Zehn Dinge, welche ich aus TV-Serien gelernt habe

tv Serie

„Frauen sind Helden. Frauen sind Action-Helden. Und manchmal sind sie auch schwanger.“

Ein großes Wort, das die Heldin der Serie da so locker ausgesprochen hatte, während sie mit ihrer Pistole herum fuchtelte.

Aber sie hatte ja Recht! Ich schrieb mir den Spruch auf und klebte ihn mir an den Spiegel.

Warum bin ich eigentlich so ein Serienjunkie? Und gibt es noch andere Dinge, welche ich aus TV-Serien gelernt habe?

Tatsächlich fand ich nach einigem Nachdenken eine ganze Menge, die mir schon oft im „real life“ nützlich gewesen sind.

1. Jeder braucht einen Sidekick, Freund, Familie

Ohne einen Vertrauten schafft es auch der einsame Wolf nicht. Wir alle brauchen einen Hafen, wo wir Kraft tanken.

Einen Menschen, mit dem wir reden können, wenn wir weder ein noch aus wissen. Jemand der uns in den Arm nimmt und an dessen Schulter wir uns ausweinen können.

Einen der uns hilft, wenn ringsherum das blanke Chaos herrscht. Jemand den man an die Ecke stellt, damit er dir den Rücken freihält. Und manchmal sind wir der, der gebraucht wird. Für all das.

Oder dafür, dass abends ein Teller warme Suppe auf dem Tisch steht.

2. Unbeholfene Helden

Serienhelden, sind sehr oft die Schwachen, Verrückten oder Kaputten dieser Welt. Aber sie gehen auch anders an Probleme heran, als Frau oder Herr Durchschnitt.


Sie haben einen anderen Blick auf die Dinge und oft gerade deshalb besser geeignet, Probleme zu lösen. Außerdem ist es interessanter.

Also ihr Außenseiter, einsamen Wölfe, ihr Nerds, Geeks und Gemobbte – nehmt euch das zu Herzen. Ihr seid spannend und genau richtig so, wie ihr seid.

 3. Jeder macht Fehler – aber diese Fehler müssen dich nicht ausmachen

Fehler machen gehört dazu. Manchmal sind es nur winzige Dinge, die dem Serienhelden unterlaufen und die Geschichte nimmt eine völlig chaotische Wende. Und manchmal stellen sich die größten Tritte in Fettnäpfchen als eine respektable Lösung heraus.

Aber was uns ausmacht – genau wie den Serienhelden – ist nicht, dass wir Fehler begehen. Sondern dass wir die Konsequenzen tragen und wieder ausbügeln, was wir verrissen haben.

4. Manchmal trifft das Leben Entscheidungen für uns

TV Serien
StockSnap / Pixabay

Zuweilen quälen wir uns mit Problemen, die wir einfach nicht lösen können.

Nicht allein und manchmal auch nicht mit unserem Vertrauten. Dann kann es hilfreich sein, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Vieles erledigt sich von selbst.

Manchmal einfach dadurch, dass andere Menschen Entscheidungen treffen, die sich vielleicht direkt auf unser Problem beziehen. Oft dadurch, dass Unterbewusste, die Arbeit tut, die unser Kopf nicht aussortieren kann.

Oder es ändern sich die Umstände – oder sogar unsere eigene Haltung zu einem Problem. Und dann sieht es so aus, als würde das Leben für uns die Entscheidungen treffen.

5. Sei “all in”

Im Gegensatz zu Nr. 3 ist es manchmal tatsächlich nötig, alles zu geben. Und damit meine ich tatsächlich alles.

Es ist, als würde man im Dunkeln von einem Sprungbrett in eine unbekannte Tiefe hüpfen, ohne vorher seine Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Manchmal geht es dabei tatsächlich nur um Geld. Aber manchmal steht alles auf dem Spiel.

Wie man es auch dreht und wendet, nach einer solchen Entscheidung kann man nicht mehr zurück, nur vorwärts und dann ist es besser, wenn man mit dem ganzen Herzen dabei ist.

6. Wenn es nötig ist, dann kann man auch mal „Scheiße“ sagen

Es läuft nicht? Also so gar nicht? Du könntest heulen? Die Flinte ins Korn werfen?

Dann solltest du einmal so richtig herzhaft fluchen. Das macht den Kopf frei, lockert die Muskeln im Nacken und bringt dich richtig in Wut. Bringt dich ins Wüten. Und wüten bedeutet, etwas zu tun. Du bist nicht mehr starr vor Angst. Gelähmt vor Verzweiflung oder starr vor Schreck.

Aber Achtung, mit dem Fluchen ist es, wie mit jeder anderen Substanz. Die Dosis macht es. Wenn man es selten macht, dann hilft es dir dabei, dich zu schütteln und weiter zu machen. Aber wenn dir ständig ein Fluch auf den Lippen liegt, dann ist es nur noch Gemecker. Und was deine Sprache verschmutzt, ist durchaus in der Lage, auch den Geist zu verschmutzen.

7. Du bist der einzige, der deine Geschichte schreiben kann

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Bokskapet / Pixabay

Es sind nicht die Zombis, oder Mütter und Väter, die über dein Leben entscheiden. Du bist der, der die Entscheidungen trifft und dementsprechend handelt und sei es ohne den Segen deiner Mitmenschen.

Dann ist das halt so. Niemand kann es seinem Vorgesetzten oder seinem Bruder,  immer und überall Recht machen. Aus deinen Entscheidungen wird deine Geschichte. Aus den Entscheidungen der anderen, werden andere Geschichten.

8. Eingespieltes Lachen ist nicht lustig

Das habe ich sowieso noch nie verstanden. Warum machen die das?

Sind die Witze so schlecht, dass einem gesagt werden muss, wo sie kommen? Wenn man mehr lacht, schaut man sich dann die nächste Folge der Show wieder an? Traut man sich nicht, zu lachen, wenn nicht die „Stimme aus dem OFF“ mitlacht? Soll ich manipuliert werden? Zu welchem Zweck.

Ich muss so sehr darüber nachdenken, dass ich die Witze jetzt erst recht nicht mitbekomme. Das Tonbandlachen stört mich. Wer sieht diese Show mit mir gemeinsam? Was suchen die alle vor (oder hinter) meinem Fernseher.

Ehrlich Leute – niiiicht witzig! Und was habe ich daraus gelernt?

Es ist tatsächlich wichtig, authentisch zu sein.

9. Wenn es gefährlich sein könnte, dann ist es das auch

Du bist mitten in der Nacht allein in einem Schloss und es rumpelt auf dem Boden?

Geh nicht nachschauen – das ist eine Falle.

Und das Idiot-auf-dem-Dachboden-Syndrom. Das funktioniert tatsächlich nur im Fernsehen. Aber wer sagt denn, dass Drehbuchautoren immer die beste Lösung parat haben?

Du kannst dich auch ganz bewusst dagegen entscheiden. Dann wirst du vielleicht kein Held. Aber du bleibst am Leben. Im wirklichen Leben ist das sehr sehr oft, die bessere Option.

10. Du bist hier und du bleibst hier.

Weglaufen ist immer nur die zweitbeste Lösung. Etwas oder jemand bleibt zurück. Dinge werden liegengelassen statt beendet. Man kann nicht stolz darauf sein. Zumal man sich ja selbst auch immer mitnimmt. Ganz egal, wie weit man läuft, der Kopf und die Erinnerung müssen dranbleiben.

Aber manchmal ist die zweitbeste Lösung auch die einzig mögliche.

Artikel von

Mirjam Hoff

Mirjam Hoff

Mirjam Hoff ist ausgebildete Betonwerkerin hat als Sekretärin, Projektassistentin, Qualitätsmanager, Tutor und in vielen anderen Berufen gearbeitet. Nach einige Jahre, die sie in den USA verbracht hat, wendete sie sich dem Schreiben zu. Sie hat inzwischen 4 Bücher veröffentlicht. Ihre Themen sind Balance und die Verantwortung für die eigene Situation zu übernehmen. Dafür findet sie in ihrer Arbeit als Autor viele Impulse.

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Ja, das passt natürlich ;-)

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Mirjam Hoff

Mirjam Hoff

Mirjam Hoff ist ausgebildete Betonwerkerin hat als Sekretärin, Projektassistentin, Qualitätsmanager, Tutor und in vielen anderen Berufen gearbeitet. Nach einige Jahre, die sie in den USA verbracht hat, wendete sie sich dem Schreiben zu. Sie hat inzwischen 4 Bücher veröffentlicht. Ihre Themen sind Balance und die Verantwortung für die eigene Situation zu übernehmen. Dafür findet sie in ihrer Arbeit als Autor viele Impulse.

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