Warum dein Traumberuf dich bald unglücklich macht

Ich habe meinen Traumberuf erlernt. Ich bin Designerin und ich habe damit einen guten Job in einem deutschen Verlag gefunden. Klingt cool?

War es auch.

Zuerst.

Ich mochte meine Arbeit im Verlag: Magazine und Bücher layouten ist eine Fertigkeit, die nicht jeder Grafiker beherrscht, aber ich kann es und ich durfte es sogar jeden Tag machen. Als ich ins Berufsleben einstieg, war ich euphorisch: Endlich eigenes Geld – und das ganz bequem jeden Monat aufs Konto. Was will man mehr?

Ja, was will man mehr? – Einiges! Das merkte ich relativ schnell. Ich wurde in meiner Anstellung so unglücklich, dass ich selbst überrascht war. Und das trotz des vermeintlichen Traumberufs.

Ich bin mittlerweile seit einem Jahr selbstständig. Und nicht nur selbstständig, sondern auch glücklich. Und deswegen erzähle ich dir jetzt, welche festgefahrenen Denkmuster ich persönlich aufgeben musste, um endlich zu tun, was mir wirklich Freude macht: Mein eigenes Business!

Das böse Erwachen

Mit den ach so tollen Perspektiven und Aufstiegschancen locken viele Unternehmen, aber letztlich will trotzdem keiner einen Angestellten, der selber mitdenkt und Vorschläge macht. Oder der es wagt, neben der Arbeit auch noch Freizeit und Familie zu wollen. Bloß nicht! Solche Leute sind viel zu anstrengend.

Einstempeln um 8 Uhr, ausstempeln um 17 Uhr. Jeden Tag bis zur Rente? Nein danke. Mein Job war nur, zu funktionieren und bitte bloß nicht mitzudenken. Nach dem Motto: „Sei ein fleißiges Bienchen und frag brav nach dem nächsten Auftrag, wenn du fertig bist.“ Gehirn einfach morgens am Eingang abgeben und dann nur noch Aufträge abklappern.

Diese Suppe an Durchschnittlichkeit hat mich richtig gelähmt. Hinzu kam, dass jeder im Unternehmen wusste, dass es bergab geht und dass man mit reinem Traditionsdenken nicht mehr lange am Markt bestehen kann. Mit Volldampf in den Abgrund und alle sehen zu – das war mein Gefühl, wenn ich an meine Arbeitsstelle dachte.

Jeden Tag wurde ich unzufriedener mit meiner Lebenssituation. Das war nicht das Leben, das ich die nächsten 30-40 Jahre führen wollte! Ich wollte mir meine Arbeitszeiten und meine Kunden aussuchen, mitdenken und selbst vorgeben, wo die Reise hingeht! Einfach eine neue Arbeitsstelle zu suchen, war also schonmal keine Option.

Irgendwann gesellten sich zu diesen zermürbenden Gedanken morgendliche Bauchschmerzen und der Wunsch, endlich mal krank zu werden, um nicht jeden Tag zur Arbeit zu müssen. Meine Unzufriedenheit war irgendwann so groß, dass meine Leistung darunter litt.

Ich hatte innerlich so weit abgeschaltet, dass ich gar keine Lust mehr hatte, mein Bestes zu geben. Der Unterschied zwischen durchschnittlicher und hervorragender Arbeit schien doch eh keinen zu interessieren.

Vom Traumberuf zum Traumjob – 3 Jahre lang umdenken lernen

Arbeit macht Freude und motiviert, wenn sie unter den richtigen Bedingungen stattfindet. Der Wunsch nach Freiheit ist ja auch nicht der Ruf nach weniger Arbeit, im Gegenteil:

Niemand will den ganzen Tag nur Cocktails schlürfend in der Hängematte liegen.

Zumindest nicht sein ganzes Leben lang! Jeder sucht nach einer sinnvollen Tätigkeit. Genau diese Freude an einer sinnvollen Tätigkeit kam mir aber komplett abhanden.

Die Entscheidung zu treffen, selbstständig zu werden, war leicht. Sie umzusetzen hingegen weniger. Den Entschluss in die Tat umzusetzen, hat mich drei Jahre gekostet. Immer wieder drehte ich mich im Kreis und stellte mir dieselben Fragen:

  • „Was möchte ich für meinen Wunsch opfern?“
  • „Bin ich wirklich gut genug?“
  • „Soll ich auf einen sicheren Arbeitsplatz verzichten?“
  • „Was ist, wenn das Geld nicht reicht?“

Mit solchen Blockaden kann man sich ewig vormachen, dass es keine gute Idee ist, etwas zu riskieren. Aber wenn ich eines in meinem ersten Jahr als Selbstständige gelernt habe, dann: Es gibt weder den richtigen Zeitpunkt noch die optimalen Umstände!

Wer darauf wartet, wird im Hamsterrad alt und grau!

Ich versuchte Schritt für Schritt meine negativen Glaubenssätze loszuwerden und suchte mir Vorbilder unter den erfolgreichen Online Marketern. Das ist ein wichtiger Tipp:

Such dir keinen Rat bei Freunden und Verwandten! Sie blockieren dich nur, weil sie dieselben Ängste haben wie du. Suche nach Personen, die den gleichen Weg schon gegangen sind.

Aber mir fehlte immer noch etwas der Mut, den entscheidenden Schritt zu gehen. Ich mochte meine Kollegen im Verlag und da war immer eine Stimme, die zu mir sagte:

  • Ach komm, reiß dich zusammen, andere Menschen haben Spaß an diesem Job!
  • Sei doch mal dankbar für das, was du hast!
  • Und außerdem ist es doch viel sicherer, jeden Monat ein festes Gehalt zu bekommen, oder?

Es klingt schon fast wie eine dumme Ausrede: Erlaube dir bloß nicht, etwas zu riskieren – so schlimm ist die derzeitige Situation doch auch wieder nicht.

Apropos finanzielle Sicherheit: Wer sagt denn, dass es keinen Weg zurück mehr gibt? Ja, niemand! Ich brauchte etwas, woran ich mich klammern konnte und überlegte mir für den „Notfall“ eine Exit-Strategie.

Und ganz ehrlich: Hier im deutschsprachigen Raum kann uns doch fast nichts passieren. Unser Sozialsystem ist so stark ausgebaut, dass hier jeder Netz und doppelten Boden unter den Füßen hat. Wer hier fällt, der fällt einigermaßen weich! Nicht, dass es so kommen sollte, aber es hat mich zumindest beruhigt.

Ein Testlauf im Kleinen

Ich reduzierte meine Arbeitszeit von Vollzeit auf Teilzeit. Das war ein guter Start, um langsam umzudenken und eine neue Lebensgrundlage zu schaffen.

Ich löste mich gedanklich von der Abhängigkeit eines festen Gehalts und überlegte mir stattdessen, auf welche Extras ich verzichten konnte, um im Gegenzug die Freiheit zu besitzen, mein eigenes Business aufzubauen.

Mein Mann ist übrigens schon selbstständig gewesen, als wir geheiratet haben. Das Gute liegt so nah, heißt es doch immer. Während ich nur noch in Teilzeit beschäftigt war, konnten wir uns daran gewöhnen, zusammenzuarbeiten.

Im Februar 2014 war es dann soweit: Meine Kündigung lag auf dem Tisch der Geschäftsführung.

Hat ja gar nicht wehgetan!

Rückblickend muss ich sogar zugeben: Ich hätte noch viel eher kündigen können. Warum?

1. Ich bedeutete meiner Firma gar nichts! Du hältst dich selbst für wichtig und unersetzlich, aber das bist du gar nicht. Ich war wirklich erstaunt darüber, wie schnell ich abserviert wurde, als die Kündigung erstmal ausgesprochen war. Fazit: Loyalität einer Firma gegenüber ist einen Dreck wert! Dafür deine eigenen Ziele zu opfern, ist Irrsinn.

2. Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht! Du wirst nur älter und unglücklicher, das war’s.

3. Du brauchst viel weniger zum Leben, als du denkst. Sich vorübergehend einzuschränken tut nicht so sehr weh, wie für immer in einem Job festzuhängen, den man nicht mag.

Wer sich an einen bestimmten Kontostand am Ende des Monats gewöhnt, verbaut sich die echten Chancen im Leben. Nämlich die, die zu mehr Lebensqualität führen.

Was ich jetzt tue:

Inzwischen leiten mein Mann und ich eine gemeinsame Agentur für Unternehmensstrategie und visuelle Kommunikation. Das ist klasse, weil wir endlich mehr Zeit miteinander verbringen können. Wir können uns außerdem gegenseitig motivieren und wir arbeiten für ein gemeinsames Ziel.

Das gibt mir auch den Raum, mich um mein eigenes Projekt zu kümmern: Vanilla Mind. Ein Blog für selbstständige Frauen, die lernen möchten, sich besser zu verkaufen und in Verhandlungen ihren Mann zu stehen.

Melina Royer

Melina Royer, 27, ist Creative Director und hat etliche Jahre lang artig versucht, eine vorbildliche Angestellte zu sein. Hat nicht geklappt: Ein 9-to-5-Job war einfach nicht das Wahre.


Jetzt ist sie Freelancer und für die Kreativkonzepte von mittelständischen Unternehmen verantwortlich.


Mit Vanilla Mind hat sie ein Online-Business gestartet, das selbstständigen Frauen hilft, positive Glaubenssätze und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

2017-09-15T18:37:42+00:00 12 Juni, 2015|

24 Kommentare

  1. Florian @FlorianFelsing.com 12. Juni 2015 um 11:44 Uhr- Antworten

    „Du brauchst viel weniger zum Leben, als du denkst. Sich vorübergehend einzuschränken tut nicht so sehr weh, wie für immer in einem Job festzuhängen, den man nicht mag.“

    Genau damit haben so viele Leute leider ein Problem. Sie haben sich eben an den Standard gewöhnt, den sie durch ihr Leben als Angestellte haben. Das Auto verkaufen? Mal bei ALDI anstatt bei E-Center einkaufen? Kommt nicht in Frage!

    Die Leute bleiben sehr oft leider unglücklich und unzufrieden, anstatt sich mal etwas zu trauen und ein „vermeintliches“ Risiko einzugehen.

    Aber mal ehrlich. Ist es so schlimm, mal für ein paar Monate kein Auto zu haben und nur bei ALDI einzukaufen?

    Wenig Geld zu haben ist vorrübergehend wirklich kein Problem. Wenn man eine Perspektive hat.

    • Melina 12. Juni 2015 um 17:43 Uhr- Antworten

      Hey Florian, da hast du absolut recht. Ich habe übrigens auch immernoch kein Auto und bin sehr happy damit. 😉

      Liebe Grüße
      Melina

    • Sylvia Grotsch 14. Juni 2015 um 7:45 Uhr- Antworten

      Das erste was ich getan habe, als ich mich selbstständig gemacht habe, war mein Auto nicht zum Tüv zu bringen, sondern gleich verschrotten zu lassen (war ein alter VW). Seither lebe ich OHNE Auto. Fahre aber 1. Klasse IC.

      Damit wir uns richtig verstehen: Ich hätte längst ein Auto kaufen können, aber so what? Ich hatte nie wieder das Bedürfnis danach. Ich bin in meiner Kindheit allerdings autofrei aufgewachsen:-) und frei von jeglichem anderen Schickschnack. Das macht schon unabhängig – nicht das neueste Technikmodell haben zu müssen. Und ja, beruflich bin ich auch ohne IPhone erfolgreich 🙂 und das seit über dreißig Jahren.

      LG

  2. Anja 12. Juni 2015 um 14:44 Uhr- Antworten

    Wow, super inspirierend! Ich kann mir vorstellen, dass es verdammt schwer ist, sich damit abzufinden, dass der vermeintliche Traumjob doch nicht so toll ist, wie anfangs gedacht.
    Ich verfolge Vanilla Mind übrigens auch regelmäßig, ein ganz toller Blog mit haufenweise Aha-Effekten! 🙂
    LG

    • Melina 12. Juni 2015 um 17:45 Uhr- Antworten

      Hallo Anja, ja es war schwer. Wenn man neu im Berufsleben ist, stellt man sich alles toll vor: eigenes Geld, endlich eigene Verantwortung,…
      aber für mich war das eben nicht alles.

      Danke übrigens für deine lieben Worte zu meinem Blog, das freut mich sehr! 🙂
      LG
      Melina

  3. Markus 12. Juni 2015 um 16:15 Uhr- Antworten

    Hi Melina.

    Toll, wie du den Weg in die Eigenständigkeit geschafft hast. Es braucht Mut und vermutlich viel Arbeit an den eigenen Glaubenssätzen. Die gewählten Zitate finde ich sehr wertvoll.

    Hingegen verwundert es mich wie du deine alte Firma geschildert hast. Ich war auch mal in einer solchen Firma und habe mich anstatt selbstständig zu machen einfach die Firma gewechselt. Dafür habe ich mich für ein Wochenende zurückgezogen und mir zuerst überlegt was ich von einer Firma erwarte und was für Werte sie zu vertreten hat. Ich wollte mich schliesslich mit ihr identifizieren können. Ein paar Monate später fing ich bei einer Grossfirma an zu arbeiten. Die Dynamik in diesem Konzern ist enorm. Gehirn abgeben ist nicht drin. Die Leute wollen hören was man denkt um wirklich tolle Produkte bereitstellen zu können. hier macht die Arbeit wirklich Spass.
    Ich denke die Firma ist eine Ausnahme. Doch wenn man weiss was man möchte und gezielt sucht wird man fündig.

    LG
    Markus

    • Melina 13. Juni 2015 um 0:21 Uhr- Antworten

      Hi Markus,
      klar, ich bin mir sicher, dass es nicht in jeder Firma so ist. Aber mir kam es immer so vor, als wenn man künstlich klein gehalten wird. Immer wenn ich mich eingebracht habe, habe ich dafür nur Unverständnis geerntet. Mag sein, dass es in größeren Unternehmen anders ist. Die Schilderung spiegelt ja auch meine persönliche Sicht der Dinge wider.
      Aber die Arbeit in einem Unternehmen, egal wie klein oder groß, ist einfach nichts für mich, das weiß ich inzwischen. 🙂

      Liebe Grüße
      Melina

  4. Carina 12. Juni 2015 um 22:23 Uhr- Antworten

    „Suche nach Personen, die den gleichen Weg schon gegangen sind“ – gefunden! Vielen Dank für diesen tollen Artikel Melina!

    Viele Grüße,
    Carina

  5. Bettina 13. Juni 2015 um 1:19 Uhr- Antworten

    Liebe Melina,

    dein Beitrag ist total schön und könnte fast meiner sein, mit dem Unterschied, dass ich gerade noch mitten im Umdenken bin 🙂 Mir geht es aktuell genauso, wie es dir ging, was meinen „normalen“ Job angeht. Obwohl ich erfolgreich bin und auch weiß, dass meine Kollegen mich sehr schätzen (das ist ja auch nicht mehr sooo selbstverständlich), fühle ich schon läner: das kann es für mich nicht gewesen sein.
    Anfang des Jahres habe ich mich für den Weg in die Selbstständigkeit entschieden. Auch ich werde zunächst auf Teilzeit reduzieren…Momentan fahre ich eine extreme Doppelbelastung, da ich schon angefangen habe, mein Business auszubauen. Krass ist, was seit meiner inneren festen Entscheidung passiert ist – machmal denke ich: Wahnsinn. Und auch wenn es momentan anstrengend ist und ich mehr arbeite als jemals zuvor, weiß ich, dass es genau richtig so ist.

    Danke für deine Gedanken! Sie geben mir noch mehr Mut und Zuversicht, meinen Weg so weiterzugehen.

    Dir weiterhin ganz viel Erfolg, Motivation und Vertrauen in dich und was du tust!

    Liebe Grüße, Bettina

    • Melina 13. Juni 2015 um 11:57 Uhr- Antworten

      Hallo liebe Bettina,
      danke für deinen lieben Kommentar! Den Part mit der Doppelbelastung kann ich sehr gut nachvollziehen, so ging es mir auch. Ich wünsche dir natürlich auch viel Erfolg für deine Pläne! Bleib auf jeden Fall dran, es lohnt sich. 🙂

      Liebe Grüße
      Melina

  6. Bianca 13. Juni 2015 um 9:50 Uhr- Antworten

    Wow! Vielen Dank für diesen Beitrag! Mit diesem Artikel sprichst du mir aus dem Herzen. Ich finde mich in jedem Absatz wieder! Auch ich sitze bereits seit längerem in so einem Job fest und habe den Eindruck, dass Leistung und selbständiges Denken dem Arbeitgeber eher ein Dorn im Auge sind. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Beruf gar nicht zu mir und meinen Talenten/meiner Persönlichkeit passt. Ich habe auch den Wunsch selbständig zu arbeiten und mein Plan ist es für einen sachten Einstieg erst einmal in Teilzeit zu arbeiten und mir dann langsam meinen Traum zu verwirklichen.

    Nach meinem Urlaub werde ich mir deine Homepage mal ansehen. Ich würde mich freuen, wenn es dort mehr von dir und deinem Weg uu erfahren gibt. Eine Mutmacherin, wie dich kann ich nämlich noch gut gebrauchen!

    Liebe Grüße und viel Erfolg für dich!!

    • Melina 13. Juni 2015 um 12:06 Uhr- Antworten

      Hey Bianca,
      schön zu sehen, dass es anderen genauso geht! Aber genauso tut es mir auch leid für dich. Es ist sicher nicht leicht, einen Job zu machen, der gar nicht zu einem passt. Erst recht nicht jahrelang. Mit der Teilzeit kann ich dir aber wirklich empfehlen. Für mich war das genau richtig, um schrittweise loszulassen. Ein Sprung ins kalte Wasser ist nicht so mein Stil! 😉

      Ich wünsch dir auf jeden Fall noch einen schönen Urlaub! 🙂
      Melina

  7. Valentina Levant 13. Juni 2015 um 11:08 Uhr- Antworten

    Ein toller Artikel und sehr lebendig geschrieben! Danke schön. Das gibt vielen Menschen Mut auszusteigen, weil es doch nicht so lebensbedrohlich ist, wie man denkt.

    Dennoch schließe ich mich dem Kommentar von Markus an: Es gibt tatsächlich Traumjobs in Traumfirmen da draußen.
    Nicht jedes Hamsterrad oder mangelnde Selbstverwirklichung im Angestellten-Dasein ist nur mit Selbstständigkeit zu kurieren.

    Herzlich
    Valentina Levant

    • Melina 13. Juni 2015 um 11:54 Uhr- Antworten

      Hallo Valentina,
      danke für dein Lob, freut mich sehr! 🙂
      Ich gebe dir natürlich Recht, die Selbstständigkeit ist nicht für jeden DER Weg, aber mein Artikel soll ja denen Mut machen, die gern selbstständig sein wollen. 🙂
      Liebe Grüße,
      Melina

  8. Christoph Teege 13. Juni 2015 um 12:13 Uhr- Antworten

    Hey Melina,

    cooler Artikel und cooles Foto 🙂 Mir ging es ähnlich wie dir. Als ich 2011 meinen Job als Maschinenbau-Ingenieur gekündigt habe, um mich als Schnellese-Trainer und Fitness-Coach selbständig gemacht habe, hat mich mein für „verrückt“ erklärt.

    Wenn das Herz „ja“ sagt, dann einfach nebenberuflich anfangen. Zeit hat man genug und durch z.B. diesen Blog von Markus hat man auch das Know-how ein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.

    LG
    Christoph

  9. Sylvia Grotsch 14. Juni 2015 um 7:52 Uhr- Antworten

    Danke! Ein schöner, inspirierender und mutmachender Bericht, von denen man nie genug lesen kann.

    Was ich nicht stimmig finde ist die Überschrift. Weil sie generalisiert, wo es doch um eine persönliche Erfahrung geht. Ich kenne genügend Menschen, die in Ihrem angestellten Beruf zufrieden sind.

    Herzlich, SG

  10. Patrick 14. Juni 2015 um 13:13 Uhr- Antworten

    Toller Artikel Melina! Wahnsinn wie Du Dich selbst verwirklichen konntest und Dich getraut hast, aus dem Käfig auszubrechen und Dein eigenes Ding durchzuziehen.

  11. Gwendolin Rugen 14. Juni 2015 um 17:54 Uhr- Antworten

    Ein schöner Artikel, toll geschrieben und immer wieder ein großartiges Thema! Vielen Dank! Ich denke (fast) jeder Angestellte findet sich hier wieder. Leider sehen seeeeehr viele Arbeitsverhältnisse heute so aus und der Traumjob entpuppt sich nach einer Weile als Sackgasse. Was dann?

    Aber…..
    obwohl ich persönlich dass Online Business liebe und dieser Weg in die Selbstständigkeit für mich der absolut richtige war, denke ich, dass auch das nicht für jeden passt.

    Manchmal sind es schon Kleinigkeiten, die schon durch einen Abteilungswechsel behoben werden können, manchmal braucht es aber auch grösserer Schritte. Und da liegt oft das Problem, jeder Change-Prozess ob nun ein Wechsel oder in die Selbstständigkeit erfordert MUT! Und mit diesem Artikel zeigst Du sehr schön, dass es sich lohnt, mutig zu sein und einen neuen Schritt zu wagen.

    Viele Grüße
    Gwendolin

  12. Jessica 15. Juni 2015 um 9:33 Uhr- Antworten

    Echt schöner Artikel. Er hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht, denn auch ich verfolge momentan die letzten Züge meines Traumstudiums in Ingenieurwesen und fange bald an zu arbeiten. Und ganz ehrlich: Ich hab richtig viel Schiss davor… ich weiß nicht, ob ich mich wirklich darauf freuen soll und was mich erwartet.
    Selbstständigkeit klingt einfach sehr verlockend. Nur das Mindset der Menschen um mich herum ist da halt ganz anders (Eltern!).

    Und das mit dem „Gehirn abgeben“: Das merke ich hier bei einem großen Automobilhersteller in Wolfsburg. Die Leute lernen de facto nichts. Sie werden im Unternehmen gehalten, um ihren Job zu machen und volle Leistung zu geben, aber auf ein breites Wissen und Fähigkeiten wird kein Wert gelegt. Damit binden sie ihre Mitarbeiter auch im Unternehmen, da sie alles andere ja gar nicht können.

    Traurig sowas. Ich würde auf jeden Fall nicht alles für Geld tun! Zeit hat man schließlich nur begrenzt 😉

  13. Silvio 15. Juni 2015 um 10:10 Uhr- Antworten

    Hey Melina

    Du hast absolut ins Schwarze getroffen. Ich arbeite seit zwei Jahren nur noch temporär als Lehrer, mal kürzer mal länger am Stück. Wenn ich wieder einmal länger an einem Ort bin, habe ich das Gefühl, es brauche mich für die Zukunft, nur um dann zu merken, dass die Schule genau so weiterläuft, wenn ich wieder an einem anderen Ort bin.
    Das war eine interessante Erkenntnis.

  14. Alex 15. Juni 2015 um 14:20 Uhr- Antworten

    Hallo Melina,

    vielen Dank für deinen inspirierenden Erfahrungsbericht. Er passte so gut zu meinen heutigen Gedanken, dass ich ihn direkt in meinem jüngsten Blogartikel verlinkt habe. Darin beleuchte ich ein bisschen den gesellschaftlichen Hintergrund, der dazu führt, dass immer mehr Menschen aussteigen wollen aus dem Hamsterrad – und es wie du auch erfolgreich schaffen.

    Wer weiterlesen mag – der Artikel ist hinter meinem Namen oben verlinkt.

    Dir Markus, vielen Dank, dass du so tolle Beispiele für Hamsterrad-Aussteiger findest und ihnen hier eine Plattform für ihre Geschichten bietest!

    Viele Grüße
    Alex

  15. George W. Shanaya 16. Juni 2015 um 4:48 Uhr- Antworten

    Prima Beitrag ! Vielen herzlichen Dank an Euch Beide !

    Wollte mal kurz meine „kleine“ Story loswerden, passend zum Thema.

    Ich hatte vor zwei Jahren beschlossen meine Bestimmung zu leben. Mein großes Thema ist die persönliche Freiheit. Ich war u.a. sehr inspiriert von Markus‘ Blog und seiner „kleinen Hamsterrad-Rebellion“.

    Da ich Familienvater mit Haus, Kindern und Kegeln bin, beschloss ich, gemeinsam mit meiner Frau, eine „Exit-Strategie“ !

    Was heißt nun „Exit-Strategie“ ? Es bedeutete für uns die innere Kündigung unseres alten Jobs und geplante Bemühungen ins neue Business. Allein dieser Schritt war schon unheimlich befreiend !

    Mittlerweile vergingen zwei Jahre des Lernens und der Vorbereitungen, da ich bis dato, wirklich so gar keine Ahnung vom Online-Geschäft hatte.

    Irgendwann merkte ich aber, dass alles so vor sich hin plätscherte und ich noch ein Webinar absolvierte und noch einen Blog-Beitrag las usw, usw.

    Ich entschloss mich endlich einen fixen Termin für den Launch fest zu legen. Es sollte der 8. Mai 2015 (der internationale Tag der Befreiung 😉 ) sein ! Es schien mir der absolut perfekte Tag zu sein und fühlte sich für mich stimmig und gut an.

    Jetzt hatte ich noch 6 Wochen Zeit und dann überschlug sich einfach alles. Ich habe tatsächlich fast jede Nacht durchgearbeitet und immer nur ein paar Stunden geschlafen, auch mal am Nachmittag. In der Regel aber nie mehr als 3 Stunden.

    Was soll ich sagen ? Ich habe es geschafft. Pünktlich um kurz vor Null Uhr am 7.5. war ich mit allem fertig und ich launchte um 0 Uhr meine Website, meine FB-Fanpage und meinen YouTube-Kanal. Ich war danach echt fix und alle, aber total happy !

    Eines kann ich sagen: Wenn Du „Dein Ding“ gefunden hast, ist Arbeit nie mehr wirklich Arbeit ! Es ist anders 😉

    Die Energien, die Du frei setzen kannst, sind unbeschreiblich und so auch nicht nachvollziehbar. Ich hätte das selbst nicht für möglich gehalten.

    Hätte ich nicht irgendwann endlich diesen fixen Termin gesetzt, wäre ich wohl jetzt immer noch am vorbereiten 😉

    Vielleicht sind meine Ausführungen hilfreich und geben irgendjemandem den letzten Kick 🙂 Irgendwann muss man mal Farbe bekennen. Was willst Du ? Was willst Du wirklich ? …

    Danke Euch Beiden und den vielen anderen Blogger-Kollegen für euren unermüdlichen Einsatz ! Versuche hiermit etwas von dem zurück zu geben, was ich in diesen zwei Jahren lernen durfte !

    Heute lebe ich ein ganz neues Leben !
    Die Hauptfrage meiner Seite lautet:
    „Lebst Du schon oder funktionierst Du noch ?“

    In diesem Sinne, hau endlich rein und mach‘ Dein Ding ! 😉

    Herzlichst
    George

  16. Melanie Werner 22. Juni 2015 um 17:53 Uhr- Antworten

    Hallo Melina,

    danke für deinen tollen Gastbeitrag! Ich habe mich ebenfalls vor 1,5 Jahren nebenberuflich selbstständig gemacht und möchte die Selbstständigkeit nun weiter ausbauen.

    Die positiven Vorbilder sind – wie du auch sagst – enorm wichtig. Das hat mich damals wie auch heute noch unendlich motiviert (bestes Beispiel: Markus Cerenak :-)).

    Es freut mich, dass du nun mit deinem Mann zusammenarbeiten kannst du deine negativen Glaubenssätze über Bord geworfen hast. Denn die größte Blockade sitzt meist im eigenen Kopf, das „durfte“ ich damals auch erstmal lernen 😉 Inzwischen bin ich zuversichtlich und freue mich auf die vielen Herausforderungen, denn ich sehe sie als Chance, weiter zu wachsen.

    Vor allem am Anfang der Selbstständigkeit darf man erst einmal lernen, unternehmerisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und sich ein Ziel zu setzen. Ich persönlich kann nur sagen, dass es eine unbezahlbar wertvolle Erfahrung ist, die ich jederzeit wieder machen würde! Man wächst dadurch nicht nur beruflich, sondern auch persönlich über sich hinaus.

    Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg,
    Melanie

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