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Virtus

Tugend; Das höchste Gut in der stoischen Philosophie, umfasst Weisheit, Gerechtigkeit, Mut und Mäßigung.

Virtus, das lateinische Wort für Tugend, ist ein zentraler Pfeiler der stoischen Philosophie. In der stoischen Weltanschauung wird Tugend nicht nur als ein wünschenswertes Merkmal betrachtet, sondern als das höchste Gut, das ultimative Ziel des menschlichen Strebens.

Die Stoiker, wie Marcus Aurelius, Seneca und Epiktet, sahen die Tugend als die einzige Quelle wahren Glücks und des inneren Friedens. In dieser Philosophie besteht das gute Leben darin, ein tugendhaftes Leben zu führen – ein Leben, das durch Vernunft geleitet wird und in Einklang mit der Natur steht. Die Tugend an sich ist unveränderlich und unabhängig von äußeren Umständen; sie liegt gänzlich in der Kontrolle des Individuums.

Die vier Kardinaltugenden der Stoiker sind:

1. Weisheit (Sophia): Dies beinhaltet das Verständnis von dem, was wirklich gut und böse ist, und das Wissen, wie man in verschiedenen Lebenssituationen richtig handelt. Weisheit bedeutet, die Welt und die menschliche Natur zu verstehen und dieses Wissen praktisch anzuwenden.

2. Gerechtigkeit (Dikaiosyne): Gerechtigkeit in der stoischen Philosophie geht über das Gesetz hinaus und umfasst Fairness, Güte und soziale Verantwortung. Es geht darum, anderen gegenüber gerecht und wohlwollend zu handeln, und das Wohl der Gemeinschaft in das eigene Handeln einzubeziehen.

3. Mut (Andreia): Mut im stoischen Sinne bedeutet nicht nur physische Tapferkeit, sondern auch die innere Stärke, sich Herausforderungen zu stellen, Angst und Begehren zu überwinden und in schwierigen Situationen standhaft und prinzipientreu zu bleiben.

4. Mäßigung (Sophrosyne): Mäßigung bezieht sich auf die Selbstkontrolle und das Gleichgewicht in allen Aspekten des Lebens. Es bedeutet, Begierden und Impulse zu beherrschen und ein maßvolles, diszipliniertes Leben zu führen.

Für die Stoiker ist die Tugend nicht nur eine Frage der Handlung, sondern auch eine des Charakters und der Absicht. Es geht nicht darum, einfach bestimmte Taten zu vollbringen, sondern um die Art und Weise, wie man sein Leben führt und die Haltung, die man gegenüber der Welt einnimmt. Ein tugendhaftes Leben zu führen bedeutet, ein Leben in Einklang mit der eigenen Vernunft und Natur zu führen und so die Eudaimonia, das höchste Gut, zu erreichen.

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