritik übt einem in diesem Moment was Gutes oder was Schlechtes? Will er helfen oder Schuldgefühle/Makelgefühle hervorrufen? Hat er vielleicht gerade auch ein eigenes Problem, das er auf den Kritisierten projiziert?

Das merkt man ja meist recht schnell, wenn man auf sein Bauchgefühl hört und kurz reflektiert, was und wie der andere seine Kritik geäußert hat.

Es schadet auch nichts, direkt nochmal nachzufragen: Du hast gerade gesagt…, ich habe das so verstanden, dass du möchtest… Habe ich dich richtig verstanden?

Wenn man „dumm von der Seite angelabert“ wird, ohne, dass man nach der Meinung von jemandem zu etwas überhaupt gefragt hat, ist es oft die zweite Art Kritik und in gewisser Weise ein Angriff oder ein Kräftemessen, das vom anderen ausgeht, manchmal auch Rücksichtslosigkeit, in den seltensten Fällen hilfreich, meistens verunsichernd. Diese Art Kritik kann man eigentlich nur von sich weisen, abwürgen oder zurück geben.

Kritik nach der man selbst fragt ist meist produktiver, wobei man immer berücksichtigen sollte, dass bei zehn Leuten, die man fragt, auch zehn unterschiedliche Ergebnisse rauskommen werden.

Das sieht man ja schon nach einem Kinobesuch mit Freunden. Der eine fand den Film supergut, der nächste lustig, einer traurig, einer megaschlecht usw.

Kritik sollte nicht zum Anlass genommen werden es jemandem Recht machen zu wollen, sondern immer nur eine noch bessere Möglichkeit zu finden – wenn man das möchte, und nicht bereits zufrieden ist und seine Möglichkeiten bereits ausgeschöpft hat.

Wobei wir auch wieder bei deinen schönen Worten sind, Markus: „dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.“

Liebe Grüße
Daniela

Antworten
Käthy
23. Mai 2016 um 15:29

Lieber Markus

Das sind weise Worte, die du da an uns richtest.

Meiner Erfahrung nach kommt es eben schon drauf an wer kritisiert und wie die Kritik angebracht wird und umso schmerzhafter sie ist, desto mehr lohnt es sich darum zu kümmern.

Klar hat es den Effekt über sich hinauszuwachsen und dient auch zum Ansporn, das was einem wichtig ist genauer zu prüfen oder es erst überhaupt herauszufinden.

Was mir wichtig erscheint ist zu erwähnen, dass man sich nicht zwangsläufig schmerzhafter Kritik ausliefern muss.

Man kommt auch mit wohlwollender und emphatischer Kritik weiter.

Sie fühlt sich dann sogar gut an.

Weil Gefühle sind immer im Spiel.

Man macht sich etwas vor, wenn man so tut als ob nichts wär.

Das schmerzhafte als Ansporn zu nehmen scheint mir etwas masochistische Züge zu haben.

Die Frage dazu lautet: will ich das?

Den inneren Moderator hat man nur dan zur Seite, wenn man ehrlich mit sich selbst umgeht.

Ansonsten werden die Gefühle und Emotionen verdrängt und zeigen sich um so drängender an einer anderen Stelle.

So tun als ob man über den Dingen steht bringt dann auch nicht den Gewünschten Erfolg.

Das merkt man daran, dass es nur noch mehr verwirrt.

„Man kann nicht am Gras ziehen damit es schneller wächst.“ – afrikanisches Sprichwort

Herzliche Grüsse
Käthy

Antworten
Melanie
23. Mai 2016 um 11:34

Lieber Markus,

ein wunderbarer Artikel.

Ich durfte die Erfahrung machen, dass es vielen Menschen schwer fällt ihre Meinung und damit vielleicht sogar Kritik zu äußern. Dann lieber über Facebook ein like schicken und bloß nicht seine wirkliche Meinung sagen. Dann sind doch alle zufrieden.

Ich bin immer sehr dankbar, wenn ich Kritik bekomme, daran kann ich wachsen und der andere macht mir ein Geschenk indem er mir seine Sichtweise offenliegt.

Liebe Grüße

Melanie

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Markus Cerenak

Markus Cerenak

Markus Cerenak hat die kleine Rebellion gegen das Hamsterrad ins Leben gerufen. Er möchte mit dieser Webseite Menschen unterstützen ihre Leidenschaft im Leben zu finden. Das zu tun, was sie lieben und nicht eine Sekunde davon als Arbeit empfinden. Und dir helfen alle Hamsterräder endgültig aus deinem Leben rauszukicken!

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