Warum hatte ich nicht den Mut…

Photo by Joshua Earle

Vielleicht kennst du das auch, wo du nach einer verpassten Gelegenheit gedacht hast „Hätte ich doch nur…“. Eine Chance die du nicht genutzt hast, weil dir der Mut dazu gefehlt hat. Weil du es dir nicht zugetraut hast. Weil noch nicht alles perfekt genug war oder du die Entscheidung gar auf einen späteren Zeitpunkt verschoben hast. Dieser Zeitpunkt aber nicht mehr gekommen ist. Ich kenne das sehr gut! Einige dieser Chancen sind einfach nicht mehr wieder gekommen und das habe ich hinterher oftmals sehr bereut.

Vor so einer großen Entscheidung stand ich vor einem Jahr. Ich hatte die Wahl mich in ein Angestelltenverhältnis zu begeben oder weiterhin selbstständig zu bleiben. Ich hatte die Wahl, mir nach fast 20 Jahren wieder einen „sicheren“ Job zu suchen oder einfach ins kalte Wasser zu springen und meinen eigenen Weg weiter zu gehen. (zum Thema „Sicherheit“ im nächsten Artikel mehr!)

Nach dem Reisebüro Ende verspürte ich großen Druck von außen, aber auch ich selbst machte mir Gedanken zur beruflichen Zukunft. Vielleicht kennst du ja den einen oder anderen Gedanken…

„Nun wird es langsam Zeit, dir einen neuen Job zu suchen!“

„In deinem Alter ist es ja gar nicht mehr so einfach, eine geeignete Stelle zu finden!“ (Anmerkung: Ich bin 47 Jahre alt)

„Du kannst dich glücklich schätzen, wenn du überhaupt noch einen angemessenen Job bekommst!“

„Wenn du dich jetzt nicht bald mal auf die Suche machst, wird das nix mehr und du bist arbeitslos!“

„Denke doch bitte an die soziale Absicherung, an deine Burnout Vergangenheit, an die Pension“…usw.usf.

Doch diese vielen Jahre der Selbstständigkeit haben mich sehr geprägt. Ich war es gewohnt Verantwortung für mein Handeln und für mich selbst zu tragen. Täglich kleinere oder größere Entscheidungen zu treffen und damit auch unabhängig zu sein. Das wollte ich auch weiterhin. Für mich war klar, dass ich nur in der Selbstständigkeit eigene Ideen und Projekte umsetzen kann. Ich will etwas Eigenes erschaffen. Meine berufliche Tätigkeit soll Sinn machen, für mich und andere. Das ist es was mich antreibt und motiviert. Und so machte ich mich auf den Weg…

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“. Franz Kafka, Schriftsteller

Der erste Schritt in die digitale Welt war der Schwierigste, aber Chancen ergeben sich im Gehen, davon war ich überzeugt. Meine „ersten Schreibversuche“ startete ich auf Instagram ohne vorher zu wissen, was dabei herauskommen würde. Ich wollte mich ausprobieren und beobachten was geschieht. Schon zu lange hatte ich auf den perfekten Moment gewartet! Mir wurde klar, dass es den nicht gibt! Es wird immer wieder etwas geben, dass ich noch lernen muss/darf. Ich werde mich immer wieder weiterentwickeln. Also fasste ich den Mut, schob meine Ängste beiseite und begann zu schreiben…

Mut
Nathan Cowley at Pexels

Wenn ich Menschen aus meinem näheren Umfeld erklärte was ich in Zukunft machen möchte (Bloggen, Online Business aufbauen), herrschte doch einige Male Unverständnis und zugegebenermaßen war es für mich zu Beginn auch etwas schwierig, diesen Berufswunsch auszusprechen. Denn, wie sollte ich jemanden erklären was ich machen möchte, wenn ich es selbst nicht so genau wusste? Dass auch mir diese digitale Welt noch relativ unbekannt war und ich einfach die Chance nutzen wollte, mich umzusehen und zu lernen.

Passender Artikel:  8 effektive Wege wie du deine Unsicherheit überwindest

Dieser Weg ist ein anderer als in meinem Umfeld bisher üblich. Ein Weg den viele Menschen meiner Generation nicht kennen. Aber ich gehe ihn konsequent weiter. Schritt für Schritt. Ich habe mich gefragt, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Werde ich verhungern? Nein, ganz bestimmt nicht! Ein bisschen was habe ich schon vorrätig 😉 Werde ich unter der Brücke landen? Wohl eher nicht.

In drei Jahren werde ich meinen 50. Geburtstag feiern oder von einer anderen Perspektive aus betrachtet, werde ich in 13 Jahren 60 Jahre alt sein. Das macht mir keine Angst aber die Jahre vergehen oft schneller, als einem lieb ist. Bitter wäre es für mich dann, wenn ich sagen müsste „Warum hatte ich nicht den Mut…“Warum habe ich es nicht einfach probiert?

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer“. Seneca, röm. Philosoph u. Dichter, 4 v.Chr.–65 n.Chr.

Wenn du regelmäßig die motivierenden, interessanten Artikel von Markus und seinen GastautorInnen liest nehme ich an, dass du den Wunsch nach Veränderung bereits verspürst. Vielleicht stehst du gerade vor einer großen Entscheidung. Bist am Zweifeln oder mutlos. Du möchtest raus aus dem Hamsterrad und beruflich etwas ganz anderes machen. Deine Leidenschaft finden und damit auch berechtigter Weise gutes Geld verdienen. Dein Leben so gestalten, wie du es dir vorstellst. Vielleicht bist du unzufrieden im Job oder hast bereits innerlich gekündigt.

Sei dir bitte bewusst, dass wir nur dieses eine Leben haben! Nutze die Chancen die sich dir bieten und die sich gut für dich anfühlen. Versuche deinen eigenen Weg zu gehen, auch wenn zu Beginn möglicherweise noch nicht ganz klar ist, wohin die Reise gehen wird.

Beruflich mal etwas ganz anderes machen, eine neue Richtung einschlagen und sich selbstständig machen mit dem was man gerne tut, benötigt eine jede Menge Mut.

Aber ich bin überzeugt, dass es sich lohnt. Es werden sich neue Wege auftun, die du vorher nicht gesehen hast. So war es auch bei mir!

Noch nie war die Zeit besser als jetzt, beruflich einen Neuanfang zu wagen. Durch die voranschreitende Digitalisierung werden sich über kurz oder lange sehr viele Berufsbilder verändern. Wir können das heute ja auch schon beobachten. Es tut sich sehr viel und ganz ehrlich… Warum sollte man nicht auch in einem späteren Lebensabschnitt neue Wege beschreiten und in der Online Welt Fuß fassen können?

Die Hoffnung dass alles so bleibt wie es ist, wird sich auf Dauer sicher nicht erfüllen. Wir werden uns auf die eine oder andere Weise weiterentwickeln (müssen). Das betrifft uns alle. Egal ob du nun 25 oder 50 Jahre alt bist.

Wenn du bereits den Wunsch nach Veränderung spürst, trau dich einfach! Wage den ersten Schritt! Viele andere vor uns, haben es bereits getan!

Meistens bereuen wir Dinge im Nachhinein, die wir nicht getan haben. Es wäre sehr schade, wenn du nicht erfahren würdest, was du alles hättest erreichen können.

Gehen wir doch gemeinsam diesen (noch) unbekannten Weg Richtung Zukunft! Gehen wir gemeinsam neue Wege um nicht irgendwann in Zukunft sagen zu müssen: „Warum hatte ich nicht den Mut…“

Alles Liebe, Silvia

Ein Artikel von Silvia Ninaus

 

Artikel von

Silvia Ninaus

Silvia Ninaus

Silvia Ninaus beendete 2018 nach fast zwei Jahrzehnten ihre selbständige Tätigkeit in der Reisebranche. Nun befasst sie sich mit den Auswirkungen der voranschreitenden Digitalisierung auf Alltag- und Arbeitsleben und den Umgang mit Veränderung. Vor 12 Jahren war sie selbst von einem Burnout betroffen und hat damals alles verloren, was ihr wichtig war. Wie sie aus diesen beiden einschneidenden Erlebnissen wieder Kraft und Mut für den Neubeginn fand, möchte sie nun gerne weitergeben. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam Richtung Zukunft“.

2 Antworten

  1. Lieber Michel!

    Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich denke, dass sich sehr viele LeserInnen in deinen Zeilen wiederfinden werden.

    Nicht gut genug zu sein, noch nicht genug Erfahrung zu haben, vorher noch dieses und jenes machen zu wollen und dabei einfach nicht ins Handeln kommen.

    Es ist nicht einfach, diese Denkweise zu durchbrechen. Ich kenne das sooo gut!
    Der erste Schritt ist der Schwierigste. Aber wenn man den Mut aufbringt, werden sich alle
    weiteren Schritte ergeben.

    Ich habe mich nach meinen ersten Schreibversuchen schon gefragt, warum ich nicht schon viel früher damit begonnen habe… 😉

    Du hast so Recht! Lieber unperfekt starten als perfekt zu zögern!
    Dem ist glaube ich nichts mehr hinzuzufügen…

    Liebe Grüße,
    Silvia

  2. Liebe Silvia,

    danke für den sehr inspirierenden Artikel.

    Ja, „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“, das ist einer dieser Sprüche, die mich besonders berühren.

    Auch ich habe den Gedankengang „Ach, hätte ich doch nur…“ viele Jahre erfolgreich täglich gedacht… immer wieder und wieder und wieder…

    Da kann man sich ja vorstellen, was das mit den Gedanken und den Gefühlen macht.

    Viel zu lange habe ich auch auf den richtigen Moment gewartet.

    „Ach ne, es ist noch nicht so weit… ich warte lieber nocht…“

    Ich war davon überzeugt, dass ich noch viiiiiiel mehr Zeit… Erfahrungen… Wissen… Geld… Kontakte bräuchte, um endlich loszulegen.

    Und andere Leute um mich herum haben einfach losgelegt und sich auf dem Weg immer weiter entwickelt.

    Ganz nach dem Motto: „Lieber unperfekt starten als perfekt zögern.“

    Lieben Gruß, Michel

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Silvia Ninaus

Silvia Ninaus

Silvia Ninaus beendete 2018 nach fast zwei Jahrzehnten ihre selbständige Tätigkeit in der Reisebranche. Nun befasst sie sich mit den Auswirkungen der voranschreitenden Digitalisierung auf Alltag- und Arbeitsleben und den Umgang mit Veränderung. Vor 12 Jahren war sie selbst von einem Burnout betroffen und hat damals alles verloren, was ihr wichtig war. Wie sie aus diesen beiden einschneidenden Erlebnissen wieder Kraft und Mut für den Neubeginn fand, möchte sie nun gerne weitergeben. Ganz nach dem Motto „Gemeinsam Richtung Zukunft“.

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