Raus aus dem Hamsterrad: 9 Fehler, die ich gemacht habe

Auch wenn fixe Anstellungen, 9-5 Jobs und Hamsterrad-Berufe manchmal, hie und da, gelegentlich, von Zeit zu Zeit, ein wenig nervig sind, haben sie doch ihre Vorteile: Sicherheit ist einer davon. Aber es gibt ein wirklich schlagendes Argument dafür:

Es sind so viele im Hamsterrad. Somit kann es nicht so falsch sein.

Sein Ding durchziehen, selbständig sein, Lifestyle Business starten, etc., beinhaltet natürlich ein Risiko. Nämlich das “Fehlermachen”. Für manche Menschen das Schlimmste, was es gibt. Alleine schon wegen der sozialen Ächtung, die man erfährt, wenn man “gescheitert ist”. Also kommt “Raus aus dem Hamsterrad” nicht in Frage.

Spannend finde ich nur, dass es genau das Hamsterrad ist (besser gesagt die Einstellungen, die es uns gibt und die Gewohnheiten, die sich daraus entwickeln), das diese Fehler hervorruft. Logischerweise hat das Hamsterrad großes Interesse, dass du Fehler machst, so richtig auf die Fresse fliegst und dann reumütig wieder zurück kriechst, um dich weiter im Kreis zu drehen.

Ich bin jetzt mal frech und teile die Strategien des Hamsterrades mit, also das, was ich (durch meine damalige Hamsterrad-Prägung) an Fehlern gemacht habe, als ich Wege aus dem Hamsterrad gesucht habe:

Wege aus dem Hamsterrad: Das habe ich falsch gemacht

Ich habe gezögert

Der Klassiker. Ich denke, da brauche ich nicht viel dazu sagen. Ich habe mich in meiner Vorstellung rund 5 mal selbständig gemacht und immer wieder lieferte das Hamsterrad viele Argumente, es zu lassen. Ich bedauere, so lange auf diese Argumente gehört zu haben.

Ich habe mich nicht fokussiert

In meinem Sicherheitsdenken war ich überzeugt, dass ich mehrere Säulen brauche, um genug Geld zu verdienen. Ich brauche einen Plan B, einen Sicherheitsanker. Das hat dazu geführt, dass ich ganze viele Dinge getan habe und nichts davon ordentlich.

Ich wollte alles selber machen

Im Hamsterrad wird an allen Ecken und Enden gespart. Das, so dachte ich, kann ich dadurch erreichen, dass ich alle selber mache. Von der Buchhaltung über das Logo-Design, bis Werbung schalten und Bühne im Seminarraum auf- und abbauen. Gott sei Dank weiß ich jetzt, dass es Menschen gibt, die all das besser können, als ich. Und dass es klug ist, mich mein Ding und sie ihr Ding tun zu lassen.

Ich habe zu viele Infos gesammelt

Im Hamsterrad bekommst du das Gefühl, nie genug zu sein. Ich habe wie ein Wahnsinniger Inhalte gesammelt, Bücher gelesen, eCourses gemacht, Seminare besucht, etc. und war davon überzeugt, noch immer nicht gut genug zu sein. Viele meiner Coaching-Klienten sagen: “Aber ich kann doch nicht einfach….. Dafür bin ich noch nicht gut genug….” Die Wahrheit dazu: BULLSHIT!

Raus aus dem Hamsterrad

Ich habe zu wenig Geld verlangt

Nachdem du im Hamsterrad stets um Gehalt kämpfen musst und mir eingebläut wurde: “Verlange bei Vorstellungsgesprächen nur nicht zuviel, sonst bekommst du den Job nicht“, war ich diese Einstellung gewöhnt. Viele scheitern “draußen”, weil sie nicht den Mut und das Vertrauen in sich haben, das Geld wert zu sein, was sie gerne verlangen würden.

Ich war nicht herausragend

Im Hamsterrad sollst du nicht herausragend sein. Du sollst funktionieren. Somit fällt es so vielen schwer, sich selbst als Marke zu sehen, also Einmaligkeit und diese herausragenden Fähigkeiten und Eigenschaften auch zu kommunizieren, um sich so klar zu positionieren. Mir war nicht klar, wie wichtig es ist, seine Kernkompetenzen zu kennen und diese klar herauszuarbeiten. Die Eierlegende-Wollmilchsau glaubt dir einfach kein Mensch.

Ich wollte alle ansprechen

Ähnlich ging es mir mit meiner Zielgruppe. Das Sicherheitsdenken meldete sich. “Du musst so viele Menschen wie möglich ansprechen und erreichen. Ein paar davon werden dir dann schon Geld geben” Falsch! Je klarer du dich positionierst, umso klarer musst du deine Zielgruppe definieren, umso klarer musst du auch De-Marketing betreiben, also Menschen aus deiner Zielgruppe ausschließen. Du bist kein Waschmittel oder Toilettenpapier, das alle brauchen.

Ich wollte ohne Community Geld verdienen

Ich hatte die fixe Überzeugung, dass man nur ein Produkt entwickeln müsste und dann kauft das schon jemand. Das Produkt, das Marketing, die Werbung sollte überzeugen. Was ich noch nicht verstanden hatte, ist, dass einfach keine Sau Vertrauen zu mir hatte.

Dass ich nur mit einer Leidenschaft erfolgreich sein kann, wenn ich andere mit meiner Leidenschaft anstecke und ihnen soviel wie möglich von mir gebe, war mir nicht klar. Menschen kaufen auf Grund von Vertrauen, nicht auf Grund von ausgeklügelten Marketingstrategien.

Ich habe nicht auch an meinen Nutzen gedacht

Wenn du ein eigenes Business online startest, dann musst du natürlich großartige Inhalte an deine Leser liefern. Du musst klar machen, dass du in einem bestimmten Bereich “Experte” bist, in Vorleistung gehen und das auch beweisen.

Ich habe jedoch den Fehler gemacht, mich ausschließlich auf das “Geben” zu konzentrieren und dadurch aus den Augen verloren, dass auch ich für mein Business profitieren muss.

Wenn du nicht ab dem ersten Tag an deinen Nutzen denkst, also am Ende des Tages auch gutes Geld damit zu verdienen, dann baust du kein Business auf. Dann ist es Liebhaberei.

Ich habe den Fehler gemacht das viel zu spät zu erkennen, viel zu spät ein Produkt zu entwickelt und damit dann auch Geld zu verdienen.

Raus aus dem Hamsterrad: Folge deiner Leidenschaft, gib den Menschen, die sich dafür interessieren das Beste, was du hast, frage nicht lange ob sich das rechnet und verdiene auch gutes Geld damit zu verdienen. Die Zeichen stehen gut dafür!

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

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