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Wie du Existenzängste in der Selbstständigkeit überwindest und dein Geschäft zum Laufen bringst!

Existenzängste

Einer der besten Entscheidungen in meinem Leben war der Schritt in die Selbstständigkeit; mein eigener Chef sein und die volle Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Es war gleichzeitig jedoch eine der schwierigsten Entscheidungen für mich, denn Existenzängste war allgegenwärtig. Ich habe den Schritt so weit wie möglich hinausgezögert, musste mich jedoch irgendwann dieser Entscheidung stellen, wenn ich wirklich glücklich sein will.

Ich war nie der Typ, der sich gerne von einem Chef etwas sagen lässt. Ich bin gerne mein eigener Chef und investiere meine Zeit lieber in Dinge, die für das Große und Ganze einen wahrhaftigen Sinn machen. Und vor allem muss es für mich selbst einen Sinn machen und meine persönliche Weiterentwicklung beinhalten. So führte in meinem Leben kein Weg an der Selbstständigkeit vorbei.

Die Konsequenzen durfte ich dann auch direkt am eigenen Leib erfahren: Kein geregeltes Einkommen und die Angst pleitezugehen, also Zweifel und Existenzängste. Alle neuen Herausforderungen waren irgendwie machbar, aber die Existenzängste waren mein schlimmster Begleiter in dieser Lebensphase. Das ist nun über 6 Jahre her und ich möchte dir hier meine Erfahrungen und Erkenntnisse weitergeben, um dir den Schritt in die Selbstständigkeit leichter zu machen. Ich erzähle dir hier, wie ich mein Geschäft zum Laufen gebracht habe, wodurch ich meine Existenzängste überwinden konnte.

Existenzängste überwinden – Eine Checkliste

Reserven anlegen

Sicherlich kann es nicht Schaden für umweltbedingte Notfälle auch ein paar Essensreserven im Haus zu haben. Ich meine hier jedoch mehr die Geldreserven. Die brauchst du, um schlechte Zeiten zu überbrücken. Du musst dich schließlich selbst versorgen können, auch wenn keine Aufträge reinkommen.

Dafür musst du wissen, wie viel du jeden Monat zum Überlegen brauchst. Von Miete, Strom, Essen, Versicherung, Telefon und Internet sollte also wirklich alles mit einkalkuliert sein. Und diesen Betrag benötigst du für X Monate im voraus auf deinem Sparkonto.

Für wie viele Monate du das Geld auf deinem Konto hast, musst du dir selbst überlegen. 3-6 sollten es mindestens sein. In meinen paranoiden Existenzängsten habe ich damals das Geld für 2 Jahre gebunkert. Das bedeutet, ich hätte 2 Jahre überleben können, ohne einen Finger krumm machen zu müssen. Heute bin ich schlauer, denn ich habe gelernt, dass man sein Geld auch investieren sollte, wenn man wachsen möchte.

Tore öffnen

Wenn Geld zu dir kommen soll, das deine Existenz sichert, musst du auch Wege schaffen, auf denen das Geld zu dir kommen kann. Es ist nicht so, dass es an deiner Tür klingelt und die Leute dein Produkt kaufen oder deine Dienstleistung in Anspruch nehmen, sobald du selbstständig bist. Im Gegenteil: „Wer nicht wirbt, der stirbt“.

Passender Artikel:  Hast du Angst zu versagen oder doch Angst vor Erfolg?

Es ist also notwendig, dass du Möglichkeiten schaffst, über die die Menschen zu dir kommen können. Der wichtigste Weg ist die Mundpropaganda. Darüber habe ich damals den Großteil meiner Kunden erhalten. Aber auch Internetwerbung und das Präsentieren auf passenden Internetportalen brachten mir wertvolle Aufträge. Das Wichtigste ist das aktive Vernetzen mit anderen Menschen; das bereichert das ganze Leben!

Überzeugung von dir selbst

Die Basis für deine funktionierende Selbstständigkeit ist, dass du von dir selbst überzeugt bist. Dafür benötigst du ein Produkt oder eine Dienstleistung, die qualitativ so hochwertig ist, dass andere Menschen begeistert von dir und deinem Angebot sind. Durch das positive Feedback empfehlen sie dich nicht nur weiter, sondern bestärken auch deine Überzeugung, dass du was drauf hast. Du kannst dich nämlich nur gut verkaufen, wenn du selbst von dir glaubst, dass du es kannst. Und verkaufen musst du dich, wenn du Kunden haben willst.

Dein Glaube als Multiplikator

Die vorherigen Punkte können dich vielleicht dahin bringen, dass dein Business zu laufen beginnt. Wenn du jedoch durchstarten willst und deinem Erfolg einen Schub geben willst, arbeite an deinem Glauben. Wie ich es selbst bestätigen kann, ist es so, dass genau das eintreten wird, das du glaubst.

Wenn du glaubst, dass du es nicht schaffst und dich von deiner Angst überwältigen lässt, wird es schief gehen. Wenn du jedoch mit deiner Fantasie sehen und fühlen kannst, wie deine positive Zukunft inklusive des Erfolges deiner Selbstständigkeit aussieht, dann wird deine Unternehmung gelingen!

Als ich das verstanden habe, habe ich irgendwann mit der Macht meiner Gedanken die Anzahl meiner Aufträge reguliert. Wenn ich Geld gebraucht habe, habe ich mir die neuen Aufträge gewünscht und mich in das Gefühl versetzt, das resultierende Geld zu verdienen. Die Tage darauf begann das Telefon zu klingeln und es flatterten viele neue Aufträge rein.

Als ich keine neuen Aufträge haben wollte, weil meine Interessen gerade woanders lagen, habe ich auch dieses Gefühl des „In-Ruhe-gelassen-werdens“ ausgesendet. Das Telefon blieb stumm.

Wenn du jetzt unbewusst das Gefühl aussendest, dass du das Geld nicht verdient hast, dass du es nicht kannst oder dass es nicht funktioniert, wird es genau so eintreten. Deshalb ist so wichtig, dass du von dir selbst überzeugt bist.

Passives Einkommen

Passives Einkommen ist Geld, das jeden Monat einfach so auf deinem Konto landet, ohne dass du aktiv dafür etwas tust. Es ist fast wie das „bedingungslose Grundeinkommen“, nur dass es sich jeder selbst erarbeiten muss.

Ein einfaches Beispiel für passives Einkommen sind z.B. Mieteinnahmen. Ich kaufe eine Wohnung und vermiete sie weiter. Ein anderes sind Versicherungsbeiträge. Ich biete z.B. eine PC-Versicherung an und komme zu Kunden, wenn sie ein PC-Problem haben. Auch hier kassiere ich einen monatlichen Pauschalbetrag. Eine beliebte Sache sind auch Produkte; wie z.B. Bücher. Wenn ich einmal ein gutes Buch geschrieben habe, lässt es sich vielfach verkaufen. Das habe ich z.B. mit dem Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“ auch getan.

Passender Artikel:  Selbstzweifel überwinden: Eine einfache Anleitung, wie du mehr an dich glaubst.

Das waren jetzt nur 3 Beispiele, jedoch kannst du mithilfe deiner Kreativität das unendliche Feld der Möglichkeiten erkunden.

Fazit

Irgendwann, wenn du verstehst, dass du dein Leben mit deinen Gedanken steuern kannst, wirst du mehr und mehr das Vertrauen in das Leben gewinnen. Das geschah bei mir nach ca. 2 Jahren. Dann hatte ich endlich realisiert, dass immer genug Aufträge reinkommen werden, wenn ich meinen Job gut mache und wenn ich es mir von Herzen wünsche. Das sorgte dann auch dafür, dass ich meine Existenzängste überwinden konnte.

Ich bin froh, den Weg in die Selbstständigkeit gegangen zu sein, denn ich habe viel über mich und das Leben gelernt. Und das Lernen hört mit einem eigenem Geschäft nicht auf, denn es stehen mir ja schließlich alle Möglichkeiten offen.

Ein Gastartikel von Elias Fischer

8 Comments on “Wie du Existenzängste in der Selbstständigkeit überwindest und dein Geschäft zum Laufen bringst!

Daniela
5. Oktober 2014 um 10:37

Ich selber habe es bei meiner Existenzgründung erlebt und arbeite auch immer wieder mit jungen, kreativen Köpfen zusammen, die sich selbstständig machen. Die wenigsten verfügen über Rücklagen und auch staatliche Förderungen oder gar Kredite sind auch nicht mehr so leicht zu bekommen wie noch vor wenigen Jahren. Oder sind an strenge Vorschriften gebunden. Daher ist es für die meisten am Anfang überhaupt nicht möglich, sich Geld für 6 Monate zurück zu legen. Wenn man wirklich seeehr sparsam ist, wären das 6.000,- Euro. Und somit ist die Existenzangst noch größer und vor allem wirklich begründet. Die meisten wagen den Sprung in die Selbstständigkeit doch, weil sie die Schnauze voll haben vom Job, gekündigt wurden oder anderweitig an einem Punkt in ihrem Leben angekommen sind, wo sie endlich begreifen, dass für sie die Selbstständigkeit der einzige und richtige Weg ist.

Antworten
Dani
23. August 2014 um 10:36

Ein Blog, den ich erst vor wenigen Tage entdeckt habe, und der mir trotzdem schon so viel Mut gemacht hat! Vielen Dank dafür + weiter so!

Antworten
Kai Beer
26. April 2013 um 14:40

ich schliesse mich dem markus an .. das TUN , ist die heilung des brennenden gedankens der angst. TUN schafft abhilfe. TUN =Ablenkung des eigenen SEINS. Die angst sind wir selbst erschürt aus dem umfeld unseres gesammelten seins. Die angst ist macht und wird immer bei jeder neuen hürde zu vorschein kommen, sie ist energie der und zur selbstkontrolle. minensucher sind lehrmeister der angst, sie können dir sagen weshalb sie im einklang der angst leben und motiviert am leben sind. find a bombkiller

Antworten
Edina
26. April 2013 um 10:20

Beim Lesen des Artikels habe ich gedacht, ich lese was über mich 🙂 Toll geschrieben und es motiviert mich weiterhin. Auch wenn es nicht gerade leicht ist, und ich schon oft aufgeben wollte. Denn ich habe mit nichts angefangen und für das was ich mache sind kostspielige Investitionen nötig. Aber dannoch, irgendwie ging es immer und ich sitze noch hier und bin nicht verhungert 😉 Dennoch verfolgt einen die Angst oftmals wie ein Schatten, wenn man die Verantwortung für zwei Menschen trägt, die sich noch nicht selbst versorgen können. Ich bin aber sicher, ich schaffe es und dieser Blog motiviert mich nicht aufzugeben, trotz aller Rückschläge. Ich möchte nie wieder für jemand anderen arbeiten als für mich selbst. Eine große Lernaufgabe für mich, Vertrauen haben und an sich und das Universum glauben.

Danke!

Antworten
Christof
26. April 2013 um 9:32

„Passives Einkommen ist Geld, das jeden Monat einfach so auf deinem Konto landet, ohne dass du aktiv dafür etwas tust. Es ist fast wie das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘, nur dass es sich jeder selbst erarbeiten muss.“ … Das passive Einkommen mit dem bedingungslosen Grundeinkommen in einen Topf zu werfen, halte ich für etwas verwegen! Fürs passive Einkommen muss ich i. d. R. im Vorfeld sehr viel Zeit und Mühe investieren und fast immer auch etwas dafür tun, wenn es generiert wird (um eine vermietete Wohnung muss man sich kümmern, ein Buch muss man promoten bzw. für die nächste Auflage überarbeiten, wenn es sich konstant verkaufen soll). Fürs bedingungslose Grundeinkommen müsste man nichts tun, wenn es denn käme (was ich erst mal nicht sehe). Soll aber nicht heißen, dass ich nichts vom passivem Einkommen halte 😉

Einen der besten Finanztipps hat der römische Philosoph Cicero schon vor über 2000 Jahren gegeben: „Sparsamkeit ist eine gute Einnahme.“ Mit anderen Worten: Jeder mehr verdiente Euro, geht nach allen Abzügen vielleicht nur 50% in Deinen Geldbeutel. Jeder gesparte Euro geht zu 100% in Deinen Geldbeutel 🙂

Viele Grüße,

Christof

Antworten
Elias
26. April 2013 um 20:37

Ja, da hast du Recht. Die Dinge, die für das passive Einkommen sorgen, wollen gepflegt werden. Jedoch kann auch ab einem bestimmten Cashflow diese Pflege wieder „outgesourced“, also an Dienstleister abgegeben werden. Im Falle eines Buches gibt es auch noch die Möglichkeit, dass man von einem großen Verlag genommen wird, der sich um das ganze Drumherum kümmert. Es gibt also immer Wege, die anfangs unmöglich erscheinen mögen. Je öfter man aber diesen Gedanken pflegt, desto vertrauter wird er, und desto eher wird er verwirklicht (wenn unser Unterbewusstsein dies dann auch für möglich hält.

lg
Elias

Antworten
Alex
26. April 2013 um 9:30

Schonungslos ehrlich geschrieben.
So geht’s…, also für jeden machbar!
Erfolg hat einen Namen T-U-N !

Danke für den tollen Beitrag.

LG Alex

Antworten
markus cerenak
26. April 2013 um 11:24

lieber alex
ja, es geht immer nur um das TUN! alles andere kommt von selbst
lg m

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Elias Fischer

Elias Fischer

Elias Fischer schreibt seit 2011 im LebeBlog über seine Erkenntnisse zu den Themen „bewusstes Leben“, „Der Sinn des Lebens“ und „Wer bin ich wirklich?“ Auf der Suche nach Sinn, innerer Zufriedenheit und Glückseligkeit, entlarvte sich in seiner bisherigen Welt so manches Ziel als Unglücksbringer.

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