Klartext: Die Lüge des “Ziele setzens” und was ich darüber von Drehbuchautoren gelernt habe.

Ich habe mich echt lange geweigert. Über 8 Monate lang habe ich es vor mir hergeschoben: Einen Artikel über „Ziele setzen“ zu schreiben.

Mir ist nämlich eines wichtig: Ich will keine Normalo-Artikel schreiben. Ziele-Artikel gibt es Tausende. Und jeder erzählt mehr oder weniger das Gleiche: Aufteilung in beruflich oder privat, SMART-Kriterien einhalten, in ganzen Sätzen niederschreiben, in der Ich-Form und positiv formulieren und, und, und. Vermutlich hast du das schon gelesen. Oder in einem Seminar gehört. Manchmal funktioniert das auch. Aber oft hattest du das Gefühl, dass der Typ, der das schreibt, oder klug drüber redet, das sicher auch nicht so macht.

Und irgendwie nerven mich diese vielen Ratschläge von unzähligen Coaches, Trainern, Büchern, Seminaren, etc., was Ziele betrifft, ungemein.

Seit ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftige, sind Ziele mein Thema. Ich habe echt viel darüber gelesen. Von einfachen Strategien über komplexe Methoden bis zum einfachen vom-Universum-wünschen-und-abwarten ist die gesamte Bandbreite in meiner Birne. Und es mag jetzt Menschen geben, bei denen das eine oder andere funktioniert. Ganz ehrlich: Meiner Überzeugung nach funktioniert der Großteil der Ziele-Strategien beim Großteil der Menschen nicht. Ich mache es jetzt mal anders.

Exkurs: Die Kunst des Drehbuchschreibens

Vermutlich fällt es dir nicht auf, wenn du im Kino sitzt: Du siehst immer den gleichen Film. Hollywood Filme, aber auch Unterhaltungsromane (Krimi, Fantasy, Romantik, etc.) erzählen alle die gleiche Story, nämlich basierend auf der Dramaturgie der sogenannten Heldenreise. Das Buch „Der Heros in tausend Gestalten“* von Joseph Campbell zeigt, dass von der griechischen Mythologie, über Sagen und Märchen, bis zu heutigen Hollywood-Blockbustern jede Geschichte den gleichen Ablauf hat.

Und Drehbuchschreiber folgen diesem Konzept sehr stringent, was du im Buch „Die Odyssee des Drehbuchschreibens“ von Christopher Vogler nachlesen kannst. Nur warum fällt uns das nicht auf? Warum wird uns nicht klar, dass Star Wars, Pretty Woman und Rosamunde Pilcher das Gleiche erzählen. Es sind die Charaktere, die den Unterschied machen. Und die Art und Weise, wie wir uns mit den einzelnen Charakteren identifizieren, uns hinein versetzen, mit erleben, sie lieben oder ablehnen.

Der Entwicklung eines Film- oder Buchcharakters wird viel Zeit geschenkt. Der Autor entwickelt eine ganze Lebensgeschichte und zeichnet so bis ins kleinste Detail den jeweiligen Charakter, von Aussehen über Stärken, Macken, Ängsten, Phobien, Fetische, Vorlieben, Fähigkeiten, Abneigungen, Neurosen etc. Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Markus, was hat das mit „Ziele setzen“ zu tun, verdammt noch mal?

Wenn ich mir Ziele setze, dann mach ich das Gleiche wie ein Hollywood-Drehbuchautor. Ich beschreibe einen Menschen, entwickle ihn, forme ihn, schenke jedem Detail Aufmerksamkeit, beschreibe, was er tut, was er hat, was er weiß, was er kann und was er ist. Und zwar in glühenden Farben, in bestimmten Situationen, im Endzustand, also so, wie der Mensch ist, wenn er ein bestimmtes Ziel erreicht hat.

Und wie im Film erlebe ich all das hautnah mit, beziehungsweise ich erlebe es vor. Denn der Mensch, den ich beschreibe, dessen Idealbild ich genauso zeichne, wie ein Buchautor seinen Romanhelden entwickelt, dieser Mensch bin ich. Und somit brauche ich keine Regeln, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit ein Ziel richtig formuliert ist. Ich brauche mir keinen Zeitplan machen, keine Zwischenziele setzen, keine Mindmaps zeichnen, kein Vision Board malen.

Ich habe es nämlich bereits erlebt, wie es ist, wie es sich anfühlt, wenn ich das Ziel erreicht habe. Genauso wie sich unser Puls und unser Adrenalinspiegel hebt, wenn wir im Kino mitfiebern (gleichzeitig aber wissen müssten, dass das nun wirklich nicht echt ist), genauso habe ich meinen Film bereits erlebt.

Und ich verspreche dir Eines: Was du so (vor-)erlebt hast, das tritt ein. Denn in deinem Kopf hat sich eine Begeisterung festgesetzt, die keine Liste, keine Strategie, kein Buch und kein Blogartikel dort festgesetzt hat. Sondern die stärkste Kraft, die wir haben: Unsere Gefühle.

Probiere es aus. Endlich macht Ziele setzen mal Spaß.

(ANMERKUNG AUFGRUND VON LESERFEEDBACK: Da ich offensichtlich in diesem Artikel gedanklich zu schnell vorgegangen bin und zu viel vorausgesetzt habe, gibt es  einen Artikel, der den Ansatz konkreter macht und praktische Umsetzungsmöglichkeiten liefert. Du findest ihn HIER)

2016-05-31T09:07:15+00:00 19 August, 2013|

46 Kommentare

  1. Andreas 19. August 2013 um 9:51 Uhr- Antworten

    Hi Markus,
    die Methode erinnert mich sehr stark an den „mind rehearsal“ von Dr. Maltz (Psyco-Cybernetics). Funktiniert super! Ich habe mir spezielle Dramaturgien zurechtgelegt (my prfect day, my perfect run, my perfect me,..). Es wirkt!

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:06 Uhr- Antworten

      hi andreas
      danke für den tipp kannte ich noch nicht. wieder mal der klassiker: there’s nothing new under the sun!
      lg m

  2. Antje 19. August 2013 um 10:04 Uhr- Antworten

    Cool & danke. So macht es Sinn und vor allem Spaß. Werde ich ausprobieren und in mein Beratungsprogramm mit aufnehmen 🙂 Gruß, Antje

  3. AK 19. August 2013 um 10:33 Uhr- Antworten

    Hallo Markus.
    Entweder habe ich zu viel über Ziele setzten gehört, gelesen und gelernt oder ich kann mich nicht genug begeistern oder habe auch einfach zu wenig Fantasie um mir nur ansatzweise vorzustellen, wo von du da genau schreibst.
    Mag auch sein, dass diese Methode bei dir anscheinend eine Begeisterung hervor ruft, aber bei mir bewirkt es nur schaudern. Ich möchte ja das böse Wort nicht in den Mund nehmen, aber es klingt für mich zu esoterisch. Vor allem, wenn ich mir versuche vorzustellen, wie ich meine Filmrolle als James Bond niederschreibe und dies zu erreichen versuche. Am meisten fehlt mir der Bezug zur Zeit und die Feedbackschleife ob ich mein Ziel erreicht habe oder nicht. Und was ich ändern könnte um es beim nächsten Versuch zu erreichen.
    Immer den selben Film mit unterschiedlichen Darstellern zu produzieren hilft den Studiobossen um beim Publikum zu punkten und die Kassen zu füllen, da sie nur leichte Unterhaltung oder gar Ablenkung suchen. Im leben bin ich aber froh, dass nicht jeden Tag der selbe Film läuft und ich mir durch immer neue Ziele immer neue Erlebnisse und Erfahrungen sammle.
    Ich würde mir wünschen, dass du hier etwas genauer wirst, denn sonst fange ich mit dieser Methode leider nichts an.
    Danke
    AK

  4. Vladislav Melnik 19. August 2013 um 10:47 Uhr- Antworten

    Moin Markus,

    danke für den Beitrag!

    Der Heros in tausend Gestalten (warum klingt die deutsche Übersetzung so komisch?) liegt bei mir auch schon seit langem in meiner Amazon Wunschliste. Muss ihn mir mal endlich kaufen!

    Mir gefällt deine Idee. Vor allem ist der visuelle Aspekt sehr wichtig. Ich werde mir mal da in Zukunft mehr Gedanken drüber machen!

    Gruß
    Vladi

  5. Jeanette 19. August 2013 um 11:09 Uhr- Antworten

    super… und noch eine Anmerkung, Markus:

    die so entstandene Begeisterung setzt sich auch im Bauch fest, im Herzen… und das ist noch besser als „nur“ im Kopf

    Liebe Grüße

  6. Nafets Nuarb 19. August 2013 um 12:33 Uhr- Antworten

    Wow, der Dreh mit dem Drehbuch ist echt gut – und die beiden erwähnten Bücher kannte ich noch nicht. Mir fällt es allerdings sehr schwer, dieses Kopfkino einzusetzen, es ist anstrengend. Jedenfalls, wenn man sich müht, einen Zustand einzunehmen, den man noch gar nicht auf der Palette hat. Unser Hirn weiß genau, dass das ‚gelogen‘ ist oder dass wir tief im Innern das nicht wollen. So ähnlich muss es wohl sein, wenn man eine Phobie hat, die man überwinden will.
    Wenn man allerdings eine Vision hat, die begeistert, dann geschieht es ganz von selbst. Und so soll es wohl auch sein. Wenn da nur nicht die Welt wäre, die manchesmal bestimmte Eigenschaften, Fähigkeiten fordert. Andererseits: seit ich zu meinen Wurzeln zurückgekehrt bin, geht es mir besser!

    Nafets Nuarb

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:10 Uhr- Antworten

      hi
      jeder findet seinen weg. die drehbuch methode ist nur einer der strategie, die funktionieren! bei mir eben echt gut!
      lg m

  7. cet on 19. August 2013 um 12:53 Uhr- Antworten

    Toller artikel. Ich weis auch soviel, man kann das meiste nicht planen. Man schaut nachher zurück, sorum gehts.damit kann man dann besser für heute und morgen entscheiden…

  8. Designerist 19. August 2013 um 14:06 Uhr- Antworten

    Sehr guter Artikel – und wie immer, brillant geschrieben 🙂

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:10 Uhr- Antworten

      danke für die blumen! geht runter wie öl!
      Lass es dir gut gehen!
      m

  9. Designerist 19. August 2013 um 14:06 Uhr- Antworten

    Sehr guter Artikel – und wie immer, brillant geschrieben 🙂

  10. Tim S. 19. August 2013 um 14:14 Uhr- Antworten

    Sehr gut! Genauso beschreibe ich es auch in meinem Buch:

    Wir sind ja streng genommen Drehbuchautor (WAS willst du erleben?), Regisseur (WIE willst du es umsetzen?), Schauspieler (Welche Rolle möchtest du spielen?) und sogar der EINZIGE Zuschauer unseres Films, der sich LEBEN nennt.

    Warum meine ich, dass wir der einzige Zuschauer sind? Na, wer außer uns selbst kann denn unseren Film mit unseren Augen anschauen? ….Ganz genau deshalb bin ich überzeugt, jeder Mensch sollte seinen „Film“ so schön gestalten wie möglich und sich nicht mit einer Nebenrolle zufrieden geben.

    Ebenso finde ich den Vergleich auch sehr schön, um Zeitverschwendung zu vermeiden: Möchtest du jemanden ZUSCHAUEN, wie er/sie glücklich ist? Oder möchtest du selbst glücklich SEIN?

    Inspiration kann man sich zwar in Filmen holen, doch in der Zeit, wo man ANDEREN zuschaut, vergeht die eigene Lebenszeit, ohne das sich etwas verändert. Darum finde ich es toll, dass du mit Artikeln wie diesem die Menschen darauf aufmerksam machst, DASS sie etwas verändern können 🙂

    Beste Grüße!

    Tim

  11. Lars 19. August 2013 um 14:30 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    die Methode, die du dort beschreibst, ja sie ist umgekehrt im Verhältnis zu SMART und vielen anderen Coaching-Religionen. Du siehst dich also schon als jemanden, der sein Ziel erreicht hat, statt es erreichen zu wollen.
    Die Idee ist gut, aber nicht neuer als die SMART-Methode. Der „Law of Attraction“, den gibt es schon seit vielen Jahren und wird immer noch wieder und wieder geprädigt. „So denken Millionäre“ zum Beispiel von T. Harv Eker und viele viele andere Bücher/Methoden.

    Ich finde die Methode gut. Cirka genauso gut wie SMART und genau so gut umzusetzen. Und genau so alt, wenn nicht sogar älter.

    Viele Grüße aus Kopenhagen,

    Lars

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:12 Uhr- Antworten

      hi lars
      ja natürlich ist die denkweise nicht neu. wie mit vielen strategien in der persönlichkeitsentwicklung. aber am ende des tages zählt ob es meinschen weiter gebracht hat! 😉
      Lass es dir gut gehen!
      m

  12. Beate 19. August 2013 um 16:18 Uhr- Antworten

    Absolut genial mal wieder, kurz, prägnant, zutreffend. Herzlichen Dank 🙂
    Ich finde es äusserst faszinierend, wie Filme gestrickt werden, wie die immer gleiche Geschichte jedes Mal anders verpackt präsentiert wird. Hab mir das mal anhand einer Soap angeschaut: tägliche Wiederholung der gleichen (völlig bescheuerten und absolut realitätsfremden) Story mit immer neuen Darstellern. Wollte einfach mal wissen, was in der erfolgreichsten deutschen Daily-Soap so gezeigt wird und warum Millionen Menschen den hellichten Nachmittag vor der Glotze verplempern. Hab nicht allzulang durchgehalten 😉 mir war die Zeit zu schade.

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:12 Uhr- Antworten

      danke für dein feedback, und ja man kann snnvolleres mit seinem leben tun als soaps schauen. reiten zum beispiel 😉
      lg m

  13. Oliver 19. August 2013 um 18:55 Uhr- Antworten

    Danke! Das ist mal eine Methode mit der ich mich anfreunden kann. In Wirklichkeit tue ich das schon zeitlebens und es hat mich bisher nicht dorthin gebracht, wo ich mich imaginiere. Und immer im Hintergrund der Selbstvorwurf – ja du müsstest halt deine Ziele formulieren, deine Zeit managen, deine Ergebnisse kontrollieren und dieser ganze mühsame Gaga-Quatsch für strukturierte, stromlinienförmige Erfolgsmenschen. Das mag für 90% der Menschen funktionieren, bei mir geht sowas beim linken Ohr rein und über das Kleinhirn direkt ins Zentrum für Selbstvorwürfe, Ausreden und Begründungen für Misserfolge und von dort dann weiter in die Drüse für künftige Magengeschwüre und Herzinfarkte.
    Dank Deines Artikels kann ich nun meine Tagträume als Zielsetzungsworkshops titulieren und alles wird gut. Und dank mancher Kommentare, die mir bestätigen, dass das gar nix Neues ist, hab‘ ich auch die Gewissheit, dass ich hier nicht einem verrückten Spinner folge, sondern einer bewährten Methode. Danke! Danke! Danke!
    Wirklich super. Da dreht sich was bei mir im Kopf.

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:13 Uhr- Antworten

      hi oliver
      freut mich, dass du mit meinem ideen etwas anfangen kannst!
      Lass es dir gut gehen!
      m

  14. Sabine 19. August 2013 um 19:27 Uhr- Antworten

    Lieber Markus,

    danke für die nette Erinnerung an eine Methode die es schon gibt nur anders formuliert.

    hab eine schöne Zeit : )

    Grüße, Sabine

  15. René 19. August 2013 um 19:41 Uhr- Antworten

    Genialer Beitrag, ich sage nur SEIN, TUN und HABEN. SEIN – Idee, Vision entwickeln, TUN – Aktiv werden und HANDELN und letztlich HABEN, also das Ergebnis ernten…

  16. Matthias Bär 19. August 2013 um 22:08 Uhr- Antworten

    Ein super Artikel, der mir aus dem Herzen spricht!

    Ich habe viele Jahre lang Projektmanagment gelehrt und die SMART-Regel runtergebetet und diese auch in Projektanträgen schön brav lehrbuchmäßig angewendet. Bei einigen Projekten funktionierte dies sogar, bei vielen aber auch nicht, bzw. die Planung wirkte durch diese Methode sehr verkrampft. Genauso fühlte es sich an, als ich die SMART-Methode versucht habe, auf meine Lebensplanung anzuwenden.

    Mir gefällt die schlichte Art wie Du es angehst. Ich verstehe es auch nicht im Sinne der the Secret ich wünsch mir was Methode. Das Universum kann man natürlich mit einbeziehen, man muss es aber nicht. Im Endeffekt kommt es doch darauf an, was ich heute für meine Ziele tue, welche kleinen Schritte ich heute gehe. Und wenn ich ein klares Bild von dem habe, wo ich hin möchte, dann brauche ich doch meine Ziele nicht zwanghaft mit messbaren Indikatoren zu versehen und auf einer Timeline zu verorten. Wenn ich mein Ziel klar vor Augen habe, gehe ich in der Regel auch darauf zu. Wichtiger als alle Indikatoren finde ich hierbei die Intensität meines Verlangens nach der Erreichung dieses Ziels. Natürlich sollte man hierbei nicht nur auf den Geist aus der Flasche vertrauen. 🙂 Hifreich ist dabei natürlich schon, wenn nicht alle Ziele, die ich mir vor meinem geistigen Auge ausmale in sehr ferner Zukunft liegen, sprich wenn ich einige davon auch innerhalb eines Jahres oder auch früher erreichen kann.

    • AK 20. August 2013 um 9:36 Uhr- Antworten

      Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Ich verstehe alle Menschen die sagen, dass sie ihre Ziele klar vor Augen haben und deswegen sie weder METERn müssen, noch SMART niederschreiben. Aber diese Methoden sind doch gerade für all jene, die es nicht klar vor Augen haben. Die den nächsten Schritt nicht kennen und die auch bei einem Rückblick auf das letzte Jahr ganz und gar nicht sehen, was sie alles erreicht haben. Ich gebe aber zu, dass die meisten an 2 Punkten in der Zieldefinition scheitern. 1. an der Meßbarkeit (weil die meisten sich hier ein Werkzeug wie ein Lineal vorstellen, dass sie dafür brauchen) und 2. an der Realisierbarkeit. Hier werden Visionen mit Zielen oft verwechselt oder gar gleich gesetzt.

  17. Ulrike Zecher 20. August 2013 um 9:14 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,
    mir ging es nicht zu schnell, habe alles verstanden 🙂 Mit wirklicher Vorstellungskraft und Beamen in die Zukunft erreiche ich auch meine Ziele.

  18. Ulrike Zecher 20. August 2013 um 9:28 Uhr- Antworten

    Als Personal Trainer und als Coach habe ich am Anfang auch mit der der SMART-Formel gearbeitet, ja, bei einigen Kopfmenschen funktioniert sie gut. Die brauchen dann einfach nur einen kleinen Anstupser, Motivation und Kontrolle (z. Bsp. Gewichtsreduktion).
    Bei den wirklich emotionalen Veränderungen geht es nicht ohne gefühlte Vision. Quasi den Träumer in der Walt-Disney-Methode. Der Coach und der Coachee kann sofort den Moment fühlen, wenn diese Gefühle wirklich echt sind. Oder wie Leonardo da Vinici es formuliert hat: „… binde Deinen Karren an einen Stern“…
    Ups. Markus. Jetzt war ich hier wohl auch zu schnell 🙂

  19. Stimmt!

  20. Silke Panzau 20. August 2013 um 11:11 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    danke für den kurzen, klaren, knackigen Artikel! Danke vorallem für die Werbung dessen, was wir alle in uns tragen: „so tun, als ob…“ Je detaillierter ich mir mich selbst in der Zukunft so vorstelle, wer ich bin, was ich mache, wie ich aussehe, wie mein Tag so läuft, wo ich wohne, wie es riecht, wer bei mir ist, aus welchem Fenster ich was sehe usw. desto kraftvoller ist es. Und was auch stimmt ist die Tatsache, dass dieses emotional verankerte Bild mich unbewußt leitet. Erstaunlich ist, wenn ich zurückblicke und plötzlich merke, welche Entscheidungen ich getroffen habe: die haben alle etwas in Richtung Vision/Ziele/Drehbuch (wie auch immer) zu tun. Und das oft unbewußt.
    Abgesehen davon: es macht unglaublich viel Spaß und ich kann mein „Drehbuch“ immer wieder verfeinern, umschreiben, wie auch immer…
    Also: merci bien 🙂

  21. Robert 20. August 2013 um 12:31 Uhr- Antworten

    Ich sag immer ,…fühle Heute als ob es schon DEIN wäre und morgen wird es dir gegeben! ,…. Natürlich 😉 geht es nicht so schnell , das ist uns allen hier bewusst, ich weiß jedoch das ihr den Satz versteht . Lg Robert

  22. Yvonne Rummrich 20. August 2013 um 13:31 Uhr- Antworten

    Markus, wieder ein toller Beitrag von Dir.
    Und ich kann bestätigen, dass es stimmt, was Du schreibst.
    Nicht bewusst, sondern eher unbewusst habe ich seit einigen Jahren (ziemlich genau seit 8, seitdem ich das erste Mal das Buch the Secret gelesen habe und mir war, als hätte mir jemand die Augen geöffnet) genau diese Methode angewendet.
    Ich schreibe es nicht nieder, aber tagträume ab und an ganz gerne mal in diese Richtung.
    Und ich hatte damals einen Traum: Ich wollte auf Mallorca leben, in einem Haus mit einem Garten und einem Orangenbaum.

    Auf Mallorca lebe ich nun schon seit 6 Jahren, aber der Orangenbaum, der fehlte noch immer.
    Zwar hatten wir bereits in der ersten Wohnung einen im Topf auf den Balkon gepflanzt, aber dieser krüppelte die ganze Zeit so vor sich hin.

    Vor drei Wochen nun bin ich in das Haus mit Garten gezogen. Im Garten stehen 2 Orangenbäume, eine Zitrone und eine Mandarine.

    Und das faszinierenste am Ganzen ist, obwohl wir noch immer nicht den „halbtoten“ Topfbaum aus dem Topf befreit haben, obwohl wir ihn eigentlich mit Nichtachtung strafen, habe ich gerade gestern festgestellt, dass eben dieser lauter neue frische Triebe gebildet hat.

    Also warum soll man nicht mit Gedankenkraft sogar mehr als nur sein eigenes Leben bewegen können.
    (P.s. weil ich es in einem oberen Kommentar gelesen habe: Ich bezeichne mich auch absolut nicht als Esotherikerin, aber irgendwas ist dran an dieser Sache! Manchmal muss man nicht alles verstehen, manchmal reicht es, zu wissen, dass es funktioniert!)

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:17 Uhr- Antworten

      hi yvonne,
      danke für den spannenden einblick, der sicher einige leser sehr inspiriert!
      Lass es dir gut gehen!
      m

  23. sabine 21. August 2013 um 20:01 Uhr- Antworten

    danke !
    und dann wird auch klar, warum zb in meinem metier (beziehungen) auch oftmals der gleiche film zig mal wiederholt wird. weil das drehbuch nämlich nicht geändert wurde …. 😉

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:19 Uhr- Antworten

      wenn du immer das tust, was du schon immer getan hast….
      den rest kennt ihr alle 😉
      lg m

  24. Dennis Sievers 25. August 2013 um 10:46 Uhr- Antworten

    Hallo Markus,

    Mir geht es oft auf die nerven, wenn man merkt das dieser ja so NEUER Film auch wieder genau die gleiche Story erzählt. Das erstmal dazu.

    Zu deiner Technik…

    … Ich denke ich verstehe es so:

    Man soll aufschreiben was man haben will wie man es erreicht und was für ein Mensch man sein will und was für Gefühle man in jeder einzelnen Szene in seinem eigenen Film (die gewünschte Zukunft).

    Genau, das machen viele Techniken wohl auch, nur nicht so mitfühlend, wie du es hier beschreibst.

    Zu den anderen Kommentatoren: Was ist daran schwer sich vorzustellen was man in einer erwünschten Situation fühlt oder sich es überhaupt vorzustellen wer man in der Zukunft sein will?

    Beste Grüße,
    Dennis

    • markus cerenak 27. August 2013 um 13:24 Uhr- Antworten

      hi dennis
      richtig beschrieben! und nicht jeder hat das gleiche mindset und den gleichen wissensstand wie du bez. visualisierungstechniken. dazu sind blogs ja da um menschen auf den weg zu bringen! 😉 du machst das bei deinem projekt genauso!
      lg m

  25. Lucas Pinger 22. November 2014 um 9:44 Uhr- Antworten

    Hey,
    ein sehr schöner Artikel. Ich glaube viele (unerfolgreiche) Menschen brauchen zu Beginn einfach eine Struktur/Muster/Leitfaden/Modell, damit das Thema überhaupt greifbar für sie wird.

    Ob nun „Charakter in einem Drehbuch“ oder einfach nur ein plumper Fragebogen „Wie stellen Sie sich ihr Leben in 5, 10 oder 20 Jahren vor“ – es läuft alles aufs gleiche hinaus.

    ABER: Einfach nur einen Fragebogen auszufüllen und sich „wegzutäumen“ kann jeder.

    Die Frage für die meisten Leute ist nur „Was hat es für einen Sinn?“ Und diesen (logischen) Sinn erklären eben die verschiedensten Modelle. Denn nur wenn man den Sinn kennt, wird man sich auch bewusst „wegträumen“ können.

    Und nur das regelmäßige, bewusste wegträumen (lass es uns Meditation nennen) und der Glaube daran, führt doch zu lebendigen Bildern und Handlungen im Kopf. Diese Bilder und Handlungen des „Ideal-Ichs“ führen zu Gefühlen. Das Gehirn kann nicht unterscheiden ob diese Gefühle echt oder unecht sind. Es wird die unechten Gefühle im Unterbewusstsein wie echte abspeichern. In Zukunft wird das Gehirn dann in bestimmten Situationen (zb. bei wichtigen Entscheidungen) im Unterbewusstsein kramen und diese unechten Gefühle/Erfahrungen deines „Ideal-Ichs“ abrufen und du wirst eben erfolgreiche Entscheidungen treffen.

    Das ist das „Modell“ an das ich glaube, weil es für mich logisch erscheint.

    Dein „Drehbuchkonzept“ ist wie gesagt absolut korrekt, aber das „Warum?“ (was du natürlich durch bestimmte Modelle weißt, aber viele andere Menschen eben nicht), gehört ebenso dazu und fehlt in deinem Artikel.

    Du hast dein „Warum“ gefunden und suchst jetzt eigentlich nur nach der für dich besten Methode zur Umsetzung/Visualisierung. Aber die Bücher/Videos/Seminare richten sich eben an die breite Masse. Also auch an die Einsteiger. Da ist es klar dass jedes Mal das „Warum“ behandelt wird.

    Und ganz ehrlich: Ich kann die Basics langsam auch nicht mehr hören :), aber es gibt eben kaum Informationen für „Fortgeschrittene“. Das Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ ist zu breit/allgemein/oberflächlich und man muss zu Fachliteratur greifen (Psychologie, Philosophie usw.), wenn man bestimmte Dinge noch tiefer ergründen möchte.

    Beste Grüße und mach weiter so,
    Lucas

  26. […] Dieser Artikel ist der zweite Teil von Klartext: die Lüge des Ziele setzens und was ich darüber von Drehbuchautoren gelernt habe. […]

  27. […] so ein Ziel zu setzen ist nämlich doof. Das wäre genauso, wie wenn du dir das Ziel setzt, ich möchte, dass […]

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