Weihnachten – die stade Zeit?

stade Zeit

Nun ist sie also bald wieder rum, die sogenannte Stade Zeit.

Wie Karl Valentin schon bemerkte:

„Wenn die stade Zeit vorbei is‘, werd’s a wieda ruhiga“

Irgendwie ist es doch seltsam, dass sich die ursprünglich als ruhigste Zeit des Jahres geltende, zu einer dermaßen hektischen Zeit gewandelt hat, so dass viele Menschen an Heilig Abend völlig erledigt unter dem Weihnachtsbaum zusammensacken.

Das Weihnachtsfest als Ziellinie, die es zu erreichen gilt

Es gibt tatsächlich schon Firmen, die ihre Weihnachtsfeiern auf den Januar des Folgejahres verlegen, weil große Tische in Restaurants für Dezember kaum und kurzfristig schon gleich gar nicht zu kriegen sind.

Und vor Weihnachten hat eigentlich eh kaum einer für irgendetwas Zeit, geschweige denn dafür, einen gemeinsamen Termin zu finden.

Allerdings beginnt sich auch im privaten Bereich, der Trend von „wir müssen uns vor Weihnachten noch mal sehen“, auf „lass uns das auf den Januar verschieben“ allmählich durchzusetzen.

Da erscheint doch ein Silberstreifen am Horizont, das die stade Zeit tatsächlich schön langsam wieder stad wird und sich die Hektik der Vorweihnachtszeit über kurz oder lang auf den Januar verlagert.

Bis man dann bei der Terminfindung, im an sich ruhigen Monat Januar feststellt, dass man hier bereits zur Weihnachtsfeier verabredet ist und dort an der Umsetzung der Vorsätze arbeitet.

Fitnessstudio, Sprachkurs, sowie Ehrenämter und was man sich sonst noch so alles vorgenommen hat, wollen auch zeitlich untergebracht sein.

Bliebe für die Vorweihnachtszeit zumindest noch der Geschenkekauf übrig.

Das kann man fast tatsächlich nur recht kurzfristig organisieren, da die Trends in Technik und Mode mittlerweile so kurzlebig sind, dass ein rechtzeitig besorgtes Geschenk bis zum Fest bereits wieder veraltet sein könnte.

Es liegt ja angeblich eh im Trend, dass die Mehrheit der Menschen, die Geschenke im Internet kauft.

Wenn man in der Vorweihnachtszeit durch die Fußgängerzonen oder Shoppingcentren der Städte geht, kann man das kaum glauben, so voll wie es überall ist.

Nicht auszudenken, wenn die besagte „Mehrheit“ sich da auch noch hinzugesellen würde.

Aber woher kommt dann die Hektik, wenn Weihnachtsfeiern und private Treffen verschoben werden und der Geschenkekauf nach Feierabend bequem vom Sofa aus erledigt werden kann?

Vielleicht weil man dann Stunden an den Ausgabeschaltern der Paketstationen verbringt, weil, wie bei allen anderen auch, die Ware angekommen ist, während man in der Arbeit war?

Noch ganz anderen Stress haben natürlich Eltern von kleinen Kindern.

Da muss z. B. gebacken, gebastelt, gesammelt und verkauft werden, Aufführungen organisiert, vorbereitet und besucht werden. Der Nachwuchs von a nach b und wieder zurück chauffiert werden.

Nachdem das dieses Jahr erstmals für mich komplett wegfällt, bin ich gespannt, ob ich Zeit ohne Ende haben werde, Kiloweise Plätzchen backen und vielleicht sogar aus sentimentalen Gründen, den Weihnachtsbasar der Schule besuchen werde.

Vielleicht treffe ich mich ja auch mit Freunden, die ebenfalls jetzt zu viel Zeit haben und wir besuchen ganz entspannt den einen oder anderen Weihnachtsmarkt oder gehen auf eine Weihnachtsfeier.

Nein, das wird nicht passieren, bis auf den Weihnachtsmarkt vielleicht.

Das ist doch immer ganz schön, auch ohne Kind noch, (obwohl das mit Kindern schon nochmal besonders ist) und irgendwie einfach auch dazu gehört.

Stade Zeit
VinnyCiro / Pixabay

Wenn man die kleineren, unbekannteren Märkte besucht, kann man es manchmal noch fühlen, das „Weihnachtsgefühl“, das man von früher her kennt

Wer es vor lauter Hektik noch nicht auf einen Weihnachtsmarkt geschafft hat, für den wird es jetzt aber langsam eng.

Allerdings hat z. B. der Weihnachtsmarkt am Flughafen München auch in diesem Jahr wieder, noch nach den Feiertagen, bis zum Sonntag, den 29.12.2019 geöffnet.

Er bietet zu den Schmankerln, bis zu 6 Stunden im P20 kostenfrei zu parken und der Möglichkeit sich in den Hallen aufzuwärmen, einen Geschenketausch, eine Eisbahn und Rundfahren über das Flughafengelände an.

Kaum sind die Weihnachtstage, mit ihrer uferlosen Völlerei vorüber, geht es mit Riesenschritten auf den Jahreswechsel zu

In den letzten Jahren hat auch die Bedeutung der Raunächte wieder zugenommen. Wer mehr darüber wissen möchte, für den gibt es im Internet viele interessante Impulse dazu.

Urplötzlich steht dann Silvester vor der Tür.

Gut, wer sich rechtzeitig um Karten für die gewünschte Veranstaltung bemüht hat.

Ich hatte im August bereits bei der gewünschten Location angefragt, da waren sie bereits ausgebucht…

Vielleicht hätte ich da gleich für Silvester 2020/21 reservieren sollen?!

Im neuen Jahr angekommen, rufen sich die vielen guten Vorsätze die man so hatte in Erinnerung.

An Ideen, was man im neuen Jahr alles anders und vor allem besser machen möchte mangelt es in den seltensten Fällen

Die Umsetzung allein ist es, die einen doch eher so manches Mal vor die größere Herausforderung stellt, um nicht zu sagen Schwierigkeiten bereitet.

Um diesem Teufelskreis entgegenzusteuern, haben sich Markus und Natascha folgendes einfallen lassen: https://markuscerenak.com/didl

Klingt, wie ich finde ziemlich vielversprechend!

Bei uns wird das Jahr 2020 auch mal auf eine ganz andere, für uns völlig neue Weise beginnen. Zu gegebener Zeit, werde ich auf dem RiRaReiseblog ab und an darüber berichten.

Nun aber erstmal gemütliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein tolles 2020.

Artikel von

Manuela Stockmann

Manuela Stockmann

Eine eigentlich klassische Hamsterradlaufbahn. Schule, Ausbildung, Beruf (unter anderem als kfm. Angestellte in einer Immobilienfirma, Bankangestellte). Bewusster Wechsel in Teilzeit, um mehr Zeit und vor allem noch Energie für Familie, Freunde, Hund und Hobbies zu haben. Nach Eltern(aus)zeit Rückkehr in das Hamsterrad. Unter anderem Schwerpunkt Seminarorganisation, später Assistenz und Office Management. Mit der Zeit kam die Kreativität: Grundkurs HTML/CSS Programmierung, ehrenamtliche Unterstützung einer Familienwebseite im Internet (HTML), sowie Betreuung von Grundschulkindern im Antolin Lese Lernprogramm am PC. Verfassen von Kurzgeschichten und Artikeln. Aufbau einer nicht kommerziellen Internetseite, mein kleiner RiRaReiseblog, in dem ich über persönliche Erlebnisse und Eindrücke von einigen schönen Flecken dieser Welt und dem für mich schönstem Hobby überhaupt schreibe. Die Sprachkenntnisse in Englisch, sowie Grundkenntnisse in Französisch, Italienisch und Niederländisch haben bisher ausgereicht, um an den besuchten Zielen in der Welt zurechtzukommen. Des Weiteren mag ich alles, was man am, im und auf dem Wasser tun kann.

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Manuela Stockmann

Manuela Stockmann

Eine eigentlich klassische Hamsterradlaufbahn. Schule, Ausbildung, Beruf (unter anderem als kfm. Angestellte in einer Immobilienfirma, Bankangestellte). Bewusster Wechsel in Teilzeit, um mehr Zeit und vor allem noch Energie für Familie, Freunde, Hund und Hobbies zu haben. Nach Eltern(aus)zeit Rückkehr in das Hamsterrad. Unter anderem Schwerpunkt Seminarorganisation, später Assistenz und Office Management. Mit der Zeit kam die Kreativität: Grundkurs HTML/CSS Programmierung, ehrenamtliche Unterstützung einer Familienwebseite im Internet (HTML), sowie Betreuung von Grundschulkindern im Antolin Lese Lernprogramm am PC. Verfassen von Kurzgeschichten und Artikeln. Aufbau einer nicht kommerziellen Internetseite, mein kleiner RiRaReiseblog, in dem ich über persönliche Erlebnisse und Eindrücke von einigen schönen Flecken dieser Welt und dem für mich schönstem Hobby überhaupt schreibe. Die Sprachkenntnisse in Englisch, sowie Grundkenntnisse in Französisch, Italienisch und Niederländisch haben bisher ausgereicht, um an den besuchten Zielen in der Welt zurechtzukommen. Des Weiteren mag ich alles, was man am, im und auf dem Wasser tun kann.

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