Das Ziel Selbstbestimmung und wie dir Gewohnheiten auf dem Weg dorthin helfen

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Selbstbestimmung

In defacto jeder meiner  Leserbefragungen ist ein Ziel ganz oben: Die Selbstbestimmung, also die Freiheit selbst über das eigene Leben bestimmen zu können.

Auch wenn es viele nicht so ausdrücken können oder wollen: Selbstbestimmt leben und arbeiten steht bei viel ganz oben auf der imaginären Bucket-List?

Markus, sorry aber Selbstbestimmung ist so ein Persönlichkeitsentwickluns-Lari-Fari Begriff mit dem ich jetzt wo richtig gar nichts anfangen kann.

Vielleicht ist dir genau dieser Satz jetzt durch den Kopf  gegangen. Und dann behaupte ich auch noch altklug, dass du und viele andere Menschen sie unbedingt erreichen wollen: Diese Selbstbestimmung.

Nur was isn das überhaupt?

Was ist Selbstbestimmung? Eine subjektive Definition

Jetzt muss ich vorsichtig sein. Und du auch. Denn meine Definition ist zutiefst subjektiv. Vielleicht kommt jetzt gleich etwas, wo du heftigst den Kopf schüttelst und dir denkst:

Was schreibt Markus da für wirres Zeug?

Wenn dem so ist, dann bitte mich in den Kommentaren wüstest zu beschimpfen und Unzulänglichkeiten richtig zu stellen.

Selbstbestimmung heißt für mich, dass ich völlig frei entscheiden kann was in meinem Leben passiert. Dass ich diese Entscheidungen bewusst treffe und selbst bestimme was ich tue und was ich lasse. Zusätzlich spielt für mich noch ein moralischer Aspekt mit: Nämlich, dass das was ich selbstbestimmt tue, niemand anderen schadet und es für mich auch absolut OK wäre, dass alle so handeln wie ich

(vgl. Den kategorischen Imperativ von Immanuel Kant – eine lustige Video-Erklärung von mir)

Bei Selbstbestimmung schwingt auch ganz klar die Erkenntnis mit, dass nahezu alles im Leben eine Entscheidung ist, also der Weg von Opferrolle (Ich kann ja nichts dafür. Da sind die Anderen schuld. Ich habe ja keine andere Wahl) zur Selbstverantwortung.

Und genau hier wird es spannend. Denn Selbstbestimmung birgt in sich, dass du Entscheidungen treffen musst. Wenn du bestimmst, musst du wissen, WAS du bestimmen willst.

Was du wählst und was du auch wieder abwählst. Und was brauchst du um Entscheidungen zu treffen?

1) Wissen (Je mehr man über etwas weiß, umso leichter fällt die Entscheidung)

2) Willenskraft (Du musst dich entscheiden wollen)

Punkt 2 wirkt komisch, ist aber oftmals das große Problem. Vielleicht kennst du den Satz:

Ich kann mich einfach nicht entscheiden.

Das Wort „kann“ darin ist eine Lüge. Können würdest du schon. Nur irgendetwas hält dich davon ab (meistens die Angst falsch zu entscheiden)

Somit brauchen wir Willenskraft. (Rein zufällig gibt es aus den letzten Tagen von mir passende Artikel zum Thema Willenskraft, Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Alles Faktoren die dich bei der Selbstbestimmung und dem Weg in die Freiheit tatkräftig unterstützen)

Im täglichen Hamsterrad (egal ob privat oder beruflich) ist aber die Selbstbestimmung so weit weg und so unerreichbar, dass es für viele genau so realtistisch ist wie ein Lotto-Sechser oder der Film „Independance Day 2“ (Übrigens ein selten schlechter Film. Nur ein völlig subjektiver und so richtig gar nicht zum Thema passender Einwurf.)

Hier muss ich mal kurz auf Pause drücken und dich direkt fragen:

Bedeutet für dich Selbstbestimmung das gleiche wie für mich? Hab ich was vergessen? Oder ist meine Sichtweise von deiner völlig unterschiedlich. Schreib mir ein Kommentar, wenn es deiner Meinung nach noch Luft nach oben bei meiner Definition gibt.

Selbstbestimmung ist wie Rom. Viele Wege führen dorthin

Ich wäre jetzt wirklich doof, wenn ich hier behaupten würde, der Artikel kann dir den Weg zu deiner ganz persönlichen Selbstbestimmung weisen. Denn selbst wenn ich die für dich richtigen Antworten wüsste, wäre ein Blogartikel wohl ein wenig knapp dafür.

Haken wir beim Aspekt Entscheidung & Willenskraft ein. Denn genauso wie Willenskraft ist auch die Entscheidungsfreudigkeit nicht unbegrenzt. Ist ja auch logisch, da Willenskraft bei jedem Entscheidungsprozess quasi verbraucht wird, wie bei einem Akku. (Das Willenskraft täglich begrenzt ist, wissen wir ja bereits und ist wissenschaftlich belegt)

Nur wie schaffen wir es, weniger Entscheidungen treffen zu müssen?

Richtig, indem wir bestimmte Dinge nicht mehr entscheiden, sondern zur Gewohnheit machen.

Gewohnheiten führen zu mehr Selbstbestimmung

Jeder von uns hat entweder eine lästige Gewohnheit, die er gern ablegen würde oder etwas, das er gern häufiger tun würde. Dinge anzufangen scheint etwas Leichtes zu sein das jeder regelmäßig tut. Das Problem ist das Durchhalten bis zu dem Zeitpunkt an dem die Handlung zum Automatismus wird.

Wenn du eine neue Gewohnheit erfolgreich etabliert hast, ist in dir eine neue Routine entstanden. Eine Gewohnheit ist etwas, das du regelmäßig machst ohne überhaupt darüber nachzudenken. Bei der Willensstärke geht es um die Stärke, die du brauchst, um all das zu schaffen, was du dir vorgenommen hast.

Ein Beispiel dafür wäre dein Vorsatz, Rechnungen wegzuräumen anstatt sie auf dem Küchentisch liegen zu lassen. Du wirst Energie und Konzentration darauf verwenden müssen, die Rechnungen an ihren richtigen Platz zu legen. Nach ein paar Wochen merkst du jedoch, dass du die Rechnungen automatisch an den richtigen Ort legst. Du hast Körper und Geist darauf trainiert, die gewohnten Muster zu durchbrechen und eine neue Gewohnheit angelegt. Dieser Prozess stärkt deine Willenskraft. Und das wiederum das Gefühl der Selbstbestimmung.

Nicht alle Gewohnheiten müssen riesig sein. Wenn du die Disziplin neuer Gewohnheiten erlernen möchtest, macht es Sinn, mit einer kleinen Sache zu beginnen. Vielleicht möchtest du deinen Zuckerkonsum senken.

Um dies etwas einfacher zu gestalten, setze dir jeden Tag ein kleines Tagesziel. Dies könnte zum Beispiel sein, dass du einfach bei der Arbeit keine Cola trinkst oder nur einen Teelöffel Zucker in deinen morgendlichen Kaffee streust anstatt zwei. Nimm dir ein kleines Ziel und setze es in die Tat um!

Der nächste Schritt wäre es, ein weiteres Ziel für den nächsten Tag oder die nächste Woche zu setzen. Zum Beispiel könntest du alle zuckerhaltigen Getränke durch Wasser ersetzen. Wenn du ein Ziel erreicht hast, gratuliere dir selbst und sei stolz auf das, was du erreicht hast.

Jeder kleine Schritt bringt dich näher zu einer neuen Gewohnheit und stärkt deine Willenskraft Stück für Stück. Zusammen mit deiner Willenskraft steigen auch dein Selbstbewusstsein und deine Motivation.

Für einige Menschen ist eine To-Do-Liste oder ein Tagebuch ein gutes Hilfsmittel das ihnen die Konzentration auf ihre neuen Gewohnheiten erleichtert. Wenn du dir die Konsequenzen deiner Handlungen bewusst machst ist es leichter, auf dem richtigen Weg zu bleiben.

Es kann auch helfen, positive Sprüche aufzuschreiben oder inspirierende Zitate zu lesen. Lege diese an Orte an denen sie dir jeden Tag begegnen. Sie stärken deine Motivation und dein Durchhaltevermögen und sorgen so dafür, dass deine neuen Gewohnheiten Bestand haben.

Den Akku leichter laden mit Hilfe von Selbstbestimmung

Das tolle an diesem Prozess ist, dass alles ineinandergreift. Dass nämlich die Selbstbestimmung dir mehr Willenskraft liefert und mehr Willenskraft wiederum mehr Selbstbestimmung.

Aber alles schön langsam und nacheinander.

Wenn du deine Willenskraft stärken willst, musst du dich auf eine Sache konzentrieren und diese durchziehen. Das klingt jetzt mal so richtig nach klug*******.

Indem du diese Sache erfolgreich abschließt erfüllst du alle Kriterien, die du für die Entwicklung deiner Willensstärke benötigst. Du wirst deine Entscheidung getroffen, die nötigen Schritte um diese auch umzusetzen eingeleitet und dich in Selbstdisziplin geübt haben.

All das klingt zwar nicht besonders schwierig ist aber noch mehr klug*******. Vielen Menschen fehlt ja genau die nötige Disziplin, um das auch wirklich durchzuziehen. Wie oft hast du dir schon am Anfang der Woche ein Projekt vorgenommen, das du am Freitag schon wieder vergessen hast?

Dein erster Schritt für mehr Willenskraft liegt in der Zielsetzung. Diese allein erfordert Willenskraft und die Fähigkeit, eine gute Entscheidung zu treffen. Dein Ziel könnte es sein etwas Neues zu lernen, eine Gewohnheit zu etablieren oder zum Beispiel einfach weniger Zucker zu konsumieren.

All diese Dinge schieben dich mit sofortiger Wirkung aus deiner Komfortzone heraus und deine Gedanken werden sich sehr bald mit möglichen Ausreden und Auswegen beschäftigen, um diese Handlung oder Gewohnheit zu vermeiden. Selbst das einfache Bedenken einer Sitzposition vor dem Computer verlangt Willenskraft.

Die beste Möglichkeit zur Etablierung einer neuen Gewohnheit zum Erreichen deines Ziels ist es, dir deiner Umgebung und deiner Handlungsmöglichkeiten bewusst also achtsam zu sein. Wenn dein Rücken weh tut und du deine Haltung verbessern willst, musst du dich jedes Mal daran erinnern, wenn du dich an den Computer setzt. Indem du dir deine Handlungen bewusst machst, kannst du dich vollständig auf das Verbessern deiner Situation konzentrieren.

Jedes Mal wenn du deine Haltung überprüfst, übst du dich in Willenskraft und bleibst deinem Ziel treu. Wenn dies mit der Zeit zur Gewohnheit wird stellst du fest, dass sich deine Willensstärke auch in anderen Aspekten deines Lebens verbessert.

Zu schön um wahr zu sein: Das Perpetuum mobile der Selbstbestimmung

Wenn du gute Gewohnheiten erschaffst, siehst du dich mit der Zeit immer weniger Verlockungen ausgesetzt. Stattdessen fühlst du dich stärker und strahlst mehr Selbstbewusstsein aus. Freunde und Familie werden die Veränderung möglicherweise bemerken, auch wenn ihnen nicht ganz klar sein wird, was genau sich verändert hat.

Denke aber immer daran, dass die Anwendung von Willenskraft ermüdend ist und sich dein Energielevel über den Tag hinweg verbraucht. Setze dir also nicht zu viele Ziele auf einmal. Wenn du dies tust, wirst du dich nur überfordert und müde fühlen und deine guten Vorsätze werden nicht erfüllt.

Denn deine eigene Selbstbestimmung führt genau dazu. Nämlich dass du die obigen Punkt ganz einfach selbst bestimmen kannst. Das zu wissen und dann auch zu tun, pusht wiederum deine Willenkraft.

Klingt fast wie ein Perpetuum mobile. Aber eben nur fast. Es braucht immer wieder einen eigenen kleinen Schubser (Sicherheitshalber findest du hier noch 27 weitere Willenskraft Schubser)

Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

(4) Kommentare

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