Dein Leben beginnt erst, wenn du es schaffst,  deine Komfortzone regelmäßig zu verlassen.

Komfortzone verlassen

Dein wirklich interessantes Leben beginnt erst, wenn du es schaffst, deine Komfortzone regelmäßig zu verlassen.

Als ich letzten Monat meinen Artikel zur Gegenwartspräsenz geschrieben habe, war das einer der Momente, in denen ich meine Komfortzone verlassen hatte. Innerhalb meiner Komfortzone hätte ich das getan, was ich leicht und routinemäßig jeden Tag tun kann.

Sich die Zeit zu nehmen, einen Blogartikel zu schreiben, zählte nicht zu dieser Routine.

Mich hinzusetzen und Texte zu meinem mit Begeisterung praktizierten Hobby Makrofotografie zu schreiben, war vor ein paar Jahren  auch noch nicht Teil meiner Komfortzone aber nachdem ich nun schon zehn Bücher geschrieben habe, zählt es schon irgendwie dazu.

Warum verlasse ich dann heute schon wieder meine Komfortzone und schreibe diesen Artikel über jene Komfortzone?

Wenn ich in dieser Zone verharre, kann ich mich doch sicher fühlen, mich ausruhen, die Alltagsroutine leicht und bequem ablaufen lassen. Hier kenne ich keine Angst zu scheitern, keine Anstrengung und keine Angst mich zu blamieren.

Aber wenn ich dort verharre, bleibe ich zurück, denn die Welt ändert sich, meine Flexibilität geht zurück und ich habe keine neuen Ziele mehr. Es gibt eben doch nur Schrumpfung oder Wachstum. Der Gedanke, den Status quo fixieren und erhalten zu können, ist nur eine Illusion.

Die Wachstumszone lockt mit Herausforderungen und Abenteuer

Komfortzone verlassen
DariuszSankowski / Pixabay

Also auf geht’s!

Jenseits der Komfortzone lockt die Wachstumszone.

Dort lauern Abenteuer, Veränderung, Risiko, Stimulanz, Verbindung und persönliches Wachstum.


Und so sitze ich hier und schreibe und während ich schreibe genieße ich jede Sekunde und freue mich, das Glück zu haben, in diesem Moment das zu tun, was ich gerade tue.

Und so wird auch diese Tätigkeit zu einer jener Präsenzinseln, die ich in meinem letzten Blogartikel beschrieben habe.

In der Wachstumszone wird jeder Tag eine Chance zum Abenteuer.

Hier kann ich Herausforderungen finden und annehmen, etwas schaffen, das mir die Rückmeldung gibt, dass ich das, was ich mir als Ziel oder Vision vorgestellt habe, wirksam werden kann in der Umsetzung der Tat.

Wenn ich das, was ich mir vorgenommen habe, in konkrete Handlungen umsetze, signalisiere ich dem Unterbewusstsein, dass ich es ernst gemeint habe und dass ich handlungsfähig bin. Dazu muss ich aber in der Regel meine Komfortzone verlassen.

„Hör auf, ein Gefangener deiner Vergangenheit zu sein.
Werde der Architekt deiner Zukunft.“
(Robin Sharma)

Aber es kann  auch sein, dass bei bestimmten neuen Herausforderungen zunächst einmal Ängste auftauchen.  Hier kannst du lernen, diese Ängste zu überwinden, denn du weißt: „Da wo die Angst sich zeigt,  geht es lang. Da ist Wachstum, da bin ich gefordert.“

Andererseits gehe hier bitte ganz achtsam mit dir selbst um, denn Angst ist auch ein Warnsignal.

Wenn sie zu stark wird, kann das bedeuten, dass ich mich zu weit über die Wachstumszone hinaus in die Panikzone vorgewagt habe.

Das ist der Fall, wenn die Herausforderungen bedrohlich und nicht zu bewältigen erscheinen. Außerdem ist es eine beliebte Methode des inneren Schweinehundes, Ziele so mächtig und unerreichbar zu formulieren, dass es ganz leicht ist, Ausreden zu erfinden, die zur frühzeitigen Aufgabe verführen.

Es gibt nichts Gutes außer man tut es: Übe täglich in der Wachstumszone

Komfortzone verlassen
MatanVizel / Pixabay

Die Wirksamkeit der Handlungen außerhalb der Komfortzone wird sehr stark unterstützt durch tägliches üben.

Dabei geht es darum, sich zu zeigen in Situationen, die man sonst meidet.

Zum Beispiel könntest du, wenn du eher schüchtern bist, üben, Menschen anzusprechen

Eines der einfachsten Übungsfelder ist hier der Einkauf im Supermarkt. Ein aufmunterndes Wort an die Kassiererin oder ein kurzes Gespräch mit den Menschen, die in der Schlange an der Kasse warten, wirkt hier Wunder.

So kannst du eine Menge Freude in den Alltag der Menschen bringen, die du dort triffst.

Trainiere auch deine Entscheidungsfreudigkeit und Entscheidungsschnelligkeit. Das kannst du zum Beispiel im Restaurant beim Essen bestellen üben. Bestelle etwas anderes als das, was du immer bestellst, und entscheide dich innerhalb weniger Sekunden.

Weitere Trainingsmöglichkeiten:

Gehe andere Wege als die gewohnten.

Nimm beim Zeichnen, Essen, Haare kämmen einmal die andere Hand.

Lerne einige Tastatur Shortcuts, anstatt die Maus zu benutzen. (Zum Beispiel: Strg+ C anstatt rechte Maustaste kopieren) Das könnte dir bald eine Menge Zeit ersparen.

Wenn du täglich ein wenig übst, wirst du bald deine Komfortzone erweitert haben und Gefallen an der Wachstumszone finden.

Komfortzone verlassen
Free-Photos / Pixabay

Begeisterung und Beständigkeit

Beobachte dich einmal selbst bei diesen Übungstätigkeiten, inwieweit du diese mit großer Begeisterung und Enthusiasmus durchgeführt hast. Wo war der Punkt, an dem das Unsicherheitsgefühl des Neuen sich in die Begeisterung des Abenteuers verwandelt hat?

„Ohne Begeisterung ist noch nie etwas Großes erreicht worden.“
(Ralf Waldo Emerson)

Da, wo die Begeisterung ins Spiel kommt, werden im Gehirn Belohnungs-Hormone  ausgeschüttet und neue neuronale Verbindungen geschaffen, die es immer leichter machen, diese Situationen zu bewältigen.

Das ganze gelingt natürlich nur dann, wenn zur Begeisterung die Beständigkeit dazu kommt.

Wer hat es nicht schon immer wieder mal erlebt, dass Tätigkeiten, die anfangs mit großer Begeisterung ausgeführt wurden, nach kurzer Zeit wieder aufgegeben worden sind.

Das hast du sicherlich auch schon selbst  öfters erfahren.

Bleibe also auf jeden Fall bei deiner Begeisterung und halte das, was du dir vorgenommen hast, unbedingt über eine längere Zeit durch.

Ich wünsche dir, dass du dabei nicht in die Opferrolle hinein schlüpfst.

Als Opfer machst du immer die äußeren Umstände verantwortlich für dein Scheitern. Das ist dann die Schuld vom Chef, dem dichten Verkehr, dem Wetter und sowieso hast du ja viel zu wenig Zeit.

Wenn du aber genauer hin schaust, wirst du merken, dass es dir gut tut, für die äußeren Umstände und deren Bewertung die volle Verantwortung zu übernehmen und so wieder handlungsfähig zu werden.

So wird dir zum Beispiel der Faktor Zeit viel weniger Probleme bereiten, wenn du einmal genauer hinschaust, wie viel Zeit du für weniger wichtige Dinge wie Facebook oder Fernsehen verwendest.

Ich wünsche dir, dass es dir gelingen möge, die freiwerdenden Zeiträume dazu zu nutzen, mit Begeisterung deine natürlichen Gaben zu entdecken und diese in der Wachstumszone so zu erweitern, dass du damit genau den von dir erwünschten Zustand aktiv herbeiführen kannst.

Dadurch erweiterst du auch deinen Kontrollbereich: Ein Teil deiner Wachstumszone wird zur Komfortzone und ein Teil der Angstzone wird zur Wachstumszone. Wenn du dich hierher begibst, steigen deine Chancen herauszufinden, was du wirklich, wirklich willst ganz erheblich.

Also dein größtes Risiko ist es, in der Komfortzone zu verharren, da du jedem Wagnis ausweichen möchtest.

Das wiederum verhindert Wachstum und Erfolg. Also jetzt gilt es, mit Begeisterung und Durchhaltevermögen Neues zu wagen und das Steuer zu übernehmen, um das Schiff deines Lebens auf den Kurs des persönlichen Wachstums zu bringen und dann Kurs zu halten!

Artikel von

Hans Bechheim

Hans Bechheim

Ich bin seit 5 Jahren im sg. Ruhestand. Habe vorher mich aber nur in wenigen Stresszeiten im Hamsterrad gefühlt, da ich das, was ich beruflich tat immer geliebt habe (Englischlehrer und Beratungslehrer in einem Förderzentrum für blinde und sehbehinderte Schüler-innen in Marburg). Während meiner Berufszeit hatte ich das Glück, parallel zur Berufstätigkeit einige Ausbildungen genießen zu können. So wurde ich NLP-Master und Suggestopädietrainer und einiges mehr. Nach meiner Pensionierung begann ich sofort eine Weiterbildung zum "Schulmediator" und bin seitdem mit Begeisterung an einer Schule erhrenamtlich tätig bei "Seniorpartner in Schools". Auch hier habe ich die Möglichkeit, laufend an weiteren Fortbildungen teilzunehmen. Seit mehreren Jahren schreibe ich auch Bücher über Fotografie, die ich als Kindle und Taschenbuch bei Amazon veröffentliche. Wenn du meine Art zu schreiben erkunden möchtest, schau mal in einem meiner Bücher nach. Auf der Basis meiner Erfahrungen als Beratungslehrer habe ich im letzten Jahr auch ein Buch zum visuellen Gedächtnistraining geschrieben. www.makro-foto.com

Eine Antwort

  1. An sich ein toller Beitrag!
    Meiner Meinung nach ist aber der Nr. 1 Faktor für erfolgreiches Komfortzonen erweitern Disziplin zu lernen.
    Ohne Disziplin wird man niemals langfristig Erfolg beim Komfortzonen-verlassen haben, da man zu schnell aufgibt.
    Vielleicht bin ich ja alleine mit dieser Meinung.
    Was meint ihr?

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Ja, das passt natürlich ;-)

Artikel von

Hans Bechheim

Hans Bechheim

Ich bin seit 5 Jahren im sg. Ruhestand. Habe vorher mich aber nur in wenigen Stresszeiten im Hamsterrad gefühlt, da ich das, was ich beruflich tat immer geliebt habe (Englischlehrer und Beratungslehrer in einem Förderzentrum für blinde und sehbehinderte Schüler-innen in Marburg). Während meiner Berufszeit hatte ich das Glück, parallel zur Berufstätigkeit einige Ausbildungen genießen zu können. So wurde ich NLP-Master und Suggestopädietrainer und einiges mehr. Nach meiner Pensionierung begann ich sofort eine Weiterbildung zum "Schulmediator" und bin seitdem mit Begeisterung an einer Schule erhrenamtlich tätig bei "Seniorpartner in Schools". Auch hier habe ich die Möglichkeit, laufend an weiteren Fortbildungen teilzunehmen. Seit mehreren Jahren schreibe ich auch Bücher über Fotografie, die ich als Kindle und Taschenbuch bei Amazon veröffentliche. Wenn du meine Art zu schreiben erkunden möchtest, schau mal in einem meiner Bücher nach. Auf der Basis meiner Erfahrungen als Beratungslehrer habe ich im letzten Jahr auch ein Buch zum visuellen Gedächtnistraining geschrieben. www.makro-foto.com

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