Du musst dein Ändern leben – Raus aus dem Hamsterrad und in fünf Schritten wieder zurück zu deinem Traum

Es war eigentlich alles ganz gut – montagmorgens ganz normal aus dem Bett gekrochen, meinem Liebsten noch einen Kuss gegeben, ab ins erste Meeting, einen Sprung ins Labor oder zu einer Konferenz ans andere Ende der Welt, abends mit Freunden beim Italiener, am Wochenende auf eine Berghütte, zur Fortbildung im Atelier und auf der Yogamatte. Plötzlich:

… Juhu – Happiness-Meditation, die mag ich besonders gern, also Augen zu und ein Lächeln an jeden Körperteil schicken … Ein Lächeln an meinen Kopf, meine Stirn, Ohrläppchen, meine Nasenspitze … Und danach nicht vergessen noch die Präsentation für morgen fertigzumachen … oh – wo war ich … also nochmal … ein Lächeln an mein Kinn, an meine Schultern und … ach ja, den Koffer muss ich noch packen – wie das Wetter dort wohl gerade ist … ach, wo war ich? Diese Yogameditationen können sich aber auch echt manchmal in die Länge ziehen … GONG! … Oh nein, schon wieder in der Tiefenentspannung eingeschlafen, das nächste Mal mache ich mehr Asanas und weniger Entspannung …

Noch mehr? Vergiss es- du machst jetzt mal weniger!

Wie – weniger? Was meinst du? Und wer bist du überhaupt?

Meiner inneren Stimme reicht es

Wer ich bin? Hallo – ich bin deine innere Stimme und du hörst jetzt gefälligst mal wieder auf mich, mir geht dein Aktionismus nämlich langsam auf den Keks – immer unterwegs und ständig beim Jonglieren – von nun an übernehme ich wieder das Kommando, verstanden?

Ähem … O.k. Ja. Aber was meinst mit „Geht mir auf den Keks“, ich dachte, dir macht das auch alles Spaß?

Ja schon, aber schau mal genau – willst du das wirklich alles so? Ich meine echt: alles? Das volle Programm? Rund um die Uhr?

Na, du fragst heute Sachen – was meinst du denn damit? Klar mag ich meine Freunde sehen, reisen, Kräuter sammeln und malen, stricken, häkeln, nähen, meditieren, lesen, spielen, suchen und finden.

J,a genau! Du hast es!

Wie – ja genau? Was meinst du denn überhaupt? Was soll ich jetzt deiner Meinung nach denn wegl..a..s..s..e..n? Du meinst doch wohl nicht … Ich soll aufhören angestellt zu arbeiten?! 🙂

Aber … Wie stellst du dir das vor? Das gehört doch dazu … Und sicher ist es auch!

Ach ja?!

Aber wie …?

Papperlapapp – weißt du was: wir kümmern uns jetzt mal um das, was wirklich wichtig ist, und dann von mir aus auch ums „Wie“ aber vertrau mir, ich hab eine gute Idee …

Schritt für Schritt

So in etwa begann sich vor zwei Jahren mein Leben zu ändern. Viel hat sich verändert und doch relativ wenig – ich bin jetzt viel fokussierter auf meinem Weg, aber liebe es immer noch, in der Natur, kreativ und mit Menschen zu arbeiten. Und die Frage nach dem „Wie“ klärte sich auch mit jedem Schritt – sobald ich meine Vision klar vor Augen hatte, lösten sich in diesen 5 Schritten nach und nach all meine Zweifel in Wohlgefallen auf:

Finde deine Vision

Das war bei mir relativ leicht, mein Leben besteht ja seit jeher aus ganz viel Kreativität, Natur und Menschen. Neben meiner akademischen Ausbildung in der medizinischen Wissenschaft habe ich auch immer schon viele Fortbildungen in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Kunst und Natur absolviert und hatte also schon ein fundiertes Wissen, auf das ich bauen konnte. Und trotzdem war auch ich auf einer Visionssuche und bei einigen Coaches, um noch klarer zu werden, was ich auch dir raten kann, wenn noch Bedenken bestehen oder allgemein Unklarheit in deinem Leben herrscht.

Erinnere dich auch mal, was du besonders in der Zeit zwischen 7 und 11 Jahren am liebsten gemacht hast. In dieser Lebensphase waren wir fast alle noch klar und fokussiert auf unsere Lebensvision, frei von vielen Verantwortungen, Ängsten und Enttäuschungen und voller Lebenslust und großen Plänen, die wieder entdeckt werden wollen.

Schau hin, erweiterte deinen Horizont und hör wieder auf deine innere Stimme (siehe Punkt 5) – Denn wie sagt man so schön:

Wer klar ist, gewinnt Zeit, wer unklar ist, verliert Zeit.

Erzähl deinen Freunden davon

Um mal einen Überblick und eine Struktur zu bekommen, hab ich dann auch erst mal mit vielen Menschen darüber gesprochen und meine Ideen reflektiert – und damit auch mein Vertrauen gestärkt, denn zusammen ist vieles einfacher und fruchtbarer.

Mach einen Plan

Dieser Schritt hat mich die meisten Nerven gekostet, denn um auch ruhig schlafen zu können, war mir von Anfang an wichtig, auch einen genauen Businessplan zu erstellen, in dem ich alle Vor- & Nachteile, Stärken & Schwächen, Ablauf, Möglichkeiten und Risiken realistisch abgewogen habe. Immerhin bin ich weder eine reiche Erbin noch leben wir schon in einer geldfreien Zeit und der finanzielle Aufwand war zwar durchaus umsetzbar, aber auch nicht eben ein Klacks.

Und jetzt bin ich oft überrascht, wie gut sich meine Prognose an die Wirklichkeit annähert, das bietet mir viel Orientierung, um trotz Spontaneität auf meinem Kurs zu bleiben.

Sei offen für Veränderungen

Anfangs nannte ich mein Projekt noch CreaTura – creative nature -, hab tagelang gegrübelt, wie ich die Assoziation „Kreatur“ vermeiden kann und kam auf keinen grünen Zweig. Dann bin ich eines Tages aufgewacht und plötzlich war alles wieder klar: Es heißt Villa Natura – schließlich geht es um ein feines Haus in einem blühenden Garten, wo sich vor Ort von Coachings über Kreativabenteuer bis hin zu Naturworkshops all meine Leidenschaften und Kompetenzen ganz natürlich verbinden. Ich hatte außerdem eine selbstgebastelte statische Webseite anstelle meines heutigen lebendigen Blogs, zu dessen Aufbau ich viel von Markus lernen konnte. Damit konnte ich in kurzer Zeit sehr viele Interessenten erreichen, die mich sonst nur schwer gefunden hätten und die mir nun in großer Zahl die wunderschönsten Feedbacks geben*

Höre auf dein Gefühl

Du kennst dieses Gefühl in deinem Bauch, das tief drinnen schnurrt wie eine zufriedene Katze – Mmhhh … Dieses Gefühl, das dich durchatmen, seufzen und lächeln lässt, manchmal müde, aber immer glücklich. Lass dieses Gefühl ans Steuer und vertraue darauf, dass auch dein „Wie“ sich darin ganz natürlich in deinem Rhythmus auflöst, umso klarer du wirst.

Villa Natura – Ein Traum wird Wirklichkeit

Nun, ich gestehe – ich bin wirklich ein verwegenes Wesen, denn mein Lebens-Traum ist nicht nur ein „Lifestyle Business“, wie selbstständiges und unabhängiges Arbeiten heutzutage so gern genannt wird, sondern ein neues Konzept vom Leben an sich. Seit vielen Jahren war ich auf dem Weg zu einem naturverbundenen und herzlichen Leben, wo es keine Grenze mehr zwischen Arbeit & Freizeit gibt und der Platz, an dem ich lebe, gleichzeitig mein Arbeitsplatz, mein Atelier, mein Yogastudio, meine Werkstatt und mein Gemüseregal ist. Mindestens! 🙂

Von der Angestellten in der Designerwohnung in der Stadt habe ich mich also nun wirklich in eine Landhauslady verwandelt und im Zuge dessen Schritt für Schritt fast mein ganzes Leben umgekrempelt. Zugegeben – ich war nicht immer nur mutig, sondern hab selbst regelmäßig kurz gezweifelt, schließlich spricht der Großteil des Systems dagegen – aber in Harmonie mit meinem ureigensten Traum und mit vollkommener Hingabe und Vertrauen an diese Vision war nun alles möglich.

Außerdem hielt ich ja immer schon viele gesellschaftliche Normen und Vorstellungen für einengend und unnatürlich und hab gerne geträumt: Hinterfrage auch du immer wieder, wie du dir die Welt und das Leben im Idealfall vorstellst, anstatt dich von vorgekauten Ansichten leiten zu lassen. Welche Welt möchtest du deinen Kindern und Enkeln hinterlassen? Woran sollen sich deine Nachfahren erinnern, wenn sie an dich denken? Für welche Werte stehst du? Womit willst du deine wertvolle Lebenszeit verbringen? Wem hilft dein Leben? Denk neu.

Und Achtung, jetzt wird’s direkt, denn deine Stimme zählt:

  • Filme schauen oder filmreif leben?
  • Produkte aus Kinderarbeit oder fairen Bedingungen?
  • Reden oder Schweigen?
  • Arbeitsplätze sichern oder Träume leben?
  • Bildung oder Wissen?
  • Angst oder Liebe?

Your Life. Your Choice. Oder wie Buddha sagte: Das Problem ist – du denkst, du hast Zeit.

Fazit

Verliere keine Zeit mehr. Wenn deine alten Schuhe dir zu eng werden, hör auf deine innere Stimme und geh barfuß. Du kannst das und tief drinnen weißt du es.

Namastè, fühl dich begleitet und ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg zurück zu dir.

Patricia Ricci

Patricia Ricci ist Wissenschaftlerin, Künstlerin, Coach und Abenteurerin und begleitet dich mit ihrem bunten Angebot ganz natürlich wieder näher zurück zu dir.


In ihrer Gesundheitspraxis Villa Natura stehst du mit deiner Natur und Kreativität im Mittelpunkt - in inspirierenden Blogartikeln, tiefsinnigen Coachings, beim bunten Malspiel, Kreativworkshops oder erdigen Naturabenteuern lernst du, deine innere Stimme wieder lauter zu hören und gelassen neue Pfade zu beschreiten.


Neugierig? Schau einfach selbst vorbei und klick auf www.villanatura.at

2016-09-09T11:54:54+00:00 5 Dezember, 2014|

11 Kommentare

  1. Micha 5. Dezember 2014 um 13:07 Uhr- Antworten

    Ziemlich eindrucksvoll, was du in deiner Villa Natura so alles vereinst. Das ist ja tatsächlich eine Kombination aus allen deinen Wünschen und Leidenschaften.

    Deine 5 Tipps sind Themengebiete, zu denen man jeweils 10 neue Seiten schreiben könnte. Deshalb sehe ich deine Geschichte auch mehr als Inspiration, als eine tatsächliche Schritt für Schritt Anleitung.

    Es ist trotzdem angenehm und inspirierend zu lesen, wie sich jemand aus dem Hamsterrad heraus gearbeitet hat. 🙂

    • Patricia 5. Dezember 2014 um 22:50 Uhr- Antworten

      Hi Micha,

      Danke für dein Feedback und ja – die 5 Schritte sind tatsächlich mehr Wegweiser auf den Pfad zurück zu dir als als eine genaue Landkarte – über die Reise im Detail lassen sich wie du sagst auch ganze Reiseführer schreiben und für jeden wäre er doch anders.

      Für mich sind es einfach 5 wesentliche Punkte, mit denen sich der eigene Weg gut beschreiten lässt – so wie ich mit einem Schlafsack, Kompass, Seil, Plane und Streichhölzern im Rucksack das wichtigste dabei habe um viele Wege zu beschreiten.

      Viel Freude wünsche ich dir in diesem Sinne auch auf deinem Weg!
      Alles Liebe & Namastè,
      Patricia*

  2. Alexander Kouba 5. Dezember 2014 um 17:06 Uhr- Antworten

    Sehr motivierend! Na am kommenden Montag ist ja Feiertag 🙂

    Liebe Grüße
    Alexander Kouba

    • Patricia 5. Dezember 2014 um 22:52 Uhr- Antworten

      🙂 … ich hoffe dass jeder Tag auch für dich ein FEIERtag ist!

      Alles Liebe & Namastè,
      Patricia*

  3. Alina 7. Dezember 2014 um 18:14 Uhr- Antworten

    Wow die Fragen im letzten Absatz haben es aber in sich 🙂

    Wie wollen wir die Welt hinterlassen, wenn wir mal abtreten? – Wenn sich das jeder Mensch fragen würde, dann hätten wir eine ganz andere Gesellschaft!

    Sehr inspirierend!

    Liebe Grüße,
    Alina

    • Patricia 9. Dezember 2014 um 13:05 Uhr- Antworten

      Liebe Alina,

      Ja, ich finde diese Fragen stellen sich einfach noch zu wenige Menschen und ich kann es teilweise auch verstehen. Bislang wird der Alltag vieler Menschen ja von Existenzangst, alten Rollen und Erfolgsdruck dominiert, die den meisten von klein auf vorgelebt werden. Es reicht aber eigentlich ein kurzer Moment in dem man sich über diesen grauen Schleier erhebt und Klarheit bekommt, dann kann sich vieles verändern*

      Danke für dein Feedback, ich freue mich wenn die Inspiration Wellen schlägt^^^

      Alles Liebe & Namastè,
      Patricia

  4. Anna 9. Dezember 2014 um 16:36 Uhr- Antworten

    Wie inspirierend, liebe Patricia!

    Dein Dialog mit der inneren Stimme ist etwas erfrischend anderes! Ich musste herzlich darüber lachen, weil mir das alles nur allzu bekannt vorkommt!

    Umso schöner, dass du letztendlich auf diese Stimme gehört hast und deiner Leidenschaft gefolgt bist! Deine Energie schwappt gerade aus meinem Laptopbildschirm auf mich über! 🙂

    Ich wünsche dir auf deinem Weg weiterhin viel Freude!
    Anna

    • Patricia Ricci 10. Dezember 2014 um 17:37 Uhr- Antworten

      Liebe Anna,

      Da muss ich auch gleich grinsen – Schön dass nicht nur ich diese Stimmen höre ^_^

      Danke für die lieben Wünsche & auch dir alllllles Gute und viel Vergnügen in deinen inneren Dialogen*

      Namastè,
      Patricia

  5. Marie 10. Dezember 2014 um 16:03 Uhr- Antworten

    WOW, liebe Patricia!

    Es haut einen förmlich um, wie konsequent du deinem ureigenen Weg gefolgt bist. Meinen größten Respekt dafür!
    Meine innere Stimme sagt übrigens die gleichen Dinge zu mir. Und da sie keine Ruhe gibt, werde ich ihr wohl oder übel zuhören müssen 😉

    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg mit Villa Natura!
    Liebe Grüße,
    Marie

  6. Patricia+Ricci 11. Dezember 2014 um 11:14 Uhr- Antworten

    Liebe Marie,

    Danke für deine respektvollen Worte und ja: Hör auch du deiner Stimme zu, ich finde es ist längste Zeit dafür. Spätestens am Ende des Lebens spricht sie zu jedem glasklar und erinnert daran was hätte-sein-können, lass es uns nicht länger verschieben – die Welt braucht neue Wege und es gibt nichts zu verlieren*

    Von Herzen alles Liebe,
    Patricia*

  7. Johannes Poscharnig 27. Dezember 2014 um 12:48 Uhr- Antworten

    Liebe Patricia,

    interessanter und sehr inspirierender Artikel. Ich kann dir in diesem Bereich von 7-11Jahren nur nachempfinden.
    Damals und heute war ich im Fechten in meinem Element, habe damals wie heute jede freie Minute an den Sport gedacht, konnte damals bis heute keinen Tag verbringen an dem ich mich nicht mit dem Fechtsport beschäftigt habe.

    Diese Leidenschaft spürt man, höre ich von meinem Umfeld.
    Genauso wird es dir vielleicht auch gehen.

    Ob sich alle Leidenschaften schon so früh zeigen, kann ich nicht beurteilen, denn dass ich gerne anderen Menschen helfe auf die oberste Treppe zu steigen ist erst seit 2 Jahren so.
    Aber sicherlich ist dies auch nur durch den Sportbezug entstanden.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für dein Projekt.

    LG

    Johannes

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